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Der Recurvebogen, Tradition trifft auf Moderne…

Recurvebogen oder Compoundbogen welcher ist besser?

Mit Pfeil und Bogen liefen die Menschen vor vielen Jahrhunderten durch den Wald, um Tiere zu erlegen. Auch heute noch ist in einigen Ländern der Bogen als Jagdwaffe zugelassen. Auch wenn das Überleben in der Wildnis damit meist nicht mehr praktiziert wird. Für die meisten Schützen stellt er heute jedoch vor allem ein Sportgerät dar.

Bogenschießen liegt im Trend und wird in jeder Region und von vielen Schützenvereinen angeboten. Bogenschießen lässt sich leicht erlernen und selbst Kinder dürfen damit schießen, da ein Sportbogen nicht als Waffe angesehen wird.

Dennoch haben die Pfeile eine immense Durchschlagskraft und können Lebewesen töten. Und das, obwohl diese Sportart bei genauerer Betrachtung immer noch ziemlich harmlos wirkt.

Aus der Puste scheint man dabei nicht zu kommen und doch ist das Bogenschießen mit einem Recurvebogen wesentlich anstrengender als mit einem Compoundbogen.

Was aber zeichnet einen Recurvebogen aus und worauf musst du beim Kauf achten? Darfst du überall mit dem Bogen schießen und woher stammt der Recurvebogen überhaupt?

Recurvebogen

Die Geschichte des Jagdbogens

Bereits vor etwa 20.000 Jahren haben die damals lebenden Menschen mit Pfeil und Bogen gejagt.

Darauf weisen einige archäologische Funde und Höhlenmalereien in Frankreich und Nordafrika hin. Selbstverständlich wurde ein Jagdbogen damals ausschließlich von Hand angefertigt und diente keineswegs als Sportgerät, sondern zur Nahrungsbeschaffung und zur Verteidigung.

Je nach Region kamen für einen Jagdbogen dabei unterschiedliche Materialien zum Einsatz.

Neben Tiersehnen wurden beispielsweise auch Pflanzensehnen als Bogensehne genutzt. Die Pfeilspitzen wurden häufig aus Feuerstein, Obsidian oder Knochen hergestellt.

Im frühen Mittelalter fand der Jagdbogen dann seine Verwendung als Kriegswaffe und wurde nachweislich von den Alemannen gegen die Römer eingesetzt.

Aufgrund seiner Durchschlagskraft wurde der Einsatz des Bogens als Kriegswaffe jedoch im 12. Jahrhundert verboten, da es als unritterlich galt, seinen Gegner nicht in einem fairen Zweikampf zu besiegen.

Der technische Fortschritt

Mit der Weiterentwicklung der Armbrust zur selben Zeit rückte der Bogen als Jagd- und Kriegswaffe immer weiter in den Hintergrund. Heute wird er in erster Linie als Sportgerät verwendet.

Seit 1972 ist das Bogenschießen fester Bestandteil der Olympischen Sommerspiele.

Dennoch findet der Jagdbogen auch heute noch seinen Einsatzzweck in der Jagd.

In einigen Ländern ist das Jagen mit dem Bogen offiziell erlaubt und gilt als weniger schmerzhaft für das Tier, wobei diese Behauptung natürlich nur schwierig zu überprüfen ist.

Recurvebogen

Der Recurvebogen

Die ersten Bögen, die genutzt wurden, waren keineswegs aufwändige Recurvebögen, sondern einfache Jagdbögen, wie du sie vielleicht als Kinderspielzeug kennst.

Ein gebogenes Stück Holz mit einer Sehne. Der Finger diente als Pfeilauflage.

Auch wenn mit diesen einfachen Jagdbögen bereits gut geschossen werden konnte, so reichte ihre Wirkung bei weitem nicht an die eines Recurvebogens heran.

Dieser wurde nach heutigen Erkenntnissen vor etwa 8.000 Jahren zum ersten Mal genutzt. Darauf weisen Felsmalereien in Spanien hin.

Etwa 2.400 vor Christus wurde der Recurvebogen dann vor allem im Vorderen Orient als Symbol für Kraft und Macht verwendet und auch entsprechend eingesetzt.

