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November 3

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Krisenvorsorge f√ľr Prepper 2020

Beitr√§ge zum Thema “Prepping” gibt es eine ganze Menge. Manche gehen dabei lediglich auf einen Teilaspekt ein, andere widmen sich jedem erdenklichen Unterpunkt, bleiben dabei jedoch trotzdem nur an der Oberfl√§che eines Themas.

Wir wollen mit diesem Beitrag vor allem Einsteiger und Fortgeschrittene ansprechen und sie bei der Krisenvorbereitung unterst√ľtzen.

Auch wir k√∂nnen nicht auf jeden einzelnen Aspekt bis ins kleinste Detail eingehen, denn viele dieser Punkte muss man vor allem praktisch anwenden und √ľben.

Wir versuchen dennoch, möglichst viele und genaue Informationen zu allen Bereichen der Krisenvorsorge zu geben, die man dann entsprechend der Interessen und des eigenen Kenntnisstandes erweitern und vertiefen kann. Man bedenke immer, dass man sich niemals auf jede Krise vorbereiten kann.

Grunds√§tzlich kann jedes Szenario eintreten, so unwahrscheinlich es auch klingen mag. Einzig die Fantasie begrenzt die eigene Vorbereitung. Darum sollte man kreativ sein und sich auch auf das vor bereiten, was man f√ľr absolut unwahrscheinlich h√§lt.

Es mag tatsächlich niemals eintreten, doch möglicherweise erlernt man während der Vorbereitung neue Fähigkeiten, die in einem anderen Szenario wirklich helfen können.

Wir alle hoffen, dass es niemals zu einer Krise kommen wird, in welcher wir die Ma√ünahmen, die in diesem Beitrag geschildert werden, anwenden m√ľssen. Doch wenn es so weit ist, wollen wir vorbereitet sein und wissen, wie man die Krise gut √ľberstehen kann. Hierbei wollen wir auch jeden unterst√ľtzen, denn nur gemeinsam k√∂nnen wir am Ende auch das Schlimmste noch √ľberleben.

Aufgrund der besseren Lesbarkeit wurde auf die separate Nennung weiblicher Personen verzichtet. Sofern von Personen die Rede ist, sind jeweils beide Geschlechter gemeint.

Seiteninhalte

Wer oder was sind Prepper?

Frauen haben meistens eine Handtasche dabei, wenn sie aus dem Haus gehen.

Darin befinden sich allerlei verschiedene Dinge.

Taschent√ľcher, Lippenstifte, Tampons, Geldbeutel, Schl√ľssel, Stift, Papier, Kaugummi und was Frauen sonst noch als sinnvolle Ausr√ľstung ansehen.

Nun wird man aber keine Frau finden, die st√§ndig auf das zur√ľckgreift, was sie in ihrer Handtasche mit sich f√ľhrt. Aber f√ľr den Fall, dass das MakeUp nicht mehr gut aussieht oder der Atem erfrischt werden muss, ist sie vorbereitet.

Gleiches gilt auch f√ľr den Verbandskasten im Auto. Bei jeder Autofahrt hat man einen dabei und doch braucht man ihn fast nie, hat ihn vielleicht tats√§chlich noch kein einziges Mal ge√∂ffnet. Passiert jedoch etwas, ist man f√ľr die lebensrettende Erstversorgung gewappnet.

Genau darum geht es auch beim Prepping. Vorbereitet sein auf das, was kommen könnte, aber hoffentlich niemals eintritt.

Der Begriff Prepping stammt aus dem Englischen und leitet sich von dem Verb “to prepare” ab, was so viel bedeutet wie “sich vorbereiten”. Jemand, der sich vorbereitet ist demnach ein Prepper. Streng genommen ist darum jeder Mensch ein Prepper.

Man wird auch im Sommer sicherlich einen Pullover griffbereit im Schrank haben f√ľr den Fall, dass es doch mal etwas k√ľhler ist.

Auch den K√ľhlschrank oder die Vorratskammer wird einige Lebensmittel enthalten, die man nicht sofort essen m√∂chte. All das ist irgendwie eine entfernte Form von Prepping.

Tatsächlich versteht man darunter jedoch die aktive Vorbereitung auf eine Krise: eine plötzlich eintretende (Natur-)Katastrophe oder Notfallsituation. Dies könnte sowas wie einen lang anhaltenden Stromausfall, ein nuklearer Unfall, Krieg oder eine Alieninvasion sein.

Viele Szenarien, auf die sich ein Prepper vorbereitet, hat er selbst noch gar nie erlebt. Stromausf√§lle kennen sicher viele, doch diese sind meistens schon nach wenigen Stunden √ľberstanden.

Kriege sind zwar nach wie vor auf der Welt zugange, dennoch sind vergleichsweise wenige Menschen davon betroffen.

Auch Aliens oder Zombies hat die Welt bisher noch nicht gesehen. Dennoch ist es nicht völlig ausgeschlossen, dass wir uns selbst irgendwann einmal in einer solchen Situation befinden.

Eine Situation, in der wir noch nie waren und die wir zu Recht als Krise bezeichnen d√ľrfen. Dann spielt es keine Rolle, ob uns diese Situation vertraut ist oder nicht, sondern einzig und allein, ob wir mit ihr umgehen k√∂nnen und uns gut darauf vorbereitet haben.

Bevor nun der Gedanke aufkommt, dass Prepping und Krisenvorsorge wohl doch eher etwas f√ľr Schwarzmaler sei, der denke mal bitte an seine Eltern oder Gro√üeltern zur√ľck.

In welchen Zeiten sind sie aufgewachsen? Manch einer weiß noch, dass es hart sein kann, Lebensmittel zu erhalten, wenn der Winter lang und kalt war. Oder wenn der Vater im Krieg ist und die Lebensmittelvorräte zur Neige gehen.

Fr√ľher war es vollkommen normal, sein eigenes Land zu bestellen und die Ernte einzulagern. Der Keller und die Vorratskammer waren gut gef√ľllt, mit dem Haushaltsgeld wurde anst√§ndig gewirtschaftet und es stand immer an erster Stelle, alle Familienmitglieder satt zu bekommen. Dass es dabei auch mal eine ganze Woche lang immer nur Kartoffeln zu essen gab, war keine Seltenheit.

In vielen Regionen dieser Welt ist dies bis heute so. Wir hingegen leben im √úberfluss und werfen t√§glich Lebensmittel weg. Nicht, weil wir diesen Luxus nicht zu sch√§tzen wissen, sondern einfach, weil wir es nicht kennen, hungern zu m√ľssen.

Uns ist nicht bewusst, was es hei√üt, auf die gro√üe Auswahl an Lebensmitteln verzichten zu m√ľssen. Wir werden satt und wenn die Portion doch einmal zu klein sein sollte, bestellen wir einfach noch eine. Keiner zwingt uns, alles zu essen. Bleibt etwas √ľbrig, landet es im M√ľll.

Anfang des 20. Jahrhunderts war dies undenkbar. Selbst schlecht gewordene Lebensmittel wurden damals noch gegessen. F√ľr viele Menschen schien eine Lebensmittelvergiftung die bessere Alternative zum Hungertod zu sein.

Genau diese Menschen sind es, die wissen, dass es jederzeit wieder zu einer solchen Situation kommen kann, in welcher die Vorratskammer leer bleibt. Niemand bel√§chelt sie, weil sie darauf achten, immer gen√ľgend zu essen im Haus zu haben.

