Krisenvorsorge für Prepper 2020

Beiträge zum Thema “Prepping” gibt es eine ganze Menge. Manche gehen dabei lediglich auf einen Teilaspekt ein, andere widmen sich jedem erdenklichen Unterpunkt, bleiben dabei jedoch trotzdem nur an der Oberfläche eines Themas.

Wir wollen mit diesem Beitrag vor allem Einsteiger und Fortgeschrittene ansprechen und sie bei der Krisenvorbereitung unterstützen.

Krisen survival

Krisen-Überlebenssystem


Dein Leitfaden zu einer realistischen und sinnvollen Vorbereitung auf alle nur denkbaren Krisensituationen. Das Krisen-Überlebenssystem vom Survival Trainer Reini Rossmann enthält klare Anleitungen.

Du wirst deutlich „bessere Karten“ haben als 98% der restlichen Bevölkerung, weil Du mit diesem Kurs eine bestmögliche Vorbereitung geschaffen hast.

Auch wir können nicht auf jeden einzelnen Aspekt bis ins kleinste Detail eingehen, denn viele dieser Punkte muss man vor allem praktisch anwenden und üben.

Wir versuchen dennoch, möglichst viele und genaue Informationen zu allen Bereichen der Krisenvorsorge zu geben, die man dann entsprechend der Interessen und des eigenen Kenntnisstandes erweitern und vertiefen kann. Man bedenke immer, dass man sich niemals auf jede Krise vorbereiten kann.

Grundsätzlich kann jedes Szenario eintreten, so unwahrscheinlich es auch klingen mag. Einzig die Fantasie begrenzt die eigene Vorbereitung. Darum sollte man kreativ sein und sich auch auf das vor bereiten, was man für absolut unwahrscheinlich hält.

Es mag tatsächlich niemals eintreten, doch möglicherweise erlernt man während der Vorbereitung neue Fähigkeiten, die in einem anderen Szenario wirklich helfen können.

Wir alle hoffen, dass es niemals zu einer Krise kommen wird, in welcher wir die Maßnahmen, die in diesem Beitrag geschildert werden, anwenden müssen. Doch wenn es so weit ist, wollen wir vorbereitet sein und wissen, wie man die Krise gut überstehen kann. Hierbei wollen wir auch jeden unterstützen, denn nur gemeinsam können wir am Ende auch das Schlimmste noch überleben.

Aufgrund der besseren Lesbarkeit wurde auf die separate Nennung weiblicher Personen verzichtet. Sofern von Personen die Rede ist, sind jeweils beide Geschlechter gemeint.

Seiteninhalte

Wer oder was sind Prepper?

Frauen haben meistens eine Handtasche dabei, wenn sie aus dem Haus gehen.

Darin befinden sich allerlei verschiedene Dinge.

Taschentücher, Lippenstifte, Tampons, Geldbeutel, Schlüssel, Stift, Papier, Kaugummi und was Frauen sonst noch als sinnvolle Ausrüstung ansehen.

Nun wird man aber keine Frau finden, die ständig auf das zurückgreift, was sie in ihrer Handtasche mit sich führt. Aber für den Fall, dass das MakeUp nicht mehr gut aussieht oder der Atem erfrischt werden muss, ist sie vorbereitet.

Gleiches gilt auch für den Verbandskasten im Auto. Bei jeder Autofahrt hat man einen dabei und doch braucht man ihn fast nie, hat ihn vielleicht tatsächlich noch kein einziges Mal geöffnet. Passiert jedoch etwas, ist man für die lebensrettende Erstversorgung gewappnet.

Genau darum geht es auch beim Prepping. Vorbereitet sein auf das, was kommen könnte, aber hoffentlich niemals eintritt.

Der Begriff Prepping stammt aus dem Englischen und leitet sich von dem Verb “to prepare” ab, was so viel bedeutet wie “sich vorbereiten”. Jemand, der sich vorbereitet ist demnach ein Prepper. Streng genommen ist darum jeder Mensch ein Prepper.

Man wird auch im Sommer sicherlich einen Pullover griffbereit im Schrank haben für den Fall, dass es doch mal etwas kühler ist.

Auch den Kühlschrank oder die Vorratskammer wird einige Lebensmittel enthalten, die man nicht sofort essen möchte. All das ist irgendwie eine entfernte Form von Prepping.

Tatsächlich versteht man darunter jedoch die aktive Vorbereitung auf eine Krise: eine plötzlich eintretende (Natur-)Katastrophe oder Notfallsituation. Dies könnte sowas wie einen lang anhaltenden Stromausfall, ein nuklearer Unfall, Krieg oder eine Alieninvasion sein.

Viele Szenarien, auf die sich ein Prepper vorbereitet, hat er selbst noch gar nie erlebt. Stromausfälle kennen sicher viele, doch diese sind meistens schon nach wenigen Stunden überstanden.

Kriege sind zwar nach wie vor auf der Welt zugange, dennoch sind vergleichsweise wenige Menschen davon betroffen.

Auch Aliens oder Zombies hat die Welt bisher noch nicht gesehen. Dennoch ist es nicht völlig ausgeschlossen, dass wir uns selbst irgendwann einmal in einer solchen Situation befinden.

Eine Situation, in der wir noch nie waren und die wir zu Recht als Krise bezeichnen dürfen. Dann spielt es keine Rolle, ob uns diese Situation vertraut ist oder nicht, sondern einzig und allein, ob wir mit ihr umgehen können und uns gut darauf vorbereitet haben.

Bevor nun der Gedanke aufkommt, dass Prepping und Krisenvorsorge wohl doch eher etwas für Schwarzmaler sei, der denke mal bitte an seine Eltern oder Großeltern zurück.

In welchen Zeiten sind sie aufgewachsen? Manch einer weiß noch, dass es hart sein kann, Lebensmittel zu erhalten, wenn der Winter lang und kalt war. Oder wenn der Vater im Krieg ist und die Lebensmittelvorräte zur Neige gehen.

Früher war es vollkommen normal, sein eigenes Land zu bestellen und die Ernte einzulagern. Der Keller und die Vorratskammer waren gut gefüllt, mit dem Haushaltsgeld wurde anständig gewirtschaftet und es stand immer an erster Stelle, alle Familienmitglieder satt zu bekommen. Dass es dabei auch mal eine ganze Woche lang immer nur Kartoffeln zu essen gab, war keine Seltenheit.

In vielen Regionen dieser Welt ist dies bis heute so. Wir hingegen leben im Überfluss und werfen täglich Lebensmittel weg. Nicht, weil wir diesen Luxus nicht zu schätzen wissen, sondern einfach, weil wir es nicht kennen, hungern zu müssen.

Uns ist nicht bewusst, was es heißt, auf die große Auswahl an Lebensmitteln verzichten zu müssen. Wir werden satt und wenn die Portion doch einmal zu klein sein sollte, bestellen wir einfach noch eine. Keiner zwingt uns, alles zu essen. Bleibt etwas übrig, landet es im Müll.

Anfang des 20. Jahrhunderts war dies undenkbar. Selbst schlecht gewordene Lebensmittel wurden damals noch gegessen. Für viele Menschen schien eine Lebensmittelvergiftung die bessere Alternative zum Hungertod zu sein.

Genau diese Menschen sind es, die wissen, dass es jederzeit wieder zu einer solchen Situation kommen kann, in welcher die Vorratskammer leer bleibt. Niemand belächelt sie, weil sie darauf achten, immer genügend zu essen im Haus zu haben.

Wir verstehen, dass sie harte Zeiten durchgemacht haben und können uns gleichzeitig nicht vorstellen, was genau das eigentlich bedeutet.

Man muss sich nicht auf Alieninvasionen und chemische Giftgasangriffe vorbereiten, wenn man ohnehin davon überzeugt bist, diese selbst mit der besten Vorbereitung nicht zu überleben oder diese Situationen für ausgesprochen unwahrscheinlich hält.

Aber man sollte verstehen, dass ein Prepper sich auch auf die vermeintlich simplen und ungefährlichen Notsituationen vorbereitet. Und sei es nur, dass er sich ein paar Tütensuppen in den Schrank stellt, um bei der nächsten Erkältung nicht mit Kopfschmerzen, Fieber und triefender Nase in den Supermarkt gehen zu müssen.

Es muss keine Katastrophe eintreten, die alle betrifft. Man kann auch seine eigenen kleinen Notsituationen durchstehen, wenn man sich einfach ein kleines bisschen darauf vorbereitet und zum echten Prepper wird.

Was bedeutet Prepper und Krisenvorsorge?

Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Technisches Hilfswerk und viele weitere Organisationen üben regelmäßig die verschiedensten Ernstfälle. Das tun sie nicht, weil sie davon ausgehen, dass zwei Tage nach der Übung ein Einsatz erfolgt, der exakt dieser Übung entspricht. Sondern weil sie genau das eben nicht wissen. Das ist auch eine Art der Krisenvorsorge.

Krisenvorsorge für Super GAU
Krisenvorsorge für Super GAU

Niemand weiß, was der morgige Tag bringt.

Wird es einen GAU geben? Findet ein Amoklauf oder ein Terroranschlag statt?

Wird es einen Großbrand geben? Geht die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg schief?

Oder sorgt eine Gasexplosion für verheerende Zerstörung?

All das sind absolut realistische Szenarien, wie sie erstaunlich oft vorkommen.

Als normaler Bürger ohne Bezug zu Hilfsorganisationen fällt einem dies meist gar nicht auf. Doch die Gefahr besteht.

Und diejenigen, die in einem solchen Fall Hilfe leisten sollen, müssen darum immer wieder in Übungen ihr Können unter Beweis stellen. Nur so sind sie bestmöglich darauf vorbereitet, wenn eine derartige Situation tatsächlich eintritt.

Exakt dies ist auch der Grund, warum man sich selbst vorbereiten sollte.

  • Steht im eigenen Wohnraum eine Chemiefabrik in der Nähe?
  • Wird in der Nachbarschaft gebaut?
  • Droht Hochwasser?
  • Könnte die Stromversorgung ausfallen?
  • Wie ist die derzeitige wirtschaftliche und politische Lage?

Es gibt unzählige Möglichkeiten, was noch heute vor der eigenen Haustür, vielleicht sogar in der Wohnung schief gehen könnte. Auch wenn man sich diese Situationen keineswegs wünscht, so können sie jederzeit eintreten. Heute, morgen, vielleicht aber auch erst in zwei Jahren oder auch gar nicht.

Solange man keine Möglichkeit hat, die Zukunft vorauszusagen, sollte man sich bewusst machen, dass man ohne gute Vorbereitung auf gar nichts vorbereitet ist. Im schlimmsten Fall verliert man im Ernstfall alles – möglicherweise sogar sein Leben. Und das nur, weil man sich nicht vorbereitet hat.

Das ist es nicht wert, denn diese Krisenvorbereitung ist keineswegs kompliziert. Allerdings kann auch die beste Krisenvorsorge nicht vor allen Gefahren schützen. Am Ende spielt es eine große Rolle, ob man nicht doch zur falschen Zeit am falschen Ort ist.

Aber auch selbst dann hat man mit einer entsprechenden Vorbereitung immer noch bessere Chancen als ohne. Fällt man bei einer Überquerung eines reißenden Flusses ins Wasser, so sind die eigenen Überlebenschancen mit Schwimmweste deutlich höher als ohne. Und das ganz unabhängig davon, ob man schwimmen kann oder nicht.

Nicht vorbereitet zu sein, kann man darum auch kaum rechtfertigen. Gründe finden, warum man sich vorbereitet, liegen hingegen ziemlich nahe und rechtfertigen somit eine gut durchdachte Krisenvorsorge.

Was man heute noch tun kann

Man überlege sich, welche Szenarien einen heute noch überraschen könnte und ob man darauf gut vorbereitet ist. (Krankheit, Haushaltsunfall, Stromausfall, Wohnungsbrand, Einbruch …) Welche Szenarien hält man für realistisch und wie geht man dagegen taktisch klug vor.

Man kann sich bei Freunden über Situationen informieren, die sie unvorbereitet getroffen haben und man kann nachfragen, wie sie diese gelöst haben. Und am Besten macht man sich auch gleich mit den aktuellen Richtlinien der Ersten Hilfe vertraut.

Krisenvorsorge-TIPP: Ein Erste-Hilfe-Kurs gibt es nahezu in jeder Stadt und Ort und sind keine wirklich große Investition als eigene Schutzmaßnahme.

Es ist interessant zu überdenken, welche Haushaltsgegenstände man flexibel beispielsweise auch als Waffe, Werkzeug und Verbandsmaterial einsetzen kann.

Das 1×1 der Krisenvorsorge

Was ist eine Krise?

Unter einer Krise versteht man allgemein eine Situation, in welcher eine Entscheidung getroffen werden muss, deren Folgen große Auswirkungen haben können.

Denkst du beispielsweise darüber nach, dein Job zu kündigen, kann es sich um eine solche Entscheidung handeln. Du musst jedoch nicht notgedrungen in einer Krise stecken, um vor dieser Entscheidung zu stehen.

Unter einer Krise verstehen wir darum in der Regel eher eine ohnehin schon schwierige Situation, in welcher wir uns zwischen verschiedenen Handlungen entscheiden müssen, die allesamt nicht allzu verlockend sind.

Für uns ist eine Krise eine Ausnahmesituation, die uns meist stark belastet. Es gibt darum keine genauen Beispiele, was zu einer Krise zählt.

Eine simple Erkältung kann für den einen überhaupt keine Krise darstellen, während ein anderer dabei einen zukunftsweisenden Termin absagen muss, einen Großauftrag nicht rechtzeitig fertigstellen kann oder um sein Leben fürchten muss.

Es gibt jedoch Krisen, die nicht nur dich persönlich, sondern auch viele andere Menschen gleichermaßen betreffen. Hierbei werden Krisen in Kategorien eingeteilt, die vor allem auf die Zeitspanne achten, in welcher die Krise anhält.

Für dich als Prepper ist dies genau der richtige Anhaltspunkt, um deine Vorbereitungen zu starten, denn die Dauer ist es, die dir sagt, wie du dich vorbereiten kannst.

Kurzzeitige Krise

Eine kurzzeitige, meist lokale Krise hält in der Regel zwischen zwei und fünf Tagen an.

In dieser Zeit ist das normale Versorgungssystem ganz oder teilweise zusammengebrochen.

Bei Stromausfällen, starken Unwettern, Überschwemmungen oder Schneechaos kann es beispielsweise für einige Tage zu einer derartigen Krise kommen.

Davon betroffen sind häufig nur einzelne Gegenden, sodass Hilfe von außen problemlos angefordert werden kann. Es kann übrigens passieren, dass die Auswirkungen einer kurzzeitigen lokalen Krise sich auch in Gebiete erstreckt, die von der eigentlichen Krise gar nicht betroffen waren.

Sorgt ein Schneechaos für den Stillstand des Verkehrs, so können Lieferanten aus diesem Gebiet nicht mehr länger in andere Gebiete liefern, was zum Beispiel zu einer Lebensmittelknappheit oder erschwerter Briefkommunikation führen kann.

Es ist darum sinnvoll, dass du nicht nur auf die Nachrichten aus der Region achtest, sondern auch weißt, ob es in anderen Regionen Schwierigkeiten gibt, die sich auch auf dein Leben auswirken könnten.

Mittelzeitkrise

Wie der Name schon sagt, so dauert eine Mittelzeitkrise länger als eine Kurzzeitkrise.

Auch hierbei können die Auslöser vergleichsweise harmloser Natur sein.

Die Krise selbst dauert jedoch etwa zwei bis fünf Wochen. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass der Auslöser der Krise längst beseitigt wurde, aber die Folgen noch einige Zeit bestehen bleiben.

Im Gegensatz zu einer Kurzzeitkrise birgt eine Mittelzeitkrise bereits große Gefahren für Leib und Leben. Im Winter zwei Wochen ohne Heizung auskommen zu müssen, kann für viele Menschen ein Todesurteil sein.

Doch auch im Sommer kann ein Stromausfall heute weitreichende Folgen haben. Plünderungen und erhöhte Gewaltbereitschaft sind vor allem dann vorhanden, wenn Menschen Schutz, Wärme und Nahrung suchen.

Langzeitkrise

Börsencrash und Finanzkrise
Börsencrash und Finanzkrise

Hält eine Krise zwischen zwei und fünf Monaten an, so spricht man von einer Langzeitkrise.

Hierbei ist es undenkbar, dass du wieder in dein altes Leben zurückkehren kannst.

Die Chancen, dass du deine Wohnung verlassen musst, sind sehr hoch. Während einer Langzeitkrise verliert Geld schnell an Wert und muss im Anschluss an die Krise meist durch eine neue Währung ersetzt werden. Ursachen für eine derartige Krise sind beispielsweise Kriege, gestürzte Regierungen oder Naturkatastrophen.