Heute wird der Recurvebogen als Sportgerät genutzt und ist die offizielle Bogenwaffe bei den Olypmischen Sommerspielen.

Hier wird er meist durch Visiere und Stabilisatoren ersetzt und ist als Jagdwaffe eher ungeeignet.

Dennoch wird auch heute noch in manchen Ländern mit einem Recurvebogen gejagt. Dabei handelt es sich dann aber nicht um große unhandliche Bögen, wie sie bei den Olympischen Spielen verwendet werden.

Recurvebogen

Die Besonderheiten des Recurvebogens

Im Gegensatz zu allen anderen Bogenarten zeichnet sich der Recurvebogen durch eine raffinierte Technik aus. Die Enden der Bogenarme zeigen bei einem Recurvebogen im Ruhezustand immer vom Schützen weg.

Dadurch lässt sich der Bogen leichter spannen und die Schusskraft wird erhöht.

Außerdem federt die Sehne nicht so stark nach wie beispielsweise bei einem Langbogen. Das “Zurückbiegen” der Arme verleiht dem Recurvebogen auch seinen Namen.

Eine weitere große Besonderheit ist die Individualität des Recurvebogens.

Du kannst ihn als Komplettbogen kaufen, kannst aber auch die einzelnen Komponenten wie Mittelstück, Wurfarme und Sehne getrennt und nach deinen Wünschen erwerben.

Diese Möglichkeit macht den Recurvebogen zu einem flexibel einsetzbaren Bogen, den du durch das Austauschen der Wurfarme nicht nur in der Effektivität, sondern auch der Größe anpassen kannst. Sollte etwas kaputt gehen, so musst du nicht den gesamten Bogen ersetzen oder reparieren lassen, sondern kannst dir ein Einzelteil neu kaufen.

Recurvebogen

Schießen mit dem Recurvebogen

Wenn du mit einem Recurvebogen Bogenschießen lernen willst, so ist das nicht viel anders als mit jedem Bogen.

Das Grundprinzip ist beim Bogenschießen immer dasselbe. Du legst einen Pfeil auf, spannst die Sehne, zielst und lässt los.

Im besten Fall trifft der Pfeil mitten ins Schwarze. Mehr gilt es grundsätzlich beim Lernen nicht zu beachten.

Es ist aber einfacher für dich, wenn du dir nicht gleich einen Recurvebogen kaufst, sondern in einem Verein zunächst einige verschiedene Bogentypen ausprobierst.

So kannst du zunächst testen, welche Bogenart dir überhaupt zusagt und auch unterschiedliche Größen und Modifikationen ausprobieren.

Normalerweise bietet dir ein Schnupperkurs oder ein Anfängertraining all diese Möglichkeiten und ist eine gute Methode, um schnell und günstig erste Erfahrungen zu machen.

Du findest hier auch etliche Personen, die sich mit den verschiedenen Bogenarten und einzelnen Marken gut auskennen und dich beraten können, damit du dir den für dich besten Recurvebogen kaufen kannst.

Recurvebogen

Sicherheit

Außerdem erhältst du in einem Verein genaue Hinweise zu den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen.

Auch wenn du nie die Absicht haben solltest, auf Tiere oder gar Menschen zu schießen. Sollte dir in jedem Fall bewusst sein, dass ein Pfeil auch große Lebewesen töten kann.

Umso wichtiger ist es, dass du bei deinen Übungen immer dafür sorgst, dass niemand verletzt werden kann.

Dazu gehört neben einem Pfeilfangnetz oder einer Wand hinter deinem Ziel auch die Angewohnheit, die Sehne in einer Aufwärtsbewegung zu spannen.

Du zielst also zunächst auf den Bogen, spannst dann langsam die Sehne und bewegst den gesamten Bogen in eine waagerechte Position, in welcher du dein Ziel fixieren kannst. Niemals solltest du die Sehne in einer Abwärtsbewegung spannen.

Sobald du versehentlich die Sehne loslässt, fliegt der Pfeil unkontrolliert und mit hoher Geschwindigkeit in die Luft.