Wir verstehen, dass sie harte Zeiten durchgemacht haben und können uns gleichzeitig nicht vorstellen, was genau das eigentlich bedeutet.

Man muss sich nicht auf Alieninvasionen und chemische Giftgasangriffe vorbereiten, wenn man ohnehin davon √ľberzeugt bist, diese selbst mit der besten Vorbereitung nicht zu √ľberleben oder diese Situationen f√ľr ausgesprochen unwahrscheinlich h√§lt.

Aber man sollte verstehen, dass ein Prepper sich auch auf die vermeintlich simplen und ungef√§hrlichen Notsituationen vorbereitet. Und sei es nur, dass er sich ein paar T√ľtensuppen in den Schrank stellt, um bei der n√§chsten Erk√§ltung nicht mit Kopfschmerzen, Fieber und triefender Nase in den Supermarkt gehen zu m√ľssen.

Es muss keine Katastrophe eintreten, die alle betrifft. Man kann auch seine eigenen kleinen Notsituationen durchstehen, wenn man sich einfach ein kleines bisschen darauf vorbereitet und zum echten Prepper wird.

Was bedeutet Prepper und Krisenvorsorge?

Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Technisches Hilfswerk und viele weitere Organisationen √ľben regelm√§√üig die verschiedensten Ernstf√§lle. Das tun sie nicht, weil sie davon ausgehen, dass zwei Tage nach der √úbung ein Einsatz erfolgt, der exakt dieser √úbung entspricht. Sondern weil sie genau das eben nicht wissen. Das ist auch eine Art der Krisenvorsorge.

Krisenvorsorge f√ľr Super GAU
Krisenvorsorge f√ľr Super GAU

Niemand weiß, was der morgige Tag bringt.

Wird es einen GAU geben? Findet ein Amoklauf oder ein Terroranschlag statt?

Wird es einen Großbrand geben? Geht die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg schief?

Oder sorgt eine Gasexplosion f√ľr verheerende Zerst√∂rung?

All das sind absolut realistische Szenarien, wie sie erstaunlich oft vorkommen.

Als normaler B√ľrger ohne Bezug zu Hilfsorganisationen f√§llt einem dies meist gar nicht auf. Doch die Gefahr besteht.

Und diejenigen, die in einem solchen Fall Hilfe leisten sollen, m√ľssen darum immer wieder in √úbungen ihr K√∂nnen unter Beweis stellen. Nur so sind sie bestm√∂glich darauf vorbereitet, wenn eine derartige Situation tats√§chlich eintritt.

Exakt dies ist auch der Grund, warum man sich selbst vorbereiten sollte.

  • Steht im eigenen Wohnraum eine Chemiefabrik in der N√§he?
  • Wird in der Nachbarschaft gebaut?
  • Droht Hochwasser?
  • K√∂nnte die Stromversorgung ausfallen?
  • Wie ist die derzeitige wirtschaftliche und politische Lage?

Es gibt unz√§hlige M√∂glichkeiten, was noch heute vor der eigenen Haust√ľr, vielleicht sogar in der Wohnung schief gehen k√∂nnte. Auch wenn man sich diese Situationen keineswegs w√ľnscht, so k√∂nnen sie jederzeit eintreten. Heute, morgen, vielleicht aber auch erst in zwei Jahren oder auch gar nicht.

Solange man keine Möglichkeit hat, die Zukunft vorauszusagen, sollte man sich bewusst machen, dass man ohne gute Vorbereitung auf gar nichts vorbereitet ist. Im schlimmsten Fall verliert man im Ernstfall alles Рmöglicherweise sogar sein Leben. Und das nur, weil man sich nicht vorbereitet hat.

Das ist es nicht wert, denn diese Krisenvorbereitung ist keineswegs kompliziert. Allerdings kann auch die beste Krisenvorsorge nicht vor allen Gefahren sch√ľtzen. Am Ende spielt es eine gro√üe Rolle, ob man nicht doch zur falschen Zeit am falschen Ort ist.

Aber auch selbst dann hat man mit einer entsprechenden Vorbereitung immer noch bessere Chancen als ohne. Fällt man bei einer Überquerung eines reißenden Flusses ins Wasser, so sind die eigenen Überlebenschancen mit Schwimmweste deutlich höher als ohne. Und das ganz unabhängig davon, ob man schwimmen kann oder nicht.

Nicht vorbereitet zu sein, kann man darum auch kaum rechtfertigen. Gr√ľnde finden, warum man sich vorbereitet, liegen hingegen ziemlich nahe und rechtfertigen somit eine gut durchdachte Krisenvorsorge.

Was man heute noch tun kann

Man √ľberlege sich, welche Szenarien einen heute noch √ľberraschen k√∂nnte und ob man darauf gut vorbereitet ist. (Krankheit, Haushaltsunfall, Stromausfall, Wohnungsbrand, Einbruch …) Welche Szenarien h√§lt man f√ľr realistisch und wie geht man dagegen taktisch klug vor.

Man kann sich bei Freunden √ľber Situationen informieren, die sie unvorbereitet getroffen haben und man kann nachfragen, wie sie diese gel√∂st haben. Und am Besten macht man sich auch gleich mit den aktuellen Richtlinien der Ersten Hilfe vertraut.

Krisenvorsorge-TIPP: Ein Erste-Hilfe-Kurs gibt es nahezu in jeder Stadt und Ort und sind keine wirklich große Investition als eigene Schutzmaßnahme.

Es ist interessant zu √ľberdenken, welche Haushaltsgegenst√§nde man flexibel beispielsweise auch als Waffe, Werkzeug und Verbandsmaterial einsetzen kann.

Das 1×1 der Krisenvorsorge

Was ist eine Krise?

Unter einer Krise versteht man allgemein eine Situation, in welcher eine Entscheidung getroffen werden muss, deren Folgen große Auswirkungen haben können.

Denkst du beispielsweise dar√ľber nach, dein Job zu k√ľndigen, kann es sich um eine solche Entscheidung handeln. Du musst jedoch nicht notgedrungen in einer Krise stecken, um vor dieser Entscheidung zu stehen.

Unter einer Krise verstehen wir darum in der Regel eher eine ohnehin schon schwierige Situation, in welcher wir uns zwischen verschiedenen Handlungen entscheiden m√ľssen, die allesamt nicht allzu verlockend sind.

F√ľr uns ist eine Krise eine Ausnahmesituation, die uns meist stark belastet. Es gibt darum keine genauen Beispiele, was zu einer Krise z√§hlt.

Eine simple Erk√§ltung kann f√ľr den einen √ľberhaupt keine Krise darstellen, w√§hrend ein anderer dabei einen zukunftsweisenden Termin absagen muss, einen Gro√üauftrag nicht rechtzeitig fertigstellen kann oder um sein Leben f√ľrchten muss.

Es gibt jedoch Krisen, die nicht nur dich persönlich, sondern auch viele andere Menschen gleichermaßen betreffen. Hierbei werden Krisen in Kategorien eingeteilt, die vor allem auf die Zeitspanne achten, in welcher die Krise anhält.

F√ľr dich als Prepper ist dies genau der richtige Anhaltspunkt, um deine Vorbereitungen zu starten, denn die Dauer ist es, die dir sagt, wie du dich vorbereiten kannst.

Kurzzeitige Krise

Eine kurzzeitige, meist lokale Krise h√§lt in der Regel zwischen zwei und f√ľnf Tagen an.

