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Prepper, Survival oder Bushcraft?

Prepper, Survival oder lieber Bushcraft? Wir leben in unsicheren Zeiten. Zwar gibt es etliche Dinge, die völlig sicher scheinen, doch schon morgen kann die Welt völlig anders aussehen. Wer sagt, dass es nicht einen Terroranschlag geben könnte?

Eine weitere nukleare Katastrophe in einem Atomkraftwerk kann niemals ausgeschlossen werden. Eine Verkettung unglücklicher Umstände kann sich jederzeit ereignen.

Prepper & Krisenvorsorge

Dazu gehören in erster Linie Freiwillige und festangestellte Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Menschen die in solchen Krisenfällen eingreifen und versuchen, die Lage unter Kontrolle zu bringen und zu helfen.

Doch es ist niemals gewiss, ob ihre Hilfe genügt und dich ausreichend schützen kann. Darum gibt es viele Menschen, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen wollen und sich ebenfalls vorbereiten. Survival, Bushcraft und Prepping ist populärer denn je.

Für welchen Weg soll ich mich entscheiden?Prepper, Survival, Bushcraft

Die drei Bereiche unterscheiden sich deutlich voneinander und gehören doch zusammen. Doch was davon ist die beste Lösung im Falle eines Falles?

Prepping, Survival und Bushcraft sind grundsätzlich drei völlig verschiedene Bereiche, deren Grundgedanke jedoch derselbe ist. Es geht darum, in ungewöhnlichen Situationen zu überleben und sich zu helfen zu wissen. Dennoch ist die Herangehensweise an dieses Thema völlig verschieden.

PrepperPrepper, Survival, Bushcraft

Prepper bereiten sich vor. Sie kaufen Lebensmittel und Notwendiges ein, um bei einer Krise möglichst lange ohne fremde Hilfe und ohne das Haus verlassen zu müssen, überleben zu können. Ihr Hauptziel ist es, sich in einen sicheren Bereich, meist die eigenen vier Wände, zu begeben und dort auszuharren, bis das Schlimmste überstanden ist.

Manche von ihnen betreiben dies eher lasch und haben lediglich einige Notwendigkeiten für einen kurzen Zeitraum im Haus, andere besitzen einen eigenen Bunker, ein zweites Haus in einem fernen Land und viele Depots, auf die sie auch Zugriff haben, wenn sie nicht zu Hause bleiben können. Einige von ihnen besitzen außerdem Fähigkeiten, wie sie beim Survival und Bushcraft gelehrt und angewandt werden.

SurvivalPrepper, Survival, Bushcraft

Beim Survival geht es darum, mit einer guten Ausrüstung im Freien zu überleben. Dabei wird viel Wert darauf gelegt, dass die Survival Ausrüstung möglichst viele Einsatzbereiche abdeckt.

Einige Gegenstände, wie beispielsweise ein Überlebensmesser oder ein Wasserfilter sind sogar mehrfach im Gepäck vorhanden, um auf Nummer sicher zu gehen. Der Fokus liegt beim Survival auf dem Überleben mit Ausrüstung und dem sinnvollen Anwenden verschiedenster Fähigkeiten.

Dazu gehört auch, sich im Gelände orientieren zu können, Nahrung zu beschaffen und Feinde rechtzeitig aufzuspüren und in die Flucht zu schlagen.

BushcraftPrepper, Survival, Bushcraft, Paracord

Bushcraft ist schließlich die natürlichste der drei Überlebensarten, wenn auch die unbequemste. Hierbei nutzt du nur wenige Hilfsmittel, wie beispielsweise einen Tomahawk oder ein Überlebensmesser und trägst keinen Notfallrucksack bei dir, wie dies beim Survival der Fall ist.

Vielmehr machst du dir die Natur zunutze. Mit den wenigen Utensilien deiner Survival Ausrüstung kannst du dennoch eine Menge erreichen, wenn du diese Art des Überlebens wählst. Einen Unterschlupf zu bauen ist bereits mit einem Beil und einem Survivalarmband aus Paracord möglich. Die Natur bietet dir dafür genügend Optionen. Die Schwierigkeit liegt dabei bei den wenigen Ausrüstungsgegenständen, welche du nutzt.

Die PraxisPrepper, Survival, Bushcraft, Paracord

In der Praxis sind alle drei Sparten gleichermaßen vertreten. Die einen schwören darauf, einen Notfallrucksack parat zu haben, die anderen wollen eine Zombie Apokalypse in ihrem eigenen Bunker überleben. Prinzipiell hat jeder Bereich seine Daseinsberechtigung. Es kommt jedoch darauf an, wie du ihn nutzt.

Bist du gerne in der Natur, baust Dinge und möchtest mit deinen eigenen Händen etwas kreieren, ist Bushcraft für dich die richtige Wahl, denn genau darauf kommt es an. Du nutzt das, was die Natur dir gibt und bringst nur wenige Hilfsmittel mit, um etwas zu erschaffen. Möchtest du etwas mehr Komfort und nicht selbst einen Unterschlupf bauen, kannst du beim Survival auf deine Kosten kommen.

Der smarte WegPrepper, Survival, Bushcraft, Paracord

Hier nimmst du ein Zelt, ein Biwak oder zumindest eine Plane mit, die dir als Unterschlupf dient. Du musst auch kein Feuer machen, sondern trägst bereits einen Kocher mit dir, auf welchem du schnell und bequem etwas zu essen zubereiten kannst. Kurz gesagt, du bist ein halber Prepper. Du bereitest alles vor und rüstest dich aus, um diese Survival Ausrüstung dann mitzunehmen und sie zu nutzen.

Der Ernst der LagePrepper, Survival, Bushcraft, Paracord

Als Prepper betreibst du kein Hobby. Deine Aufgabe ist es, dich auf eine Krise vorzubereiten. Nicht aus Spaß, sondern weil es passieren kann, dass du deine Vorräte tatsächlich benötigst. Der Beweggrund ist hier ein völlig anderer als bei Survival oder Bushcraft, was du beides einfach nur als Hobby betreiben kannst.