Betroffen sind immer große Gebiete, wobei auch benachbarte Gebiete, die nicht direkt von der Krise betroffen sind, die Auswirkungen davon stark zu spüren bekommen. Die Versorgung mit notwendigen Hilfs- und Lebensmitteln ist in einer Langzeitkrise vollständig zusammengebrochen, weshalb Betroffene auf eigene Vorräte, vorhandene Landwirtschaft oder gestohlenes Essen angewiesen sind, um zu überleben.

Die Polizei ist in einer solchen Situation gegenüber Gewalt nahezu machtlos, da die Zahl der betroffenen Personen die der Polizisten bei weitem übertrifft. Auch in einem solchen Szenario ist eine Flucht realistisch. Die Chancen, dabei verletzt oder getötet zu werden, sind sehr hoch, weshalb du dich darauf gut vorbereiten solltest.

Globale Krise

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New York Stock Exchange

Die globale Krise ist schließlich eine Krise, auf die du dich nicht vorbereiten kannst.

Sie betrifft große Teile der Erde und wird beispielsweise durch gewaltige Naturkatastrophen, Meteoriteneinschläge oder eine Zombie Apokalypse ausgelöst.

Eben weil davon die gesamte Bevölkerung betroffen ist, hast du nahezu keine Möglichkeiten, der Krise zu entgehen oder dich in sichere Gebiete zurückzuziehen.

Deine Aufgabe wird daraus bestehen, eine neue Welt aufzubauen. Außer körperlicher Fitness sind es vor allem Wissen und Fähigkeiten, die dir bei dieser Aufgabe behilflich sein können.

Was kann eine Krise auslösen?

Es gibt eine Menge Dinge, die geschehen können, die dich in eine Krise befördern.

Dazu gehören persönliche Krisen wie eine länger anhaltende Krankheit, Verlust des Arbeitsplatzes oder gar eines geliebten Menschen. Darum soll es in diesem Buch jedoch nicht gehen.

Vielmehr gibt es Ursachen, an denen du nur wenig ändern kannst, sondern sie einfach so nehmen musst, wie sie kommen.

Auf sie kannst du dich nicht vorbereiten, sie treten in der Regel plötzlich ein und können nur dich, vielleicht aber auch viele andere Menschen betreffen. Die typischsten Ursachen, die immer wieder vorkommen, schauen wir uns im Folgenden genauer an.

Stromausfall

Kurzzeitige Stromausfälle hast du sicher schon einige miterlebt. Kein Licht, kein Internet, keinen Fernseher, keinen Computer. Aber auch keinen E-Herd oder Ofen, keinen Kühlschrank, keine Heizung, kein Telefon, keine Straßenbahn, kein Geld am Automaten, keine Aufzüge, keine Klingel und kein Türöffner.

Was in der Regel nur wenige Stunden anhält, hat meist keine langanhaltenden Auswirkungen. Fällt der Strom jedoch für einige Tage aus, spricht man bereits von einer Krise.

Im Winter wirst du es ohne Heizung nicht sehr lange aushalten. Im Sommer hingegen verderben manche Lebensmittel ohne Gefriertruhe oder Kühlschrank innerhalb kürzester Zeit.

Hinzu kommen Probleme, die erst auftreten, wenn der Strom länger ausfällt. Supermärkte können keine Waren mehr verkaufen, da nicht nur das Kassensystem nicht funktioniert, sondern auch keine Waren geliefert werden können. LKWs sowie alle anderen Fahrzeuge, die Kraftstoff benötigen, können nicht mehr tanken, da die Tankstellen ebenfalls keinen Strom haben.

Müll kann nicht mehr länger abgeholt oder weggebracht werden, was ein großes hygienisches Problem darstellt, Tiere anlockt und für eine schnelle Ausbreitung von Krankheiten sorgen kann.

Die Wasserversorgung arbeitet nicht mehr richtig und aus der Wasserleitung kommt kein Wasser mehr. Oder ganz anders formuliert: Du kannst bei einem längeren Stromausfall kein Wasser aus der Leitung bekommen, aber auch keines einkaufen. Auch Lebensmittel kannst du nicht mehr länger kaufen, denn die Supermärkte bleiben ohne Waren geschlossen und die Geldautomaten funktionieren nicht.

In eine Region verreisen, die nicht vom Stromausfall betroffen ist, kannst du nicht, da du möglicherweise nicht genügend Benzin im Tank hast.

Öffentliche Verkehrsmittel haben entweder dasselbe Problem oder benötigen Strom, um zu funktionieren.

Du musst also mit dem auskommen, was du noch zu Hause hast. Und jetzt sei mal ehrlich: Für wie lange reicht dein Vorrat?

Vorbereitende Maßnahmen für einen langanhaltenden Stromausfall

Stromausfall heute, Blackout
Stromausfall heute

Bei jeder Krise gilt, dass deine Vorbereitung weitaus mehr Dinge beinhalten sollte, als du eigentlich benötigst. Du musst nämlich davon ausgehen, dass andere Personen diese Vorbereitungen nicht getroffen haben und schon nach kurzer Zeit so verzweifelt sein werden, dass sie notfalls mit Gewalt versuchen, an deinen Vorrat zu gelangen.

Eine ausreichende Menge an Lebensmitteln ist darum für dich genauso wichtig, wie eine gute Tarnung und Sicherung deiner Vorräte.

Als Vorbereitung solltest du dir einen ausreichenden Vorrat an Wasser und haltbaren Lebensmitteln zulegen. Wie groß dieser Vorrat ist, hängt davon ab, wie viel Platz du zur Lagerung zur Verfügung hast, wie viele Personen damit auskommen müssen und für wie lange dein Vorrat reichen soll.

Achte beim Wasser darauf, dass dieses gelagert werden kann und möglichst vielseitig einsetzbar ist. Wasser mit Kohlensäure oder Geschmack sorgt zwar für Abwechslung in der Krise, ist aber nur bedingt zum Kochen oder für die Körperhygiene geeignet.

Deine gekühlten und gefrorenen Vorräte musst du bei einem Stromausfall immer als erstes verbrauchen, da diese andernfalls verderben. Je nachdem, wie voll deine Kühlgeräte sind, wirst du um einige verdorbene Lebensmittel aber womöglich nicht herum kommen.

Zur Zubereitung dieser Lebensmittel und der Lebensmittel, die du auf Vorrat lagerst, benötigst du selbstverständlich eine Kochmöglichkeit. Ein Gaskocher, wie er für Campingausflüge genutzt wird, oder ein Holzherd, den du wie früher mit Holz befeuerst, sind ideal. Den benötigten Brennstoff musst du ebenfalls bevorraten.

Eine ordentliche Hausapotheke, die unter anderem ausreichend Verbandsmaterial, Schmerzmittel, Mittel gegen Durchfallerkrankungen und Erkältungen enthält, sowie die nötigen Kenntnisse, um anderen helfen zu können, sind unerlässlich.

Weiterhin benötigst du bei einem Stromausfall warme Kleidung und Decken oder eine Heizung, die ohne Strom genutzt werden kann, um nicht zu frieren. Auch für eine Holzheizung brauchst du genügend Brennstoff, für den du wiederum einen Lagerplatz ausfindig machen musst.

Einen ausreichenden Vorrat an Bargeld, Gold- und Silbermünzen oder Tauschwaren kann dir ebenfalls gute Dienste leisten. Allerdings kann es auch in einer Krise einige Wochen dauern, bis du tatsächlich darauf zurückgreifen kannst und andere Personen die Gold- und Silbermünzen oder deine Tauschwaren akzeptieren. Für die Anfangszeit ist darum das Bargeld besonders sinnvoll.

Unterschätze auch die Kommunikation mit anderen nicht. Funkgeräte sowie ein Radio, über welches du über die aktuelle Lage informiert bleiben kannst, sind in einer Krise besonders wichtig. Auch hier musst du darauf achten, dass du diese Geräte bei einem Stromausfall nutzen kannst.

Um sie zu betreiben, kann es von Vorteil sein, einen Generator zu besitzen, welcher über alternative Energien betrieben werden kann.

Es kann hilfreich sein, wenn du ausreichend Treibstoff für ein Auto, Motorrad oder Ähnliches bevorratest, um im Krisenfall zumindest an einen anderen Ort gelangen zu können. Alternativ kannst du hier auch treibstofffreie Fortbewegungsmittel wie Fahrräder nutzen.

Je nachdem, wie weit du dich fortbewegst, ist dies jedoch weder sicher noch umsetzbar.

All diese Vorbereitungen musst du schützen. Dabei ist der Schutz durch Verschließen immer dem Schutz durch Verteidigen vorzuziehen.

Doch auch diese Option solltest du berücksichtigen und eine Möglichkeit finden, mit der du dich und deine Vorräte im schlimmsten Fall verteidigen kannst.

Um auf einen langanhaltenden Stromausfall vorbereitet zu sein, musst du an viele verschiedene Dinge denken. Kein Strom hat leider in der heutigen Zeit weite Auswirkungen auf unser Leben.

Es ist grundsätzlich eine gute Idee, wenn du versuchst, etwas unabhängiger von dieser Form der Energie zu werden. Photovoltaikanlagen, Wasser- oder Windkraft oder der Verzicht auf einige Geräte, die du im Grunde gar nicht brauchst, müssen dir das Leben nicht erschweren.

Vielmehr kannst du viele elektrische Geräte durch manuelle ersetzen. Die Küchenmaschine nimmt dir viel Arbeit ab, keine Frage. Doch du kannst diese auch selbst erledigen. Statt drei Fernsehgeräten reicht meist auch eines und elektrische Rollläden sind lediglich eine nette Spielerei.

Wenn du dir lange vor einer Krise verdeutlichst, wo du überall Strom benötigst, kannst du dir auch überlegen, wie du dies umgehen kannst, wenn du keinen Strom zur Verfügung hast.

Dabei wirst du automatisch auch erkennen, worauf du problemlos verzichten kannst und worauf eben nicht. So stellst du sicher, dass du Systeme zur autarken Energiegewinnung deinen persönlichen Wünschen in einer Krise anpassen kannst.

Möglicherweise kannst du aus gesundheitlichen Gründen nicht auf verschiedene medizinische Geräte verzichten und benötigst darum einen großen Generator, der den Weiterbetrieb ebendieser Geräte sicherstellt.

Vielleicht erkennst du aber, dass du lediglich für ein Radio und ein Funkgerät Strom benötigst und kannst diesen über eine kleine Solaranlage erzeugen.

Bei einem langanhaltenden Stromausfall kann eine externe Stromquelle jedoch grundsätzlich eine sinnvolle Investition sein.

So kannst du (im Notfall) auf die Geräte zurückgreifen, die andernfalls nicht funktionieren würden. Das kann die Laune und den Komfort enorm verbessern.

Wasserausfall und Wasserschaden

Krisenvorsorge bei Wasserschäden
Krisenvorsorge bei Wasserschäden

Ein verstopfter Abfluss ist häufig schnell behoben. Wenn nicht, kann es vorkommen, dass das Wasser kurzzeitig abgestellt werden muss.

Dies kann aber auch für einen längeren Zeitraum geschehen. Extreme Trockenheit, verschmutzte Gewässer oder ein großflächiger Stromausfall können zu einem längeren Wasserausfall führen.

Dabei musst du nicht nur auf sauberes Wasser für die Hygiene verzichten, sondern auch auf Trinkwasser.

Umgekehrt kann ein Rohrbruch für viel zu viel Wasser an den falschen Stellen sorgen. Feuchte Böden, Decken und Wände, defekte Möbel und elektrische Geräte sowie die Zerstörung wichtiger Dokumente können dein Leben ordentlich durcheinander bringen.

Unter Umständen ist deine Wohnung sogar zeitweise nicht bewohnbar. Ein derartiger Wasserschaden kann natürlich auch durch Hochwasser entstehen und dabei nicht nur dich, sondern auch deine Nachbarn betreffen und im schlimmsten Fall dein Haus völlig unbewohnbar werden lassen.

Keine schönen Aussichten, aber in vielen Regionen Deutschlands schon fast normal. Da größere Wassermassen das Befahren und Begehen der Straße nicht mehr möglich machen und für die Stabilität einiger Häuser eine große Gefahr darstellen, müssen die meisten Bewohner bei drohender Hochwassergefahr ihre Häuser verlassen.

Ob sie nach dem Hochwasser wieder dorthin zurückkehren können, ist zu diesem Zeitpunkt völlig ungewiss.

Vorbereitende Maßnahmen für einen Wasserausfall oder Wasserschaden

Vorbeugen kannst du einem derartigen Wasserausfall nicht, denn selbst wenn in deinem Haus alles in bester Ordnung ist, so kann der Fehler eben auch außerhalb deines Heims liegen.

Sinnvoll ist es, wenn du immer genügend Trinkwasser auf Vorrat hast, damit du bei einem Wasserausfall überhaupt überleben kannst. Denn das ist dem menschlichen Köper nur drei Tage ohne Wasser möglich.

Hinzu kommt Wasser zum Kochen und für die Körperhygiene. Es ist ratsam, wenn du alternative Wasserquellen in deiner Nähe kennst und weißt, wie du mit einem Wasserfilter dieses zum Trinkwasser aufbereitest, welches du gefahrlos trinken kannst.

Hierbei gilt, dass du grundsätzlich nur Wasser aus kleinen, schnellfließenden Bächen entnehmen solltest und die Entnahmestelle in unmittelbarer Nähe zur Quelle liegen sollte.

Ist dies nicht möglich, achte darauf, dass sich oberhalb der Entnahmestelle keine Siedlung, keine landwirtschaftlich bewirtschafteten Felder oder Industrieanlagen befinden.

Das Wasser sollte klar und möglichst kalt sein. Schmutzteilchen kannst du leicht entfernen, indem du das Wasser durch ein feines und sauberes Tuch gießt. Erst danach nutzt du einen Wasserfilter, welcher auch Bakterien und Viren zuverlässig entfernt und das Wasser damit genießbar macht.

Wasserschäden kannst du prinzipiell nicht verhindern. Hochwasser kündigt sich zwar normalerweise über einen längeren Zeitraum an, sodass du dich darauf vorbereiten kannst, doch welche Ausmaße die Überflutung annehmen wird, das weißt du vorab nicht.

Gleiches gilt für einen Rohrbruch. Wo er sich ereignen wird weißt du erst, wenn es schon zu spät ist. Wichtige Dokumente und Daten solltest du sicherheitshalber entweder nicht in der Nähe deiner Wasserrohre lagern, oder – und das ist die beste Alternative – auch digitalisieren und auf diese Weise sichern.

Unwetter

Krisenvorsorge für Unwetter
Krisenvorsorge für Unwetter

In Mitteleuropa etwas harmloser aber dennoch sehr belastend sind Unwetter, die dein alltägliches Leben (meist für kurze Zeit) vollkommen durcheinander bringen.

Ein Schneechaos, das öffentliche Verkehrsmittel lahmlegt und auch private Fahrzeuge um eine sichere Fahrt bringt, kann ebenso eintreten, wie Schäden am Haus, welche durch Hagel oder Stürme entstehen können.

Davon betroffen sind meist ganze Regionen, aber längst nicht jeder Haushalt in gleichem Maße. Beulen auf dem Autodach sind zwar ärgerlich, können jedoch einfach der Versicherung gemeldet werden.

Ein umgeknickter Baum, der auf dem Hausdach gelandet ist und dieses stark beschädigt hat, kann hingegen dazu führen, dass die Hausbewohner für einige Zeit ausziehen müssen.

Vorbereitende Maßnahmen gegen Unwetter

Grundsätzlich solltest du dich regelmäßig über drohende Unwetter informieren, sodass du früh genug darauf reagieren kannst. Auf diese Art kannst du beispielsweise dein Auto rechtzeitig unter einem Dach parken oder gar dein Haus verlassen und in weniger gefährdeten Regionen darauf warten, dass das Unwetter vorbei geht.

Ein sicherer Ort, der dir für diese und viele weitere Situationen zur Verfügung steht, ist besonders dann sinnvoll, wenn du ohnehin in einer gefährdeten Region lebst.

Für Krisen, in welchen du dein Zuhause verlassen musst, ist er ohnehin immer eine gute Alternative.

Gegen Sturm kannst du natürlich auch deine Fenster verbarrikadieren oder einen kleinen Schutzbunker im Garten errichten.

Wie sinnvoll dies ist, hängt ganz davon ab, wo du lebst und wie dort die Wetterbedingungen sind.

Auch im besten Bunker magst du zwar vor dem Wetter geschützt sein, er garantiert dir jedoch nicht, dass dein Haus bewohnbar bleibt.

Feuer

Krisenvorsorge Brandbekämpfung
Krisenvorsorge Brandbekämpfung

Für die meisten Menschen ist ein Feuer ein absolutes Horrorszenario. Steht das eigene Haus in Flammen, so verbrennt im Grunde ein ganzes Leben.