In dieser Zeit ist das normale Versorgungssystem ganz oder teilweise zusammengebrochen.

Bei Stromausf√§llen, starken Unwettern, √úberschwemmungen oder Schneechaos kann es beispielsweise f√ľr einige Tage zu einer derartigen Krise kommen.

Davon betroffen sind h√§ufig nur einzelne Gegenden, sodass Hilfe von au√üen problemlos angefordert werden kann. Es kann √ľbrigens passieren, dass die Auswirkungen einer kurzzeitigen lokalen Krise sich auch in Gebiete erstreckt, die von der eigentlichen Krise gar nicht betroffen waren.

Sorgt ein Schneechaos f√ľr den Stillstand des Verkehrs, so k√∂nnen Lieferanten aus diesem Gebiet nicht mehr l√§nger in andere Gebiete liefern, was zum Beispiel zu einer Lebensmittelknappheit oder erschwerter Briefkommunikation f√ľhren kann.

Es ist darum sinnvoll, dass du nicht nur auf die Nachrichten aus der Region achtest, sondern auch weißt, ob es in anderen Regionen Schwierigkeiten gibt, die sich auch auf dein Leben auswirken könnten.

Mittelzeitkrise

Wie der Name schon sagt, so dauert eine Mittelzeitkrise länger als eine Kurzzeitkrise.

Auch hierbei können die Auslöser vergleichsweise harmloser Natur sein.

Die Krise selbst dauert jedoch etwa zwei bis f√ľnf Wochen. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass der Ausl√∂ser der Krise l√§ngst beseitigt wurde, aber die Folgen noch einige Zeit bestehen bleiben.

Im Gegensatz zu einer Kurzzeitkrise birgt eine Mittelzeitkrise bereits gro√üe Gefahren f√ľr Leib und Leben. Im Winter zwei Wochen ohne Heizung auskommen zu m√ľssen, kann f√ľr viele Menschen ein Todesurteil sein.

Doch auch im Sommer kann ein Stromausfall heute weitreichende Folgen haben. Pl√ľnderungen und erh√∂hte Gewaltbereitschaft sind vor allem dann vorhanden, wenn Menschen Schutz, W√§rme und Nahrung suchen.

Langzeitkrise

Börsencrash und Finanzkrise
Börsencrash und Finanzkrise

H√§lt eine Krise zwischen zwei und f√ľnf Monaten an, so spricht man von einer Langzeitkrise.

Hierbei ist es undenkbar, dass du wieder in dein altes Leben zur√ľckkehren kannst.

Die Chancen, dass du deine Wohnung verlassen musst, sind sehr hoch. W√§hrend einer Langzeitkrise verliert Geld schnell an Wert und muss im Anschluss an die Krise meist durch eine neue W√§hrung ersetzt werden. Ursachen f√ľr eine derartige Krise sind beispielsweise Kriege, gest√ľrzte Regierungen oder Naturkatastrophen.

Betroffen sind immer gro√üe Gebiete, wobei auch benachbarte Gebiete, die nicht direkt von der Krise betroffen sind, die Auswirkungen davon stark zu sp√ľren bekommen. Die Versorgung mit notwendigen Hilfs- und Lebensmitteln ist in einer Langzeitkrise vollst√§ndig zusammengebrochen, weshalb Betroffene auf eigene Vorr√§te, vorhandene Landwirtschaft oder gestohlenes Essen angewiesen sind, um zu √ľberleben.

Die Polizei ist in einer solchen Situation gegen√ľber Gewalt nahezu machtlos, da die Zahl der betroffenen Personen die der Polizisten bei weitem √ľbertrifft. Auch in einem solchen Szenario ist eine Flucht realistisch. Die Chancen, dabei verletzt oder get√∂tet zu werden, sind sehr hoch, weshalb du dich darauf gut vorbereiten solltest.

Globale Krise

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New York Stock Exchange

Die globale Krise ist schließlich eine Krise, auf die du dich nicht vorbereiten kannst.

Sie betrifft große Teile der Erde und wird beispielsweise durch gewaltige Naturkatastrophen, Meteoriteneinschläge oder eine Zombie Apokalypse ausgelöst.

Eben weil davon die gesamte Bev√∂lkerung betroffen ist, hast du nahezu keine M√∂glichkeiten, der Krise zu entgehen oder dich in sichere Gebiete zur√ľckzuziehen.

Deine Aufgabe wird daraus bestehen, eine neue Welt aufzubauen. Außer körperlicher Fitness sind es vor allem Wissen und Fähigkeiten, die dir bei dieser Aufgabe behilflich sein können.

Was kann eine Krise auslösen?

Es gibt eine Menge Dinge, die geschehen können, die dich in eine Krise befördern.

Dazu gehören persönliche Krisen wie eine länger anhaltende Krankheit, Verlust des Arbeitsplatzes oder gar eines geliebten Menschen. Darum soll es in diesem Buch jedoch nicht gehen.

Vielmehr gibt es Ursachen, an denen du nur wenig ändern kannst, sondern sie einfach so nehmen musst, wie sie kommen.

Auf sie kannst du dich nicht vorbereiten, sie treten in der Regel plötzlich ein und können nur dich, vielleicht aber auch viele andere Menschen betreffen. Die typischsten Ursachen, die immer wieder vorkommen, schauen wir uns im Folgenden genauer an.

Stromausfall

Kurzzeitige Stromausf√§lle hast du sicher schon einige miterlebt. Kein Licht, kein Internet, keinen Fernseher, keinen Computer. Aber auch keinen E-Herd oder Ofen, keinen K√ľhlschrank, keine Heizung, kein Telefon, keine Stra√üenbahn, kein Geld am Automaten, keine Aufz√ľge, keine Klingel und kein T√ľr√∂ffner.

Was in der Regel nur wenige Stunden anh√§lt, hat meist keine langanhaltenden Auswirkungen. F√§llt der Strom jedoch f√ľr einige Tage aus, spricht man bereits von einer Krise.

Im Winter wirst du es ohne Heizung nicht sehr lange aushalten. Im Sommer hingegen verderben manche Lebensmittel ohne Gefriertruhe oder K√ľhlschrank innerhalb k√ľrzester Zeit.

Hinzu kommen Probleme, die erst auftreten, wenn der Strom länger ausfällt. Supermärkte können keine Waren mehr verkaufen, da nicht nur das Kassensystem nicht funktioniert, sondern auch keine Waren geliefert werden können. LKWs sowie alle anderen Fahrzeuge, die Kraftstoff benötigen, können nicht mehr tanken, da die Tankstellen ebenfalls keinen Strom haben.

M√ľll kann nicht mehr l√§nger abgeholt oder weggebracht werden, was ein gro√ües hygienisches Problem darstellt, Tiere anlockt und f√ľr eine schnelle Ausbreitung von Krankheiten sorgen kann.

Die Wasserversorgung arbeitet nicht mehr richtig und aus der Wasserleitung kommt kein Wasser mehr. Oder ganz anders formuliert: Du kannst bei einem längeren Stromausfall kein Wasser aus der Leitung bekommen, aber auch keines einkaufen. Auch Lebensmittel kannst du nicht mehr länger kaufen, denn die Supermärkte bleiben ohne Waren geschlossen und die Geldautomaten funktionieren nicht.

In eine Region verreisen, die nicht vom Stromausfall betroffen ist, kannst du nicht, da du m√∂glicherweise nicht gen√ľgend Benzin im Tank hast.