Prepper sind im Grunde nur dann wirklich vorbereitet sind, wenn sie auch mit den Fähigkeiten der anderen beiden Bereiche vertraut sind. Bogenschießen zu lernen ist keinesfalls ein abwegiger Gedanke, wenn es darum geht, eine Zombie Apokalypse zu überleben. Anhänger der anderen beiden Bereiche hingegen, geraten ab und an in einen Streit darüber, welche Fähigkeiten denn nun die besseren sind.

Was ist denn nun besser?Prepper, Survival, Bushcraft, Paracord

Die Frage, ob Survival, Bushcraft oder Prepping die beste Alternative ist, lässt sich nicht einfach so beantworten. Es kommt ganz darauf an, aus welchen Beweggründen du etwas machst. Stellen diese drei Bereiche für dich lediglich eine Freizeitbeschäftigung dar, so ist deine Hobbywahl für dich die richtige, ganz gleich wofür du dich entscheidest.

Geht es jedoch um den Grundgedanken, das Überleben zu trainieren und zu lernen, so bleibt dir nur die bunte Mischung als finale Antwort. Auch wenn du beim Bushcraft lernst, mit den wenigsten Hilfsmitteln möglichst viel zu erschaffen und so besonders nah an einer Überlebenssituation bist, so ist dies im Ernstfall nur die halbe Miete.

Überleben mit BushcraftPrepper, Survival, Bushcraft, Paracord

Das Problem ist, dass zwar unsere Vorfahren zunächst ohne Hilfsmittel überlebt haben, sie jedoch ganz anderen Gefahren ausgesetzt waren. Giftgasangriffe und nukleare Katastrophen waren in der Steinzeit nicht vorhanden. Einfache Hilfsmittel waren darum völlig ausreichend. Heute kannst du viele Situationen mit deinen Bushcraft Kenntnissen zwar sicher überstehen, doch bei einigen stößt du dabei an eine Grenze.

Überleben als SurvivalistPrepper, Survival, Bushcraft, Paracord

Das gilt auch für Survival. Zwar nutzt du hier einige Hilfsmittel, die dir das Überleben gefährlicherer Situationen ermöglichen, doch eine Explosion wirst du vermutlich trotzdem nicht überleben, wenn du direkt daneben stehst. Prepper hingegen sind wiederum nicht ideal vorbereitet, wenn es darum geht, zu fliehen. Zu Hause bist du nicht immer sicher.

Der Bug out BagPrepper, Survival, Bushcraft, Paracord

Die meisten Prepper besitzen darum einen Notfallrucksack, welcher ihnen eine schnelle Flucht in einen anderen gesicherten Bereich ermöglicht. Ob du dort jedoch sicherer bist, hängt ganz von den Gegebenheiten ab. Die Wahrheit ist, dass das Zusammenspiel der drei Bereiche dich erst wirklich sicher macht.

Der schönste Bunker nützt dir nur so lange etwas, bis alle Lebensmittel aufgebraucht sind. Die beste Survival Ausrüstung bringt dir nichts mehr, wenn die Umstände dir nur noch das Überleben in einem geschlossenen Gebäude ermöglichen.

Und die tollsten Bushcraft Fähigkeiten sind überflüssig, wenn du die Natur nicht betreten kannst.Besitzt du jedoch ein ausreichendes Maß an Kenntnissen aus allen drei Bereichen, bist du auf eine Notsituation am besten vorbereitet.

Vorbereitung ist allesPrepper, Survival, Bushcraft, Paracord

Der Grundgedanke der Prepper ist in dieser Hinsicht der sinnvollste. Bereite dich auf alles vor, was dir in den Sinn kommt. Überlege dir, welche Szenarien du für möglich erachtest, dann kannst du auch entscheiden, wie du dich vorbereitest. Eine gut gefüllte Speisekammer ist ein ausgezeichneter Startpunkt.

Einige nützliche Hilfsmittel wie einen Wasserfilter, einen Tomahawk und ein Survivalarmband können dir auch zu Hause nützlich werden. Ein Notfallrucksack für die Flucht in eine sichere Umgebung sowie einen Survival Rucksack solltest du parat haben, um zur Not auch außerhalb deiner eigenen vier Wände überleben zu können.

Und wenn du darüber hinaus auch noch weißt, wie du dir einen Unterschlupf bauen kannst. Wenn du fast keine Hilfsmittel mehr hast, bist du im Prinzip auf alles vorbereitet, was kommen könnte.

Worauf es wirklich ankommtPrepper, Survival, Bushcraft, Paracord

Natürlich können deine Fähigkeiten im Ernstfall zu gering sein und dir das Überleben letztlich nicht garantieren. Wer weiß, was tatsächlich auf dich zukommt? Auf keinen der drei Bereiche solltest du beim Thema Überleben jedoch verzichten, eben weil du es nicht weißt.

Lass nichts anbrennen und kümmere dich um jeden der drei Bereiche. Survival ist wie Bushcraft, nur mit viel mehr Zubehör. Das verleitet dazu, Survival links liegen zu lassen und gleich die extremere Variante des Bushcraft zu wählen.

Aber warum willst du auf den Komfort verzichten, den dir eine gute Survival Ausrüstung bietet? Solange du die Möglichkeit hast, alle drei Sparten sinnvoll zu nutzen, solltest du diese Möglichkeit auch in Betracht ziehen. Immerhin geht es darum, zu überleben.

Alles oder nichtsPrepper, Survival, Bushcraft, Paracord

Überleben ist heute meist ziemlich einfach, was nicht bedeutet, dass es das bleiben wird. Bücher wie die Survival Bibel bieten zahlreiche Erklärungen und Tipps, wie du auch in schwierigen Zeiten überleben kannst.