Meist sind von einem Feuer nur einzelne Häuser oder gar Wohnungen betroffen, doch das Feuer kann in besonders dicht bebauten Gegenden schnell auch auf angrenzende Gebäude übergreifen.

Ebenso stellen lange, heiße und trockene Sommer mittlerweile auch in Mitteleuropa eine erhöhte Waldbrandgefahr dar.

Davon wiederum können ganze Regionen und tausende von Menschen betroffen sein, die ihre Häuser zeitweise verlassen müssen.

Im schlimmsten Fall fallen diese Gebäude dem Feuer zum Opfer und alle Bewohner verlieren ihr Zuhause. Kein Wunder also, dass ein Feuer für viele Menschen eine so schreckliche Vorstellung ist.

Vorbereitende Maßnahmen gegen Feuer

Grundsätzlich kannst du dich gegen ein Feuer, welches in deinen vier Wänden ausbricht, durch angemessene Frühwarnsysteme wie Rauchmelder und dem Verbauen feuerresistenter Materialien schützen.

Lass elektrische Anlagen von einem Fachmann einbauen, um die Gefahr durch einen Kurzschluss zu minimieren. Halte Feuerlöscher und Löschdecken bereit, um dennoch auftretende Brände selbst zu löschen, solange sie noch klein sind.

Sichere alle wichtigen Daten auf einer SD-Karte oder einem USB-Stick und halte einen Fluchtrucksack bereit, mit welchem du im schlimmsten Fall ein neues Leben beginnen kannst. Dies gilt auch, wenn du aufgrund eines Großbrandes in unmittelbarer Nähe zu deinem Haus selbiges verlassen musst und zunächst nicht weißt, ob du wieder zurückkehren kannst.

Sorge dafür, dass du andernorts möglichst schnell wieder auf eigenen Beinen stehen kannst.

Chemie- und Reaktorunfälle

Mann in ABC Schutzanzug mit Geiger Zähler, Krisenvorsorge nach atomaren Unfällen
Mann in ABC Schutzanzug mit Geiger Zähler, Krisenvorsorge nach atomaren Unfällen

In chemischen Industrieanlagen sowie Atomkraftwerken kommt es regelmäßig zu Störfällen, welche häufig keine weiteren Auswirkungen auf die Umwelt oder die umliegenden Städte und Dörfer haben.

Dennoch kann es jederzeit zu größeren Unfällen kommen, die eine Evakuierung erfordern. Vorhersehbar sind diese Unfälle nicht aber sie haben meist verheerende Folgen, die ganze Gebiete langfristig unbewohnbar machen.

Ob dies so ist, lässt sich zudem nicht sofort sagen, sondern meist erst nach etlichen Monaten, sodass betroffene Personen für längere Zeit mit der Ungewissheit leben müssen.

Sie bleiben in vorläufigen Unterkünften, ohne sich nach einem neuen und endgültigen Zuhause umzusehen, in welchem sie einen Neuanfang starten können. So verlieren sie wertvolle Zeit und belasten sich psychisch schwer, was mit der richtigen Vorbereitung vermeidbar wäre.

Vorbereitende Maßnahmen für Chemie- und Reaktorunfälle

Du solltest dir zunächst bewusst machen, ob du überhaupt in einem gefährdeten Gebiet wohnst. Ist dies der Fall, müssen dir die Warnsignale und das Verhalten im Falle eines derartigen Unfalls klar sein.

Richte dir einen Schutzraum (im Keller) ein, in welchem du notfalls einige Zeit ausharren kannst. Auch FFP3-Masken, um dich vor giftigen Teilchen in der Atemluft zu schützen, solltest du vorrätig haben.

Besser wären Vollschutzmasken, die du mit verschiedenen Filtern ausstatten kannst. Dadurch bist du auch bei Reaktorunfällen bestmöglich geschützt. Ein Ganzkörperschutzanzug ist hierfür ebenso sinnvoll, um einer Kontamination weitestgehend vorzubeugen.

Neben diesen Schutzmaßnahmen, die dich sofort vor Schlimmerem bewahren können, gilt in solchen Fällen jedoch meistens, dass du zumindest für kurze Zeit dein Zuhause verlassen musst.

Mit einem Fluchtrucksack sowie einem sicheren Ort bist du gut beraten. Im besten Fall hast du dir diese Vorbereitung umsonst zugemutet.

Im schlimmsten Fall gehörst du zu den wenigen, die sofort einen Neuanfang wagen können und den anderen damit einen großen Schritt voraus sind.

Währungszusammenbruch

Börsencrash, Währungszusammenbruch, Krisenvorsorge
Börsencrash, Währungszusammenbruch, Krisenvorsorge

Auf der einen Seite scheint es unmöglich, dass das Geld von heute schon morgen nichts mehr wert sein könnte, auf der anderen Seite mussten in jüngster Vergangenheit beispielsweise die Griechen genau diese Situation meistern.

Geld ist nur solange eine sichere Währung, wie es vorhanden ist und akzeptiert wird. Ein Zusammenbruch der Währung kommt meist sehr plötzlich. Bis sich eine neue Währung etabliert hat, vergehen Monate.

Monate, in denen du jedoch weiterhin Waren und Dienstleistungen benötigst. Bei einem Währungszusammenbruch kommt es meist auch zu einer Lebensmittelknappheit, da Lieferanten diese zurückhalten, wenn sie nicht bezahlt werden. Dies gilt im Inland ebenso wie im Ausland.

Vorbereitende Maßnahmen für einen Währungszusammenbruch

Einen durchdachten Lebensmittelvorrat solltest du dir für mindestens ein halbes Jahr zulegen. Tauschmittel sind ebenfalls sinnvoll, um ein akzeptiertes Zahlungsmittel zu haben. Auf diese Weise kannst du dir erkaufen, was du selbst dringend brauchst.

Doch auch eine Vorsorge für die Zeit nach der Krise ist wichtig. Deine Sparkonten werden wertlos geworden sein und auch deine Altersvorsorge wirst du nicht mehr haben.

Es bietet sich an, bereits vorab in Gold und Silber zu investieren, welches du eintauschen kannst, wenn die Zeit gekommen ist. Gold und Silber hat einen vergleichbar konstanten Wert.

Auch Kryptowährungen haben bereits gezeigt, dass sie einen Währungszusammenbruch überstehen. Einen Teil deines Vermögens solltest du darum auch hierin investieren. Bedenke, dass du Edelmetalle und Kryptowährung gut sichern musst, da diese selbstverständlich gestohlen werden können.

EMP – (Elektromagnetischer Impuls)

EMP durch Sonnensturm
EMP durch Sonnensturm

Unter einem EMP (Elektromagnetischer Impuls) versteht man eine derart starke Strahlung, dass elektrische Geräte und die darauf gespeicherten Daten unwiderruflich gelöscht werden.

Das kennst du beispielsweise bei einem Unwetter, wenn ein Blitz in ein Haus einschlägt. Etliche Geräte gehen dabei kaputt und von einer Sekunde auf die andere funktioniert der Strom im ganzen Haus nicht mehr.

Diese Gefahr besteht jedoch nicht nur bei einem Unwetter. Dasselbe Ergebnis kann auch ganz gezielt mit verschiedenen Waffen erreicht werden. Im Kleinen ist das nicht ganz so schlimm und betrifft lediglich einige wenige Personen.

Im Großen hingegen kann ein solcher Impuls tatsächlich ganze Länder lahmlegen. Die größte Gefahr besteht darin, dass deine digital gesicherten Daten verloren gehen. Auf Fotos wirst du verzichten können, die digitalen Schriftstücke deiner Bank oder Versicherung wirst du aber noch brauchen.

Vorbereitende Maßnahmen gegen einen EMP

Grundsätzlich hast du kaum Möglichkeiten, dich gegen einen EMP zu schützen. Deine Daten hingegen kannst du sicher aufbewahren. Fertige dazu Kopien aller wichtigen Dokumente an und bewahre sie gut geschützt auf.

Du kannst außerdem digitale Kopien auf einem USB-Stick, einer SD-Karte oder einer CD-Rom speichern. Diese musst du dann aber in einem faradayschen Käfig aufbewahren, um ganz sicher zu gehen, dass sie erhalten bleiben.

Dort sollte sich ebenfalls ein Lesegerät wie ein Computer und die zugehörigen Kabel befinden. Auch ein System zur alternativen Energiegewinnung ist nötig, um alles wieder in Gang zu setzen.

Da ein großflächiger EMP ganze Regionen betrifft, kann es hierbei zu ähnlichen Szenarien kommen, wie bei einem Stromausfall.

Nahrungsmittel werden knapp, Tankstellen, Banken und Supermärkte bleiben geschlossen und du hast keine Möglichkeit, etwas einzukaufen. Deine persönlichen Vorräte müssen dir darum für einige Zeit das Überleben sichern.

Krisenvorsorge vor der Krise

Das ABC der Bevorratung

Grundsätzlich gilt bei jeder Krise, dass es besser ist, in den eigenen vier Wänden auszuharren, als diese zu verlassen. Dieser Grundsatz wird dann gebrochen, wenn die Umstände dich zu einem schnellen Verlassen deines Hauses zwingen.

Radioaktiv kontaminierte Luft, einsturzgefährdete Häuser oder Brände können hierfür die Ursache sein. Häufig ist das Bleiben und Ausharren jedoch die beste Wahl.

Deine Vorräte solltest du darum im oder unmittelbar am Haus lagern, sodass du sie unbemerkt verwenden kannst, niemand sie dir stehlen kann und du schnellen Zugriff darauf hast.

Was exakt du lagerst, hängt ganz davon ab, worauf du vorbereitet sein willst. Es gilt aber die Faustregel, dass du den Grundbedarf jeder Person, mit welcher du in einer Wohnung lebst, für mindestens drei Monate decken können solltest.

Viele Prepper in Deutschland sprechen von einem längeren Zeitraum, welcher durchaus sinnvoll ist, denn Krisen können sehr lange dauern. Drei Monate solltest du jedoch keinesfalls unterschreiten. Das gilt aber nur, solange du genügend Platz hast.

In einer kleinen Wohnung wird dir dies unter Umständen nicht gelingen. Ob du dann auf einen kleineren Vorrat zurückgreifst oder dir eine größere Wohnung mietest, bleibt dir überlassen.

Bei der Bevorratung solltest du darauf achten, ausschließlich haltbare Lebensmittel und Verbrauchsmaterialien zu verwenden und diese regelmäßig auszutauschen.

Es ist nicht Sinn und Zweck, einen Vorrat zu haben, den du im Ernstfall nicht mehr sicher verwenden kannst. Sieh deinen Vorrat als ständigen Alltagsbegleiter an.

Du kannst Lebensmittel, die demnächst ablaufen, aufbrauchen und sofort durch neue ersetzen. Wegwerfen solltest du nichts, immerhin hast du dafür Geld bezahlt. Eine gute Ordnung und bestenfalls ein Übersichtsplan helfen dir dabei schnell zu finden, was du brauchst.

Weiterhin muss dein Lager unbedingt vor Schädlingsbefall jeglicher Art, Licht, Nässe und Wärme geschützt sein. Die meisten Lebensmittel müssen trocken und dunkel gelagert werden und vertragen größere Wärme nicht allzu gut.

Der unisolierte Dachboden ist darum kein guter Lagerplatz.
Hinzu kommt, dass du deine Vorräte sichern musst. Während einer Krise wird es viele Menschen geben, die sich nicht vorbereitet haben und Hunger und Durst leiden müssen.

Sobald die Grundbedürfnisse eines Menschen nicht mehr vollständig gedeckt sind, ist ihm nahezu jedes Mittel recht, um zu bekommen, was er dringend benötigt. Diebstähle, Überfälle und Plünderungen sind darum eine logische Reaktion, vor der du dich unbedingt schützen musst.

Andernfalls befindest du dich schnell selbst in der Lage, nicht mehr genug zu haben. Dein Vorratsbereich sollte darum abschließbar sein, sodass du nicht nur dein gesamtes Haus, sondern zusätzlich auch deine Vorräte verschließen kannst.

Es bietet sich auch an, die Vorräte aufzuteilen und dir im Haus mehrere Vorratsräume anzulegen. Sollten Eindringlinge dich zur Herausgabe einiger Vorräte zwingen, kannst du ihnen so einen Teil deiner Vorräte überlassen und bist dennoch selbst versorgt.

Hierbei ist es wichtig, dass jeder Vorratsraum im Prinzip all deine Grundbedürfnisse stillen kann. Du solltest darum nicht in einen Raum alle Lebensmittel lagern und im anderen Decken, Kleidung, Hygieneartikel und dergleichen.

So würdest du bei einem Überfall im schlimmsten Fall auf einen Teilbereich deiner Vorräte komplett verzichten müssen.

Vorrat anlegen und Depots

Es kann passieren, dass du dein Haus verlassen musst. Ob dies gleich zu Beginn einer Krise der Fall ist, oder erst, wenn du alle Vorräte bereits aufgebraucht hast, spielt dabei keine Rolle. Hast du nun an einem anderen Ort ebenfalls Vorräte in Depots angelegt, kannst du dir auf diese Weise erneut selbst helfen.

Solche Depots kannst du prinzipiell überall anlegen, wo du uneingeschränkten Zugang hast. Ob du eine zweite Wohnung anmietest, dich mit anderen Preppern zusammentust oder im Wald eine Tonne versteckst, bleibt ganz dir überlassen.

Du musst jedoch damit rechnen, dass das ein oder andere Depot im Ernstfall entdeckt und geplündert wird. Das gilt besonders, wenn du zu Beginn der Krise in deinen vier Wänden ausharrst und dich erst nach einer längeren Zeit auf den Weg zu deinen Depots machst. Mehrere Depots sind darum zu empfehlen.

Auch solltest du dir kleine Depots für unterwegs anlegen, damit du längere Strecken sicher zurücklegen kannst. Vergiss nicht, all diese Depots auf einer Karte oder in einem GPS-Gerät zu markieren, damit du sie wiederfinden kannst.

Auch diese Depots musst du regelmäßig kontrollieren und einzelne Bestandteile austauschen. Andernfalls sind sie im Krisenfall nicht viel wert.
Deine Depots müssen selbstverständlich gegen Licht, Nässe und Wärme geschützt sein.

Größere Lagerräume, welche du anmietest, solltest du ebenfalls entsprechend vor Eindringlingen schützen. Ob du bei kleinen Depots im Wald ein Schloss anbringst oder nicht, bleibt dir überlassen.

Bedenke aber, dass auch du möglicherweise einen Schlüssel verlieren könntest und dann selbst nicht oder nur noch unter erschwerten Bedingungen an deine deponierten Gegenstände herankommst.

Sicherer Ort – Bunker kaufen

Um auf der absolut sicheren Seite zu sein, kannst du dir einen sicheren Ort anlegen. Das kann ein Bunker im Garten sein, du kannst aber auch fernab deiner Heimat ein Haus kaufen. Eine sichere Unterkunft in Australien, Kanada oder einem Nachbarland kann sich auszahlen.

Die Schwierigkeit liegt hier natürlich in erster Linie in der Finanzierung und Unterhaltung. Musst du aufgrund einer Krise fliehen, willst du deinen Zweitwohnsitz nicht erst noch renovieren oder möblieren müssen.

Du musst darum entweder die Möglichkeit haben, das Haus selbst instand zu halten, was bedeutet, dass es sich in der Nähe befindet, oder du bezahlst jemanden, der dies für dich erledigt.

Bei einem großflächigen Stromausfall, nach einem atomaren Unglück oder ähnlichen größeren Katastrophen wird dir ein sicherer Ort in der Nähe deines jetzigen Wohnsitzes nichts bringen. Sinnvoller ist es darum tatsächlich, einen Ort in einem anderen Land, wenn nicht gar auf einem anderen Kontinent, zu wählen.

Dies wiederum birgt die Gefahr, dass du in einer Krise dort nur sehr schwer hinkommen kannst. Im Falle eines großflächigen und langanhaltenden Stromausfalls fliegen natürlich auch keine Flugzeuge mehr, die Passagiere transportieren.

Ein Nachbarland kann wiederum ebenfalls betroffen sein. Entsprechend ist es notwendig, dass du bei der Wahl des Standortes deines sicheren Ortes auch an das Transportmittel denkst, welches dich dorthin bringen kann.

Was ist die Prepper Szene?

Willst du gut auf das vorbereitet sein, was kommen könnte und in einer Krise dann bestmöglich zurecht kommen, solltest du dich mit anderen Preppern zusammentun.

Du kannst von ihnen lernen, dich mit ihnen austauschen und ihnen selbst etwas beibringen. Vor allem aber kannst du auf diese Weise Kontakte knüpfen, auf die du auch in einer Krise zurückgreifen kannst. Du kannst dich mit einigen Preppern in Deutschland, Österreich oder er Schweiz zusammenschließen und eine Krise gemeinsam durchstehen.