Das sorgt nicht nur dafür, dass du ihn unter Umständen erst gar nicht mehr findest, sondern kann Mensch und Tier schwer verletzten.

Schutzausrüstung

Weiterhin musst du aber auch dich selbst schützen. Besonders bei einem Recurvebogen solltest du auf einen Finger-, Arm- und Brustschutz nicht verzichten. Die Sehne schwingt nach dem Abschuss eines Pfeils nach und kann dich verletzen.

Außerdem ist das Spannen und Halten der Sehne nicht nur anstrengend für die Finger, sondern kann bei häufiger Wiederholung ebenfalls für unangenehme Verletzungen sorgen.

Mache dich unbedingt auch mit den Gesetzen vor Ort vertraut, denn du darfst nicht überall mit einem Jagdbogen trainieren.

In manchen Regionen ist dies nur auf Privatgelände oder besonders gesichertem Gelände erlaubt. Bevor du dir Ärger einhandelst, weil du beim Bushcraft Training im Wald geschossen hast, solltest du vorher abklären, ob du das überhaupt darfst.

Recurvebogen

Das musst du beim Kauf beachten

Beim Kauf eines Recurvebogens für dein Survival Training gilt es grundsätzlich nur wenige Dinge zu beachten.

Dein Bogen muss deiner Körpergröße angepasst sein. Zwar kannst du auch mit einem zu kleinen oder zu großen Recurvebogen schießen, die beste Leistung und Treffsicherheit hast du jedoch nur, wenn der Bogen die für dich richtige Größe hat.

Das liegt daran, dass du eine Sehne immer bis zum Anschlag spannen solltest.

Je länger die Sehne ist, desto weiter musst du also nach hinten ziehen. Dein Arm hat jedoch bloß eine begrenzte Länge, weshalb die Größe des Bogens umso wichtiger ist.

Ein weiterer Punkt, den du beachten solltest, wenn du dir einen Recurvebogen kaufen möchtest, ist das Zuggewicht. Dabei handelt es sich um die Kraft, mit welcher du die Sehne spannst und mit welcher anschließend der Pfeil abgeschossen wird.

Auch hier gilt, dass du umso mehr Kraft brauchst, um die Sehne zu spannen, je höher das Zuggewicht ist.

Dafür fliegt ein Pfeil schneller und weiter, wenn du einen Recurvebogen mit hohem Zuggewicht kaufst. Als Anfänger solltest du hier besser auf ein kleineres Zuggewicht setzen.

Recurvebogen

Komplettsets oder Einzelteile?

Neben einem bereits fertig montierten Recurvebogen, bei welchem du selbst wenig anpassen kannst und welcher darum besonders für Anfänger geeignet ist, kannst du auch einen sogenannten Take Down Bogen kaufen.

Dabei handelt es sich um demontierte Einzelteile, die du ganz oder teilweise selbst zusammenstellen und austauschen kannst.

Der Vorteil liegt nicht nur in der kompakteren Verstaubarkeit, sondern auch in der flexibleren Einsatzmöglichkeit.

Einen Take Down Recurvebogen kannst du mit unterschiedlichen Wurfarmen ausstatten, sodass du für verschiedene Situationen auch verschiedene Bögen nutzen kannst.

Für Anfänger ist ein solcher Bogen jedoch weniger geeignet, da du einige Erfahrungen sammeln solltest, um die passenden Einzelteile kaufen zu können.

Fühlst du dich im Umgang mit deinem Recurvebogen jedoch sicher, so kann ein Take Down Recurvebogen eine ausgezeichnete Ergänzung in deiner Survival Ausrüstung sein.

Recurvebogen

Das richtige Zubehör

Einen Recurvebogen kannst du mit einigen verschiedenen Zubehörteilen ausstatten.

Zwar sind diese zum Zielen und Schießen nicht notwendig, sie können dir beides jedoch erleichtern.

Ein Visier ist beispielsweise eine gute Investition, mit welcher du genauer zielen kannst.

Dabei kannst du in der Regel verschiedene Entfernungen markieren, sodass du besser einschätzen kannst, wohin genau du zielen musst, um mitten ins Schwarze zu treffen.

