Gasmaske kaufen, aber welche…

Die Gasmaske dein Helfer in der Not? Erinnerst du dich an die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking? Neben hervorragenden sportlichen Leistungen der Athleten und Doping-Skandalen machte vor allem ein Thema immer wieder die Runde: Die Luftverschmutzung. Seit Jahren schon findet man in etlichen asiatischen Metropolen Bürger, die nur noch mit Atemschutz vor die Tür gehen. Zu hoch ist die Belastung für die Atemwege.

Nun ist eine Feinstaubbelastung auch hierzulande ein Problem, wenn auch noch nicht in dem Umfang, dass man sich davor mit einer Gasmaske schützen muss. Was aber, wenn es soweit ist? Oder schlimmer noch: Was, wenn es giftige Gase sind, die deine Atemwege belasten können? Wenn in diesem großen Konzern für chemische Stoffe, der nicht weit von deinem Zuhause steht, ein Großbrand ausbricht und giftige Gase freigesetzt werden? Wenn es einen Giftgasangriff gab oder es erneut eine Reaktorkatastrophe im weit entfernten und doch so nahen Atomkraftwerk gab? Wie schützt du dich vor dieser Bedrohung?

Eine Maske, unzählige Schwierigkeiten

Vorab sollte dir bewusst sein, dass es verschiedene Maskentypen gibt, die nicht alle für jedes Szenario geeignet sind. Möchtest du dir eine Gasmaske, solltest du dir vorab genau überlegen, in welchem Fall du sie einsetzen möchtest.

Eine simple Feinstaubmaske hat völlig andere Eigenschaften, als eine Gasmaske mit einem Reaktorfilter.

Vor allem aber, lässt sich nur schwer, teilweise sogar gar nicht vorhersagen, wie lange diese Filter einen ausreichenden Schutz bieten, wenn sie tatsächlich genutzt werden müssen. Entsprechend schwierig ist es, herauszufinden, wie viele Filter du dir zulegen solltest.

Das hängt immer davon ab, wie lange du dich im kontaminierten Bereich aufhältst, wie hoch die Belastung in der Luft ist, wie stark du dich anstrengen musst, wie warm es ist, welche Luftfeuchtigkeit herrscht und noch von vielen weiteren Kriterien.

Eine Vorabberechnung ist demnach beinahe unmöglich. Du solltest dir darum zunächst genau überlegen, wie lange und unter welchen Voraussetzungen du dich in einem belasteten Gebiet aufhalten willst, bevor du tatsächlich eine Gasmaske kaufen wirst.

Gasmaske kaufen

 Welche Arten der Gasmaske gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Gasmasken.

Es gibt die Vollmaske und die Halbmaske.

Die Vollmaske deckt dabei das gesamte Gesicht ab und ist aus diversen Filmen über apokalyptische Szenarien bekannt, die Halbmaske deckt lediglich Mund und Nase ab, wie du es beispielsweise vom Zahnarzt kennst.

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Die Halbmaske – Schutz bei geringer Gefahr

Die weniger martialisch wirkende Halbmaske siehst du im Alltag wesentlich häufiger. In etlichen Berufen muss sie eingesetzt werden, um den Träger zu schützen. In erster Linie hält sie grobe Staubpartikel, die sich in der Luft befinden, davon ab, in die Atemwege zu gelangen. Da es hier verschiedene Einsatzzwecke und Wirkungsgrade gibt, ist die Halbmaske in drei Kategorien unterteilt.Je höher die Zahl, desto höher der Schutz.

FFP-1

Steht dabei für einen Schutz vor nicht-toxischen und nicht-fibrogenen Stäuben, die höchstens das 4-fache der normalen Belastung auf die Atemwege abhält. Diese Gasmasken kommen vor allem auf Baustellen und in der Nahrungsmittelindustrie vor.

FFP-2 

Schützt vor gesundheitsschädlichem Staub, Rauch und Nebel, sowie flüssigen und festen Partikeln, die höchstens das 10-fache der normalen Belastung überschreiten. Typischerweise werden diese Masken im Bergbau und bei der Metallverarbeitung verwendet, wo Arbeiter mit Aerosolen in Kontakt kommen können, die langfristig gesundheitliche Schäden hervorrufen.