Vielleicht wohnt einer von ihnen in einem perfekt geschützten großen Haus, in welchem auch du während einer Krise unterkommen kannst. Oder du planst deine Flucht gemeinsam mit anderen, um eine starke Gruppe zu bilden und nicht alleine zu sein. Dadurch minimierst du das Risiko, angegriffen zu werden extrem.

Reini Rossmann hat eine Vernetzungsmöglichkeit via Facebook eingerichtet, über welche sich Prepper austauschen und zusammentun können. Natürlich kannst du auch selbst ein Netzwerk zusammenstellen. Während einer Krise kann es aber durchaus von Vorteil sein, mit Preppern in Kontakt zu bleiben, die sich weit entfernt aufhalten und vielleicht selbst von der Krise nicht betroffen sind.

So können sie dir beratend zur Seite stehen, du kannst sie über deine Situation auf dem Laufenden halten und erfährst von ihnen, wie die Lage andernorts ist und ob du dorthin fliehen kannst.

Lerne Neues

Jeder Tag ohne Krise ist ein Tag, an welchem du etwas lernen kannst, was du in einer Krise brauchen könntest. Von der richtigen Knotentechnik, über den Bau eines Unterschlupfes bis hin zum waffenlosen Kampf gibt es sicherlich noch viele Kenntnisse, welche du nicht hast.

In einer Krise können sie über Leben und Tod entscheiden. Nutze darum krisenfreie Zeiten, um dazuzulernen, dir neue Fähigkeiten anzueignen und immer wieder zu üben.

Plane regelmäßige Trainingstage ein, in welchen du gemeinsam mit deiner Familie ein Szenario probst und das richtige Verhalten übst. Schule auch deine Kinder in den Bereichen, die sie selbstständig ausführen können. So sind sie nicht nur der ganzen Familie eine große Hilfe, sie sind auch mit Fähigkeiten ausgestattet, die ihnen selbst helfen können, sollten sie auf sich alleine gestellt sein.

Was du heute noch tun kannst

Sieh dir deine aktuelle Bevorratung an und bringe Ordnung hinein.
Schreibe dir eine Liste mit haltbaren Lebensmitteln, die du einkaufen musst. Achte dabei auf Angebote und Aktionen der Supermärkte vor Ort, um Geld zu sparen.

Überlege dir, wo du einige Depots verstecken könntest und in welchen Behältnissen du die ausgewählte Ausrüstung dort bestmöglich unterbringen kannst. Versuche einen sicheren Ort zu finden, an welchen du fliehen kannst. Kontaktiere Prepper in Deutschland und vernetze dich mit ihnen. Trainiere das richtige Verhalten in einer spontan auftretenden (kleinen) Krise.

Krisenvorsorge während der Krise

Das Aussitzen der Krise

Im Falle einer Krise hast du nur zwei Möglichkeiten. Entweder du bleibst wo du bist oder du fliehst.

Eine Flucht sollte immer deine letzte Option darstellen. Die eigenen vier Wände bieten dir nicht nur maximalen Komfort und jede Menge Vorräte, sie stellen vor allem eine Sicherheit dar, die du keineswegs unterschätzen solltest. Selbst wenn du keinerlei Sicherheitsvorkehrungen gegenüber Plünderern getroffen hast, bietet dir dein Zuhause zumindest einen guten Schutz vor der Witterung.

Du kannst es heizen, es hält dich trocken und du kannst dort deine gesamte Familie unterbringen. Ein großer Vorteil, den du in einer Krise keinesfalls unterschätzen solltest.

Du kannst dein Zuhause jedoch auch modifizieren und krisentauglich machen, um dort möglichst lange ausharren zu können, wenn die Krise gekommen ist. Den folgenden Punkten kannst du dich nach und nach widmen. Jede Vorbereitung auf eine Krise, so klein sie auch sein mag, ist besser als gar keine.

Krisenvorsorge der Schutz

Deine Wohnung oder dein Haus an sich bietet dir bereits einen guten Schutz. Eine verschlossene Tür stellt für Eindringlinge ein Hindernis dar. Sie müssen Kraft aufbringen, um dieses Hindernis zu überwinden. Manch einer schreckt angesichts dieser Tatsache bereits zurück. Für andere ist eine verschlossene Tür kein Hindernis.

Um dich, deine Familie und deine Vorräte zu schützen, bleibt dir darum nur die Möglichkeit, dich zu verbarrikadieren. Sichere deine Türen mit stabilen Schlössern und stütze sie, falls notwendig, von innen mit Balken ab oder stelle schwere Möbelstücke davor. Achte dabei aber unbedingt darauf, dass es dir dennoch möglich ist, im schlimmsten Fall schnell das Haus verlassen zu können.

Auch deine Fenster solltest du sichern. Abschließbare Türgriffe und besonders bruchsichere Fenster sind eine Möglichkeit. Während einer Krise wirst du allerdings auch mit Holzbrettern arbeiten müssen, um Eindringlinge daran zu hindern, in das Haus zu kommen.

Dies gilt nicht nur für das Erdgeschoss, sondern für alle möglichen Eingänge, die dein Haus bietet. Weiterhin kannst du mit einem blickdichten Zaun oder einer hohen Mauer dein Grundstück von vornherein abschirmen, sodass es niemandem auffällt, dass bei dir noch etwas zu holen sein könnte. Außerdem wird so der Zugang zum Gelände erschwert.

Auch eine Überwachungsanlage kann dir helfen, Plünderer rechtzeitig aufzuspüren und zu vertreiben. Bedenke aber, dass du für derartige Anlagen meistens Strom benötigst und dass diese den Anschein erwecken, es gäbe bei dir etwas, das sich zu schützen lohnt. Deine Überwachung sollte darum möglichst unauffällig sein.

Medizin und Gesundheit

Eine Krise ist an sich bereits schlimm genug. Für deine Sicherheit und die Sicherheit deiner Familie ist es darum besonders wichtig, fit und gesund zu sein. Du solltest deswegen alle persönlichen Medikamente, die der Arzt verschrieben hat, in ausreichender Menge zu Hause haben.

Zusätzlich sind Schmerzmittel sowie Mittel gegen Durchfall und Erkältungen sinnvoll. Auch oder gerade während einer Krise kannst du dich verletzen oder erkranken. Dann ist es jedoch umso wichtiger, schnell wieder fit zu sein.

Weiterhin benötigst du ausreichend Material, um kleinere und größere Wunden zu verarzten. Ob du während einer Krise noch Zugang zu Ärzten, Krankenschwestern oder dem Rettungsdienst hast, ist ungewiss.

Entsprechend solltest du selbst über ausreichende Kenntnisse der Medizin verfügen, um zumindest kleinere bis mittlere Verletzungen zu versorgen. Hierfür benötigst du Handschuhe, um dich selbst vor einer möglichen Infektion zu schützen, ausreichend Desinfektionsmittel (sowohl für die Hände, als auch für Wunden), Pflaster, verschiedene Verbände, Material, um Knochenbrüche zu schienen, eine Schere und eine Pinzette.

Sofern du über gute Kenntnisse verfügst, kannst du hier auch Spritzen, Skalpelle und Nadel und Faden hinzufügen, um im Notfall selbst kleinere operative Eingriffe vorzunehmen.

Hierfür solltest du jedoch spezielle Kurse absolvieren. Das regelmäßige Üben und Auffrischen deiner Erste-Hilfe-Kenntnisse gehört natürlich in jedem Fall zu einer guten Krisenvorsorge dazu und hilft dir, auch ohne Krise medizinische Notfälle als Ersthelfer sicher zu meistern.

Krisenvorsorge und Trinkwasseraufbereitung für Prepper

Wasser solltest du ohnehin zu Hause in ausreichender Menge aufbewahren. Im Falle einer Krise kannst und solltest du sofort alle Badewannen und Waschbecken mit frischem Wasser volllaufen lassen und dieses konservieren. Dadurch erhältst du etliche Liter Wasser zusätzlich zu deinem Vorrat.

Regenwasser kannst du in einer Regenwassertonne, in einem Wassertank oder einer unterirdischen Zisterne auffangen und zu Trinkwasser aufbereiten. Hierfür benötigst du Wasserfilter, die idealerweise für große Mengen Wasser ausgelegt sind. Bedenke, dass einige dieser Filter ohne Strom nicht funktionieren und dass das Wasser aus einem unterirdischen Tank ohne Strom nicht nach oben befördert werden kann.

Deswegen benötigst du in einem solchen Fall unbedingt einen Plan B.
Wasser solltest du immer in ausreichender Menge bevorraten und dabei nicht nur die Menge berücksichtigen, die du trinkst, sondern zusätzlich auch zum Kochen und zur Hygiene benötigst.

Versuche dabei immer, das Wasser sparsam zu verwenden und möglichst zu recyceln. Das Wasser, mit welchem du die Nudeln gekocht hast, kannst du beispielsweise für die Toilettenspülung benutzen oder deinen Selbstversorgergarten damit bewässern.

Wärme

Sofern sich eine Krise nicht im Sommer ereignet, kann Wärme eine so große Herausforderung sein, dass sie einen tödlichen Faktor darstellt. Normale Heizkörper funktionieren zwar durch das Hindurchleiten warmen Wassers, doch die meisten Heizkessel funktionieren ohne Strom nicht mehr.

Eine bis heute beliebte Alternative stellt ein offener Kamin oder ein Kachelofen dar. Mit Holz befeuert wärmt er in kürzester Zeit selbst größere Räume. Bei einem durchdachten Heizsystem im Haus kann so tatsächlich das gesamte Haus geheizt werden.

In einer Krise ist es jedoch ohnehin von Vorteil, wenn alle Personen gemeinsam in einem Raum schlafen, weshalb ein solches System gar nicht unbedingt notwendig ist. Viel wichtiger ist, dass du ausreichend Holz zum Befeuern des Ofens lagerst und trocken hältst.

Hast du keine Möglichkeit, einen Ofen in deiner Wohnung unterzubringen, so gibt es etliche mobile Heizgeräte, die jedoch in erster Linie mit Strom betrieben werden, dir also bei einem Stromausfall nichts nützen.

Für solche Fälle kannst du auf einen Petroleumofen zurückgreifen, für welchen du natürlich ebenfalls ausreichend Petroleum lagern musst, um mindestens einen gesamten Winter durchzustehen. Auch eine Gasheizung, wie sie zum Beispiel beim Camping eingesetzt wird, hält dich ganz ohne Strom lange warm.

Neben dem Erzeugen von Wärme musst du jedoch ebenso dafür sorgen, dass diese nicht zu schnell entweicht. In einer Krise beheizt du meist nur einen Raum, in welchem sich dann die gesamte Familie und alle Personen, die gemeinsam ausharren, aufhalten. Sorge dafür, dass möglichst wenig Wärme durch Fenster und Türen entweichen kann.

Zusammengerollte Handtücher oder Kleidungsstücke können undichte Stellen zuverlässig abdecken. Auch die zur Sicherheit angebrachte Verbarrikadierung sorgt für einen Wärmeerhalt im Raum. Mit warmer Kleidung und Decken kannst du zusätzlich dafür sorgen, dass dein Körper nicht zu schnell auskühlt und Brennstoff eingespart werden kann.

Lebensmittel

Wie bereits oben beschrieben ist ein durchdachter Lebensmittelvorrat das A und O. Hier solltest du auf eine gesunde Ernährung und persönliche Vorlieben Rücksicht nehmen und zur Sicherheit auch einige Lebensmittel lagern, die du im Notfall gegen etwas anderes eintauschen kannst.

Achte darauf, dass alle Lebensmittel lange haltbar sind und verbrauche sie entsprechend des Mindesthaltbarkeitsdatums. Du kannst dir auch einen eigenen Garten anlegen, in welchem du Obst und Gemüse anbaust, um so selbst während einer Krise frische Lebensmittel ernten zu können.

Bedenke aber, dass du diese im Falle eines chemischen oder atomaren Unfalles unter Umständen nicht mehr sicher verzehren kannst. Einige Gemüsesorten kannst und solltest du jedoch auch auf der Fensterbank anpflanzen und ernten.

Kommunikation

Gerade wenn du dich zu Hause verschanzt hast, darfst du unter keinen Umständen auf die Kommunikation mit der Außenwelt verzichten. Hierunter ist weniger der regelmäßige Besuch von und bei Freunden und Nachbarn gemeint, als vielmehr das Empfangen von aktuellen Berichten zur Lage. Ein Radio ist unverzichtbar. Andernfalls ist die Krise längst vorbei und du sitzt noch immer mit der ganzen Familie im Wohnzimmer vor dem Ofen.

Aber auch die Kommunikation mit anderen Personen via Funk kann dir helfen, während einer Krise zu erfahren, was vor sich geht. So kannst du rechtzeitig vor marodierenden Truppen gewarnt werden oder andere Prepper warnen und um Hilfe bitten, falls du welche benötigst. Außerdem bleibst du so auf dem Laufenden, was sich in anderen Familien und Gruppen abspielt und kannst ihnen beratend zur Seite stehen – und umgekehrt.

Tarnung

Es ist möglich, dass du weit und breit der Einzige bist, der sich gut auf eine Krise vorbereitet hat. Dann ist es für dich umso wichtiger, möglichst nicht aufzufallen. Denn wenn Menschen erst einmal Hunger bekommen, schrecken sie vor nichts mehr zurück. Sitzt du hingegen zu Hause, hast als Einziger dank deiner Vorsorge noch Strom und kochst Gerichte, deren Geruch bis auf die Straße wahrnehmbar ist, wirst du unvermittelt zum Ziel aller, die diese Annehmlichkeiten selbst nicht mehr haben.

Dein Haus sollte darum im besten Fall von außen gar nicht einsehbar sein. Eine hohe Mauer oder Bepflanzung um dein Haus herum ist eine gute Möglichkeit, um dich vor Blicken zu schützen. Zusätzlich sollte dein Haus aber auch unbewohnt wirken.

Du solltest dich nur kurzzeitig und idealerweise im Dunkeln draußen aufhalten und darauf achten, nicht gesehen zu werden. Aus deinem Schornstein sollte kein Rauch aufsteigen und durch die Fenster darf kein Licht nach draußen scheinen.

Auch Gerüche und Geräusche musst du auf ein Minimum reduzieren, um niemanden auf dich aufmerksam zu machen. Wenn es dein Budget zu lässt kannst du hiefür natürlich auch einen Bunker kaufen und bei dir einbauen lassen!

Verteidigung

Die größte Vorsicht kann dich zwar vielen Gefahrensituationen entziehen, ein Risiko bleibt jedoch immer, dass du dich, deine Familie und dein Hab und Gut verteidigen musst.

Hierfür ist es sinnvoll, wenn du neben einigen Sicherheitsvorkehrungen wie Rauchmeldern, Feuerlöschern, Alarmanlagen und dergleichen auch über einige Waffen verfügst, mit denen du dich verteidigen kannst. Es geht hierbei nicht um den Angriff, sondern wirklich um die reine Verteidigung. Hierfür stehen dir eine große Auswahl legaler Hilfsmittel zur Seite.

Zunächst kannst du Gegenstände zweckentfremden. Ein Stuhl, ein Regenschirm oder gar ein Buch kann dir bei einer spontanen Verteidigung bereits helfen. Sinnvoll ist es jedoch, wenn du dir gezielt einige Waffen zulegst. Verlasse deine Komfortzone dabei nicht, denn du musst dir darüber im Klaren sein, dass du diese Waffen im Ernstfall auch einsetzen musst, um zu überleben.

Ein Messer, ganz gleich ob aus der Küche oder speziell für den Kampf, kann auf einen Gegner bereits bedrohend wirken, ganz ohne dass du es tatsächlich einsetzen musst. Auch Baseballschläger, Schlagstöcke, Pfefferspray oder eine Steinschleuder kannst du gezielt einsetzen, um den Angreifer in erster Linie zu erschrecken und in die Flucht zu jagen.

Und schließlich bleibt dir natürlich noch dein eigener Körper, den du in einem Selbstverteidigungskurs richtig einzusetzen lernst.

Wenn dir all dies nicht ausreicht, kannst du auch auf echte Waffen wie Pistolen oder Gewehre zurückgreifen, brauchst hierfür aber einen Waffenschein. Vergiss nicht, dass im Falle eines Angriffs deine Waffe auch in die Hände des Angreifers geraten kann. Wähle darum weise, womit du dich verteidigen willst und lerne nicht nur, damit jemanden in die Flucht zu schlagen, sondern auch, Angriffe mit diesen Waffen abzuwehren.

Was du heute noch tun kannst

Lege dir einen Plan zurecht, wie du während einer Krise dein Heim bestmöglich vor Eindringlingen schützen kannst.Analysiere die Wärmezufuhr deines Hauses und informiere dich über Alternativen, mit denen du im Notfall dein Zuhause ganz oder teilweise wärmen kannst.