Auch ein Stabilisator hilft dir dabei. Er sorgt dafür, dass du den Recurvebogen ruhiger und ausgeglichener halten kannst, wodurch du entsprechend genauer zielen kannst.

Diese Stabilisatoren machen aus deinem Bogen jedoch ein etwas unhandlicheres Sportgerät, weshalb diese sich nicht immer eignen.

Ob für dich ein Stabilisator in Frage kommt, hängt ganz von deinem Einsatzgebiet ab. Gleiches gilt für einen Köcher.

Einige Köcher kannst du direkt am Recurvebogen befestigen, andere trägst du am Körper. Sinnvoll ist ein solcher Köcher grundsätzlich, um dir das schnelle Einlegen eines neuen Pfeils zu ermöglichen.

Ob du hier einen Köcher für den Bogen wählst oder nicht, hängt wiederum von deinem Einsatzgebiet hab. In jedem Fall wird der Recurvebogen schwerer, wenn du daran Zubehör befestigst.

Der Transport

Eine Tasche oder einen Koffer solltest du dir ebenfalls zulegen. Damit kannst du deinen Bogen sicher zu verstauen und gut transportieren.

Und auch auf das oben genannte Schutzzubehör für dich und deine Umgebung solltest du nicht verzichten, da der Bogensport für dich sonst schnell ein abruptes Ende nehmen kann.

Solltest du häufig schießen wollen, so kannst du dir auch ein sogenanntes Release zulegen.

Dabei handelt es sich um einen kleinen Apparat, mit welchem du die Sehne spannst. Dadurch werden deine Finger geschont und du kannst auf einen Fingerschutz verzichten.

Das Release erleichtert dir das Spannen der Sehne, nimmt dir jedoch das typische Gefühl beim Bogenschießen etwas. Dennoch ist es ein häufig genutzt Utensil, um das Spannen und Zielen zu erleichtern.

Recurvebogen

Die richtigen Pfeile

Auch wenn die Wahl des richtigen Recurvebogens entscheidend für deine Treffsicherheit ist, so solltest du die Wahl der richtigen Pfeile auf keinen Fall unterschätzen.

Ein schlechter Bogen mit guten Pfeilen nützt dir genauso wenig, wie ein guter Bogen mit schlechten Pfeilen.

Bei der Wahl der richtigen Pfeile solltest du erneut verschiedene Modelle, Materialien und Längen ausprobieren.

Die Länge wird dir zwar in erster Linie durch die Größe des Bogens vorgegeben, aber du hast dennoch etwas Spielraum, um einen kürzeren oder längeren Pfeil zu wählen.

Auch hier gibt es wieder Bausätze und Komplettsets. Anders als beim Bogen selbst brauchst du für einen Pfeilbausatz aber nicht allzu viele Kenntnisse.

Viele Pfeile haben schraubbare Pfeilspitzen, sodass du auch bei einem Komplettset noch Anpassungsmöglichkeiten hast.

Für Anfänger bieten sich zum Lernen fertige Pfeile an, die du nicht erst noch zusammenstellen musst. Erst wenn du ein geübter Schütze bist, wird dir die Anpassung deiner Pfeile wirklich einen Vorteil bringen und sich auf deinen Schuss auswirken.

Recurvebogen

Leihen statt kaufen

Auch wenn ein Recurvebogen in der Anschaffung gar nicht so teuer sein muss, so kannst du mit der Wahl des falschen Bogens schnell die Lust am Bogenschießen verlieren.

Damit dies nicht geschieht, solltest du die Möglichkeit nutzen, dir vor dem Kauf einen Bogen zu leihen.

Viele Vereine bieten dir diese Möglichkeit an und auch einige Händler verlangen lediglich eine kleine Leihgebühr. Diese wird sogar teilweise wieder zurückerstattet. Wenn du den Bogen zurückgibst. Bevor du also direkt einen Recurvebogen kaufst, solltest du eines dieser Angebote wahrnehmen, um den für dich besten Bogen zu finden.

