EDC, every day carry was ist das…

EDC, every day carry was ist das? Prepper sind vorbereitet. Sie haben ihre Kreativität voll ausgeschöpft und sich unzählige Szenarien ausgedacht, die eventuell eintreten könnten. Manche von ihnen scheuen nicht zurück, sich einen eigenen Bunker in den Garten zu setzen, andere sorgen lediglich für eine kurze Hochwasserkatastrophe vor.

Egal, wie intensiv sie sich auch auf das vorbereiten, was kommen könnte, sie machen sich bewusst, dass etwas eintreten könnte, was ihren normalen Alltag völlig aus der Bahn wirft. Dazu braucht es kein Katastrophenszenario. Du hast dich vermutlich auch schon einmal versehentlich ausgeschlossen.

EDC im Alltag

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Nur mal eben kurz zum Briefkasten oder Mülleimer gehen und hinter einem fällt die Tür ins Schloss. Nicht jeder hat einen Zweitschlüssel unter der Fußmatte liegen – Prepper schon gar nicht. Aber irgendwie muss man wieder in die Wohnung kommen.

Genau solche Situationen sind es, die du bereits in deinem Alltag versuchst zu umgehen. Du nimmst deinen Schlüssel mit, wenn du das Haus verlässt. Dieses kleine Objekt gehört darum in dein EDC, dein Every Day Carry. Und damit bist du auch schon mittendrin im Prepper Leben. Du bereitest dich auf das vor, was kommen könnte, nimmst es aber nicht ganz so ernst wie ein echter Prepper.

Warum EDC?edc, every day carry

EDC ist die Abkürzung von Every Day Carry. Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie “immer dabei”. Genau darum geht es auch. EDC umfasst grundsätzlich alle Dinge, ohne die du nahezu nirgendwo hingehst. Dazu gehört beispielsweise eine Brille, sofern du eine trägst.

Oder eben der Haustürschlüssel, wenn du das Haus verlässt. Streng genommen fällt sogar deine Kleidung darunter. Auch dein Smartphone, deine Geldbörse und die immer gut bestückte Handtasche fallen in die Rubrik EDC. Dabei hat jeder seine ganz eigenen Vorlieben.

EDC ist eine persönliche Sacheedc, every day carry

Raucher gehen nicht ohne Zigaretten und einem Feuerzeug aus dem Haus, Frauen haben meist zumindest eine Packung Papiertaschentücher dabei und begeisterte Mitarbeiter und Anhänger des Rettungsdienstes tragen grundsätzlich einige Pflaster, Mullbinden und Einweghandschuhe bei sich.

Die Liste lässt sich ewig fortführen. Am Ende gilt, dass du dein ganz eigenes EDC finden musst. Denn hier gibt es kein Richtig oder Falsch, sondern lediglich ein sinnvoll oder nicht sinnvoll. Und das hängt davon ab, wer du bist, was du hast und wofür es gedacht ist.

Die Mini Survival Ausrüstungedc, every day carry

Im Prinzip ist dein EDC eine Miniaturausgabe deiner Survival Ausrüstung. Natürlich kannst du auch mit dieser überall hingehen, doch umfasst sie, anders als beim Bushcraft, grundsätzlich viel mehr Equipment und ist darum wesentlich unhandlicher.

Genau zu diesem Zweck gibt es die Abgrenzung zu EDC, bei welchem es wirklich nur auf das Nötigste ankommt. Beim Survival ist es darum die Ausrüstung, die du immer am Körper trägst, vielleicht sogar in doppelter Ausführung mit dir führst.

Entsprechend solltest du auf die Flexibilität deiner Miniatur Survival Ausrüstung Wert legen. Viele Gegenstände kannst du für ganz unterschiedliche Zwecke nutzen. Speziell für den Outdoor Bereich gibt es zudem etliche Hilfsmittel, die mit mehreren Funktionen ausgestattet sind. Achte beim Kauf darauf, dass diese auch einwandfrei funktionieren, denn das ist leider nicht immer der Fall.