√Ėffentliche Verkehrsmittel haben entweder dasselbe Problem oder ben√∂tigen Strom, um zu funktionieren.

Du musst also mit dem auskommen, was du noch zu Hause hast. Und jetzt sei mal ehrlich: F√ľr wie lange reicht dein Vorrat?

Vorbereitende Ma√ünahmen f√ľr einen langanhaltenden Stromausfall

Stromausfall heute, Blackout
Stromausfall heute

Bei jeder Krise gilt, dass deine Vorbereitung weitaus mehr Dinge beinhalten sollte, als du eigentlich benötigst. Du musst nämlich davon ausgehen, dass andere Personen diese Vorbereitungen nicht getroffen haben und schon nach kurzer Zeit so verzweifelt sein werden, dass sie notfalls mit Gewalt versuchen, an deinen Vorrat zu gelangen.

Eine ausreichende Menge an Lebensmitteln ist darum f√ľr dich genauso wichtig, wie eine gute Tarnung und Sicherung deiner Vorr√§te.

Als Vorbereitung solltest du dir einen ausreichenden Vorrat an Wasser und haltbaren Lebensmitteln zulegen. Wie gro√ü dieser Vorrat ist, h√§ngt davon ab, wie viel Platz du zur Lagerung zur Verf√ľgung hast, wie viele Personen damit auskommen m√ľssen und f√ľr wie lange dein Vorrat reichen soll.

Achte beim Wasser darauf, dass dieses gelagert werden kann und m√∂glichst vielseitig einsetzbar ist. Wasser mit Kohlens√§ure oder Geschmack sorgt zwar f√ľr Abwechslung in der Krise, ist aber nur bedingt zum Kochen oder f√ľr die K√∂rperhygiene geeignet.

Deine gek√ľhlten und gefrorenen Vorr√§te musst du bei einem Stromausfall immer als erstes verbrauchen, da diese andernfalls verderben. Je nachdem, wie voll deine K√ľhlger√§te sind, wirst du um einige verdorbene Lebensmittel aber wom√∂glich nicht herum kommen.

Zur Zubereitung dieser Lebensmittel und der Lebensmittel, die du auf Vorrat lagerst, ben√∂tigst du selbstverst√§ndlich eine Kochm√∂glichkeit. Ein Gaskocher, wie er f√ľr Campingausfl√ľge genutzt wird, oder ein Holzherd, den du wie fr√ľher mit Holz befeuerst, sind ideal. Den ben√∂tigten Brennstoff musst du ebenfalls bevorraten.

Eine ordentliche Hausapotheke, die unter anderem ausreichend Verbandsmaterial, Schmerzmittel, Mittel gegen Durchfallerkrankungen und Erkältungen enthält, sowie die nötigen Kenntnisse, um anderen helfen zu können, sind unerlässlich.

Weiterhin ben√∂tigst du bei einem Stromausfall warme Kleidung und Decken oder eine Heizung, die ohne Strom genutzt werden kann, um nicht zu frieren. Auch f√ľr eine Holzheizung brauchst du gen√ľgend Brennstoff, f√ľr den du wiederum einen Lagerplatz ausfindig machen musst.

Einen ausreichenden Vorrat an Bargeld, Gold- und Silberm√ľnzen oder Tauschwaren kann dir ebenfalls gute Dienste leisten. Allerdings kann es auch in einer Krise einige Wochen dauern, bis du tats√§chlich darauf zur√ľckgreifen kannst und andere Personen die Gold- und Silberm√ľnzen oder deine Tauschwaren akzeptieren. F√ľr die Anfangszeit ist darum das Bargeld besonders sinnvoll.

Untersch√§tze auch die Kommunikation mit anderen nicht. Funkger√§te sowie ein Radio, √ľber welches du √ľber die aktuelle Lage informiert bleiben kannst, sind in einer Krise besonders wichtig. Auch hier musst du darauf achten, dass du diese Ger√§te bei einem Stromausfall nutzen kannst.

Um sie zu betreiben, kann es von Vorteil sein, einen Generator zu besitzen, welcher √ľber alternative Energien betrieben werden kann.

Es kann hilfreich sein, wenn du ausreichend Treibstoff f√ľr ein Auto, Motorrad oder √Ąhnliches bevorratest, um im Krisenfall zumindest an einen anderen Ort gelangen zu k√∂nnen. Alternativ kannst du hier auch treibstofffreie Fortbewegungsmittel wie Fahrr√§der nutzen.

Je nachdem, wie weit du dich fortbewegst, ist dies jedoch weder sicher noch umsetzbar.

All diese Vorbereitungen musst du sch√ľtzen. Dabei ist der Schutz durch Verschlie√üen immer dem Schutz durch Verteidigen vorzuziehen.

Doch auch diese Option solltest du ber√ľcksichtigen und eine M√∂glichkeit finden, mit der du dich und deine Vorr√§te im schlimmsten Fall verteidigen kannst.

Um auf einen langanhaltenden Stromausfall vorbereitet zu sein, musst du an viele verschiedene Dinge denken. Kein Strom hat leider in der heutigen Zeit weite Auswirkungen auf unser Leben.

Es ist grunds√§tzlich eine gute Idee, wenn du versuchst, etwas unabh√§ngiger von dieser Form der Energie zu werden. Photovoltaikanlagen, Wasser- oder Windkraft oder der Verzicht auf einige Ger√§te, die du im Grunde gar nicht brauchst, m√ľssen dir das Leben nicht erschweren.

Vielmehr kannst du viele elektrische Ger√§te durch manuelle ersetzen. Die K√ľchenmaschine nimmt dir viel Arbeit ab, keine Frage. Doch du kannst diese auch selbst erledigen. Statt drei Fernsehger√§ten reicht meist auch eines und elektrische Rolll√§den sind lediglich eine nette Spielerei.

Wenn du dir lange vor einer Krise verdeutlichst, wo du √ľberall Strom ben√∂tigst, kannst du dir auch √ľberlegen, wie du dies umgehen kannst, wenn du keinen Strom zur Verf√ľgung hast.

Dabei wirst du automatisch auch erkennen, worauf du problemlos verzichten kannst und worauf eben nicht. So stellst du sicher, dass du Systeme zur autarken Energiegewinnung deinen pers√∂nlichen W√ľnschen in einer Krise anpassen kannst.

M√∂glicherweise kannst du aus gesundheitlichen Gr√ľnden nicht auf verschiedene medizinische Ger√§te verzichten und ben√∂tigst darum einen gro√üen Generator, der den Weiterbetrieb ebendieser Ger√§te sicherstellt.

Vielleicht erkennst du aber, dass du lediglich f√ľr ein Radio und ein Funkger√§t Strom ben√∂tigst und kannst diesen √ľber eine kleine Solaranlage erzeugen.

Bei einem langanhaltenden Stromausfall kann eine externe Stromquelle jedoch grundsätzlich eine sinnvolle Investition sein.

So kannst du (im Notfall) auf die Ger√§te zur√ľckgreifen, die andernfalls nicht funktionieren w√ľrden. Das kann die Laune und den Komfort enorm verbessern.

Wasserausfall und Wasserschaden

Krisenvorsorge bei Wasserschäden
Krisenvorsorge bei Wasserschäden

Ein verstopfter Abfluss ist häufig schnell behoben. Wenn nicht, kann es vorkommen, dass das Wasser kurzzeitig abgestellt werden muss.