Survival, Bushcraft und Prepping sind hervorragende Möglichkeiten, um zu trainieren und sich vorzubereiten. Auch wenn sich diese drei Bereiche unterscheiden, so haben sie den Grundgedanken des Überlebens gemein.

Anpassungsfähigkeit ist entscheidendPrepper, Survival, Bushcraft, Paracord

Genau das ist auch der Grund, warum du keine dieser drei Sparten auslassen solltest.

Wenn du dich auf einen Ernstfall wirklich vorbereiten willst. Ein prall gefüllter Keller und viele geheime Depots sind ein guter Anlaufpunkt, um eine Krise zu überstehen, solange du die Möglichkeit hast, diese Vorräte auch zu nutzen.

Sobald du das nicht mehr kannst, musst du auf andere Fähigkeiten zurückgreifen. Survival und Bushcraft beinhalten genau das: Fähigkeiten, auch ohne große Vorräte zu überleben. Hier kommt darauf an, was du kannst, nicht darauf, was du hast, auch wenn dir deine Ausrüstung etliche Aktionen auch hierbei wieder erleichtern kann.

Fazit:

Willst du dich wirklich auf alles vorbereiten, so darfst du auf keinen Bereich verzichten. Möchtest du einfach bloß ein schönes Hobby haben, musst du selbst am besten wissen, was davon dich am meisten anspricht.

 

Bushcraft, vom Überleben in der Wildnis…

Bushcraft vom Überleben in der Wildnis: Die meisten Menschen arbeiten heutzutage in einem Büro und vor allem an einem Computer. Die typischen Fähigkeiten sind darum auch, sich mit der neusten Technologie auszukennen und sie effektiv und sinnvoll einzusetzen. Mit den Händen etwas erschaffen ist in dieser modernen Zeit nicht mehr allzu populär.

Vielmehr ist es der Geist, der bemüht wird und die Finger, die diese Ideen einfach bloß noch über Maus und Tastatur eingeben. Daran ist nichts Verwerfliches, doch es widerspricht dem natürlichen Bestreben des Menschen, nichts mit den Händen zu erschaffen.

Wenn du nämlich als Kind mit Bauklötzen gespielt hast oder als Erwachsener einen neuen Schrank aufbaust, den Garten umgräbst oder ein Gartenhaus baust, erlebst du eine ungemeine Befriedigung.

Dein Gehirn erfreut sich nach wie vor stärker an den Dingen, die du mit deinen Händen erschaffen hast. Je größer, desto besser.

Die Arbeit am Computer kann mit diesem befriedigenden Gefühl nicht mithalten. Darum ist es auch kein Wunder, dass Bushcraft, also das Überleben in der Wildnis, zu einem immer populäreren Hobby in den wohlhabenden Ländern wird. Das Verlangen, in der Natur zu sein und dort auch zu leben, war nie so stark wie heute.

Was bedeutet Bushcraft?Bushcraft, Wildnis, Natur, Überleben

Das Wort Bushcraft stammt ursprünglich aus dem Englischen und leitet sich von den Wörtern bush (Wald; Busch) und craft (fertigen; Handwerk) ab. Besonders in Australien und Afrika, wo der sogenannte Bush größtenteils unbewohnt ist, spielt die Fähigkeit, sich etwas anzufertigen, eine große Rolle.

Der Begriff wurde im 19. Jahrhundert in ebendiesen Gegenden geprägt und drückt aus, dass man sich mit dem, was man hat, etwas anfertigt, was man brauchen kann. Dabei setzen nur die eigenen Fähigkeiten Grenzen und neben einfachen Speeren, die zum Jagen genutzt wurden, konnte man sich alles anfertigen, was man eben gerade brauchte.

Auch wenn das Wort Bushcraft noch vergleichsweise neu ist, so sind seine Ursprünge so alt wie die Menschheit. Selbstverständlich hatten unsere Vorfahren vor vielen tausend Jahren noch nicht dieselben Werkzeuge und denselben Lebensstandard wie heute.

Vielmehr mussten sie sich selbst zu helfen wissen und alles von Hand erschaffen. Dabei gab es keine Geschäfte, in welchen man sich Möbel oder gleich ein ganzes Haus kaufen konnte. Stattdessen galt es, sich dem zu bedienen, was die Natur hergab und daraus das zu machen, was man brauchte.

Und offensichtlich waren unsere Vorfahren darin ausgesprochen gut. Andernfalls hätten wir uns nicht zu dem entwicklen können, was wir heute sind. Dann gäbe es nicht nur keine Computer, sondern vermutlich auch keine Menschen mehr. Es liegt in unserem Blut, das Beste aus dem zu machen, was wir haben.

Bushcraft heuteBushcraft, Überleben, Unterschlupf

Auch wenn die Möglichkeiten heute andere sind, als noch vor einigen Tausend Jahren, so haben sich die Bedürfnisse im Zusammenhang mit Bushcraft nicht geändert. Nach wie vor ist es dabei das Ziel, sich mit wenigen Mitteln etwas anzufertigen.

Das Interesse an diesem Hobby steigt immer mehr, da sich nun vermehrt auch Menschen aus Städten wieder nach der (unberührten) Natur sehnen, sich darin aufhalten möchten und dort bleiben wollen.

Dabei vergisst manch einer, dass es nicht darum geht, mit der teuersten Survival Ausrüstung und jeder Menge Proviant einige Tage im Wald zu überleben, sondern um das Herstellen diverser Gegenstände. Hier liegt die klare Grenze zu Bushcraft.

Mit einer großen Survival Ausrüstung, einer Armbrust und einem Nachtsichtgerät einige Zeit im Wald zu leben, ist sicher auch ein schönes Hobby und erleichtert etliche Situationen, doch es widerspricht dem Gedanken des Bushcraft.