Überprüfe einen Medizinschrank, entsorge abgelaufene Medikamente und kaufe neue.Lege dir eine ausreichende Menge sinnvoller Medikamente zu.
M elde dich für einen Erste-Hilfe-Kurs an, um deine Kenntnisse falls nötig aufzufrischen.

Lege dir einen ausreichenden Vorrat an Wasser und Lebensmitteln an.
Überlege dir für jeden Gegenstand, welchen du im Haushalt finden kannst, wozu du ihn (außer für den gedachten Einsatzzweck) noch nutzen kannst.

Denke über Möglichkeiten nach, wie du während einer Krise mit der Außenwelt in Kontakt bleiben kannst. Besorge dir ein krisensicheres Radio. (batteriebetrieben, mit Solar oder per Handkurbel aufladbar)
Sie dir an, wie gut dein Haus vor Blicken von außen geschützt ist und verbessere diesen Schutz falls möglich in den nächsten Tagen.

Stelle in jeden Raum deines Zuhauses Gegenstände, die du im Ernstfall als Waffe gegen einen Eindringling einsetzen kannst. Schule deine Familienmitglieder im Umgang mit (improvisierten) Waffen.

Prepper Fluchtsituation in der Krise

Ganz gleich, wohin du gehst, wenn du dein Zuhause tatsächlich verlassen musst, der Weg dorthin wird kein Spaziergang werden. Sobald die Situation derart eskaliert ist, dass du nicht mehr in deinen eigenen vier Wänden bleiben kannst, ist es draußen umso gefährlicher.

Darauf musst du dich einstellen und entsprechend vorsorgen. Im Idealfall steht dir ein Transportmittel zu Verfügung, welches dich auch vor Angriffen schützt. Ein Auto ist bereits ein guter Anfang, auch wenn es dich nicht vor besonders aggressiven Angreifern schützen kann.

Allein schon die Geschwindigkeit, mit welcher du dich in einem Auto fortbewegen kannst, bietet dir einen großen Vorteil. Vergiss aber nicht, genügend Kraftstoff zu bevorraten und im Auto mitzuführen, denn unterwegs wirst du an der Tankstelle möglicherweise gar nicht erst anhalten können oder solltest es aus Sicherheitsgründen unterlassen.

Das gilt selbstverständlich auch bei einer Flucht per Boot oder Schiff oder gar per Flugzeug. Jedes deiner Transportmittel, die dich im Falle einer Flucht sicher an einen anderen Ort bringen sollen, müssen sofort betriebsbereit sein.

Außerdem solltest du sie mit einem Mindestmaß an Notfallausrüstung ausstatten. Ein Transportmittel gibt dir die Möglichkeit, bequem schwere Lasten zu transportieren. Nutze diesen Vorteil und nimm mit, was dir deine Flucht erleichtern kann. Besser, du hast alles in mehrfacher Ausführung, als am Ende gar nichts.

Egal wie du fliehst, du solltest einen Plan haben, wohin du fliehen willst. Das können gleich mehrere Ziele sein, wovon du in der Krise das passende auswählst. Vielleicht ist es aber auch nur ein einziges.

Erarbeite dir für jedes Ziel mehrere Fluchtrouten, lerne diese auswendig und schreite oder fahre jede von ihnen mindestens ein Mal komplett ab. So kannst du Gefahrenpunkte leichter identifizieren, Alternativrouten ausfindig machen und Orte auskundschaften, an welchen du Depots anlegen kannst.

Krisenvorsorge Notfallausrüstung

Bei der Krisenvorsorge gibt es verschiedene Arten von Notfallausrüstungen. Allen gemein ist, dass sie nur das enthalten, was du im Falle einer Flucht wirklich brauchen kannst.

Du trägst keine unnötigen Gegenstände mit dir herum, die vor allem Platz wegnehmen und schwer sind. Du musst immer davon ausgehen, dass du kurze, vielleicht aber auch längere Strecken zu Fuß zurücklegen musst.

Dann solltest du auch in der Lage sein, diese Ausrüstung zu tragen. Körperliche Fitness ist also unabdingbar und ohnehin grundsätzlich gesund.

Im Folgenden siehst du verschiedene Notfallausrüstungen, die aufeinander aufbauen. Was also im kleinsten aller Vorsorgepakete ist, ist auch im größten enthalten und wird zusätzlich transportiert.

Hab-und-Gut-Päckchen (HUGP)

Um während oder nach einer Krise Beweise zu haben, wer du bist, was dir gehört und was du kannst, ist es wichtig, dass du alle wichtigen Unterlagen sicherst und mit dir führst oder sicher deponierst.

Dazu digitalisierst du am besten all diese Unterlagen (Geburtsurkunde, Familienstammbuch, Patientenverfügung, Versicherungsnachweise, Grundbuchauszüge, Nachweise über Berufsausbildungen, Testament, etc.) auf einem USB-Stick, einer CD-Rom oder einer SD-Karte.

Bestenfalls nutzt du mehrere Speichermedien, um ganz sicher zu gehen. Verpacke diese kleinen und leichten Datenträger wasserfest und wickle sie idealerweise in mehrere Lagen Aluminiumfolie ein, um sie gegen einen EMP (siehe oben) zu schützen.

Every Day Carry (EDC)

Beim EDC (Every Das Carry) handelt es sich um die Dinge, die du ständig bei dir trägst. Neben deinen Schlüsseln, deinem Geldbeutel und vermutlich auch deinem Handy gehören für den Fall einer Krise jedoch noch eine Menge mehr Dinge hinein.

Ein Taschen- und ein Überlebensmesser sollen dir als Werkzeug dienen. Ein Survivalarmband oder ein entsprechender Schlüsselanhänger liefert dir eine reißfeste Schnur, die du in vielen Situationen gut brauchen kannst. Auch eine Taschenlampe, ein Feuerstarter, ein kleines Erste-Hilfe-Set, ein Wasserfilter und einige Energieriegel können dir im Notfall gute Dienste leisten.

Was genau du in dein EDC aufnimmst, hängt ganz davon ab, wie viele Gegenstände du tragen möchtest. In die Handtasche einer Frau passt in der Regel deutlich mehr als in die Hosentaschen eines Mannes. Auch ein Brustbeutel bietet weniger Platz als ein Rucksack.

Aber nicht immer möchtest du einen Rucksack mitführen. Entscheide dich zunächst für die Gegenstände, auf die du in deinem EDC auf keinen Fall verzichten möchtest und wähle anschließend die passende Tasche oder Aufbewahrung dafür.

Bedenke, dass du das EDC immer mitführst – auch dann, wenn du bereits einen vollen Fluchtrucksack trägst.

Das EDC sollte darum alles beinhalten, was dir ermöglicht, ohne die Ausrüstung und Vorzüge deines Fluchtrucksacks zu überleben – wenn auch nicht so komfortabel. Dabei musst du auf die Punkte Wasser, Wärme, Schutz und Nahrung besonderen Wert legen.

Notfallrucksack, Fluchtrucksack, Bug out Bag

Schließlich bringst du im Notfallrucksack (Bug out Bag) alles unter, was dir eine Flucht und das Überleben in der Wildnis erleichtert.

Neben den Utensilien deines HUGP und EDC gehört hier nun eine ganze Menge mehr hinein. Wichtig ist, dass du es nicht übertreibst, denn du musst diesen Rucksack je nach Situation viele Stunden und über viele Tage verteilt durch das Gelände tragen.

Bedenke dabei aber, dass du jederzeit Ballast und unnötige Gegenstände abwerfen kannst. Packe darum zu Beginn lieber zu viel und entledige dich einigen Ausrüstungsgegenständen, wenn du erkennst, dass du diese doch nicht brauchen kannst.

Achte auch darauf, dass du von besonders wichtigen Utensilien gleich mehrere Ausführungen mit dir führst. Auch hier gilt, lieber zu viel als zu wenig. Streichhölzer oder Feuerzeuge wiegen nicht viel und sind sehr wichtig, um schnell und unkompliziert Wärme zu erzeugen.

Ein Wasserfilter liefert dir trinkbares Wasser, ohne welches du lediglich drei Tage überlegen kannst. Eine Alternative, für den Fall, dass dein Wasserfilter kaputt gehen sollte oder du ihn verlierst, solltest du haben.

Ob du einen zweiten Filter mitnimmst oder auf die Methode des Abkochens setzt (siehe unten), liegt in deiner Hand. Da Wasserfilter jedoch sehr kompakt und leicht sein können, bietet es sich an, einen zweiten mitzuführen.

Ansonsten sollte sich in deinem Notfallrucksack warme Kleidung, Regenschutz, Zelt oder Tarp, Schlafsack, Isomatte, Wasser, Nahrungsmittel für mindestens eine Woche, Kocher und Brennstoff, Erste-Hilfe-Set, Hygieneartikel (Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, etc.), Taschenlampe, Messer, Geld, Handy, Solarmodul zum Aufladen des Handys und wichtige Unterlagen befinden.

Worauf genau du bei der Auswahl deiner Ausrüstung achten musst, erfährst du anhand der folgenden Kriterien, welche für dich überlebenswichtig sind.

Die 3er-Regel

Es gibt eine einfache Regel, die du dir unbedingt bewusst machen musst, um zu verstehen, wie lange du es ohne diese Dinge maximal aushalten kannst. Ein Mensch kann

  • 3 Minuten ohne Atem
  • 3 Stunden in extremem Wetter
  • 3 Tage ohne Wasser
  • 3 Wochen ohne Nahrung
  • 3 Monate ohne Kontakt zu anderen Personen

überleben.

Zwar sind Einzelfälle bekannt, in denen Menschen es länger ohne diese lebensnotwendigen Dinge ausgehalten haben, in einer Krise, die dich ohnehin schon stark fordert, solltest du es jedoch keineswegs darauf ankommen lassen.

Es ist hier deutlich realistischer, dass du es erst gar nicht so lange aushältst, wie angegeben. Sorge darum mit allen Mitteln dafür, dass du diese 3-er-Regel nicht vergisst und rechtzeitig etwas unternimmst, wenn du eines oder mehrere dieser Kategorien im Grenzbereich erleben solltest. Andernfalls ist dein Überleben nicht gesichert, sondern unmöglich.

Atemschutz, Gasmake kaufen, ABC Schutzanzug

Drei Minuten können sich sehr lange anfühlen, aber auch sehr kurz sein. In vielen Situationen, in welchen dir das normale Atmen nicht möglich ist, bleiben dir jedoch mehr als drei Minuten, um dich in Sicherheit zu bringen.

Das liegt daran, dass du oftmals beim Atmen noch Sauerstoff in deine Lungen bekommst, es aber weniger ist, als du eigentlich benötigst. Weniger ist immer besser als gar nichts. Umgekehrt kann es vorkommen, dass sich in der Atemluft kein Sauerstoff mehr befindet, sodass du erst gar nicht auf drei Minuten kommen wirst, wenn du normal atmest.

Ein Mindestmaß an Atemschutz solltest du darum bereithalten. Eine FFP3-Gasmaske schützt dich vor einem großen Teil an gefährlichen Stoffen, die andernfalls in deine Lunge gelangen können. Dabei ist sie klein und leicht und sollte deswegen in deinem Notfallrucksack auf keinen Fall fehlen.

Einen sicheren Schutz vor radioaktiv belasteter Luft bietet sie dir jedoch nicht. Hier bleibt dir nur eine vollständige ABC-Schutzausrüstung, zu welcher neben der Vollmaske auch ein entsprechender Anzug gehört.

Für eine Flucht ist diese Ausrüstung nicht geeignet, da sie zu schwer und zu unhandlich ist. Die Maske sowie zugehörige Filter kannst du jedoch in deinen Fluchtrucksack mit aufnehmen, sofern du genügend Platz hast.

Alternativ kannst du diese auch in verschiedenen Depots unterbringen, an welchen du ohnehin vorbei läufst, oder dich bereits zu Hause damit ausstatten.

Schutz vor äußeren Einflüssen

Ist deine Atmung sichergestellt, musst du dich um das kümmern, was dir in der Natur ebenfalls schnell zum Verhängnis werden kann: die Witterung. Im Sommer musst du dir häufig sogar nachts keine allzu großen Sorgen machen, denn es ist meistens warm genug, um auch mit wenig Schutz unter freiem Himmel schlafen zu können.

Es sei denn, es regnet oder du bist aus anderen Gründen nass. Dann kann dir auch ein mitteleuropäischer Sommer zum Verhängnis werden. Der Schutz vor Nässe und Kälte ist ausgesprochen wichtig.

Eine wasserdichte Unterlage, die dir Platz zum Liegen bietet und dabei auch deine Ausrüstung vor Nässe schützt, muss in deinem Fluchtrucksack vorhanden sein.

Dazu kommt eine weitere Plane, die dich von oben vor Regen und Schnee schützt und auch seitlichen Wind abhalten kann. Du kannst auf ein Zelt setzen, bei welchem die Planen fest miteinander verbunden sind, oder du wählst ein Tarp. Letzteres ist häufig die leichtere Variante, erfordert dafür etwas mehr Übung in der Anwendung.

Zusätzlich benötigst du einen warmen Schlafsack, der im Winter warm genug, im Sommer aber nicht zu warm ist.

Ob du hier auf verschiedene Modelle zurückgreifst oder nach dem Zwiebelprinzip arbeitest, bleibt dir überlassen. Mit der richtigen Kleidung und der Hilfe eines Innenschlafsacks oder Hüttenschlafsacks kannst du auch mit einem Schlafsack, der nicht für den Winter geeignet ist, in der kältesten Jahreszeit draußen schlafen.

Dabei solltest du besonders auf den Wärmeerhalt an deinem Kopf und an den Füßen achten, denn hier geht die meiste Wärme verloren.

Eine isolierende Schicht zwischen dem Schlafsack und dem Boden sorgt dafür, dass du die Bodenkälte nicht zu stark spürst und dadurch von unten her auskühlst. Eine gute Isomatte ist deswegen unerlässlich.

EVA-Matten sind hierbei besonders robust, allerdings nicht ganz so bequem und brauchen noch dazu viel Platz. Zusätzlich eine aufblasbare Matte dabei zu haben, kann den Komfort merklich erhöhen. Leider erhöht dies aber auch das Gewicht, welches du tragen musst.

Hast du alle nötigen Hilfsmittel bei dir, um ein Feuer zu machen, so kannst du dich damit natürlich ebenfalls vor einer Unterkühlung schützen und deine Ausrüstung trocknen, falls diese nass geworden ist.

Bedenke aber auch, dass zu große Hitze für deinen Körper ebenfalls gefährlich werden kann. Achte darum darauf, dass du dich an besonders heißen Tagen ebenfalls schützen kannst.

Dazu solltest du möglichst leichte Kleidung mitführen und große Hitze meiden so gut es geht. Laufe deinem Ziel lieber in den frühen Morgen- und Abendstunden, vielleicht sogar nachts entgegen und halte dich tagsüber im Schatten auf.

Schütze in jedem Fall deinen Kopf mit einem Tuch, einem Hut oder einem Sonnen- oder Regenschirm vor der Sonne. Feuchte Kleidung oder Tücher können ebenfalls helfen, deinen Körper zu kühlen.

An solchen Tagen ist es auch auf der Flucht besonders wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Nur wenn du hydriert bist, bist du auch in der Lage, dich fortzubewegen, Gefahr zu erkennen und dich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.

Medizinische Versorgung sicher stellen

Um dich besonders auf einer Flucht medizinisch versorgen zu können, benötigst du ein großes Erste-Hilfe-Set sowie sehr gute Kenntnisse, um es richtig anwenden zu können. Zunächst brauchst du dafür persönliche Medikamente, die du einnehmen musst.

Aber auch Schmerztabletten, Mittel gegen Durchfall und Erkältungen sind sinnvoll, um auf der Flucht schnell gegen Krankheiten vorgehen zu können. Hinzu kommen Verbände aller Art, Wunddesinfektionsmittel und Einmalhandschuhe, mit denen du dich schützen kannst.

In der Natur kommt es schnell zu kleineren Verletzungen, die du sofort behandeln solltest, denn ohne Schutz entzünden sich diese sehr schnell, was dir eine sichere Flucht unter Umständen unmöglich macht.

Vergiss nicht, dass du in solchen Fällen keinen Zugang zu Ärzten, Krankenhäusern oder dem Rettungsdienst haben wirst. Du musst dir selbst helfen und benötigst dafür erweiterte Kenntnisse. In speziellen Kursen für Prepper und Survival-Fans kannst du diese Fähigkeiten erwerben und ausreichend ausprobieren.

Trinkwasseraufbereitung & Wasserfilter

In Mitteleuropa ist es einfach und schwierig zugleich Wasser zu finden. Flüsse, Seen und Bäche gibt es in Hülle und Fülle, doch nicht jede Wasserquelle ist zum Trinken geeignet.