Dies kann aber auch f√ľr einen l√§ngeren Zeitraum geschehen. Extreme Trockenheit, verschmutzte Gew√§sser oder ein gro√üfl√§chiger Stromausfall k√∂nnen zu einem l√§ngeren Wasserausfall f√ľhren.

Dabei musst du nicht nur auf sauberes Wasser f√ľr die Hygiene verzichten, sondern auch auf Trinkwasser.

Umgekehrt kann ein Rohrbruch f√ľr viel zu viel Wasser an den falschen Stellen sorgen. Feuchte B√∂den, Decken und W√§nde, defekte M√∂bel und elektrische Ger√§te sowie die Zerst√∂rung wichtiger Dokumente k√∂nnen dein Leben ordentlich durcheinander bringen.

Unter Umst√§nden ist deine Wohnung sogar zeitweise nicht bewohnbar. Ein derartiger Wasserschaden kann nat√ľrlich auch durch Hochwasser entstehen und dabei nicht nur dich, sondern auch deine Nachbarn betreffen und im schlimmsten Fall dein Haus v√∂llig unbewohnbar werden lassen.

Keine sch√∂nen Aussichten, aber in vielen Regionen Deutschlands schon fast normal. Da gr√∂√üere Wassermassen das Befahren und Begehen der Stra√üe nicht mehr m√∂glich machen und f√ľr die Stabilit√§t einiger H√§user eine gro√üe Gefahr darstellen, m√ľssen die meisten Bewohner bei drohender Hochwassergefahr ihre H√§user verlassen.

Ob sie nach dem Hochwasser wieder dorthin zur√ľckkehren k√∂nnen, ist zu diesem Zeitpunkt v√∂llig ungewiss.

Vorbereitende Ma√ünahmen f√ľr einen Wasserausfall oder Wasserschaden

Vorbeugen kannst du einem derartigen Wasserausfall nicht, denn selbst wenn in deinem Haus alles in bester Ordnung ist, so kann der Fehler eben auch außerhalb deines Heims liegen.

Sinnvoll ist es, wenn du immer gen√ľgend Trinkwasser auf Vorrat hast, damit du bei einem Wasserausfall √ľberhaupt √ľberleben kannst. Denn das ist dem menschlichen K√∂per nur drei Tage ohne Wasser m√∂glich.

Hinzu kommt Wasser zum Kochen und f√ľr die K√∂rperhygiene. Es ist ratsam, wenn du alternative Wasserquellen in deiner N√§he kennst und wei√üt, wie du mit einem Wasserfilter dieses zum Trinkwasser aufbereitest, welches du gefahrlos trinken kannst.

Hierbei gilt, dass du grundsätzlich nur Wasser aus kleinen, schnellfließenden Bächen entnehmen solltest und die Entnahmestelle in unmittelbarer Nähe zur Quelle liegen sollte.

Ist dies nicht möglich, achte darauf, dass sich oberhalb der Entnahmestelle keine Siedlung, keine landwirtschaftlich bewirtschafteten Felder oder Industrieanlagen befinden.

Das Wasser sollte klar und möglichst kalt sein. Schmutzteilchen kannst du leicht entfernen, indem du das Wasser durch ein feines und sauberes Tuch gießt. Erst danach nutzt du einen Wasserfilter, welcher auch Bakterien und Viren zuverlässig entfernt und das Wasser damit genießbar macht.

Wassersch√§den kannst du prinzipiell nicht verhindern. Hochwasser k√ľndigt sich zwar normalerweise √ľber einen l√§ngeren Zeitraum an, sodass du dich darauf vorbereiten kannst, doch welche Ausma√üe die √úberflutung annehmen wird, das wei√üt du vorab nicht.

Gleiches gilt f√ľr einen Rohrbruch. Wo er sich ereignen wird wei√üt du erst, wenn es schon zu sp√§t ist. Wichtige Dokumente und Daten solltest du sicherheitshalber entweder nicht in der N√§he deiner Wasserrohre lagern, oder – und das ist die beste Alternative – auch digitalisieren und auf diese Weise sichern.

Unwetter

Krisenvorsorge f√ľr Unwetter
Krisenvorsorge f√ľr Unwetter

In Mitteleuropa etwas harmloser aber dennoch sehr belastend sind Unwetter, die dein allt√§gliches Leben (meist f√ľr kurze Zeit) vollkommen durcheinander bringen.

Ein Schneechaos, das √∂ffentliche Verkehrsmittel lahmlegt und auch private Fahrzeuge um eine sichere Fahrt bringt, kann ebenso eintreten, wie Sch√§den am Haus, welche durch Hagel oder St√ľrme entstehen k√∂nnen.

Davon betroffen sind meist ganze Regionen, aber längst nicht jeder Haushalt in gleichem Maße. Beulen auf dem Autodach sind zwar ärgerlich, können jedoch einfach der Versicherung gemeldet werden.

Ein umgeknickter Baum, der auf dem Hausdach gelandet ist und dieses stark besch√§digt hat, kann hingegen dazu f√ľhren, dass die Hausbewohner f√ľr einige Zeit ausziehen m√ľssen.

Vorbereitende Maßnahmen gegen Unwetter

Grunds√§tzlich solltest du dich regelm√§√üig √ľber drohende Unwetter informieren, sodass du fr√ľh genug darauf reagieren kannst. Auf diese Art kannst du beispielsweise dein Auto rechtzeitig unter einem Dach parken oder gar dein Haus verlassen und in weniger gef√§hrdeten Regionen darauf warten, dass das Unwetter vorbei geht.

Ein sicherer Ort, der dir f√ľr diese und viele weitere Situationen zur Verf√ľgung steht, ist besonders dann sinnvoll, wenn du ohnehin in einer gef√§hrdeten Region lebst.

F√ľr Krisen, in welchen du dein Zuhause verlassen musst, ist er ohnehin immer eine gute Alternative.

Gegen Sturm kannst du nat√ľrlich auch deine Fenster verbarrikadieren oder einen kleinen Schutzbunker im Garten errichten.

Wie sinnvoll dies ist, hängt ganz davon ab, wo du lebst und wie dort die Wetterbedingungen sind.

Auch im besten Bunker magst du zwar vor dem Wetter gesch√ľtzt sein, er garantiert dir jedoch nicht, dass dein Haus bewohnbar bleibt.

Feuer

Krisenvorsorge Brandbekämpfung
Krisenvorsorge Brandbekämpfung

F√ľr die meisten Menschen ist ein Feuer ein absolutes Horrorszenario. Steht das eigene Haus in Flammen, so verbrennt im Grunde ein ganzes Leben.

Meist sind von einem Feuer nur einzelne H√§user oder gar Wohnungen betroffen, doch das Feuer kann in besonders dicht bebauten Gegenden schnell auch auf angrenzende Geb√§ude √ľbergreifen.

Ebenso stellen lange, heiße und trockene Sommer mittlerweile auch in Mitteleuropa eine erhöhte Waldbrandgefahr dar.

Davon wiederum k√∂nnen ganze Regionen und tausende von Menschen betroffen sein, die ihre H√§user zeitweise verlassen m√ľssen.

Im schlimmsten Fall fallen diese Geb√§ude dem Feuer zum Opfer und alle Bewohner verlieren ihr Zuhause. Kein Wunder also, dass ein Feuer f√ľr viele Menschen eine so schreckliche Vorstellung ist.