Typisch BushcraftBushcraft, Hütte, Shelter

Ganz klassisch gehört in eine gute Bushcraft Ausrüstung ein Überlebensmesser, ein Beil und vielleicht ein Tomahawk mit langem Stiel sowie Paracord. Ein einfaches Survivalarmband aus Paracord reicht hierfür aus.

Für größere Projekte kann es jedoch von Vorteil sein, wenn du dir mehr Paracord zulegst.

Neben diesen klassischen Werkzeugen und Materialien gibt es selbstverständlich noch viele weitere Utensilien, wie beispielsweise Planen, Handschuhe, einem Erste-Hilfe-Set oder Feuerstarter, die du deiner ganz persönlichen Bushcraft Ausrüstung hinzufügen kannst.

Allerdings handelt es sich dabei in der Regel um Extras, die für das Herstellen von Gegenständen nicht nötig sind, sondern dir lediglich die Arbeit erleichtern sollen. Für Anfänger des Bushcraft Hobbys steht meist der Bau eines einfachen Unterschlupfs (Shelter) im Vordergrund.

Hierfür brauchst du lediglich einige Äste und isolierendes, dichtes Material wie Tannenzweige oder Moos, um dich vor der Witterung zu schützen. Dies ist ein typisches erstes Projekt, bei welchem du die Grundlagen des Bushcraft sowie den Umgang mit deinem Werkzeug kennen lernen kannst.

Geschick durch ÜbungBushcraft, Überleben in der Wildnis, Pilze

Mit der Zeit wirst du nicht nur erkennen, wie lange es dauert, sich in der freien Natur Gegenstände anzufertigen, sondern auch weitere Projekte in Angriff nehmen. Eine kleine Wand, die deine Feuerstelle vor Wind schützt, sowie einen besseren Unterschlupf sind gängige Projekte für Anfänger, die bereits erste Erfahrungen gesammelt haben.

Sobald du dich sicher fühlst und weißt, worauf du bei der Auswahl der richtigen Materialien sowie der Anwendung deines Werkzeugs achten musst, kannst du dich an den Bau eines komfortablen Unterschlupfes machen. Ein erhöhtes Bett mit einem bemoosten Dach, einige Schutzwände sowie einer Tür sind klassische Projekte, die deine Fähigkeiten testen und herausfordern.

Erst groß, dann kleinBushcraft, Hütte, Shelter, Kochen

Anders, als bei vielen anderen Themen, wirst du beim Bushcraft meist mit großen Projekten beginnen und dich dann zu den kleinen vorarbeiten. Das liegt daran, dass es beim Überleben in der Wildnis vor allem darum geht, dich vor der Witterung und einigen Gefahren zu schützen.

Hierfür ist der Bau eines Unterschlupfs unerlässlich. Dabei handelt es sich bereits um ein großes Projekt, auch wenn der Bau eines einfachen Unterschlupfs nur wenige Stunden dauert. Die Herstellung von praktischem Werkzeug und nützlichen Utensilien wirst du erst im Anschluss in Angriff nehmen.

Hierzu gehören vor allem Hilfsmittel, die du für den Bau deines großen Projektes benötigst. Es ist beispielsweise einfacher, Äste zu sägen, wenn du diese auf einem Bock ablegen kannst. Ebenso erleichtert dir eine Leiter das Erreichen höherer Äste oder gar dem Dach deines Unterschlupfs.

Dabei gilt es natürlich, diese Hilfsmittel selbst herzustellen und sie nicht zu kaufen. Mit einem Überlebensmesser und einem Beil bist du hierfür bereits hervorragend ausgestattet und kannst dir auch filigranere Objekte wie eine Holzschüssel oder einen Holzlöffel herstellen.

Überraschenderweise gilt hier jedoch, dass auch die kleinen Projekte viel Zeit in Anspruch nehmen und mitunter sogar länger dauern können, als das ein oder andere große Bushcraft Projekt.

Ob du besonders talentiert bist oder nicht, spielt hierfür keine Rolle. Auch unsere Vorfahren waren nicht schneller, denn die Herstellung von Objekten braucht eben seine Zeit.

Weitere Aspekte von BushcraftBushcraft, Überleben in der Wildnis, Fischen

Neben dem Anfertigen von verschiedenen Objekten gehören jedoch noch einige andere Aspekte zum Thema Bushcraft dazu. Da es sich um das Überleben in der Wildnis handelt, spielt das Fischen und Jagen beispielsweise eine große Rolle. Zwar kannst du mit einer Armbrust hier schon erfolgreich sein, doch auch hier gilt natürlich, dass du dir deine Waffen selbst herstellen können solltest.

Die beste Waffe nützt dir aber nichts, wenn du Fährten nicht korrekt lesen kannst und eine schlechte Orientierung im Gelände hast.

Darum gehört es auch dazu, dass du die Spuren verschiedener Tiere erkennen kannst. Auch das du weißt, wie du sie fangen kannst und im Anschluss deinen Weg zurück zu deinem Unterschlupf findest.

Neben Tieren, bietet die Natur aber auch etliche andere Nahrungsquellen, die du beim Bushcraft ebenfalls kennen solltest. Beeren, Gräser, Kräuter, Pilze und andere Pflanzen findest du im Wald zwar in großen Mengen, doch nicht alle davon sind essbar. Ausreichendes Wissen kann dich vor vielen Unannehmlichkeiten, mitunter sogar vor dem Tod bewahren.

Außerdem wird die Wassergewinnung groß geschrieben. Die richtige Wahl einer Wasserquelle, sowie den Bau und die Anwendung von einem Wasserfilter spielen in der Natur eine große Rolle und gehören darum ebenso zu den Fähigkeiten eines echten Bushcrafters.

Lernen durch ProfisBushcraft, Kurse, Feuer machen

Eben weil sich Bushcraft als immer beliebteres Hobby verbreitet, findest du sicher auch in deiner Gegend einige Kurse, in welchen du, gemeinsam mit anderen, die Fähigkeiten erwerben kannst, die du in der Wildnis brauchst.