Große Flüsse wie die Donau, die Elbe oder der Rhein liefern selbst mit dem besten Wasserfilter kein trinkbares Wasser. Vielmehr sind es Quellen, Brunnen und kleine Bäche, aus denen du trinkbares Wasser gewinnen kannst.

Teilweise kannst du dies sogar direkt trinken. Sicherer ist es jedoch, wenn du das Wasser filterst. Je nachdem, wie stark es verschmutzt ist, gießt du es zunächst durch ein sauberes Tuch und verwendest anschließend einen speziellen Wasserfilter oder kochst das Wasser ab.

Solche Wasserquellen sind aber in Mitteleuropa gar nicht so leicht zu finden und liegen nahezu immer mitten in der Natur. Auf der Flucht wird dir dabei vermutlich früher oder später auffallen, dass du diese Wasserstellen nicht immer erreichen kannst oder sie gar nicht erst findest.

Dann gilt meist, dass du um das Graben in aussichtsreichen Gebieten nicht herum kommst. Du wirst auf diese Weise auf Wasser stoßen, es kann jedoch eine Weile dauern und ist noch dazu anstrengend.

Achte darum immer darauf, genügend Wasser mitzuführen und verwende im Idealfall eine Wanderkarte, auf welcher Bäche und Quellen markiert sind.

Wichtig ist, dass du nur dort Wasser entnimmst, wo das Wasser möglichst nicht verschmutzt ist. Eine Entnahmestelle sollte niemals unterhalb einer Siedlung, eines Industriegebietes oder landwirtschaftlich genutzter Flächen liegen.

Viel zu hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass du dir durch das Wasser Keime einfängst, die deinen Körper angreifen. Erbrechen und Durchfall sind schon unter normalen Bedingungen sehr unangenehm.

Bist du auf der Flucht und musst in der Natur überleben, können sie tatsächlich tödlich sein. Ein guter Wasserfilter (Outdoor) ist darum unverzichtbar und macht sich auch auf Wanderungen in krisenfreien Zeiten bezahlt.

Notfallnahrung in der Krisenvorsorge

Neben Wasser ist es auch das Essen, welches dir das Überleben sichert. Zwar kommst du im Ernstfall lange ohne Essen aus, du darfst dabei aber nicht vergessen, dass du Kraft und Konzentration benötigst, um dich fortzubewegen, zu kämpfen und alles zu tun, um eine Krise zu überleben.

Du kannst darum nicht zu lange auf Nahrung verzichten, da du vermutlich nicht verhungern wirst, sondern schon vorab anderen Gefahren zum Opfer fällst.

Richte dir neben deinem Vorrat an Lebensmitteln, die du im eigenen Haus aufbewahrst, darum unbedingt einige Depots entlang deiner Fluchtroute ein. So musst du nicht alles tragen und wirst unterwegs trotzdem satt. Du solltest dennoch immer etwas Essbares bei dir tragen.

Spezielle gefriergetrocknete Nahrung eignet sich hier besonders gut, da sie nicht nur viele Kalorien hat, sondern auch leicht und platzsparend verpackt werden kann. Du kannst aber auch eine ganze Menge Pflanzen essen.

Steckrüben, Disteln, Sauerampfer, Brennnessel und sogar die Rinde einiger Bäume sind essbar. Hinzu kommt, dass du, sofern du geschickt bist, auf die Jagd gehen kannst.

Auf der Flucht ist dies jedoch meist die schlechteste Art, Nahrung zu bekommen. Jagen erfordert Geschick und Zeit. Vor allem die Zeit wird es sein, die dir fehlen wird. Lerne darum lieber, welche Pflanzen du essen kannst und wie du sie zubereitest.

Kommunikation

Der Mensch ist ein soziales Tier. Er braucht Kontakt zu anderen Personen. Damit ist nicht zwangsläufig ein gemütlicher Abend gemeint, sondern vielmehr der Austausch von Informationen und die gegenseitige Hilfestellung.

Wenn du es irgendwie einrichten kannst, solltest du deine Flucht darum gemeinsam mit anderen planen. Nicht nur, dass ihr euch auf diese Weise Arbeit teilen könnt, ihr könnt euch als Gruppe auch besser verteidigen und die Chancen angegriffen zu werden sind deutlich geringer.

Das reicht jedoch noch nicht, um dir das Überleben zu sichern. Wichtig sind Informationen von außen. Ein Radio sollte in deinem Fluchtrucksack darum nicht fehlen. Du musst wissen, wie sich die Krise entwickelt, ob es Orte gibt, die du nicht aufsuchen solltest und natürlich auch, ob die Krise vorbei ist.

Weiterhin sind Funkgeräte eine ausgezeichnete Möglichkeit, um mit einzelnen Mitgliedern der eigenen oder anderer Gruppen in Verbindung zu bleiben, wenn ihr euch trennen müsst. So könnt ihr auch zu Beginn einer Krise, wenn ihr zu Hause ausharrt, in Kontakt bleiben, selbst wenn der Strom ausgefallen ist. Eine geregelte und zeitgleiche Flucht ist so leichter möglich.

Tarnung

Es ist sehr wichtig, in einer Krise gut getarnt zu sein. Das gilt ganz besonders, wenn du auf der Flucht bist und dich keine Mauern mehr schützen. Hierbei triffst du jedoch auf das Problem, dass du dich auch zu gut tarnen kannst.

Du darfst nicht vergessen, dass bei einer Krise, bei welcher du fliehen musst, aller Voraussicht nach etliche Hilfsorganisationen, die Polizei und das Militär zum Einsatz kommen. Wer dann zu gut getarnt ist und dennoch gesehen wird, wird sich zwangsläufig erklären müssen.

Tarnung bedeutet darum, dass du dich unauffällig tarnst. Reini Rossmann empfiehlt in seinem Krisenüberlebenssystem genau das. Du läufst nicht im Flecktarn umher, sondern trägst Kleidung, die dich zwar tarnt, die aber ohnehin die meisten Menschen tragen.

Eine dunkle Jacke – sei sie nur schwarz, grau oder grün – bietet dir im Wald und in der Stadt eine gute Tarnung ohne dass du damit im Falle einer Entdeckung besonders auffällst. Das gilt grundsätzlich für alle Kleidungsstücke und natürlich auch deinen Rucksack.

Weiterhin musst du in der Natur besonders darauf achten, dass dein Lager gut geschützt ist. Dazu kann es hilfreich sein, wenn du offenes Feuer in einer Feuersenke entfachst. So ist es aus der Distanz nicht zu sehen.

Auffällige rote Zelte oder Tarps sind hier natürlich genauso ungeeignet, wie grelle Kleidung. Dennoch solltest du einige Ausrüstungsgegenstände mit dir führen, mit welchen du sehr wohl auf dich aufmerksam machen kannst. Für die Kommunikation mit anderen Personen oder Gruppen ist dies ebenso hilfreich, wie in Situationen, in denen du Hilfe benötigst.

Selbstverteidigung für Frauen, Männer und Kinder

Unterwegs bleiben dir zur Verteidigung deiner Prepper Ausrüstung und dir selbst nur wenige Möglichkeiten, welche jedoch sehr effektiv sein können. Zunächst solltest du durch entsprechende Vorsicht natürlich gar nicht erst in eine Situation geraten, in welcher du dich verteidigen musst.

Lässt sich dies nicht mehr vermeiden, so ist eine Flucht meist die beste Alternative. Deine wichtigsten Ausrüstungsgegenstände trägst du ohnehin am Körper und auf deine restliche Ausrüstung wirst du bei einer Flucht vermutlich verzichten müssen.

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Hast du genügend Zeit, kannst du diese verstecken, um schneller fliehen zu können und wendiger zu sein. Es kann aber passieren, dass du deine Ausrüstung nicht mehr wiederbekommst, weshalb es umso wichtiger ist, dass du unverzichtbare Gegenstände am Körper trägst.

Krisenvorsorge-Tipp: Weiterhin stellt dein Überlebensmesser eine gute Waffe dar, um auf einen Gegner bereits gefährlich zu wirken. Wirst du angegriffen, kannst du es einsetzen, um dich bestmöglich zu verteidigen und deinen Gegner gezielt auszuschalten.

Hierfür solltest du unbedingt einen Kurs belegen, in welchem du den Messerkampf unter realistischen Bedingungen (aber mit falschen Messern) üben kannst.

Hierbei lernst du unter anderem, wo die Stellen am Körper sind, auf welche du mit einem Messer als erstes losgehen solltest, um einen Angreifer schnell und sicher auszuschalten.

Außerdem ist es wichtig, dass du lernst, wie du einen Angriff mit einem Messer abwehrst. Immerhin kann es passieren, dass dein Gegner dir dein Messer abnimmt und dich damit bedroht.

Auch ohne Messer kannst du deinen Körper einsetzen, um Angriffe abzuwehren und den Angreifer k. o. zu schlagen. Ziele dabei mit den Fingerknöcheln deiner Faust auf dessen Stirn, Kinn oder Schläfe und schlage kräftig zu.

Das kannst du auch mit dem Ellbogen ausführen. Auf diese Weise erreichst du eine kurzzeitige Bewusstlosigkeit deines Gegners und kannst die Zeit nutzen, um zu fliehen. Auch das musst du jedoch unbedingt vorab in einem Kurs oder mit einem geschulten Trainer üben.

Andernfalls läufst du Gefahr, dass deine Technik nicht den gewünschten Effekt hat und du dich einem langen Kampf aussetzen musst, den du am Ende vielleicht sogar verlierst.

Das Mitführen weiterer Waffen ist auf der Flucht meist eher unpraktisch. Zwar kannst du eine Steinschleuder oder Pfefferspray bequem am Gürtel führen und auch eine Pistole lässt sich dort unterbringen, für eine Armbrust, Pfeil und Bogen oder gar ein Gewehr wirst du jedoch kaum Platz haben, sodass dich derartige Waffen eher behindern, als dir einen Vorteil zu verschaffen.

Auch hier gilt natürlich, dass du wissen solltest, wie du Angriffe mit deinen Waffen abwehren kannst, falls sie in die Hände des Gegners geraten.

Was du heute noch tun kannst

  • Lege dir ein HUGP zu!
  • Stelle dir ein EDC zusammen.
  • Packe einen Rucksack oder eine Tasche mit allen Gegenständen, die du bereits jetzt besitzt und in deine Notfallausrüstung aufnehmen möchtest.
  • Verinnerliche die 3er-Regel.
  • Besorge dir einige FFP3-Masken oder einen anderen Atemschutz.
  • Sieh nach, welche wasserdichten Kleidungsstücke, Planen oder Gegenstände du im Notfall als Schutz gegen die Witterung einsetzen könntest.
  • Kaufe warme Winterkleidung sofern du keine besitzt.
  • Stelle ein Erste-Hilfe-Set zusammen, in welchem sich genügend Medikamente und Verbandsmaterial befinden.
  • Suche nach einem speziellen Erste-Hilfe-Kurs für Prepper oder Outdoor-Begeisterte in deiner Nähe und melde dich an.
  • Sieh dir auf einer topografischen Karte oder auf einem Spaziergang an, wo du in freier Natur sichere Wasserquellen finden kannst.
  • Kaufe dir einen Wasserfilter und übe das Filtern verunreinigten Wassers mit einfachen Hilfsmitteln.
  • Lerne, welche Pflanzen aus der Natur essbar sind und wie sie zubereitet werden.
  • Packe einige Lebensmittel, die einfach zubereitet und verzehrt werden können, in deine Notfallausrüstung.
  • Plane, wie du mit anderen Personen in Kontakt bleiben kannst.
    Besorge dir unauffällige Kleidung, die dich in der Natur und in der Stadt gut tarnt.
  • Denke darüber nach, mit welchen Ausrüstungsgegenständen du dich im Notfall verteidigen kannst.

Krisenvorsorge nach der Krise

Ist die Krise vorbei, gilt es, zurück zu einem normalen Leben zu kehren. Das kann ganz einfach sein, wenn es sich bei der Krise lediglich um eine kurze handelte, bei welcher nur zwei oder drei Tage in deiner Region der Strom ausgefallen ist. Dann ist vermutlich bloß ein wenig Arbeit liegen geblieben, die du nachholen musst.

Bei größeren Krisen hast du entsprechend mehr zu tun. Häufig ist es sogar so, dass die Folgen einer Krise länger zu spüren sind, als die Krise angedauert hat. Für dich bedeutet dies, dass du auch dann noch auf Schwierigkeiten stoßen kannst, wenn eigentlich alles wieder normal sein sollte. Doch auch darauf kannst du dich vorbereiten.

Krisenwährungen und Tauschegegenstände

Tauschgeschäfte in Krisenzeiten

Es kann passieren, dass bei einem Zusammenbruch der Währung dein altes Geld nicht mehr akzeptiert wird. Nichtsdestotrotz benötigst du vielleicht einige Dinge, die du nicht umsonst bekommst.

Hier sind Tauschgegenstände, die du auch während der Krise einsetzen kannst, ausgesprochen hilfreich. Dazu gehören in erster Linie Lebensmittel und Hygieneartikel. Honig, Zucker, Kaffee und Salz sind nicht nur lange haltbar, sie sind auch sehr begehrt.

Gleiches gilt für Toilettenpapier, Taschentücher, Verbände und Pflanzensamen. Im extremsten Fall einer Krise musst du nach deren Beendigung selbst dafür sorgen, dass du Gemüse und Obst anbauen kannst. Hierfür sind Samen wichtig, die du ziehen oder gegen andere Dinge eintauschen kannst.

Achte darauf, dass die Auswahl an Samen vielfältig ist und verwende nur samenfeste Sorten, keine Hybride, die auch F1 genannt werden. Hierbei handelt es sich um neue Kreuzungen, welche noch nicht langfristig erprobt sind und darum nicht zwangsläufig für gute Erträge sorgen.

Kryptowährungen & Edelmetalle

Gerade nach einer Krise kann es passieren, dass du vergleichsweise günstig Dinge kaufen kannst, die andernfalls teuer wären. Menschen brauchen in erster Linie Nahrung und verzichten gerne auf Autos, Ackerflächen oder gar Häuser. Andere wiederum akzeptieren nur noch erprobte Währungen wie Gold oder Silber.

Sei darauf vorbereitet und lege dir ein Münzdepot an, um einen Teil deines Vermögens krisensicher zu machen. Hierbei solltest du auf Flexibilität achten, denn Gold und Silber lässt sich nur schlecht auseinander brechen, sodass es vorkommen kann, dass du am Ende viel zu viel bezahlst, bloß weil du nur große Münzen hast und dein Geschäftspartner dir nichts herausgeben kann.

Außerdem solltest du nicht nur in Gold investieren, da es selbst in jüngster Vergangenheit immer wieder zu staatlich verordneten Goldverboten kam.
Eine Investition in Silbermünzen und Kryptowährungen kann sich ebenfalls lohnen.

Egal ob Bitcoin, Ripple, Ethereum oder andere Kryptowährungen, als digitale Zahlungsmöglichkeit sind sie vergleichsweise sicher. Akzeptiert niemand mehr den Euro, so bleibt die digitale Währung davon unberührt.

Wissen und Fähigkeiten

Nach der Krise kommt es vor allem auf das an, was du kannst, weniger darauf, was du hast. Wer viel weiß und dieses Wissen auch einsetzen kann, ist gefragt. Gute medizinische Kenntnisse, Talent zum Erklären, einen grünen Daumen oder handwerkliches Geschick sind dann weitaus mehr Wert als jedes Abiturzeugnis oder BWL-Studium.

Entsprechend ist es für dich wichtig, möglichst viele Fähigkeiten zu erwerben, die dir während und nach einer Krise von Vorteil sein können. Dazu gehört die Praxis ebenso wie das theoretische Wissen.

Du solltest hier aus jedem Bereich ein Grundwissen und ein Mindestmaß an Fertigkeiten mitbringen um dir selbst zu helfen. Einige Bereiche solltest du außerdem vertiefen, um nach einer Krise eine wichtige Anlaufstelle zu sein und bestmöglich dabei helfen zu können, wieder zurück zu einem normalen Leben zu gelangen.

Ob du hierfür an der Volkshochschule einige Kurse belegst, dir ein neues Hobby suchst oder gleich einen neuen Beruf lernst, bleibt dir überlassen. Auf keinen Fall solltest du jedoch darauf verzichten, dir dieses Wissen und die passenden Fähigkeiten anzueignen.

Musst du dein altes Leben wieder neu aufbauen oder dir gar ein völlig neues Leben einrichten, wirst du an diesen Kenntnissen nicht vorbeikommen. Du kommst schneller an dein Ziel, wenn du dir selbst helfen kannst.