FFP-3 

Bietet schließlich Schutz vor krebserregenden, giftigen und radioaktiven Stoffen, Enzymen und Mikroorganismen, die maximal das 30-fache der üblichen Belastung darstellen. Sie kommen in der chemischen Industrie zum Einsatz. Mit anderen Worten – Die Halbmaske schützt bei geringer Gefahr, beispielsweise bei Rauchentwicklung durch einen Brand oder geringer radioaktiver Strahlung, sowie an etlichen Arbeitsplätzen. Für einen Katastrophenfall wie ein Reaktorunglück, bei welchem du dich in unmittelbarer Nähe zum Reaktor befindest, ist eine derartige Gasmaske ungeeignet, ebenso wie für einen Giftgasangriff mit hochkonzentriertem Gift, welches die Schutzgrenze der Halbmaske überschreitet.

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Die Vollmaske – umfassender Schutz für Wissende

Ganz anders sieht die Schutzwirkung bei einer Vollmaske aus – sofern du dich gut auskennst. Diese besteht meist aus Gummi oder Silikon und einem Sichtfeld. Sie haben einen Dichtrahmen und schließen damit, bei korrektem Gebrauch, bündig und vor allem dicht mit dem Gesicht ab. Das Herzstück dieser Gasmaske ist das Universalgewinde, an welchem ein Filter angebracht wird.

Die Maske allein nützt nämlich nichts. Du musst einen passenden Filter aufschrauben, damit sie dir dienen kann. Hier hast du nun die breite Auswahl an Filtern für den Zivilschutz. Neben einfachen Partikelfiltern, die ähnliche Schutzleistungen haben wie eine Halbmaske, über Filter für Ammoniak oder Quecksilber bis hin zu Filtern für radioaktives Iod kannst du dir die Filter zulegen, die du für sinnvoll hältst.

Die meisten dieser Filter kannst du nach dem Abschrauben verschließen, sodass du sie zu einem späteren Zeitpunkt erneut nutzen kannst, sofern die Filterfunktion noch nicht aufgebraucht ist. Dadurch sind Vollmasken eine flexible Alternative zu Halbmasken, die noch dazu eine weitaus höhere Schutzwirkung haben.

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Was gilt für alle Gasmasken?

Beiden Maskenarten ist gemein, dass sie einen Filter nutzen, um gefährdende Stoffe abzuhalten und den Anwender zu schützen. Diese Filter haben dabei je nach Typ einen kleinen oder großen Atemwiderstand, sodass die Atmung durch jede Gasmaske erschwert wird. Außerdem müssen sie regelmäßig ersetzt werden, da der Filter bei Benutzung nach und nach seine Schutzwirkung verliert.

Wann dies der Fall ist, hängt, wie oben beschrieben, von etlichen Faktoren ab und lässt sich nicht vorab sagen. In jedem Fall solltest du dir die Hinweise des Herstellers genau durchlesen, um zumindest eine grobe Schätzung anstellen zu können. Grundsätzlich gilt jedoch, dass der Filter ersetzt werden muss, wenn du riechen oder schmecken kannst, dass sich die eingeatmete Luft verändert oder der Atemwiderstand sich erhöht.

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Vor- und Nachteile der beiden Maskentypen

Welche Gasmaske du kaufen solltest, hängt natürlich ganz von ihrem Einsatzzweck ab. Die Halbmaske bietet einen guten Schutz, wenn lediglich eine geringe Gefahr besteht. Sie ist günstig in der Anschaffung und auch ohne viel Wissen schnell und sicher anzuwenden.

Wesentlich komplexer ist hingegen die Vollmaske. Sie bietet einen umfassenden Schutz gegen alle erdenklichen Szenarien, sollte aber niemals ohne professionelle Einweisung verwendet werden, da ihre Funktionen ausgesprochen vielseitig sind. Die Kosten für eine Vollmaske sind höher, liegen aber in einem vertretbaren Rahmen.

Du solltest jedoch bedenken, dass du die passenden Filter ebenfalls erwerben musst und dass eine Vollmaske unter Umständen beschlagen kann und damit das Sichtfenster unbrauchbar werden kann. Dieses Problem entfällt bei der Halbmaske. Willst du auf Nummer Sicher gehen und für jeden Fall gewappnet sein, wirst du an einer Vollmaske mit entsprechenden Filtern nicht vorbei kommen. Ansonsten ist eine Halbmaske ausreichend, um dich vor weniger gefährlichen Partikeln zu schützen.

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Ausprobieren ist Pflicht!

Ganz gleich, für welche Gasmaske du dich entscheidest, du solltest sie in jedem Fall ausprobieren. Zwar kannst du unmöglich alle Szenarien realistisch darstellen, dennoch sollte dir nicht nur die Handhabung vertraut sein, sondern auch das Gefühl. Durch eine Gasmaske mit Filter zu atmen ist wesentlich schwieriger, anfangs sogar beklemmend. Besonders bei Vollmasken neigen Anwender ohne Training dazu, zu flach zu atmen, was zur Bildung von Kohlendioxid in der Maske und damit zur Bewusstlosigkeit, im schlimmsten Fall zum Tod führen kann.