Recurvebogen

Spannen, zielen, treffen

Ganz gleich, ob du dich als Sportschütze im Verein betätigen willst oder dich auf die Zombie Apokalypse vorbereitest, das Schießen mit einem Recurvebogen macht viel Spaß.

Beim Kauf gibt es an sich nur wenige Punkte zu beachten, welche jedoch umso wichtiger sind.

Du solltest in jedem Fall verschiedene Bögen vor dem Kauf testen, um nicht zu viel Geld in das falsche Modell zu investieren.

Auch darfst du unter keinen Umständen die Sicherheitsvorkehrungen missachten, da du mit einem abgeschossenen Pfeil Mensch und Tier schwer verletzen kannst.

Ob du dich für einen fertig montierten oder einen Take Down Recurvbogen entscheidest, liegt ganz bei dir. Als Anfänger solltest du zum fertigen Bogen greifen. Bist du geübt, so kann ein Take Down Bogen die bessere Alternative darstellen.

In jedem Fall kommst du dem Leben deiner Vorfahren ein kleines Stückchen näher, wenn du mit einem Recurvebogen schießt.

Besonders bei traditionellen Bögen entspricht das Gefühl zum größten Teil dem der ursprünglichen Recurvebögen. Wen auch ein moderner Bogen natürlich anders hergestellt wird und damit auch einige andere Eigenschaften aufweist.

Mit ein wenig Übung wirst du mit einem Recurvebogen jedoch schnell ins Schwarze treffen und Freude am Bogensport haben.

Es ist längst nicht so schwierig, das Ziel zu treffen, wie du dir vielleicht vorstellst, allerdings auch wesentlich anstrengender, als du denkst.

 

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Compoundbogen oder Recurvebogen welcher ist besser?

Das Bogenschießen erfreut sich heute großer Beliebtheit und ist eine angesehene Sportart für jede Altersklasse. Dabei gibt es nicht nur verschiedene Leistungsklassen, sondern vor allem verschiedene Bogenarten. Eine noch sehr neue Bogenart ist der Compoundbogen.

Ein High-Tec-Jagdbogen, der auf den ersten Blick überhaupt nicht an einen Bogen erinnert.

Dafür besitzt er raffiniert ausgetüftelte Techniken, die das Schießen zu einer besonderen Freude machen.

Doch nicht nur Sportbogenschützen, sondern auch Prepper, die sich auf eine Zombie Apokalypse vorbereiten, wählen als Waffe für die Survival Ausrüstung meist einen Compoundbogen.

Kein Wunder, denn im Gegensatz zu anderen Bogentypen, wie beispielsweise dem Recurvebogen, hat der Compoundbogen einige Eigenschaften, die ihn gerade im Bereich Bushcraft sehr attraktiv machen.

Die Geschichte des Bogensports

Wie der Name schon sagt, wurde der Jagdbogen ursprünglich dazu entwickelt, Tiere zu erlegen und somit Nahrung zu beschaffen.

Die ältesten Bogenfunde stammen unter anderem aus Frankreich und sind etwa 20.000 Jahre alt.

Compoundbogen

Damals gab es jedoch keine Compoundbögen. Es waren einfache Bögen, die an die Leistung moderner Bögen zwar nicht heranreichen, aber dennoch durchschlagenden Erfolg brachten.

Der Umgang mit diesen primitiven Bögen war dafür umso schwieriger.

Im Mittelalter wurde der Jagdbogen dann außerdem als Kriegswaffe eingesetzt, da seine Weiterentwicklung aus dem einfachen Bogen eine umso gefährlichere Waffe aus ihm gemacht hatte.

Die Verwendung von Bögen und Armbrüsten als Waffe wurde jedoch im 12. Jahrhundert verboten, da es als unritterlich angesehen wurde, wenn ein Sieg nicht durch einen fairen Zweikampf errungen wurde.

Compoundbogen

Der Ursprung aus früheren Tagen

Als der Bogen noch ein wichtiges Mittel zur Jagd und zum Kampf war, wurde er je nach Region aus den dort vorkommenden Materialien gefertigt.

Dies galt auch für die Pfeile, deren Spitzen häufig aus Knochen oder Stein bestanden, später aber auch aus Metall gefertigt wurden.

