Notfallrucksack, der Bug out Bag….

Was ist ein Notfallrucksack?

  • Notfallrucksack
  • Bug out Bag
  • INCH Bag

Notfallrucksack, Bug out Bag, INCH Bag

Für eine Krise hast du dich zu Hause möglicherweise schon sehr gut vorbereitet. Kein Strom? Kein Problem. Genügend Wasser, Nahrungsmittel und Brennstoff für den Campingkocher hast du stets zur Verfügung. Mit der großen Auswahl an Büchern und Gesellschaftsspielen wird dir und deiner Familie auch nicht langweilig. Licht, Wärme, Schutz, das ist nichts, was du nicht gewähren könntest. Vorausgesetzt, du bist zu Hause. Was aber machst du, wenn du dort nicht bleiben kannst? Wenn dich etwas dazu zwingt, dein Zuhause zu verlassen und du für eine Weile draußen leben musst?

Blindgänger und ihre Folgen

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Ein einfaches Szenario, was so jederzeit eintreffen kann, sieht folgendermaßen aus: Es wurde mal wieder ein Blindgänger aus dem 1. oder 2. Weltkrieg gefunden. Alle Anwohner werden evakuiert und die Entschärfung schreitet voran. Dieses Mal verläuft sie jedoch nicht wie geplant. Die Bombe explodiert und dein Haus ist einsturzgefährdet. Bei der Explosion wurden unglücklicherweise auch wichtige Hauptleitungen beschädigt, die für Strom-, Gas- und Wasserausfälle im Umkreis von 100 km sorgen. Eine unglückliche Kettenreaktion und du bist mittendrin, hast kein Dach mehr über dem Kopf und bekommst vor Ort auch keine Hilfe. Was nun?

Die Vorsorge immer mit dabeiNotfallrucksack, Bug out Bag, INCH Bag

König ist, wer neben dem häuslichen Vorrat auch einen mobilen Vorrat angelegt hat. Ein Notfallrucksack begleitet dich in einer solchen und vielen weiteren Situationen und beinhaltet alles, was du für das Überleben ohne den Schutz der eigenen vier Wände brauchst. Hierbei gilt, wie auch für die Vorsorge zu Hause, dass du dir zunächst bewusst machen solltest, auf welche Szenarien du dich überhaupt vorbereiten willst. Damit kannst du sehen, welche Gegenstände du einpacken musst. Als zweites ist die Überlegung, wie lange du es draußen aushalten willst, sehr wichtig, um bestimmen zu können, wie viel du mitnehmen musst.

Der Nutzen steht im VordergrundNotfallrucksack, Bug out Bag, INCH Bag

Ganz gleich, auf welche Krise du dich vorbereitet hast, komfortabel wird sie nicht sein. Ob du sie zu Hause aussitzt, oder draußen auf dich allein gestellt bist, spielt keine Rolle. Dennoch gibt es einen gravierenden Unterschied. Draußen ist es immer unbequemer und gefährlicher als drinnen. Das liegt keineswegs an Zombies, die dir auf den Leib rücken, sondern am mangelnden Schutz, den dir die eigenen vier Wände bieten. Die Psyche spielt darum in einem solchen Fluchtfall eine enorme Rolle. Du kannst sie und damit auch dich in dieser Hinsicht unterstützen, indem du dich bestmöglich auf eine derartige Situation vorbereitest und sie regelmäßig trainierst – bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit. So erkennst du selbst ausgesprochen schnell, was du wirklich brauchst und was nicht.

Allzeit bereit mit dem NotfallrucksackNotfallrucksack, Bug out Bag, INCH Bag

Ein Notfallrucksack wird auch „Bug out Bag“ oder „INCH Bag“ genannt. (INCH = I NEVER COME HOME) Dieser Prepper Rucksack bringt dir nur dann etwas, wenn du jederzeit auf ihn zugreifen kannst. Es ist darum sinnvoll, wenn du diesen Rucksack bereits fertig gepackt an einem sicheren Ort lagerst, sodass du ihn nur noch zu nehmen brauchst. Das Packen des Notfallrucksacks dauert nämlich vor allem dann lange, wenn du deine Ausrüstung erst noch zusammensuchen musst.