Darüber hinaus findest du viele Bücher, unzählige Videos und mitunter sogar ganze Fernsehserien, die sich mit dem Überleben in der Wildnis und dem Herstellen von Gegenständen beschäftigen. Zwar ersetzen diese theoretischen Werke nicht das tatsächliche Ausprobieren, lernen kannst du davon dennoch eine ganze Menge.

Es ist darum zu empfehlen, dass du dir vor dem Kauf einer Survival Ausrüstung zunächst einmal ansiehst, wie Bushcraft tatsächlich aussieht und was du alles machen kannst. Damit umgehst du nicht nur den ein oder anderen Anfängerfehler, sondern kannst auch deine Lust auf das Leben in der Natur steigern.

Darauf solltest du bei Bushcraft achtenBushcraft, Überlben in der Wildnis

Auch wenn du zwar das Recht hast, dich im Wald und der Natur aufzuhalten, so kann es sein, dass du nicht überall deine Fähigkeiten im Bushcraft ausleben darfst. Das hängt damit zusammen, dass auch der Wald einen Eigentümer hat und dieser nicht unbedingt damit einverstanden sein muss, dass du dort einen Unterschlupf baust.

Um Ärger zu umgehen, solltest du darum vorab nachfragen, ob es dir gestattet ist, an einer bestimmten Stelle für einige Zeit ein Lager aufzuschlagen. Dabei gilt natürlich, dass du nichts tust, was andere gefährden könnte, deine Feuerstelle ausreichend absicherst und jederzeit löschen kannst, den Wald nicht beschädigst und keinen Müll hinterlässt.

Einfacher wird es für dich, wenn du dein Bushcraft Projekt in deinem eigenen Waldstück anfertigst, sofern du eines besitzt.

Die Ruhe der Wildtiere solltest du jedoch trotzdem möglichst wenig stören und darum auf (laute) Musik ebenso verzichten wie auf das Rauchen oder das Benutzen von Wildwechseln.

Je nachdem, was du im Wald erschaffen hast, kann es auch sinnvoll sein, wenn du es wieder zerstörst. Gerade beim Baum eines Unterschlupfs scheint dir zunächst nichts ferner zu liegen, denn du weißt selbst am besten, wie viel Arbeit du darin investiert hast.

Respektiere die Natur und EigentumBushcraft, Überleben in der Wildnis

Dennoch darfst du nicht vergessen, dass sich die Natur alles wieder zurückholt, was du nicht regelmäßig hegst und pflegst. Besonders, wenn du dich nur für einige wenige Tage bei deinem Bushcraft Projekt aufhältst, wird die Natur es ohnehin wieder zerstören.

Solltest du dein Projekt auf fremden Grund und Boden errichtet haben, kann es sein, dass der Eigentümer diese Aufgabe übernimmt.

Sei dir darum bewusst, dass große Projekte mit hoher Wahrscheinlichkeit ohnehin nicht lange bestehen werden und zerstöre sie besser selbst, um dir die Enttäuschung beim nächsten Besuch zu ersparen.

Für kleinere Projekte, wie beispielsweise der Herstellung einer Leiter, einer Schale oder eines Bogens gilt dies natürlich nicht.

Diese Gegenstände kannst du vor Ort liegen lassen oder aber als Andenken oder zum weiteren Ausbau mit nach Hause nehmen.

Bogenschießen lernen kannst du schließlich auch woanders.

Draußen bist du freiBushcraft, Überleben in der Wildnis, Bär

Auch wenn du in der heutigen Zeit deine Bushcraft Fähigkeiten kaum zum Überleben brauchst, so schadet es dir auf keinen Fall, diese Fähigkeiten regelmäßig zu trainieren und zu erweitern. Im Gegenteil. Du wirst dadurch mit der Ausschüttung von Endorphinen belohnt und dein Körper wird es dir danken, dass du dich einige Zeit in der Natur, an der frischen Luft und mit körperlicher Anstrengung aufgehalten hast.

Bushcraft ist ein wundervolles Hobby, bei welchem du nicht nur viele Fähigkeiten erlernen kannst, die du unter Umständen zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich brauchen kannst, sondern die Natur auf ganz neue Weise kennen lernst.

Es ist zwar wunderschön, ein Butterbrot auf einer Parkbank zu vertilgen, doch ein vollkommen anderes Gefühl, im Wald in einem selbst gebauten Unterschlupf über einer Feuerstelle eine Kleinigkeit zuzubereiten.

Der positive Effekt auf die Gesundheit ist durch den Aufenthalt in der Natur vorhanden. Du hast die Möglichkeit, endlich wieder etwas mit deinen Händen zu erschaffen. Ob du dich lieber an kleine Projekte heranwagst oder gleich einen richtig großen und komfortablen Unterschlupf baust, bleibt dir überlassen.

Die Hilfe eines Profis solltest du dennoch in Angriff nehmen. Ganz gleich, ob du ein Wochenende lang mit anderen Bushcraftern einige Fähigkeiten erlernst und ein Projekt erschaffst, oder ob du dein Wissen zunächst theoretisch durch Bücher und Videos erweiterst, spielt keine Rolle.

In jedem Fall kannst du so bestens ausgerüstet und mit ersten Ideen an deinem ganz eigenen Projekt arbeiten und dich davon überraschen lassen, was du selbst erschaffen kannst mit der Hilfe der Natur.

 

Der Recurvebogen, Tradition trifft auf Moderne…

Recurvebogen oder Compoundbogen welcher ist besser?

Mit Pfeil und Bogen liefen die Menschen vor vielen Jahrhunderten durch den Wald, um Tiere zu erlegen. Auch heute noch ist in einigen Ländern der Bogen als Jagdwaffe zugelassen. Auch wenn das Überleben in der Wildnis damit meist nicht mehr praktiziert wird. Für die meisten Schützen stellt er heute jedoch vor allem ein Sportgerät dar.