Vorbereitende Maßnahmen gegen Feuer

Grunds√§tzlich kannst du dich gegen ein Feuer, welches in deinen vier W√§nden ausbricht, durch angemessene Fr√ľhwarnsysteme wie Rauchmelder und dem Verbauen feuerresistenter Materialien sch√ľtzen.

Lass elektrische Anlagen von einem Fachmann einbauen, um die Gefahr durch einen Kurzschluss zu minimieren. Halte Feuerlöscher und Löschdecken bereit, um dennoch auftretende Brände selbst zu löschen, solange sie noch klein sind.

Sichere alle wichtigen Daten auf einer SD-Karte oder einem USB-Stick und halte einen Fluchtrucksack bereit, mit welchem du im schlimmsten Fall ein neues Leben beginnen kannst. Dies gilt auch, wenn du aufgrund eines Gro√übrandes in unmittelbarer N√§he zu deinem Haus selbiges verlassen musst und zun√§chst nicht wei√üt, ob du wieder zur√ľckkehren kannst.

Sorge daf√ľr, dass du andernorts m√∂glichst schnell wieder auf eigenen Beinen stehen kannst.

Chemie- und Reaktorunfälle

Mann in ABC Schutzanzug mit Geiger Zähler, Krisenvorsorge nach atomaren Unfällen
Mann in ABC Schutzanzug mit Geiger Zähler, Krisenvorsorge nach atomaren Unfällen

In chemischen Industrieanlagen sowie Atomkraftwerken kommt es regelmäßig zu Störfällen, welche häufig keine weiteren Auswirkungen auf die Umwelt oder die umliegenden Städte und Dörfer haben.

Dennoch kann es jederzeit zu größeren Unfällen kommen, die eine Evakuierung erfordern. Vorhersehbar sind diese Unfälle nicht aber sie haben meist verheerende Folgen, die ganze Gebiete langfristig unbewohnbar machen.

Ob dies so ist, l√§sst sich zudem nicht sofort sagen, sondern meist erst nach etlichen Monaten, sodass betroffene Personen f√ľr l√§ngere Zeit mit der Ungewissheit leben m√ľssen.

Sie bleiben in vorl√§ufigen Unterk√ľnften, ohne sich nach einem neuen und endg√ľltigen Zuhause umzusehen, in welchem sie einen Neuanfang starten k√∂nnen. So verlieren sie wertvolle Zeit und belasten sich psychisch schwer, was mit der richtigen Vorbereitung vermeidbar w√§re.

Vorbereitende Ma√ünahmen f√ľr Chemie- und Reaktorunf√§lle

Du solltest dir zun√§chst bewusst machen, ob du √ľberhaupt in einem gef√§hrdeten Gebiet wohnst. Ist dies der Fall, m√ľssen dir die Warnsignale und das Verhalten im Falle eines derartigen Unfalls klar sein.

Richte dir einen Schutzraum (im Keller) ein, in welchem du notfalls einige Zeit ausharren kannst. Auch FFP3-Masken, um dich vor giftigen Teilchen in der Atemluft zu sch√ľtzen, solltest du vorr√§tig haben.

Besser w√§ren Vollschutzmasken, die du mit verschiedenen Filtern ausstatten kannst. Dadurch bist du auch bei Reaktorunf√§llen bestm√∂glich gesch√ľtzt. Ein Ganzk√∂rperschutzanzug ist hierf√ľr ebenso sinnvoll, um einer Kontamination weitestgehend vorzubeugen.

Neben diesen Schutzma√ünahmen, die dich sofort vor Schlimmerem bewahren k√∂nnen, gilt in solchen F√§llen jedoch meistens, dass du zumindest f√ľr kurze Zeit dein Zuhause verlassen musst.

Mit einem Fluchtrucksack sowie einem sicheren Ort bist du gut beraten. Im besten Fall hast du dir diese Vorbereitung umsonst zugemutet.

Im schlimmsten Fall gehörst du zu den wenigen, die sofort einen Neuanfang wagen können und den anderen damit einen großen Schritt voraus sind.

Währungszusammenbruch

Börsencrash, Währungszusammenbruch, Krisenvorsorge
Börsencrash, Währungszusammenbruch, Krisenvorsorge

Auf der einen Seite scheint es unm√∂glich, dass das Geld von heute schon morgen nichts mehr wert sein k√∂nnte, auf der anderen Seite mussten in j√ľngster Vergangenheit beispielsweise die Griechen genau diese Situation meistern.

Geld ist nur solange eine sichere Währung, wie es vorhanden ist und akzeptiert wird. Ein Zusammenbruch der Währung kommt meist sehr plötzlich. Bis sich eine neue Währung etabliert hat, vergehen Monate.

Monate, in denen du jedoch weiterhin Waren und Dienstleistungen ben√∂tigst. Bei einem W√§hrungszusammenbruch kommt es meist auch zu einer Lebensmittelknappheit, da Lieferanten diese zur√ľckhalten, wenn sie nicht bezahlt werden. Dies gilt im Inland ebenso wie im Ausland.

Vorbereitende Ma√ünahmen f√ľr einen W√§hrungszusammenbruch

Einen durchdachten Lebensmittelvorrat solltest du dir f√ľr mindestens ein halbes Jahr zulegen. Tauschmittel sind ebenfalls sinnvoll, um ein akzeptiertes Zahlungsmittel zu haben. Auf diese Weise kannst du dir erkaufen, was du selbst dringend brauchst.

Doch auch eine Vorsorge f√ľr die Zeit nach der Krise ist wichtig. Deine Sparkonten werden wertlos geworden sein und auch deine Altersvorsorge wirst du nicht mehr haben.

Es bietet sich an, bereits vorab in Gold und Silber zu investieren, welches du eintauschen kannst, wenn die Zeit gekommen ist. Gold und Silber hat einen vergleichbar konstanten Wert.

Auch Kryptow√§hrungen haben bereits gezeigt, dass sie einen W√§hrungszusammenbruch √ľberstehen. Einen Teil deines Verm√∂gens solltest du darum auch hierin investieren. Bedenke, dass du Edelmetalle und Kryptow√§hrung gut sichern musst, da diese selbstverst√§ndlich gestohlen werden k√∂nnen.

EMP – (Elektromagnetischer Impuls)

EMP durch Sonnensturm
EMP durch Sonnensturm

Unter einem EMP (Elektromagnetischer Impuls) versteht man eine derart starke Strahlung, dass elektrische Geräte und die darauf gespeicherten Daten unwiderruflich gelöscht werden.

Das kennst du beispielsweise bei einem Unwetter, wenn ein Blitz in ein Haus einschlägt. Etliche Geräte gehen dabei kaputt und von einer Sekunde auf die andere funktioniert der Strom im ganzen Haus nicht mehr.

Diese Gefahr besteht jedoch nicht nur bei einem Unwetter. Dasselbe Ergebnis kann auch ganz gezielt mit verschiedenen Waffen erreicht werden. Im Kleinen ist das nicht ganz so schlimm und betrifft lediglich einige wenige Personen.

Im Gro√üen hingegen kann ein solcher Impuls tats√§chlich ganze L√§nder lahmlegen. Die gr√∂√üte Gefahr besteht darin, dass deine digital gesicherten Daten verloren gehen. Auf Fotos wirst du verzichten k√∂nnen, die digitalen Schriftst√ľcke deiner Bank oder Versicherung wirst du aber noch brauchen.