Bereits 1900 war Bogenschießen erstmals bei den Olympischen Sommerspielen vertreten und stellte 1904 sogar die einzige Sportart dar, bei welcher auch Frauen vertreten waren.

Erst seit 1972 ist es jedoch fester Bestandteil der Olympischen Sommerspiele. Hier wird allerdings nicht mit dem Compoundbogen, sondern mit dem Recurvebogen geschossen.

Heute wird das Bogenschießen vor allem als Sportart betrieben.

Dennoch darf in einigen Ländern nach wie vor mit dem Jagdbogen gejagt werden.

Hier kommt oftmals ein Compoundbogen zum Einsatz, da er eine höhere Durchschlagskraft und eine angenehmere Handhabung hat als andere Bogenarten.

Compoundbogen

Die Geschichte des Compoundbogen

Der Compoundbogen wurde erst 1966 von Holless Wilbur Allen aus den USA erfunden.

Dieser begann sich in den 1960ern vermehrt für den Bogensport zu interessieren und experimentierte mit einem Recurvebogen, an dessen Enden er flaschenzugähnliche Rollen anbrachte.

1969 wurde ihm das Patent des Compoundbogens zugesprochen, welcher nicht aus Holz besteht, sondern in der Regel aus Aluminium und Fiberglas.

Auch wenn der Erfinder dieses Bogens bereits 1979 starb, so ist der Compoundbogen bis heute eine der beliebtesten Bogenarten, nicht nur im Bogensport.

Compoundbogen

Die Besonderheit des Compoundbogen

Im Gegensatz zu einem handelsüblichen Lang- oder Recurvebogen sieht der Compoundbogen äußerst futuristisch aus.

Dieser Effekt wird durch den Einsatz sogenannter Cams erreicht.

Dabei handelt es sich um Scheiben, welche an den Enden der Wurfarme angebracht sind und die Sehne sowie einige Kabel führen.

Diese Cams wirken, einfach gesagt, ähnlich wie bei einem Flaschenzug und verringern aufgrund der Hebelwirkung die Auszugskraft.

In vollständig gespanntem Zustand kannst du einen Compoundbogen also wesentlich ruhiger halten als jeden anderen Bogen.

Hierbei kann sich die Zugkraft auf bis zu 0,5 lbs reduzieren und das, obwohl du mit Compoundbögen beim Abschuss eine Kraft von bis zu 70 lbs erreichen kannst.

Nutzt du einen Recurvebogen mit derselben Zugkraft, musst du dich wesentlich stärker anstrengen, um die Sehne gespannt zu halten und gleichzeitig ruhig zu zielen.

Compoundbogen

Hohe Einsteigerfreundlichkeit

Besonders für untrainierte Personen und Anfänger ist ein Compoundbogen darum interessant, da die körperliche Fitness nicht zu sehr ins Gewicht fällt.

Außerdem ist der Compoundbogen als Jagdwaffe besonders gut geeignet, denn im Gegensatz zu anderen Bögen wird er gespannt aufbewahrt.

Das bedeutet, dass der Schütze den Bogen nicht vor der ersten Verwendung zusammenbauen und spannen muss, sondern ihn sofort nutzen kann.

Wenn es schnell gehen muss und du bei deinem Survival Training das Überleben in der Wildnis trainieren willst, ist dies ein ausgesprochener Vorteil.

Compoundbogen

Vor- und Nachteile des Compoundbogens

Die Vorteile eines Compoundbogens liegen vor allem in der Kompaktheit und der Handhabung.

Wie schon erwähnt, musst du einen Compoundbogen nicht vor und nach jedem Gebrauch auseinanderbauen. Es reicht, wenn du ihn sicher aufbewahrst.

Außerdem kann ein Compoundbogen aufgrund seiner raffinierten Technik kleiner gebaut werden, sodass du ihn besser transportieren und aufbewahren kannst.

Vor allem aber brauchst du zum Spannen der Sehne weniger Kraft und kannst den Bogen beim Zielen somit ruhiger halten, was natürlich große Vorteile bei der Treffsicherheit mit sich bringt.