Du kannst außerdem kleinere Versionen deines Bug out Bags an verschiedenen Stellen, wie beispielsweise auf der Arbeit oder im Auto bereit halten, um noch unabhängiger zu sein. So musst du bei einer plötzlich auftretenden Krise nicht erst noch nach Hause.

Die sieben wichtigsten Bedürfnisse

Musst du draußen überleben, so gibt es sieben Überbegriffe, um die du dich kümmern musst. Dabei handelt es sich um alltägliche Dinge, die du zu Hause mit Krisenvorsorge vollständig, ohne Krisenvorsorge immer noch teilweise hast. Unterwegs hingegen musst du dich immer wieder neu darum bemühen.

1.) WasserNotfallrucksack, Bug out Bag, INCH Bag

Zunächst musst du in deinem Notfallrucksack etwas bereit halten, um Wasser, welches du in der Natur findest, aufzubereiten. Das kann ein Wasserfilter sein, es kann aber auch ein Topf sein, in welchem du das Wasser abkochst. Da dieses Thema komplex ist, findest du nähere Informationen dazu in einem weiteren Artikel.

2.) WärmeNotfallrucksack, Bug out Bag, INCH Bag

Du magst dich vielleicht wundern, aber eine Unterkühlung passiert schneller, als du dir vorstellen kannst. Auch im Sommer bist du in europäischen Ländern davor nicht sicher. Besonders nachts sinken die Temperaturen schnell so weit, dass du keine ausreichende Wärmezufuhr von außen bekommst. Darum gilt das Hauptaugenmerk auf der Wärmeerhaltung. Es reicht völlig, wenn dein Notfallrucksack neben dem Schutz vor Kälte von außen, etwas beinhaltet, was dich vor dem Wärmeverlust schützt.

Eine gute Isomatte und ein warmer Schlafsack erfüllen diesen Job bereits und sollten auf keinen Fall fehlen. Für die Zeit, in welcher du nicht in deinem Schlafsack liegst, brauchst du entsprechende Kleidung, die dich ebenfalls gut wärmt, auch wenn du dich wenig oder gar nicht bewegst.

Eine Jacke, die nicht nur warm, sondern zusätzlich auch noch wasserfest ist, ist eine gute Investition. Gleiches gilt für die Hose. Denke auch an warme Socken, eine Kopfbedeckung und Handschuhe. Drei wichtige Körperteile, die gerne in Vergessenheit geraten.

3.) WitterungsschutzNotfallrucksack, Bug out Bag, INCH Bag

Ein Schlafsack kann dir nur dann ausreichende Wärme spenden, wenn er nicht nass ist. Ohne Witterungsschutz bist du auch mit dem besten Notfallrucksack aufgeschmissen. Du solltest darum idealerweise Regenausrüstung mit dir tragen, die du dir selbst überwerfen kannst, die aber auch dein Lager und deine Ausrüstung schützt. Eine stabile Plane ist ausreichend, um diesen Schutz herzustellen. Ist deine Survival Ausrüstung erst mal nass, erschwert dir dies nicht nur die Arbeit damit, sondern verringert auch die Wirkung einiger Dinge. Ein nasser Schlafsack stellt eine größere Gefahr dar, als dass er dich schützt und auch deine Kleidung kann dich nur wärmen, wenn sie trocken ist. Vernachlässige darum den Witterungsschutz nicht.

4.) WerkzeugNotfallrucksack, Bug out Bag, INCH 10

Gutes Werkzeug ist in deinem Notfallrucksack unabdingbar. Wenn deine Survival Ausrüstung kaputt geht oder du improvisieren musst, wirst du dir mit einem brauchbaren Werkzeug schnell zu helfen wissen. Ohne hingegen machst du es dir nur unnötig schwer. Musst du im Ernstfall tatsächlich mit deinem Bug out Bag fliehen, solltest du dir die Situation nicht zusätzlich erschweren. Nimm Werkzeug mit! Ein Multifunktionstool oder Taschenmesser sowie ein Überlebenmesser mit feststellbarer Klinge sind unverzichtbar. Darüber hinaus können dir auch ein Tomahawk und Nachtsichtgerät die Arbeit im Freien erleichtern.