Bogenschießen liegt im Trend und wird in jeder Region und von vielen Schützenvereinen angeboten. Bogenschießen lässt sich leicht erlernen und selbst Kinder dürfen damit schießen, da ein Sportbogen nicht als Waffe angesehen wird.

Dennoch haben die Pfeile eine immense Durchschlagskraft und können Lebewesen töten. Und das, obwohl diese Sportart bei genauerer Betrachtung immer noch ziemlich harmlos wirkt.

Aus der Puste scheint man dabei nicht zu kommen und doch ist das Bogenschießen mit einem Recurvebogen wesentlich anstrengender als mit einem Compoundbogen.

Was aber zeichnet einen Recurvebogen aus und worauf musst du beim Kauf achten? Darfst du überall mit dem Bogen schießen und woher stammt der Recurvebogen überhaupt?

Recurvebogen

Die Geschichte des Jagdbogens

Bereits vor etwa 20.000 Jahren haben die damals lebenden Menschen mit Pfeil und Bogen gejagt.

Darauf weisen einige archäologische Funde und Höhlenmalereien in Frankreich und Nordafrika hin. Selbstverständlich wurde ein Jagdbogen damals ausschließlich von Hand angefertigt und diente keineswegs als Sportgerät, sondern zur Nahrungsbeschaffung und zur Verteidigung.

Je nach Region kamen für einen Jagdbogen dabei unterschiedliche Materialien zum Einsatz.

Neben Tiersehnen wurden beispielsweise auch Pflanzensehnen als Bogensehne genutzt. Die Pfeilspitzen wurden häufig aus Feuerstein, Obsidian oder Knochen hergestellt.

Im frühen Mittelalter fand der Jagdbogen dann seine Verwendung als Kriegswaffe und wurde nachweislich von den Alemannen gegen die Römer eingesetzt.

Aufgrund seiner Durchschlagskraft wurde der Einsatz des Bogens als Kriegswaffe jedoch im 12. Jahrhundert verboten, da es als unritterlich galt, seinen Gegner nicht in einem fairen Zweikampf zu besiegen.

Der technische Fortschritt

Mit der Weiterentwicklung der Armbrust zur selben Zeit rückte der Bogen als Jagd- und Kriegswaffe immer weiter in den Hintergrund. Heute wird er in erster Linie als Sportgerät verwendet.

Seit 1972 ist das Bogenschießen fester Bestandteil der Olympischen Sommerspiele.

Dennoch findet der Jagdbogen auch heute noch seinen Einsatzzweck in der Jagd.

In einigen Ländern ist das Jagen mit dem Bogen offiziell erlaubt und gilt als weniger schmerzhaft für das Tier, wobei diese Behauptung natürlich nur schwierig zu überprüfen ist.

Recurvebogen

Der Recurvebogen

Die ersten Bögen, die genutzt wurden, waren keineswegs aufwändige Recurvebögen, sondern einfache Jagdbögen, wie du sie vielleicht als Kinderspielzeug kennst.

Ein gebogenes Stück Holz mit einer Sehne. Der Finger diente als Pfeilauflage.

Auch wenn mit diesen einfachen Jagdbögen bereits gut geschossen werden konnte, so reichte ihre Wirkung bei weitem nicht an die eines Recurvebogens heran.

Dieser wurde nach heutigen Erkenntnissen vor etwa 8.000 Jahren zum ersten Mal genutzt. Darauf weisen Felsmalereien in Spanien hin.

Etwa 2.400 vor Christus wurde der Recurvebogen dann vor allem im Vorderen Orient als Symbol für Kraft und Macht verwendet und auch entsprechend eingesetzt.

Heute wird der Recurvebogen als Sportgerät genutzt und ist die offizielle Bogenwaffe bei den Olypmischen Sommerspielen.

Hier wird er meist durch Visiere und Stabilisatoren ersetzt und ist als Jagdwaffe eher ungeeignet.

Dennoch wird auch heute noch in manchen Ländern mit einem Recurvebogen gejagt. Dabei handelt es sich dann aber nicht um große unhandliche Bögen, wie sie bei den Olympischen Spielen verwendet werden.

Recurvebogen

Die Besonderheiten des Recurvebogens

Im Gegensatz zu allen anderen Bogenarten zeichnet sich der Recurvebogen durch eine raffinierte Technik aus. Die Enden der Bogenarme zeigen bei einem Recurvebogen im Ruhezustand immer vom Schützen weg.

Dadurch lässt sich der Bogen leichter spannen und die Schusskraft wird erhöht.

Außerdem federt die Sehne nicht so stark nach wie beispielsweise bei einem Langbogen. Das “Zurückbiegen” der Arme verleiht dem Recurvebogen auch seinen Namen.

Eine weitere große Besonderheit ist die Individualität des Recurvebogens.

Du kannst ihn als Komplettbogen kaufen, kannst aber auch die einzelnen Komponenten wie Mittelstück, Wurfarme und Sehne getrennt und nach deinen Wünschen erwerben.

Diese Möglichkeit macht den Recurvebogen zu einem flexibel einsetzbaren Bogen, den du durch das Austauschen der Wurfarme nicht nur in der Effektivität, sondern auch der Größe anpassen kannst. Sollte etwas kaputt gehen, so musst du nicht den gesamten Bogen ersetzen oder reparieren lassen, sondern kannst dir ein Einzelteil neu kaufen.

Recurvebogen

Schießen mit dem Recurvebogen

Wenn du mit einem Recurvebogen Bogenschießen lernen willst, so ist das nicht viel anders als mit jedem Bogen.

Das Grundprinzip ist beim Bogenschießen immer dasselbe. Du legst einen Pfeil auf, spannst die Sehne, zielst und lässt los.