Vorbereitende Maßnahmen gegen einen EMP

Grunds√§tzlich hast du kaum M√∂glichkeiten, dich gegen einen EMP zu sch√ľtzen. Deine Daten hingegen kannst du sicher aufbewahren. Fertige dazu Kopien aller wichtigen Dokumente an und bewahre sie gut gesch√ľtzt auf.

Du kannst außerdem digitale Kopien auf einem USB-Stick, einer SD-Karte oder einer CD-Rom speichern. Diese musst du dann aber in einem faradayschen Käfig aufbewahren, um ganz sicher zu gehen, dass sie erhalten bleiben.

Dort sollte sich ebenfalls ein Lesegerät wie ein Computer und die zugehörigen Kabel befinden. Auch ein System zur alternativen Energiegewinnung ist nötig, um alles wieder in Gang zu setzen.

Da ein großflächiger EMP ganze Regionen betrifft, kann es hierbei zu ähnlichen Szenarien kommen, wie bei einem Stromausfall.

Nahrungsmittel werden knapp, Tankstellen, Banken und Superm√§rkte bleiben geschlossen und du hast keine M√∂glichkeit, etwas einzukaufen. Deine pers√∂nlichen Vorr√§te m√ľssen dir darum f√ľr einige Zeit das √úberleben sichern.

Krisenvorsorge vor der Krise

Das ABC der Bevorratung

Grundsätzlich gilt bei jeder Krise, dass es besser ist, in den eigenen vier Wänden auszuharren, als diese zu verlassen. Dieser Grundsatz wird dann gebrochen, wenn die Umstände dich zu einem schnellen Verlassen deines Hauses zwingen.

Radioaktiv kontaminierte Luft, einsturzgef√§hrdete H√§user oder Br√§nde k√∂nnen hierf√ľr die Ursache sein. H√§ufig ist das Bleiben und Ausharren jedoch die beste Wahl.

Deine Vorräte solltest du darum im oder unmittelbar am Haus lagern, sodass du sie unbemerkt verwenden kannst, niemand sie dir stehlen kann und du schnellen Zugriff darauf hast.

Was exakt du lagerst, h√§ngt ganz davon ab, worauf du vorbereitet sein willst. Es gilt aber die Faustregel, dass du den Grundbedarf jeder Person, mit welcher du in einer Wohnung lebst, f√ľr mindestens drei Monate decken k√∂nnen solltest.

Viele Prepper in Deutschland sprechen von einem l√§ngeren Zeitraum, welcher durchaus sinnvoll ist, denn Krisen k√∂nnen sehr lange dauern. Drei Monate solltest du jedoch keinesfalls unterschreiten. Das gilt aber nur, solange du gen√ľgend Platz hast.

In einer kleinen Wohnung wird dir dies unter Umst√§nden nicht gelingen. Ob du dann auf einen kleineren Vorrat zur√ľckgreifst oder dir eine gr√∂√üere Wohnung mietest, bleibt dir √ľberlassen.

Bei der Bevorratung solltest du darauf achten, ausschließlich haltbare Lebensmittel und Verbrauchsmaterialien zu verwenden und diese regelmäßig auszutauschen.

Es ist nicht Sinn und Zweck, einen Vorrat zu haben, den du im Ernstfall nicht mehr sicher verwenden kannst. Sieh deinen Vorrat als ständigen Alltagsbegleiter an.

Du kannst Lebensmittel, die demn√§chst ablaufen, aufbrauchen und sofort durch neue ersetzen. Wegwerfen solltest du nichts, immerhin hast du daf√ľr Geld bezahlt. Eine gute Ordnung und bestenfalls ein √úbersichtsplan helfen dir dabei schnell zu finden, was du brauchst.

Weiterhin muss dein Lager unbedingt vor Sch√§dlingsbefall jeglicher Art, Licht, N√§sse und W√§rme gesch√ľtzt sein. Die meisten Lebensmittel m√ľssen trocken und dunkel gelagert werden und vertragen gr√∂√üere W√§rme nicht allzu gut.

Der unisolierte Dachboden ist darum kein guter Lagerplatz.
Hinzu kommt, dass du deine Vorr√§te sichern musst. W√§hrend einer Krise wird es viele Menschen geben, die sich nicht vorbereitet haben und Hunger und Durst leiden m√ľssen.

Sobald die Grundbed√ľrfnisse eines Menschen nicht mehr vollst√§ndig gedeckt sind, ist ihm nahezu jedes Mittel recht, um zu bekommen, was er dringend ben√∂tigt. Diebst√§hle, √úberf√§lle und Pl√ľnderungen sind darum eine logische Reaktion, vor der du dich unbedingt sch√ľtzen musst.

Andernfalls befindest du dich schnell selbst in der Lage, nicht mehr genug zu haben. Dein Vorratsbereich sollte darum abschließbar sein, sodass du nicht nur dein gesamtes Haus, sondern zusätzlich auch deine Vorräte verschließen kannst.

Es bietet sich auch an, die Vorr√§te aufzuteilen und dir im Haus mehrere Vorratsr√§ume anzulegen. Sollten Eindringlinge dich zur Herausgabe einiger Vorr√§te zwingen, kannst du ihnen so einen Teil deiner Vorr√§te √ľberlassen und bist dennoch selbst versorgt.

Hierbei ist es wichtig, dass jeder Vorratsraum im Prinzip all deine Grundbed√ľrfnisse stillen kann. Du solltest darum nicht in einen Raum alle Lebensmittel lagern und im anderen Decken, Kleidung, Hygieneartikel und dergleichen.

So w√ľrdest du bei einem √úberfall im schlimmsten Fall auf einen Teilbereich deiner Vorr√§te komplett verzichten m√ľssen.

Vorrat anlegen und Depots

Es kann passieren, dass du dein Haus verlassen musst. Ob dies gleich zu Beginn einer Krise der Fall ist, oder erst, wenn du alle Vorräte bereits aufgebraucht hast, spielt dabei keine Rolle. Hast du nun an einem anderen Ort ebenfalls Vorräte in Depots angelegt, kannst du dir auf diese Weise erneut selbst helfen.

Solche Depots kannst du prinzipiell √ľberall anlegen, wo du uneingeschr√§nkten Zugang hast. Ob du eine zweite Wohnung anmietest, dich mit anderen Preppern zusammentust oder im Wald eine Tonne versteckst, bleibt ganz dir √ľberlassen.

Du musst jedoch damit rechnen, dass das ein oder andere Depot im Ernstfall entdeckt und gepl√ľndert wird. Das gilt besonders, wenn du zu Beginn der Krise in deinen vier W√§nden ausharrst und dich erst nach einer l√§ngeren Zeit auf den Weg zu deinen Depots machst. Mehrere Depots sind darum zu empfehlen.

Auch solltest du dir kleine Depots f√ľr unterwegs anlegen, damit du l√§ngere Strecken sicher zur√ľcklegen kannst. Vergiss nicht, all diese Depots auf einer Karte oder in einem GPS-Ger√§t zu markieren, damit du sie wiederfinden kannst.

Auch diese Depots musst du regelmäßig kontrollieren und einzelne Bestandteile austauschen. Andernfalls sind sie im Krisenfall nicht viel wert.
Deine Depots m√ľssen selbstverst√§ndlich gegen Licht, N√§sse und W√§rme gesch√ľtzt sein.