EDC für Prepperedc, every day carry

Nun versteht es sich wohl von selbst, dass ein Prepper neben den Alltagsgegenständen wie Schlüssel, Brieftasche und Smartphone noch ein ganz spezielles EDC mit sich führt. Nämlich all die Utensilien, die er oder sie im Falle einer Krise brauchen kann.

Hier gilt, dass du grundsätzlich alles bei dir tragen kannst, was dir für einen derartigen Fall sinnvoll erscheint. Es gibt hier aber diverse Gegenstände, auf die du nicht verzichten solltest.

  • Überlebensmesser
  • Taschenmesser
  • Survivalarmband (Paracord)
  • Taschenlampe
  • Feuerstarter
  • Survival Card
  • Tactical Pen

Das Überlebensmesseredc, every day carry

Auf ein gutes Messer wirst du im Ernstfall nicht verzichten wollen. Ganz gleich, ob du bloß dein Essen schneiden willst, dein T-Shirt als Verbandsmaterial in gerade Streifen schneiden möchtest oder auf einen Gegner gefährlich wirken willst, ein gutes Überlebensmesser gehört in jedes EDC.

Aus praktischen Gründen entscheiden sich die meisten Prepper hier für ein klappbares Messer mit einer kurzen Klinge. Dieses lässt sich leicht verstauen und ist nicht allzu schwer. Viele hilfreiche Tipps zur Wahl des perfekten Messers findest du in einem separaten Beitrag.

Das Taschenmesseredc, every day carry

Auch ein Taschenmesser bietet sich für dein EDC an. Es ist zwar nicht so überlebenswichtig wie das Überlebensmesser, kann dir dennoch etliche Arbeiten erleichtern. Taschenmesser kommen mit einigen Funktionen daher und sorgen so dafür, dass du zum Beispiel eine kleine Schere, einen Schraubenzieher oder einen Dosenöffner zur Hand hast.

Hier gilt, dass du die Funktionen des Taschenmessers unbedingt seinem Einsatzzweck anpasst. Auch wenn der Korkenzieher aus Prinzip in jedes Taschenmesser gehört, so kann er dir in einem Katastrophenfall wohl kaum das Leben retten. Ein Taschenmesser, welches statt des Korkenziehers eine Säge beinhaltet, hilft dir hingegen deutlich besser.

Das Survivalarmbandedc, every day carry

Das Survivalarmband sieht nicht nur schick aus, es kann dir auch tatsächlich beim Überleben in der Wildnis helfen. Diese Armbänder bestehen in der Regel aus Paracord, welches du enorm flexibel einsetzen kannst. Ob du damit einen Flaschenzug baust, um dir ein Bushcraft Erlebnis der besonderen Art zu gönnen, eine offene Wunde nähst oder dir damit bloß einen Schnürsenkel ersetzt, spielt überhaupt keine Rolle.

Du kannst dein Survivalarmband nach deinen Wünschen gestalten und auch hier praktische Helfer einarbeiten. Eine Angelschnur, einen Feuerstarter oder einen Kompass kannst du in das Armband integrieren und trägst damit noch mehr Ausrüstung für dein EDC bei dir.

Taschenlampeedc, every day carry

Nicht für jeden gehört sie zum EDC, aber eine Taschenlampe, so klein sie auch sein mag, kann dir ausgesprochen viele Situationen erleichtern. Nicht nur, dass du mit ihr das Schlüsselloch deiner Haustür auch dann noch finden kannst, wenn mitten in der Nacht die Außenbeleuchtung kaputt gegangen ist, du kannst damit auch in tiefster Nacht noch etwas sehen.

Das wird von vielen Preppern unterschätzt. Selbstverständlich gibt es Situationen, da möchtest du nicht gesehen werden, doch für das EDC kommt ein Nachtsichtgerät nicht in Frage. Vielmehr geht es darum, auch unter größerer Belastung noch sicher zu handeln und hierfür ist eine Taschenlampe ausgesprochen hilfreich. Allein schon, weil du damit einen Gegner blenden kannst und so in der Lage bist, dir auf der Flucht einen Vorsprung zu verschaffen.