Im besten Fall trifft der Pfeil mitten ins Schwarze. Mehr gilt es grundsätzlich beim Lernen nicht zu beachten.

Es ist aber einfacher für dich, wenn du dir nicht gleich einen Recurvebogen kaufst, sondern in einem Verein zunächst einige verschiedene Bogentypen ausprobierst.

So kannst du zunächst testen, welche Bogenart dir überhaupt zusagt und auch unterschiedliche Größen und Modifikationen ausprobieren.

Normalerweise bietet dir ein Schnupperkurs oder ein Anfängertraining all diese Möglichkeiten und ist eine gute Methode, um schnell und günstig erste Erfahrungen zu machen.

Du findest hier auch etliche Personen, die sich mit den verschiedenen Bogenarten und einzelnen Marken gut auskennen und dich beraten können, damit du dir den für dich besten Recurvebogen kaufen kannst.

Recurvebogen

Sicherheit

Außerdem erhältst du in einem Verein genaue Hinweise zu den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen.

Auch wenn du nie die Absicht haben solltest, auf Tiere oder gar Menschen zu schießen. Sollte dir in jedem Fall bewusst sein, dass ein Pfeil auch große Lebewesen töten kann.

Umso wichtiger ist es, dass du bei deinen Übungen immer dafür sorgst, dass niemand verletzt werden kann.

Dazu gehört neben einem Pfeilfangnetz oder einer Wand hinter deinem Ziel auch die Angewohnheit, die Sehne in einer Aufwärtsbewegung zu spannen.

Du zielst also zunächst auf den Bogen, spannst dann langsam die Sehne und bewegst den gesamten Bogen in eine waagerechte Position, in welcher du dein Ziel fixieren kannst. Niemals solltest du die Sehne in einer Abwärtsbewegung spannen.

Sobald du versehentlich die Sehne loslässt, fliegt der Pfeil unkontrolliert und mit hoher Geschwindigkeit in die Luft.

Das sorgt nicht nur dafür, dass du ihn unter Umständen erst gar nicht mehr findest, sondern kann Mensch und Tier schwer verletzten.

Schutzausrüstung

Weiterhin musst du aber auch dich selbst schützen. Besonders bei einem Recurvebogen solltest du auf einen Finger-, Arm- und Brustschutz nicht verzichten. Die Sehne schwingt nach dem Abschuss eines Pfeils nach und kann dich verletzen.

Außerdem ist das Spannen und Halten der Sehne nicht nur anstrengend für die Finger, sondern kann bei häufiger Wiederholung ebenfalls für unangenehme Verletzungen sorgen.

Mache dich unbedingt auch mit den Gesetzen vor Ort vertraut, denn du darfst nicht überall mit einem Jagdbogen trainieren.

In manchen Regionen ist dies nur auf Privatgelände oder besonders gesichertem Gelände erlaubt. Bevor du dir Ärger einhandelst, weil du beim Bushcraft Training im Wald geschossen hast, solltest du vorher abklären, ob du das überhaupt darfst.

Recurvebogen

Das musst du beim Kauf beachten

Beim Kauf eines Recurvebogens für dein Survival Training gilt es grundsätzlich nur wenige Dinge zu beachten.

Dein Bogen muss deiner Körpergröße angepasst sein. Zwar kannst du auch mit einem zu kleinen oder zu großen Recurvebogen schießen, die beste Leistung und Treffsicherheit hast du jedoch nur, wenn der Bogen die für dich richtige Größe hat.

Das liegt daran, dass du eine Sehne immer bis zum Anschlag spannen solltest.

Je länger die Sehne ist, desto weiter musst du also nach hinten ziehen. Dein Arm hat jedoch bloß eine begrenzte Länge, weshalb die Größe des Bogens umso wichtiger ist.

Ein weiterer Punkt, den du beachten solltest, wenn du dir einen Recurvebogen kaufen möchtest, ist das Zuggewicht. Dabei handelt es sich um die Kraft, mit welcher du die Sehne spannst und mit welcher anschließend der Pfeil abgeschossen wird.

Auch hier gilt, dass du umso mehr Kraft brauchst, um die Sehne zu spannen, je höher das Zuggewicht ist.

Dafür fliegt ein Pfeil schneller und weiter, wenn du einen Recurvebogen mit hohem Zuggewicht kaufst. Als Anfänger solltest du hier besser auf ein kleineres Zuggewicht setzen.

Recurvebogen

Komplettsets oder Einzelteile?

Neben einem bereits fertig montierten Recurvebogen, bei welchem du selbst wenig anpassen kannst und welcher darum besonders für Anfänger geeignet ist, kannst du auch einen sogenannten Take Down Bogen kaufen.

Dabei handelt es sich um demontierte Einzelteile, die du ganz oder teilweise selbst zusammenstellen und austauschen kannst.

Der Vorteil liegt nicht nur in der kompakteren Verstaubarkeit, sondern auch in der flexibleren Einsatzmöglichkeit.

Einen Take Down Recurvebogen kannst du mit unterschiedlichen Wurfarmen ausstatten, sodass du für verschiedene Situationen auch verschiedene Bögen nutzen kannst.

Für Anfänger ist ein solcher Bogen jedoch weniger geeignet, da du einige Erfahrungen sammeln solltest, um die passenden Einzelteile kaufen zu können.

Fühlst du dich im Umgang mit deinem Recurvebogen jedoch sicher, so kann ein Take Down Recurvebogen eine ausgezeichnete Ergänzung in deiner Survival Ausrüstung sein.

Recurvebogen

Das richtige Zubehör

Einen Recurvebogen kannst du mit einigen verschiedenen Zubehörteilen ausstatten.

Zwar sind diese zum Zielen und Schießen nicht notwendig, sie können dir beides jedoch erleichtern.

Ein Visier ist beispielsweise eine gute Investition, mit welcher du genauer zielen kannst.