Was du heute noch tun kannst

  • Stelle einige Nahrungsmittel und Gegenstände in größerer Menge als Tauschgegenstände zusammen.
  • Überlege dir, wie viel deines Vermögens du in Gold und Silber anlegen möchtest.
  • Mach dich mit der Funktionsweise von Kryptowährungen vertraut.
  • Sieh dir an, welche Fähigkeiten und welches Wissen du bereits besitzt, das während oder nach einer Krise wichtig sein könnte.
  • Erweitere deinen Kenntnisstand auf den entsprechenden Gebieten.

Der praktische Teil als Prepper

Bis hierhin hat man nun viele Tipps bekommen, wie man sich bestmöglich auf eine Krise vorbereiten kann.

  • Wie aber sieht dieser Plan konkret aus?
  • Womit legt man ein Depot an?
  • Was benötigt man um Wasser zu filtern?
  • Worauf muss man beim Packen eines Fluchtrucksacks achten?
  • Worauf muss man beim Packen eines Fluchtrucksacks achten?
  • In diesem Teil wirst du hierzu Hinweise finden, die die häufigsten Fragen klären sollten.

Lebensmittelvorrat & Notfallnahrung

Als Anfänger stellst du dir möglicherweise die Frage, wie groß dein Vorrat an Lebensmitteln sein sollte. Darauf gibt es keine einfache Antwort, denn das hängt ganz davon ab, worauf du dich vorbereiten willst.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt jedem Bürger in Deutschland Wasser und Lebensmittel für zwei Wochen zu bevorraten. Die meisten Prepper gehen über diese zwei Wochen weit hinaus und sprechen von Vorräten, die mindestens ein halbes Jahr ausreichen sollten.

Je mehr du hast, desto länger kannst du davon leben, das ist sicher. Du musst selbst entscheiden, für wie lange dein Vorrat an Lebensmitteln ausreichen soll. Du bist es auch, der weiß, wie viel Platz in deiner Wohnung zur Verfügung steht. In einer kleinen Einzimmerwohnung kannst du logischerweise längst nicht so viele Dinge unterbringen wie im leeren Keller eines Hauses.

Dafür lebst du aber auch nicht mit deiner ganzen Familie in einer so kleinen Wohnung. Bedenke beim Anlegen eines Vorrats immer, dass alle Bewohner des Hauses davon satt werden müssen. Hier gilt die Empfehlung, dass jeder Erwachsene pro Tag etwa 2.200 kcal zu sich nehmen sollte. Außerdem sollten mindestens drei Liter Trinkwasser zur Verfügung stehen und weiteres Wasser für die Zubereitung von Speisen und für die Hygiene.

Insgesamt sind so etwa zehn Liter pro Tag und Person zu veranschlagen. Wenn du das auf zwei Wochen hochrechnest, ist das vor allem eine ganze Menge Wasser. Je mehr Personen in deinem Haushalt leben, desto mehr Platz brauchst du darum, um all deine Vorräte sicher lagern zu können. Bei falscher Lagerung kann selbst Wasser verderben und eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Es empfiehlt sich, wenn du Trinkwasser nicht in gewöhnlichen PET-Flaschen lagerst oder diese vor Erreichen des Haltbarkeitsdatums austauschst. Das Plastik selbst kann sich nämlich mit der Zeit verändern und das Wasser verunreinigen.

Du kannst das Wasser aber auch in große Kanister umfüllen. In diesem Fall musst du jedoch darauf achten, dass es für einen längeren Zeitraum haltbar gemacht wird. Hierfür gibt es spezielle Präparate, die mithilfe von Silberionen deinen Wasservorrat auf eine längere Lagerzeit vorbereiten.
Beachte bei der Lagerung von Lebensmitteln immer die empfohlene Art der Lagerung.

Kühle, trockene und dunkle Lagerung sorgt nicht nur dafür, dass die Lebensmittel überhaupt bis zum genannten Mindesthaltbarkeitsdatum genießbar bleiben, sondern zögert dieses sogar hinaus. Während einer Krise kannst du auf diese Weise sicherstellen, dass du Lebensmittel auch dann noch essen kannst, wenn sie andernfalls längst verdorben wären.

Vorrat und Depots anlegen

Das Anlegen eines oder mehrerer Depots folgt einem einfachen Schema. Das Depot muss vor äußeren Einflüssen vollständig geschützt sein und darf nicht von dritten Personen entdeckt werden.

Du hingegen musst es schnell und sicher finden können. Solche Orte kannst du nahezu überall finden. Ob in der Garage hinter deinem Stapel Winterreifen, im Wald unter der großen Eiche oder in einer Ruine unter einer losen Fliese spielt dabei keine Rolle.

Die Wahl der richtigen Verstecke sollte jedoch in jedem Fall die Erreichbarkeit während einer Krise in Betracht ziehen. Heute mag dein Versteck noch gut erreichbar sein, doch ist es das auch, wenn die Krise eingetreten ist? Ein Depot hilft dir nur dann, wenn du es erreichen kannst.

Das gilt auch, wenn du einen Raum in einem anderen Ort gemietet hast, an welchem du einen großen Vorrat angelegt hast. Auch dieser muss für dich erreichbar sein und du musst ihn aus der Ferne sichern können. Andernfalls läufst du Gefahr, während einer Krise mit viel Anstrengung an einem leeren Depot anzukommen.

Du kannst dir Depots in allen erdenklichen Behältnissen anlegen, solange diese wasser- und im besten Fall auch staubdicht sind. Zur Sicherheit solltest du die einzelnen Inhalte jedoch zusätzlich wasserdicht verpacken. Große Tonnen, wie Regentonnen, sind gut geeignet, um vielen Gegenständen Platz zu bieten.

Sie sind dafür nicht so leicht zu verstecken. Kleinere Depots kannst du in kleineren Tonnen anlegen oder dir sogenannte Rohrbomben basteln. Dabei wählst du im Baumarkt Rohrstücke in einer geeigneten Größe sowie Endstücke und Verbindungselemente aus und verbindest alles zu einem Behälter in der von dir gewünschten Größe.

Du kannst ihn füllen, verschließen und verstecken. Die Dichtungen, welche du unbedingt einfetten solltest, halten den Inhalt sauber und trocken.
Einzelne Ausrüstungsgegenstände kannst du mithilfe eines Vakuumiergerätes wasser- und staubdicht verpacken.

Du kannst dir außerdem weitere kleine Behältnisse besorgen, in welchen du einige Ausrüstungsgegenstände in einer angebrachten Menge unterbringst. Du brauchst nicht 100 Feuerzeuge in einem Depot und verzichtest dafür in den anderen Depots darauf. Sinnvoller ist es, wenn du diese Feuerzeuge gerecht auf alle Depots verteilst.

Möchtest du dir einige Miniaturvorräte anlegen, die du beispielsweise in deinem EDC bei dir trägst, so kannst du kleine verschließbare Tütchen wählen, oder dicke Strohhalme verwenden. Schneide diese auf die gewünschte Größe zu und verschweiße ein Ende mithilfe eines Feuerzeugs.

Anschließend kannst du den Strohhalm füllen und das andere Ende ebenfalls verschweißen.

Beschrifte den Strohhalm oder markiere ihn sicherheitshalber, um später genau zu wissen, was sich darin befindet. Auf diese Weise kannst du Kaffee, Zucker, Gewürze, Streichhölzer und sogar Angelzubehör auf kleinstem Raum sicher aufbewahren.

Die Auswahl eines sicheren Ortes

Hast du die Möglichkeit, dir einen sicheren Ort anzulegen, so solltest du diesen mit größter Sorgfalt wählen. Zunächst musst du die finanziellen Mittel aufbringen, um dir das Anwesen selbst leisten zu können. Weiterhin brauchst du jedoch auch Hilfe, um dieses Anwesen zu sichern, wenn du dich dort nicht aufhältst.

Immerhin willst du bei einer Krise nicht dorthin fliehen und zunächst das Dach reparieren und die Heizung austauschen müssen. Auch Lebensmittel kannst du nach deiner Ankunft vielleicht nicht sofort einkaufen und musst einige davon vor Ort lagern.

Entsprechend kann es schnell teuer werden, wenn du dir einen sicheren Ort anlegen willst. Stellt dies für dich kein Problem dar, gilt es, den richtigen Ort zu finden. Dabei solltest du dir zunächst bewusst machen, in welcher Gegend du sicher wärst, wenn die Krise eintritt auf welche du dich vorbereitest.

Das kann schon im nächsten Landkreis sein, es kann sich aber auch um einen Ort auf einem anderen Kontinent handeln. Ist Letzteres der Fall, solltest du viel Wert darauf legen, die Landessprache gut zu beherrschen und die dortigen Gepflogenheiten kennenzulernen.

Andernfalls läufst du Gefahr, dort keineswegs sicher zu sein und vielleicht sogar schon beim Kauf deines Hauses übers Ohr gehauen zu werden.

Mache dich unbedingt mit der Lage vor Ort vertraut und sieh dir an, ob es nicht auch dort ein Risiko auf eine Krise gibt, vor welcher du eigentlich fliehen willst.

Weiterhin musst du von Anfang an einen Plan haben, wie du im Falle einer Krise deinen sicheren Ort erreichen kannst. In den nächsten Landkreis kannst du zu Fuß flüchten.

Für einen anderen Kontinent brauchst du vermutlich ein Schiff oder ein Flugzeug und ausreichend Treibstoff dafür und du musst in der Lage sein, den Hafen oder den Flugplatz zu erreichen.

Während einer Krise besteht unter Umständen die Gefahr, dass zivile Flugzeuge gar nicht erst starten dürfen und dass Schiffe auf offener See größeren Gefahren ausgesetzt sind als üblich.

Da eine Schiffsreise grundsätzlich länger dauert, benötigst du außerdem einen ausreichenden Lebensmittelvorrat an Bord. Flugzeuge wiederum erhalten nicht immer eine Landeerlaubnis – besonders nicht in Krisenzeiten, wenn sie aus Ländern kommen, welche von der Krise betroffen sind.

All diese Punkte solltest du dir verdeutlichen, um auf mögliche Komplikationen bestmöglich vorbereitet zu sein und einen Plan B zu haben, um deinen sicheren Ort zu erreichen.

Austausch mit anderen Preppern

Es ist für dich immer von Vorteil, wenn du während einer Krise nicht alleine bist. Auch davor oder danach bist du in der Gruppe stärker und profitierst von vielen helfenden Händen und den verschiedenen Fähigkeiten, die einzelne Mitglieder einer Gruppe mit sich bringen.

Nichtsdestotrotz musst du sehr vorsichtig sein, mit wem du dein Wissen teilst und vor allem was du ihm erzählst. Auch wenn die Mentalität einzelner Prepper sich sehr ähnelt, so kann aus dem besten Freund in der Krise dein größter Feind werden.

Wenn es ums Überleben geht, spielt nur das Hier und Jetzt eine Rolle, nicht mehr das, was war. Wer also weiß, dass du vorgesorgt hast, der wird im Notfall auf dich zurückkommen und stellt für dich eine potenzielle Gefahr dar. Das gilt auch bei Personen, die ursprünglich ebenfalls gut vorbereitet waren.

Vielleicht haben sie nicht mehr genügend Vorräte, wurden überfallen oder waren auf eine andere Krise vorbereitet. Wissen sie von deinen Vorbereitungen, kann dich das das Leben kosten.

Sei darum vorsichtig, wenn du mit anderen über deine konkreten Schritte sprichst und teile dein Wissen als grundsätzliche Information, nicht als das, was du persönlich tust.

Umgekehrt solltest du das Wissen anderer immer auch selbst ausprobieren. Nicht etwa, weil diese dich anlügen könnten, sondern um dein neu erworbenes Wissen direkt praktisch auszuprobieren, daraus zu lernen und zu erkennen, ob sich diese Fähigkeiten für dich als hilfreich erweisen oder nicht.

Hilfreich ist der Austausch mit anderen Preppern in jedem Fall, sofern du Vorsicht walten lässt und nicht zu voreilig persönliche Informationen preisgibst.

Bist du dir bei anderen Preppern sicher, dass sie dich auch in einer Krise bestmöglich unterstützen werden, kannst du genauer auf deine Vorbereitungen eingehen und dich mit ihnen zu einer Gruppe zusammenschließen, die sich nicht nur regelmäßig trifft, sondern auch während einer Krise Kontakt hält, gemeinsam flieht oder sich einen gemeinsamen sicheren Ort einrichtet.

Unauffällig in einem Haus wohnen

Sitzt du eine Krise aus, kannst du deine Sicherheit enorm erhöhen, wenn niemandem auffällt, dass du noch da bist. Gleichzeitig musst du dafür sorgen, dass es im Haus trotzdem gemütlich ist.

Gewohnheiten können hierfür hilfreich sein. Üblicherweise wirst du abends das Licht einschalten. In einer Krise kannst du dies nur tun, wenn der Lichtschein nicht nach draußen dringt. Heruntergelassene Rollläden sind hierfür bereits gut geeignet.

Diese musst du jedoch den ganzen Tag geschlossen halten, sodass du auch tagsüber eine Lichtquelle benötigst. Dachfenster stellen eine gute Möglichkeit dar, um unbemerkt Tageslicht hineinzulassen und zu lüften. Vorausgesetzt natürlich, niemand kann direkt auf diese Fenster sehen. Fenster, die du nicht schützen kannst, sollten in der Dunkelheit keinesfalls beleuchtet werden.

Gerade im Winter ist es wichtig, dass kein Rauch aus dem Schornstein steigt und auch keine Gerüche nach draußen dringen. Verfeuere darum nur trockenes Holz oder verzichte ganz darauf, mit Holz zu heizen.
Halte deinen Garten auf keinen Fall in Ordnung und bewege dich auf verschiedenen Wegen im Freien, um keinen Trampelpfad durch hohes Gras anzulegen.

Du solltest dich nicht zu oft im Freien aufhalten, um nicht gesehen zu werden. Achte dabei außerdem auf Unregelmäßigkeit, damit du geplanten Überfällen zuvorkommen kannst.

Veranstalte keinen Lärm. Besonders bei Kindern kann dies schwierig sein, weshalb du mit ihnen unbedingt vorab üben solltest, geräuscharm zu spielen. Ist es für dich oder deine Kinder nicht möglich, über längere Zeit leise zu sein, solltest du einen schallgeschützten Raum einrichten, in welchem es auch mal lauter werden darf.

Wird an deinem Haus etwas beschädigt und deine Sicherheit ist dadurch nicht gefährdet, so repariere den Schaden nicht. Ein eingeworfenes Fenster in der Garage beeinflusst deine Sicherheit nicht, wirkt nach außen jedoch, als würde sich niemand darum kümmern, weil keiner da ist.

Sollte es sich beim zerbrochenen Fenster um eines zu deinem geschützten Bereich handeln, so kannst du dieses unter Umständen ebenfalls so lassen und deinen geschützten Bereich verlagern. Wer es dann ins Haus schafft, kommt trotzdem nicht an dich und deine Vorräte heran.

Alternativ kannst du das Fenster aber auch mit Holz verbarrikadieren. Bedenke aber, dass es einem potenziellen Eindringling auffallen könnte, dass das eingeworfene Fenster repariert oder verbarrikadiert wurde. Damit wäre deine Tarnung aufgeflogen.

Survival Ausrüstung & Werkzeuge

Es ist von großer Bedeutung, dass du die richtigen Ausrüstungsgegenstände bereit hältst. Dazu gehört auch gutes Werkzeug sowie Verbrauchsmaterial wie Sägeblätter, Nägel und Schrauben.

Ein gut ausgestatteter Werkzeugkasten kann dir in vielen Situationen gute Dienste leisten und ist nicht nur während oder nach einer Krise von Vorteil, sondern hilft dir bereits jetzt im Alltag.

Hierbei solltest du darauf achten, dass du nicht nur genau weißt, wie die einzelnen Werkzeuge verwendet werden sollen, sondern auch Alternativen zur Verfügung hast, sollte der Akkuschrauber oder die Stichsäge keinen Strom mehr haben. Handbohrer und Bügelsägen benötigen zwar deutlich mehr Muskelkraft, erfüllen ihren Zweck jedoch auch ohne Strom zuverlässig und noch dazu leise und unauffällig.

Wasser richtig filtern

Ein Wasserfilter und ein Wasserkanister mit Hahn sind eine sinnvolle Investition, auf die du nicht verzichten solltest. Dabei hast du die Wahl zwischen einem:

  • chemischen Wasserfilter, bei welchem meist durch dein Einsatz von Chlor verschmutztes Wasser gereinigt wird
  • einem mechanischen Wasserfilter, welcher das Wasser durch einen Filter presst
  • und einem UV-Filter, durch den Bakterien und Viren mithilfe von ultraviolettem Licht getötet werden

Krisenvorsorge-Tipp: Am erfolgreichsten filterst du Wasser, wenn du zwei dieser Methoden kombinierst. Eine ist jedoch bereits ausreichend.