Feuerstarteredc, every day carry

Im Extremfall bist du möglicherweise auf Wärme angewiesen. Hier bleibt dir häufig nur ein Feuer, und ein solches zu entfachen kann ganz einfach sein – muss es aber nicht. Es gilt immer die Grundregel, dass du es dir niemals schwerer machen solltest, als es ohnehin schon ist. Darum gehört ein Feuerstarter in dein EDC.

Du kannst hier auf ein Feuerzeug zurückgreifen, wasserfeste Streichhölzer kaufen oder dir einen Magnesium Feuerstarter zulegen. Wofür du dich entscheidest, hängt ganz von deinen Vorlieben ab. Auf das Wissen, wie man ein Feuer startet, es sichert und im Notfall löscht, darfst du aber ebenso wenig verzichten, wie auf das Wissen, wie du nasses Holz anzündest.

Survival Cardedc, every day carry

Ähnlich wie ein Survivalarmband ist auch die Survival Card gedacht. Sie hat jedoch völlig andere Funktionen. Hierbei handelt es sich um eine Karte, welche die Größe einer Scheckkarte hat und jede Menge Löcher aufweist. Diese Löcher haben alle eine bestimmte Form, Größe und vor allem einen bestimmten Einsatzzweck.

Eine Survival Card verfügt beispielsweise über einen Schraubenzieher, einen Flaschenöffner, ein Lineal, eine Säge und ein Messer. Es gibt verschiedene Ausführungen, die meisten von ihnen sind jedoch technisch ausgestattet und bieten dir darum einige Werkzeuge, die dir die Arbeit mit technischen Geräten erleichtern. Dennoch ist ihr Nutzen für den Outdoor Bereich nicht von der Hand zu weisen.

Tactical Penedc, every day carry

Weiterhin ist ein Tactical Pen, auch Survival Pen genannt, eine sinnvolle Investition. Hierbei handelt es sich um einen Kugelschreiber, welcher jedoch in einem ausgesprochen robusten Aluminium- oder Edelstahlgehäuse steckt. Er kann dir im Notfall als Waffe im Nahkampf dienen. Du kannst damit aber auch Einträge in dein Krisentagebuch verfassen.

Auch der Tactical Pen kommt je nach Bedarf mit einigen Sonderfunktionen daher. Manche dieser Kugelschreiber besitzen beispielsweise einen eingebauten Kompass oder haben einen Feuerstarter mit an Bord, sodass du auf den Erwerb dieser Ausrüstungsgegenstände entweder verzichten kannst oder sie im Notfall doppelt zur Verfügung hast.

Wer mehr haben willedc, every day carry

Beim EDC geht es vor allem darum, mit möglichst wenig Ausrüstung tagtäglich das Haus zu verlassen und dennoch auf nahezu jede Situation bestens vorbereitet zu sein. Manch ein Prepper kann sein gesamtes EDC am Gürtel tragen, andere verlassen ohne Notfallrucksack ohnehin nie ihre Wohnung.

Prinzipiell reicht es aus, einige wenige Gegenstände und dafür umso mehr Wissen mitzuführen. Gerade, wenn du jedoch noch wenig Wissen hast, wird dir ein umfangreicheres EDC sicher bessere Dienste leisten. Du kannst darum beispielsweise einen Tomahawk mitnehmen, einen Wasserfilter und die Survival Bibel.

EDC vs. Survival Ausrüstungedc, every day carry

Am Gürtel wirst du diese Gegenstände jedoch nicht tragen können und mit einem Tomahawk in der Hand wirst du viele Gebäude gar nicht erst betreten dürfen. Unterscheide darum zwischen der Survival Ausrüstung, die all diese Gegenstände enthalten darf, und dem EDC, welches nur einige wenige Gegenstände beinhalten sollte. Dennoch gilt, dass alles zum EDC gehört, was du wirklich immer bei dir trägst und worauf du in keiner Situation verzichten möchtest – schon gar nicht in einer Krise.