5.) NahrungNotfallrucksack, Prepper, Bug out Bag, INCH

Natürlich brauchst du auch an der frischen Luft etwas zu essen. Das schmeckt draußen übrigens meistens besser. Da frische Luft und die Arbeit dort den Appetit anregen, ist kalorienreiche Kost sinnvoll. Hier gibt es verschiedene Fertiggerichte, speziell für Krisenfälle, aber auch für Weitwanderer und Trekker. Diese sind schnell zubereitet, schmecken sehr lecker und machen wirklich satt – anders als Fertiggerichte aus dem Supermarkt.

Vergiss nicht, dass du diese Nahrung auch zubereiten musst. Ein Topf, ein Feuerzeug oder etwas vergleichbares, sowie einen Kocher und ausreichend Brennstoff solltest du dabei haben. Auf Letzteres kannst du verzichten, wenn du ein offenes Feuer machen möchtest. Im Ernstfall ist dies jedoch nicht immer möglich. Etliche Pflanzen, die du in der Natur findest, kannst du essen. Ebenso besteht die Möglichkeit, Tiere zu erlegen und diese zu verspeisen. Über beides solltest du dich jedoch vorab ausreichend informieren, da du dich andernfalls leicht vergiften oder dir den Magen verderben kannst. Ein weiteres Problem, welches du nicht haben willst.

6.) Transport

Du musst dich selbst und deine Ausrüstung irgendwie vorwärts bringen. Wie genau, das steht dir zur freien Wahl. In etlichen Situationen ist ein Auto eine gute Wahl. Das gilt allerdings nur dann, wenn du auch genügend Benzin hast und dieses nachtanken kannst. Ist das nicht gewährleistet, bist du zu Fuß am besten unterwegs. Dabei bleibst du flexibel und wendig. Der Haken daran ist, dass du deinen Notfallrucksack und alles, was sich darin befindet, selbst schleppen musst – und dieser kann ganz schön schwer sein. Körperliche Fitness ist darum allein schon für das Vorwärtskommen wichtig, hilft dir aber auch in vielen anderen Bereichen einer Flucht.

7.) SicherheitNotfallrucksack, Bug out Bag, INCH 10

Der letzte Punkt der sieben Notwendigkeiten ist die Sicherheit. Ohne sie nützt dir alles andere nichts. Zur Sicherheit gehören Dinge, die dafür sorgen, dass du gefunden werden kannst, wenn du gefunden werden möchtest. Eine Warnweste und eine Pfeife gehört hier beispielsweise in deinen Notfallrucksack. Aber auch die Verteidigung spielt eine Rolle. Wenn du angegriffen wirst – ganz gleich ob von einem Mensch oder einem Tier – solltest du in der Lage sein, dich und deine Ausrüstung zu verteidigen. Hast du gutes Werkzeug dabei, stellt dies bereits eine brauchbare Waffe dar.

Vielleicht möchtest du darüber hinaus weitere Verteidigungsmittel, wie etwa eine Gaspistole oder ein einfaches Pfefferspray bei dir tragen. Auch ein Erste-Hilfe-Set gehört in deinen Notfallrucksack. Dort sollte sich nicht nur Verbandsmaterial für kleine Wunden befinden, sondern auch Material, um größere Verletzungen ausreichend zu versorgen. Dass du deine Erste-Hilfe-Erkenntnisse regelmäßig auffrischst, ist Voraussetzung dafür, dass du mit deinen eingepackten Materialien auch umgehen kannst.

Führe wichtige Daten immer bei dir!Notfallrucksack, Bug out Bag, INCH Bag

Neben den bereits genannten Dingen solltest du die wichtigste Survival Ausrüstung und vor allem deine persönlichen Daten immer direkt am Körper tragen. Hierzu gehört neben deinem Ausweis unbedingt ein Multifunktionstool und etwas, um Feuer zu machen. Eine kleine Erste-Hilfe-Ausrüstung und ein Wasserfilter ist ebenfalls hilfreich. Hier gilt, dass du umso mehr Ausrüstung am Körper tragen solltest, je schlechter du improvisieren kannst.