Dabei kannst du in der Regel verschiedene Entfernungen markieren, sodass du besser einschätzen kannst, wohin genau du zielen musst, um mitten ins Schwarze zu treffen.

Auch ein Stabilisator hilft dir dabei. Er sorgt dafür, dass du den Recurvebogen ruhiger und ausgeglichener halten kannst, wodurch du entsprechend genauer zielen kannst.

Diese Stabilisatoren machen aus deinem Bogen jedoch ein etwas unhandlicheres Sportgerät, weshalb diese sich nicht immer eignen.

Ob für dich ein Stabilisator in Frage kommt, hängt ganz von deinem Einsatzgebiet ab. Gleiches gilt für einen Köcher.

Einige Köcher kannst du direkt am Recurvebogen befestigen, andere trägst du am Körper. Sinnvoll ist ein solcher Köcher grundsätzlich, um dir das schnelle Einlegen eines neuen Pfeils zu ermöglichen.

Ob du hier einen Köcher für den Bogen wählst oder nicht, hängt wiederum von deinem Einsatzgebiet hab. In jedem Fall wird der Recurvebogen schwerer, wenn du daran Zubehör befestigst.

Der Transport

Eine Tasche oder einen Koffer solltest du dir ebenfalls zulegen. Damit kannst du deinen Bogen sicher zu verstauen und gut transportieren.

Und auch auf das oben genannte Schutzzubehör für dich und deine Umgebung solltest du nicht verzichten, da der Bogensport für dich sonst schnell ein abruptes Ende nehmen kann.

Solltest du häufig schießen wollen, so kannst du dir auch ein sogenanntes Release zulegen.

Dabei handelt es sich um einen kleinen Apparat, mit welchem du die Sehne spannst. Dadurch werden deine Finger geschont und du kannst auf einen Fingerschutz verzichten.

Das Release erleichtert dir das Spannen der Sehne, nimmt dir jedoch das typische Gefühl beim Bogenschießen etwas. Dennoch ist es ein häufig genutzt Utensil, um das Spannen und Zielen zu erleichtern.

Recurvebogen

Die richtigen Pfeile

Auch wenn die Wahl des richtigen Recurvebogens entscheidend für deine Treffsicherheit ist, so solltest du die Wahl der richtigen Pfeile auf keinen Fall unterschätzen.

Ein schlechter Bogen mit guten Pfeilen nützt dir genauso wenig, wie ein guter Bogen mit schlechten Pfeilen.

Bei der Wahl der richtigen Pfeile solltest du erneut verschiedene Modelle, Materialien und Längen ausprobieren.

Die Länge wird dir zwar in erster Linie durch die Größe des Bogens vorgegeben, aber du hast dennoch etwas Spielraum, um einen kürzeren oder längeren Pfeil zu wählen.

Auch hier gibt es wieder Bausätze und Komplettsets. Anders als beim Bogen selbst brauchst du für einen Pfeilbausatz aber nicht allzu viele Kenntnisse.

Viele Pfeile haben schraubbare Pfeilspitzen, sodass du auch bei einem Komplettset noch Anpassungsmöglichkeiten hast.

Für Anfänger bieten sich zum Lernen fertige Pfeile an, die du nicht erst noch zusammenstellen musst. Erst wenn du ein geübter Schütze bist, wird dir die Anpassung deiner Pfeile wirklich einen Vorteil bringen und sich auf deinen Schuss auswirken.

Recurvebogen

Leihen statt kaufen

Auch wenn ein Recurvebogen in der Anschaffung gar nicht so teuer sein muss, so kannst du mit der Wahl des falschen Bogens schnell die Lust am Bogenschießen verlieren.

Damit dies nicht geschieht, solltest du die Möglichkeit nutzen, dir vor dem Kauf einen Bogen zu leihen.

Viele Vereine bieten dir diese Möglichkeit an und auch einige Händler verlangen lediglich eine kleine Leihgebühr. Diese wird sogar teilweise wieder zurückerstattet. Wenn du den Bogen zurückgibst. Bevor du also direkt einen Recurvebogen kaufst, solltest du eines dieser Angebote wahrnehmen, um den für dich besten Bogen zu finden.

Recurvebogen

Spannen, zielen, treffen

Ganz gleich, ob du dich als Sportschütze im Verein betätigen willst oder dich auf die Zombie Apokalypse vorbereitest, das Schießen mit einem Recurvebogen macht viel Spaß.

Beim Kauf gibt es an sich nur wenige Punkte zu beachten, welche jedoch umso wichtiger sind.

Du solltest in jedem Fall verschiedene Bögen vor dem Kauf testen, um nicht zu viel Geld in das falsche Modell zu investieren.

Auch darfst du unter keinen Umständen die Sicherheitsvorkehrungen missachten, da du mit einem abgeschossenen Pfeil Mensch und Tier schwer verletzen kannst.

Ob du dich für einen fertig montierten oder einen Take Down Recurvbogen entscheidest, liegt ganz bei dir. Als Anfänger solltest du zum fertigen Bogen greifen. Bist du geübt, so kann ein Take Down Bogen die bessere Alternative darstellen.

In jedem Fall kommst du dem Leben deiner Vorfahren ein kleines Stückchen näher, wenn du mit einem Recurvebogen schießt.

Besonders bei traditionellen Bögen entspricht das Gefühl zum größten Teil dem der ursprünglichen Recurvebögen. Wen auch ein moderner Bogen natürlich anders hergestellt wird und damit auch einige andere Eigenschaften aufweist.

Mit ein wenig Übung wirst du mit einem Recurvebogen jedoch schnell ins Schwarze treffen und Freude am Bogensport haben.

Es ist längst nicht so schwierig, das Ziel zu treffen, wie du dir vielleicht vorstellst, allerdings auch wesentlich anstrengender, als du denkst.

 

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Der Compoundbogen, moderner geht es nicht…

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