Weitere hilfreiche Gegenstände für dein EDCedc, every day carry

Um dir einige Anregungen zu geben, was andere Prepper in Deutschland in ihr persönliches EDC packen, findest du hier eine kleine Liste mit Gegenständen. Bevor du diese blindlings für dich übernimmst, solltest du dir jedoch Gedanken zu den möglichen Verwendungszwecken der einzelnen Utensilien machen. Einige davon erfüllen viele Zwecke und heben die Notwendigkeit, ein anderes Hilfsmittel mitzuführen auf. Denke darum gut über dein persönliches EDC nach.

  • (kleine) Tasche
  • Erste-Hilfe-Set
  • Fernglas
  • Wasserfilter
  • kleiner Kocher mit Brennstoff
  • Energieriegel
  • Pfefferspray
  • Notfalldaten
  • wasserdichte Kleidung
  • Uhr
  • Pfeife
  • Angelset
  • Panzertape
  • Ladekabel und Zusatzakku für dein Smartphone
  • persönliche Medikamente

Nur individuell ist gutedc, every day carry

Du solltest dir dein EDC nach deinen Wünschen zusammenstellen. Niemand kann dir die Entscheidung abnehmen, auf welche Gegenstände du nicht verzichten solltest. Zwar gibt es einige Hilfsmittel, die grundsätzlich ausgesprochen sinnvoll sind, doch wenn du dich nicht auf das passende Szenario vorbereitest, können sie in deinen Augen auch nutzlos sein.

Hinzu kommen einige Gegenstände, auf die die meisten Prepper verzichten, ohne die du aber nicht aus dem Haus gehen möchtest. Ein Diabetiker nimmt sein Insulinset mit, jemand, der nicht an Diabetes erkrankt ist, kann darauf verzichten. Es gibt darum nicht das eine ultimative EDC, sondern lediglich das auf dich perfekt zugeschnittene.

Triff deine Entscheidungen darum nicht leichtfertig und denke über die Einsatzgebiete der einzelnen Gegenstände ausreichend nach, bevor du dich festlegst und das jeweilige Hilfsmittel kaufst. Bedenke auch, dass du dein EDC natürlich jederzeit umändern kannst und einige Objekte hinzufügen, ersetzen oder weglassen darfst, ganz so, wie du es möchtest.

Geh nicht ohneedc, every day carry

Selbstverständlich siehst du regelmäßig nach, ob noch alles in Ordnung ist, nichts beschädigt wurde oder abgelaufen ist. Kurz gesagt, dein EDC ist ein aktiver Begleiter in deinem Alltag, auch wenn du es gar nicht nutzt. Du weißt, wo es ist und was sich darin befindet, kannst es verwenden und siehst regelmäßig nach, ob noch alles in Ordnung ist.

Derartig ausgestattet kann der Ernstfall dich jederzeit und überall treffen und du hast dennoch genügend, wenn auch wenige Hilfsmittel zur Hand, die dir viele Situationen erleichtern und dir gegebenenfalls das Leben retten können. Und das ist es, worum es letztendlich geht. Dein EDC soll dich schützen und dir helfen, während du gleichzeitig darauf hoffst, es nie benutzen zu müssen.

Fazit:

Am Ende gilt jedoch, dass du ohne dein EDC nirgendwo hingehen solltest. Du trägst es quasi die ganze Zeit bei dir, legst es nur zum Duschen und Schlafen ab und es hat seinen festen Platz in deiner Wohnung. Du weißt sofort, wo es ist und kannst in wenigen Sekunden darauf zugreifen, wenn du musst.

Vor allem aber musst du mit deinem EDC zurechtkommen. Du musst bei jedem Teil wissen, wie du es verwenden solltest und wofür du es im Notfall brauchen kannst. Du hast auch verschiedene Situationen geprobt und die einzelnen Bestandteile deine EDCs auf ihre Tauglichkeit überprüft.