Das ist auch der Grund, warum vor allem Freunde des Survival Trainings diesen Bogen für sich entdeckt haben. Der Compoundbogen hat jedoch auch einige Nachteile, die du dir vor dem Kauf bewusst machen solltest.

Eben weil der Bogen so komplex im Aufbau ist, kannst du ihn ohne vorherige Erklärung nicht selbst auseinanderbauen und wieder zusammensetzen.

Das solltest du in jedem Fall von einem Fachmann oder einer Fachfrau erledigen lassen.

Compoundbogen

Den Compoundbogen einstellen

Auch die Einstellung des Bogens dauert deutlich länger als bei anderen Jagdbögen. Dies ist ebenfalls auf die technischen Aspekte zurückzuführen.

Die Cams haben viele Einstellmöglichkeiten, welche du selbst ausprobieren musst, bis du die beste Einstellung gefunden hast.

Das kann mitunter ganz schön lange dauern und frustrierend sein, denn ein falsch eingestellter Compoundbogen liefert dir schlechtere Ergebnisse und verringert die Treffsicherheit mitunter enorm.

Letztlich schreckt dich möglicherweise der Preis ab, wenn du einen Compoundbogen kaufen möchtest.

Auch hier ist es wieder die Technik, die den Bogen so teuer macht. Der Preis hat allerdings seine Berechtigung, denn die Herstellung eines guten Compoundbogens ist aufwändig und muss sehr präzise sein, damit du sicher damit schießen kannst.

Compoundbogen

Entscheidungshilfe in Anspruch nehmen

Eben weil ein Compoundbogen vergleichsweise teuer ist und du bei den vielen Einstellmöglichkeiten auch viel falsch machen kannst, solltest du dich von jemandem beraten lassen, der sich mit diesen Bögen auskennt.

Das kann selbstverständlich ein Händler sein, bei welchem du die einzelnen Bögen direkt ausprobieren kannst, du kannst aber auch in einem Verein das Bogenschießen lernen und üben.

Hier hast du in der Regel ein sicheres Gelände, auf welchem du trainieren kannst und kannst einige sehr verschiedene Jagdbögen ausprobieren, um den Besten zu finden.

Compoundbogen

Ausprobieren und Testen lohnt sich

Du hast bei vielen Vereinen und einigen Händlern die Möglichkeit, einen Compoundbogen für einige Zeit auszuleihen oder zu mieten.

Dadurch kannst du den Bogen eine Weile testen und ihn im Anschluss zurückgeben oder kaufen. Nutze diese Option am besten, um viele verschiedene Bögen ausreichend auszuprobieren.

Auf keinen Fall solltest du einen Compoundbogen kaufen, ohne vorab mit einem geschossen zu haben.

Die Chancen, dass du dich für das falsche Modell entscheidest oder als Anfänger die verkehrten Einstellungen vornimmst, sind bei diesem Bogentypen zu hoch.

So verlierst du die Freude beim Bogenschießen, noch bevor du richtig angefangen hat.

Compoundbogen

Sicherheit

Auch wenn der Bogen heute in den meisten Fällen als Sportgerät gilt, so darfst du nicht vergessen, dass du vor allem mit einem Compoundbogen Mensch und Tier verletzen oder gar töten kannst.

Du musst darum vor jedem Schuss immer darauf achten, ob der Pfeil auch dann noch sicher landet, wenn er sein Ziel verfehlen sollte.

Solltest du nicht auf einem dafür vorgesehenen Gelände trainieren, ist es sinnvoll, wenn du dir ein Pfeilfangnetz zulegst. Vor allem musst du in diesen Fällen vorab klären, ob du auf dem von dir angedachten Gelände überhaupt schießen darfst.

Das ist nämlich nicht überall erlaubt.

Beim Spannen der Sehne gilt immer, dass du sie in einer Aufwärtsbewegung des Bogens durchführst. Du legst den Pfeil also ein, wenn dein Bogen nach unten zeigt und bewegst den Bogen dann in die Schussstellung.

Solltest du den Pfeil versehentlich zu früh los lassen, so fliegt er in diesem Fall nicht unkontrolliert in die Luft, sondern landet nicht weit von dir im Boden.