Dies gilt besonders dann, wenn du dir die Anwendung nicht zeigen lässt oder gar die Anwendungshinweise des Herstellers nicht durchliest. Durch die erschwerte Atmung, die bei der Nutzung einer Gasmaske auftritt, solltest du dir auch bewusst machen, dass du anstrengende Situationen anders lösen musst als ohne Maske.

Nicht ohne Grund bewegen sich Personen, die einen ABC Schutzanzug tragen, langsamer und unbeholfener. Das Sichtfeld ist eingeschränkt, mitunter sogar völlig beschlagen und unbrauchbar, die Atmung anstrengender und der ABC Schutzanzug nicht unbedingt bequem oder flexibel. All das solltest du vorab ausprobieren und regelmäßig auffrischen, um im Ernstfall wirklich gewappnet zu sein.

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Wichtiges zum Kauf

Dass du keine gebrauchten Gasmasken kaufen solltest, leuchtet dir bei Halbmasken sicher ein. Im Gegensatz zu Vollmasken haben diese keinen abnehmbaren Filter, sodass eine gebrauchte Halbmaske automatisch nicht mehr die volle Schutzwirkung erbringen kann. Doch auch bei Vollmasken sind gebrauchte Modelle nur bedingt geeignet. Durch Beschädigungen, die du, als normaler Anwender ohne Zugriff auf spezielle Ausrüstung der Bundeswehr oder des Katastrophenschutzes, nicht erkennen kannst, können gebrauchte Gasmaske unter Umständen nutzlos sein.

Dabei ist dies längst nicht bei jeder Beschädigung der Fall. Ein abgerissenes Befestigungsgummi lässt sich problemlos reparieren, eine Beschädigung im Einatemventil hingegen macht die Schutzwirkung der gesamten Maske zunichte. Natürlich sind derartige Beschädigungen auch bei neuen Modellen nicht gänzlich auszuschließen, die Chancen, ein tadelloses Produkt zu erwerben, sind jedoch wesentlich größer, wenn du ein neues kaufst.

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Das Verfallsdatum sollte beachtet werden

Es mag dich überraschen, aber Filter für Gasmasken haben ein Verfallsdatum. Dieses liegt aus rechtlichen Gründen bei vier Jahren. Wie auch bei Lebensmitteln steht dieses Mindesthaltbarkeitsdatum lediglich für eine rechtliche Absicherung des Herstellers und bedeutet nicht automatisch, dass der Filter ab diesem Zeitpunkt nicht mehr funktioniert. Dennoch kannst du dich auf einen abgelaufenen Filter möglicherweise nicht so sehr verlassen, wie auf einen neuen. Regelmäßiges Auffüllen deiner Vorräte und Ersetzen der alten Filter solltest du darum in jedem Fall vornehmen.

Atemschutz allein kann zu wenig sein

Auch wenn es sinnvoll ist, eine Gasmaske zu kaufen, so ist dies nur die halbe Miete. Auch ein ABC Schutzanzug ist sinnvoll, um dich vor weiteren äußeren Einwirkungen zu schützen, die deinen Körper nicht nur über die Atemwege schädigen können.

Da es auch hiervon eine Menge verschiedener Arten gibt und es eine Vielzahl an Dingen zu beachten gilt, findest du alle Informationen zum ABC Schutzanzug in einem separaten Artikel.

Schütze dich vor dem, was kommen könnte

Wie du nun weißt, gibt es eine Menge guter Gründe eine Gasmaske kaufen und unzählige Situationen, in denen du sie nutzen kannst.

Von einer einfachen Luftverschmutzung durch Abgase bis hin zu einer atomaren Katastrophe ist Vieles denkbar.

Ob du dich für eine Voll- oder eine Halbmaske, einen Universalfilter oder einen speziellen Filter entscheidest, liegt ganz bei dir.

In keinem Fall solltest du dich leichtfertig auf die unzähligen Informationen aus dem Internet verlassen, sondern in jedem Fall zusätzlich einen Fachmann oder eine Fachfrau zu Rate ziehen und dir genau erklären lassen, wie deine Gasmaske funktioniert und wie du sie einsetzen kannst.

Übe den Ernstfall in unterschiedlichen Szenarien regelmäßig und mache dich mit der Handhabung deiner Gasmaske vertraut, damit du dann, wenn es wirklich sein muss, diesem kleinen Hilfsmittel deine Gesundheit anvertrauen kannst.

Die perfekte Survival Ausrüstung…

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