Komfort darfst du dir auch draußen gönnenBug out Bag, Notfallrucksack, Prepper

Sicher hat der Gedanke an das Überleben in der Wildnis mit nur einem Taschenmesser etwas Abenteuerliches. Du darfst dir aber im Ernstfall etwas mehr Komfort gönnen und solltest deine Ausrüstung den Gegebenheiten anpassen. Ein Nachtsichtgerät oder eine Taschenlampe bietet dir in dunklen Umgebungen eine gute Sicht. Nimm eine Gasmaske mit, falls die Krisensituation dies erfordert. Verzichte nicht auf ein Kurbelradio, um Neuigkeiten mitzubekommen. Gönne dir Hygienegegenstände, damit du dich nicht mit vermeintlich harmlosen Krankheiten infizierst. Eine Erkältung ist zu Hause nervig, draußen kann sie dich das Leben kosten.

Schone deinen Rücken und sorge vorNotfallrucksack, Bug out Bag, INCH Bag

Statt alle Utensilien sofort mit dir herumzutragen, kannst du auch an einigen Orten kleinere Krisenpakete deponieren. So kannst du im Ernstfall mit leichterem Gepäck zu einem dieser Orte reisen und dort auf diese zugreifen. Aber auch hier gilt, dass du sie unter Umständen mit dir tragen musst, falls du an deinem Lagerplatz nicht länger bleiben kannst. Eine hilfreiche Unterstützung sind derartige Vorsorgepakete dennoch.

Mach es dir einfachNotfallrucksack, Bug out Bag, INCH Bag

Möchtest du dir einen Notfallrucksack zusammenstellen, so kannst du dies natürlich selbstständig und ganz nach deinen Bedürfnissen tun. Du solltest aber auch einen Blick auf die bereits fertig gepackten Bug out Bags werfen, die du erstehen kannst. Diese beinhalten einen Vorrat an lebenswichtigen Dingen und sind meist eine gute Grundlage, um weitere persönliche Vorlieben hinzuzufügen.

Preislich bewegen sich diese Notfallrucksäcke im fairen Rahmen und ihr Inhalt nimmt dir eine Menge Arbeit ab. Möchtest du dich lieber auf deine eigenen Materialien verlassen, kannst du dir die einzelnen Ausrüstungsgegenstände auch getrennt zulegen und deiner Notfallausrüstung eine persönliche Note verleihen. So kannst du sicher sein, dass du genau das dabei hast, was du im Ernstfall wirklich brauchen und anwenden kannst. Im ersten Moment mag es abwegig klingen, aber ein Survivaltraining bietet dir eine Menge Sicherheit.

In der Natur zu überleben ist einfach, wenn man weiß, wie es geht, aber umso schwieriger, je mehr man zum ersten Mal machen muss. Nutze darum die unzähligen Angebote und absolviere das ein oder andere Training. Hier gibt es spezielle Kurse für Krisenvorsorger, bei welchen du eine Menge lernen kannst. Du hast dabei nicht nur die Möglichkeit, deine Survival Ausrüstung zu testen, sondern erhältst viele wertvolle Tipps, wie du diese noch erweitern und anpassen kannst. Schließlich bringt dir die schönste Isomatte nichts, wenn du nicht weißt, unter welchen Bedingungen du sie einsetzen kannst und wie du sie reparieren solltest.

Übe den Umgang damit darum nicht nur in Survivaltrainings, sondern immer wieder auch in privaten Übungen unter realistischen Bedingungen. Beziehe dabei alle Familienmitglieder mit ein, um auch sie mit ausreichendem Wissen auszustatten.

Richtig vorbereitet bist du nur mit einem NotfallrucksackNotfallrucksack, Bug out Bag, INCH Bag

Wenn du dich auf eine Krise wirklich vorbereiten willst, kommst du an einem Bug out Bag nicht vorbei. Es gibt eine Menge verschiedener Szenarien, in welchen du dein sicheres Zuhause für einige Zeit verlassen musst. Dein Notvorrat im Keller ist ein sehr guter erster Ansatz, der dich möglicherweise einige Wochen versorgen kann. Im Fall der Fälle reicht er aber vielleicht einfach nicht aus. Sei darauf vorbereitet, dass du diese Vorräte einpacken musst. Besser noch, nutze die Möglichkeit, zusätzliche Vorräte in Form eines Bug out Bags und einiger deponierten Vorratskisten anzulegen. Dein Leben könnte davon abhängen.

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