Hast du keinen Wasserfilter zur Verfügung, so kannst du mit ganz einfachen Mitteln einen eigenen Filter bauen. Dieser wird nicht so mobil sein und vielleicht auch mehr Zeit zum Filtern des Wassers in Anspruch nehmen, doch er wirkt.

Auch hier hast du nun zwei Methoden, die du einzeln, besser jedoch nacheinander anwendest, sofern dir dies möglich ist.

Schneide den Boden einer Plastikflasche oder eines Kanisters weg oder wähle ein anderes Behältnis, welches du für einen improvisierten Filter nutzen kannst. Fülle die umgedrehte Flasche zunächst mit etwas Moos oder binde ein sauberes Tuch um den Verschluss.

Gib anschließend eine Lage Holzkohle darauf. Nun fügst du eine Schicht gewaschenen Sand und eine Schicht Kies hinzu und wiederholst diese beiden Schichten, sodass du zwei Schichten gewaschenen Sand und zwei Schichten Kies im Wechsel hast.

Darauf kommt erneut Moos oder ein Tuch und dein Filter ist fertig. Öffnest du den Verschluss der Flasche, kannst du am Boden der Flasche schmutziges Wasser einfüllen und nach und nach tropft sauberes Wasser am unteren Ende in ein zweites Gefäß.

Auf diese Weise werden vor allem Schwebepartikel aus dem Wasser gefiltert, an welchen sich häufig Bakterien und Viren befinden.

Doch diese klammern sich nicht immer an solche Partikel, sondern treiben mitunter auch alleine im Wasser. Um wirklich alle Krankheitserreger abzutöten bleibt dir nur das Abkochen des Wassers.

Diese Methode kannst du zum Filtern von Wasser aus der Natur als eigenständige Möglichkeit nutzen, es ist jedoch sinnvoller, wenn du sie ergänzend anwendest.

In jedem Fall solltest du das zu filternde Wasser durch ein Tuch in deinen Kochtopf gießen, um größere Schwebeteilchen herauszufiltern.

Ein bisschen Dreck mag nicht schaden, zu viel davon ist aber nicht gesund. Zum Abkochen des Wassers musst du dieses tatsächlich lediglich drei Minuten auf dem Herd oder über dem Feuer kochen lassen.

Hierbei gilt jedoch, dass diese Zeit sich pro 150 Höhenmeter um eine Minute verlängert.

Wenn du dich in den Bergen aufhältst, kannst du hier schnell auf 15 Minuten kommen. Das kann bei Gas- oder Benzinkochern einiges an Brennstoff erfordern.

Wärmeerhalt

Es gibt einige einfache Tipps, um mit möglichst wenig Aufwand möglichst effektiv Wärme zu speichern.

Hierzu gehört in einem Haus, alle Schwachstellen wie Türspalten und undichte Fenster abzudichten. Hast du genügend Zeit, so kannst du dies nach Möglichkeit mit professionellen Mitteln erreichen.

Alternativ reicht aber ein zusammengerolltes Handtuch oder einige Kleidungsstücke.

Bei einfach verglasten Fenstern ist es sinnvoll, diese von innen mit Holz oder schwerem Stoff zu verdecken, um das Eindringen von Kälte und das Entweichen von Wärme zu verhindern. Hierbei geht allerdings leider auch eine Lichtquelle verloren.

Weiterhin kannst du deinen Körper sehr gut unterstützen, indem du deine Blase entleerst, etwas Warmes isst oder trinkst und dich bewegst.

Bist du nicht alleine, so hilft es, eng beieinander zu sitzen oder zu liegen, um von der Körperwärme der anderen Personen zu profitieren. Hast du ein Feuer gemacht, kannst du etwas Wasser erhitzen und in Flaschen füllen, um eine improvisierte Wärmflasche zu erhalten.

Auch Steine kannst du nahe ans Feuer legen, sodass diese dich wärmen können. Kleide dich im Zwiebelprinzip, um einen möglichst guten Feuchtigkeitstransport sowie eine ordentliche Isolierung deines Körpers zu gewährleisten.

Achte darauf, dass deine Füße und dein Kopf geschützt sind und warm bleiben und trage keine nasse Kleidung.

Halte immer einige Rettungsdecken bereit, welche hervorragenden Schutz gegen äußere Einflüsse bieten und deine eigene Körperwärme reflektieren. In Kombination mit einer normalen Decke oder einem Schlafsack wärmt dich die Rettungsdecke schnell und zuverlässig.

Musst du im Freien ausharren, so achte unbedingt auf eine gute Isolierung gegen die Bodenkälte. Eine dicke Schicht trockenen Laubs oder trockener Tannenzweige kann eine EVA-Matte ersetzen.

Kommunikation in der Krisenvorsorge

Mit anderen Personen in Kontakt zu bleiben, ist nicht nur aufgrund der 3er-Regel wichtig. Gerade während einer Krise kannst du so Hilfe anfordern, anderen helfen und rechtzeitig vor drohenden Gefahren gewarnt werden oder selbst warnen.

Die Schwierigkeit besteht jedoch darin, diese Kommunikation auch während einer Krise zu gewährleisten. Bei einem Stromausfall fällt das Telefon und auch das Mobilfunknetz als Kommunikationsweg aus.

Handelt es sich bei der Person, die du kontaktieren willst nicht um jemanden, aus der unmittelbaren Nachbarschaft, wirst du unter Umständen große Schwierigkeiten haben, dorthin zu gelangen, um deine Nachricht mitzuteilen.

Ein Funkgerät kann dir hier ausgezeichnete Dienste erweisen. Funkwellen existieren auch ohne vorhandenes Stromnetz. Du benötigst aber eine Möglichkeit, dein Funkgerät zu betreiben, weshalb du einen Stromgenerator oder zusätzliche Akkus brauchst.

Weiterhin kannst du dich auf offener Flur auch über Handzeichen mit Personen verständigen, die sich in Sichtweite aufhalten. Smalltalk ist hierbei zwar nicht möglich, Warnungen und Klarstellungen hingegen schon. Auch mit Taschenlampen und Spiegeln, welche die Sonne reflektieren, kannst du mit einfachen Mitteln kommunizieren.

Hierfür ist es sinnvoll, wenn du und alle deine Kommunikationspartner auf das gute alte Morsealphabet setzen. Kurze und lange Signale im Wechsel machen eine Kommunikation möglich, ohne dass eine gute Sicht oder eine deutliche Sprache nötig wäre.

Innerhalb deiner Gruppe kannst du außerdem selbst einige Zeichen festlegen, welche für bestimmte Handlungen und Situationen stehen können.

Droht Gefahr, kannst du natürlich einfach laut “Gefahr!” rufen. Dabei machst du jedoch auf deinen Standort aufmerksam. Ein unauffälliges Handzeichen oder die Nachahmung eines Tierlauts fällt hierbei unter Umständen weniger auf und warnt deine Gruppe dennoch zuverlässig, sofern sie gelernt hat, darauf zu achten.

Ganz gleich ob du dich auch mit anderen Personen verständigen möchtest, auf ein Radio solltest du in keinem Fall verzichten. Unabhängig von deiner Position kannst du so auf dem aktuellsten Stand bleiben und wirst informiert, wenn sich die Lage ändert, die Krise vorbei ist oder du ein Gebiet nicht mehr betreten darfst. In einer Krise kann dir dieses Wissen das Leben retten.

Autark Energie gewinnen

Autark leben als Selbstversorger wie vor 100 Jahren

Vor einigen Jahrzehnten war autark leben als Selbstversorger ohne Strom überhaupt kein Problem. Heute ist das für viele Menschen nahezu undenkbar. Keine Frage, das Überleben funktioniert auch ganz ohne Strom. Mit ist es aber bequemer.

Mache darum auf keinen Fall den Fehler und verlasse dich auf elektrische Geräte. Im Ernstfall stehen sie dir vielleicht nicht mehr zur Verfügung. Dennoch kannst du einige Dinge unternehmen, um deine Elektronik auch bei einem Zusammenbruch der öffentlichen Stromversorgung zu nutzen.

Wie auch Krankenhäuser, Regierungsgebäude und viele weitere Organisationen und Institutionen kannst du dir einen Notstromgenerator zulegen, welchen du im Falle eines Stromausfalls einschaltest.

Solche Generatoren benötigen meist Diesel oder Benzin, welches du selbstverständlich in ausreichender Menge lagern musst, andernfalls nützt dir der Generator nichts.

In der heutigen Zeit kannst du jedoch auch wesentlich umweltfreundlicher Strom gewinnen. Eine kleine oder große Photovoltaikanlage kann bei gutem Wetter genügend Strom für alle wichtigen Elektrogeräte generieren und diesen auch in einem oder mehreren Akkus speichern.

Selbst bei schlechtem Wetter steht dir so Strom zur Verfügung. Sogar auf der Flucht kannst du dich kompakter Photovoltaikanlagen bedienen, um beispielsweise dein (Mobil-)Funkgerät aufzuladen oder grundsätzlich flexibel einsetzbare Akkus mit Strom zu versorgen.

Es gibt auch die Möglichkeit, die Wasserkraft zu nutzen. Zu Hause kannst du dies nur, wenn du in unmittelbarer Nähe zu einem Fluss, Bach oder Kanal wohnst. Unterwegs hast du die Möglichkeit, mit einer tragbaren Turbine selbst in kleinen Bächen Strom zu erzeugen.

Und auch die Windkraft solltest du nicht unterschätzen. Besonders als stationäre Anlage kannst du so in windigen Gegenden einen Teil deines Stromverbrauchs abdecken. Für den Fall einer Flucht ist diese Art der Stromgewinnung leider nicht geeignet.

Welche Art der Stromgewinnung du wählst, hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab. Wo es das ganze Jahr über sehr windstill ist, eignet sich eine Windturbine nicht. Scheint jedoch fast jeden Tag die Sonne, ist eine Photovoltaikanlage eine gute Investition.

Meist erreichst du die besten Ergebnisse, wenn du verschiedene Möglichkeiten kombinierst. Egal ob unterwegs oder zu Hause, du solltest auf jeden Fall einige Alternativen bereithalten, falls du wirklich ganz ohne Strom ausharren musst.

Für Taschenlampen und Radios oder andere Geräte, auf die du nicht verzichten kannst, solltest du immer ausreichend Akkus oder Batterien bereithalten und wissen, wie du notfalls auch ohne sie zurechtkommen kannst.

Bug out Bag richtig packen

Es mag dich erstaunen, aber ein falsch gepackter Fluchtrucksack kann sich bis zu zehn Kilo schwerer anfühlen. Ein –Bug out Bag wiegt in der Regel ohnehin zwischen 20 und 30 kg, da möchtest du sicherlich nicht auch noch, dass er sich schwerer anfühlt.

Zumal du damit vielleicht weite Strecken zurücklegen und möglicherweise sogar rennen musst. Es ist also wichtig, dass du deinen Rucksack richtig packst.

Hierbei gibt es einige Grundregeln zu beachten. Dein Rucksack sollte nicht mehr als ein Drittel deines eigenen Körpergewichts wiegen.

Bei Frauen und kleinen Männern kann dies mitunter schwierig sein, denn auch wenn der Schlafsack und die Ersatzkleidung natürlich kleiner und damit leichter ausfallen, so wiegt Wasser, ein Gaskocher oder ein Tarp natürlich immer gleich viel.

Um dieses Gewicht bestmöglich auf einer Flucht tragen zu können, ist körperliche Fitness sowie das regelmäßige Üben mit voller Last unverzichtbar.

Die richtige Packweise erleichtert dir das Gehen zusätzlich.
Schwere Ausrüstungsgegenstände packst du idealerweise nahe an deinen Rücken und auf Höhe deines oberen Rückens.

Ganz oben und ganz unten im Rucksack sowie an der dem Rücken abgewandten Seite sollten sich leichte Gegenstände wie ein Schlafsack oder eine Isomatte befinden.

In der Mitte des Rucksacks, unterhalb der schweren Last befindet sich mittelschwere Ausrüstung wie beispielsweise Ersatzkleidung oder das Kochgeschirr.

Die einzelnen Gegenstände packst du so, dass du auf Wasser, Nahrung, Schutz und Erste-Hilfe-Set schnellen Zugriff hast.

Deine Regenkleidung liegt also oben auf und steckt nicht ganz unten im Rucksack. Wie du dein Gepäck weiterhin aufteilst, liegt in deinem Ermessen. Hier bietet es sich an, auf einigen Übungswanderungen selbst zu testen, welche Packweise sich für deine Zwecke am besten eignet.

Verzichte auch nicht auf das wasserdichte Verpacken deiner Ausrüstung im Rucksack. Zwar solltest du immer eine Regenhülle mitführen, um deine Ausrüstung zu schützen und zu verhindern, dass sich der Rucksack selbst mit Wasser vollsaugt, doch auch im Rucksack ist Vorsorge sinnvoll.

Wasserdichte Packsäcke sind in verschiedenen Größen und Farben erhältlich und erleichtern dir das Packen und Organisieren. Und selbstverständlich halten sie deine Ausrüstung trocken.

Manche Rucksäcke bieten dir die Möglichkeit, zusätzliche Taschen außen am Rucksack anzubringen. So erhältst du eine bessere Aufteilung und kannst die Taschen bei Bedarf abnehmen und einzeln tragen.

Bedenke, dass jede dieser zusätzlichen Taschen nicht nur ein Eigengewicht mit sich bringt, sondern dich auch dazu verleitet, mehr einzupacken, als eigentlich notwendig wäre.

Dadurch erhöht sich das Gewicht deines Rucksackes, was die Fortbewegung erschwert. Sofern du auf solche Taschen verzichten kannst, solltest du dies tun. Bist du gut in Form und störst dich am höheren Gewicht nicht, können sie dich jedoch bei der Organisation und Ordnung deiner Ausrüstung unterstützen und damit eine sinnvolle Ergänzung darstellen.

Was du für die Krisenvorsorge sonst noch wissen solltest

Dieses Buch hat dir nun sicherlich einen guten Überblick über die wichtigsten Bereiche beim Preppen geliefert und dient dir als ausgezeichnetes Handbuch, um dein Wissen zu erweitern. Es kann dir aber unter keinen Umständen die Umsetzung und Übung deiner Fähigkeiten abnehmen.

Hierzu solltest du in verschiedenen Kursen das erlernen, was du dringend benötigst aber noch nicht beherrschst. Die meisten Dinge, die du als Prepper können solltest, kannst du als einzelne Lektion lernen, ohne dich als Prepper outen zu müssen. Erste-Hilfe-Kenntnisse, Survival Fähigkeiten oder Pflanzenkenntnisse wollen heutzutage viele Menschen haben.

Manche davon sind Prepper, die meisten von ihnen einfach nur neugierig und wollen etwas Neues kennen lernen. Sorge dafür, dass dein Wissen frei von Fehlern und Lücken ist und du deine Fähigkeiten wirklich beherrschst. Ein Kurs kann dir dabei immer behilflich sein und das nötige Equipment wird dir meist geliehen, sodass sich die Kosten zu Beginn in einem zumutbaren Rahmen bewegen.

Baue deinen Vorrat und deine Ausrüstung nach und nach aus und führe dir immer wieder dein persönliches Krisenszenario vor Augen, damit du weißt, was du wirklich brauchst, um es zu überstehen.

Übe das Verbarrikadieren, das Leben ohne Strom oder die Flucht regelmäßig, sodass dich im Ernstfall nichts überraschen oder überfordern kann. Ein Prepper ist nur dann gut vorbereitet, wenn er mit allem rechnet und ihn auch das nicht erschreckt, was er doch nicht erwartet hat.

Fazit: Dein Start in die Krisenvorsorge

In diesem Beitrag ist nun schon mehrfach der Name Reini Rossmann gefallen. Doch wer ist das? Reini Rossmann gehört zu den aktiven Preppern, die ihr Wissen gerne an andere weitergeben.

Er hat selbst eine fundierte Survival Ausbildung bei zahlreichen Trainern absolviert und gibt mittlerweile eigene Kurse, um anderen die Fähigkeiten beizubringen, die für das Überleben in der Wildnis unerlässlich sind.

Einen seiner Kurse hat er so gestaltet, dass du online daran teilnehmen kannst. Das Krisenüberlebenssystem von Reini Rossmann zielt dabei darauf ab, dir vor allem die theoretischen Kenntnisse zur richtigen Krisenvorsorge zu vermitteln und dir dennoch gleichzeitig eine Menge Anreize zu geben, wie du es praktisch umsetzt.

Dabei lernst du etliche Themenbereiche kennen, die du im Anschluss an die theoretische Ausbildung auch in praktischen Kursen vertiefen kannst.

Das Krisenüberlebenssystem setzt sich aus Videos, Checklisten und dem Zugang zu einem großen Netzwerk aus Preppern zusammen und stellt einen ausgezeichneten Schnellkurs dar, um mit der Krisenvorsorge beginnen zu können.

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