Compoundbogen

Pfeile

Neben der Wahl des richtigen Compoundbogens spielen die richtigen Pfeile eine große Rolle.

Zwar kannst du grundsätzlich mit allen Pfeilen ins Schwarze treffen, das gilt jedoch auch für den Bogen. Mit dem richtigen Bogen und den richtigen Pfeilen kannst du dir das Treffen erleichtern.

Pfeile sind deutlich günstiger als ein Compoundbogen. Doch auch hier gilt, dass du idealerweise vorab einige verschiedene Pfeile testen solltest.

Du kannst bereits fertige Pfeile kaufen oder diese ganz oder teilweise selbst zusammenstellen.

Viele Pfeile besitzen schraubbare Spitzen, welche du bei Bedarf durch andere Spitzen ersetzen kannst.

Für einige Pfeile gilt dies auch für den Schaft und die Federn. Für dich ist es am besten, wenn du dich hier austobst und viele verschiedene Pfeile ausprobierst, bis du die richtigen gefunden hast.

Compoundbogen

Zubehör

Anders als beim Recurvebogen musst du dich bei der Nutzung eines Compoundbogens nicht so stark vor der Sehne in Acht nehmen.

Zwar kann diese dich auch hier verletzen, die Gefahr ist jedoch nicht so hoch. Auf einen Brustschutz kannst du darum verzichten.

Einen Arm- und Fingerschutz solltest du aber auch beim Schießen mit dem Compoundbogen zur Sicherheit nutzen.

Besonders letzteres wird dir bei längerem Schießen zugutekommen. Ob du dich hier für einen Fingerschutz entscheidest oder direkt ein Abschussgerät, ein sogenanntes Release, verwendest, bleibt dir überlassen.

Außerdem kannst du deinen Compoundbogen mit einigen Zubehörteilen für deinen Einsatzbereich anpassen.

Ein Zielvisier bietet dir eine höhere Treffgenauigkeit und kann für verschiedene Entfernungen eingestellt werden.

Ebenso ist ein Köcher für deine Pfeile sinnvoll. Diesen kannst du wahlweise am Körper tragen oder am Bogen befestigen.

Letzteres macht deinen Bogen etwas schwerer, kann sich jedoch bei der Fortbewegung als praktischer erweisen.

Compoundbogen

Der Allrounder für jeden

Ein Compoundbogen hat rein optisch kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Jagdbogen zu tun.

Das Funktionsprinzip ist jedoch dasselbe und beweist Durchschlagskraft.

Aus diesem Grund solltest du einen Compoundbogen niemals als Spielzeug ansehen und immer die nötigen Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Bevor du dich überhaupt für diese Bogenart entscheidest, ist es sinnvoll, wenn du verschiedene Bögen ausprobierst und den für dich besten wählst.

Den perfekten Bogen gibt es beim Bogensport nicht. Vielmehr entscheiden Vorlieben und das Bauchgefühl darüber, welcher Bogen für den Schützen der Beste ist.

Auf die richtige Auswahl kommt es an

Ohne das passende Zubehör, nützt dir aber auch der beste Bogen nichts. Darum solltest du ebenfalls genügend Zeit in das Ausprobieren desselben investieren.

Ein Zielvisier ist immer eine gute Anschaffung. Ein Köcher ermöglicht es dir, beim Schießen die Position nicht wechseln zu müssen.

Der Compoundbogen ist mit viel Technik ausgerüstet. Du solltest du dir die Funktionsweise von einem Kenner erklären lassen und auch die Einstellungen nur mit fachmännischer Beratung vornehmen.

Andernfalls läufst du Gefahr, den Spaß am Bogenschießen zu verlieren oder gar den Bogen zu zerstören.

In jedem Fall ist der Compoundbogen aber ein beliebtes Teil der Survival Ausrüstung vieler Prepper und Bushcrafter.

Grund hierfür ist die Vielseitigkeit des Bogens und die einfache Handhabung, sobald er einmal richtig eingestellt ist. Dafür solltest du dir unbedingt Zeit nehmen, denn sonst bringt dir der schönste Compoundbogen überhaupt nichts.

 

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