Gr√∂√üere Lagerr√§ume, welche du anmietest, solltest du ebenfalls entsprechend vor Eindringlingen sch√ľtzen. Ob du bei kleinen Depots im Wald ein Schloss anbringst oder nicht, bleibt dir √ľberlassen.

Bedenke aber, dass auch du m√∂glicherweise einen Schl√ľssel verlieren k√∂nntest und dann selbst nicht oder nur noch unter erschwerten Bedingungen an deine deponierten Gegenst√§nde herankommst.

Sicherer Ort – Bunker kaufen

Um auf der absolut sicheren Seite zu sein, kannst du dir einen sicheren Ort anlegen. Das kann ein Bunker im Garten sein, du kannst aber auch fernab deiner Heimat ein Haus kaufen. Eine sichere Unterkunft in Australien, Kanada oder einem Nachbarland kann sich auszahlen.

Die Schwierigkeit liegt hier nat√ľrlich in erster Linie in der Finanzierung und Unterhaltung. Musst du aufgrund einer Krise fliehen, willst du deinen Zweitwohnsitz nicht erst noch renovieren oder m√∂blieren m√ľssen.

Du musst darum entweder die M√∂glichkeit haben, das Haus selbst instand zu halten, was bedeutet, dass es sich in der N√§he befindet, oder du bezahlst jemanden, der dies f√ľr dich erledigt.

Bei einem gro√üfl√§chigen Stromausfall, nach einem atomaren Ungl√ľck oder √§hnlichen gr√∂√üeren Katastrophen wird dir ein sicherer Ort in der N√§he deines jetzigen Wohnsitzes nichts bringen. Sinnvoller ist es darum tats√§chlich, einen Ort in einem anderen Land, wenn nicht gar auf einem anderen Kontinent, zu w√§hlen.

Dies wiederum birgt die Gefahr, dass du in einer Krise dort nur sehr schwer hinkommen kannst. Im Falle eines gro√üfl√§chigen und langanhaltenden Stromausfalls fliegen nat√ľrlich auch keine Flugzeuge mehr, die Passagiere transportieren.

Ein Nachbarland kann wiederum ebenfalls betroffen sein. Entsprechend ist es notwendig, dass du bei der Wahl des Standortes deines sicheren Ortes auch an das Transportmittel denkst, welches dich dorthin bringen kann.

Was ist die Prepper Szene?

Willst du gut auf das vorbereitet sein, was kommen könnte und in einer Krise dann bestmöglich zurecht kommen, solltest du dich mit anderen Preppern zusammentun.

Du kannst von ihnen lernen, dich mit ihnen austauschen und ihnen selbst etwas beibringen. Vor allem aber kannst du auf diese Weise Kontakte kn√ľpfen, auf die du auch in einer Krise zur√ľckgreifen kannst. Du kannst dich mit einigen Preppern in Deutschland, √Ėsterreich oder er Schweiz zusammenschlie√üen und eine Krise gemeinsam durchstehen.

Vielleicht wohnt einer von ihnen in einem perfekt gesch√ľtzten gro√üen Haus, in welchem auch du w√§hrend einer Krise unterkommen kannst. Oder du planst deine Flucht gemeinsam mit anderen, um eine starke Gruppe zu bilden und nicht alleine zu sein. Dadurch minimierst du das Risiko, angegriffen zu werden extrem.

Reini Rossmann hat eine Vernetzungsm√∂glichkeit via Facebook eingerichtet, √ľber welche sich Prepper austauschen und zusammentun k√∂nnen. Nat√ľrlich kannst du auch selbst ein Netzwerk zusammenstellen. W√§hrend einer Krise kann es aber durchaus von Vorteil sein, mit Preppern in Kontakt zu bleiben, die sich weit entfernt aufhalten und vielleicht selbst von der Krise nicht betroffen sind.

So k√∂nnen sie dir beratend zur Seite stehen, du kannst sie √ľber deine Situation auf dem Laufenden halten und erf√§hrst von ihnen, wie die Lage andernorts ist und ob du dorthin fliehen kannst.

Lerne Neues

Jeder Tag ohne Krise ist ein Tag, an welchem du etwas lernen kannst, was du in einer Krise brauchen k√∂nntest. Von der richtigen Knotentechnik, √ľber den Bau eines Unterschlupfes bis hin zum waffenlosen Kampf gibt es sicherlich noch viele Kenntnisse, welche du nicht hast.

In einer Krise k√∂nnen sie √ľber Leben und Tod entscheiden. Nutze darum krisenfreie Zeiten, um dazuzulernen, dir neue F√§higkeiten anzueignen und immer wieder zu √ľben.

Plane regelm√§√üige Trainingstage ein, in welchen du gemeinsam mit deiner Familie ein Szenario probst und das richtige Verhalten √ľbst. Schule auch deine Kinder in den Bereichen, die sie selbstst√§ndig ausf√ľhren k√∂nnen. So sind sie nicht nur der ganzen Familie eine gro√üe Hilfe, sie sind auch mit F√§higkeiten ausgestattet, die ihnen selbst helfen k√∂nnen, sollten sie auf sich alleine gestellt sein.

Was du heute noch tun kannst

Sieh dir deine aktuelle Bevorratung an und bringe Ordnung hinein.
Schreibe dir eine Liste mit haltbaren Lebensmitteln, die du einkaufen musst. Achte dabei auf Angebote und Aktionen der Supermärkte vor Ort, um Geld zu sparen.

√úberlege dir, wo du einige Depots verstecken k√∂nntest und in welchen Beh√§ltnissen du die ausgew√§hlte Ausr√ľstung dort bestm√∂glich unterbringen kannst. Versuche einen sicheren Ort zu finden, an welchen du fliehen kannst. Kontaktiere Prepper in Deutschland und vernetze dich mit ihnen. Trainiere das richtige Verhalten in einer spontan auftretenden (kleinen) Krise.

Krisenvorsorge während der Krise

Das Aussitzen der Krise

Im Falle einer Krise hast du nur zwei Möglichkeiten. Entweder du bleibst wo du bist oder du fliehst.

Eine Flucht sollte immer deine letzte Option darstellen. Die eigenen vier W√§nde bieten dir nicht nur maximalen Komfort und jede Menge Vorr√§te, sie stellen vor allem eine Sicherheit dar, die du keineswegs untersch√§tzen solltest. Selbst wenn du keinerlei Sicherheitsvorkehrungen gegen√ľber Pl√ľnderern getroffen hast, bietet dir dein Zuhause zumindest einen guten Schutz vor der Witterung.

Du kannst es heizen, es hält dich trocken und du kannst dort deine gesamte Familie unterbringen. Ein großer Vorteil, den du in einer Krise keinesfalls unterschätzen solltest.

Du kannst dein Zuhause jedoch auch modifizieren und krisentauglich machen, um dort möglichst lange ausharren zu können, wenn die Krise gekommen ist. Den folgenden Punkten kannst du dich nach und nach widmen. Jede Vorbereitung auf eine Krise, so klein sie auch sein mag, ist besser als gar keine.

Krisenvorsorge der Schutz

Deine Wohnung oder dein Haus an sich bietet dir bereits einen guten Schutz. Eine verschlossene T√ľr stellt f√ľr Eindringlinge ein Hindernis dar. Sie m√ľssen Kraft aufbringen, um dieses Hindernis zu √ľberwinden. Manch einer schreckt angesichts dieser Tatsache bereits zur√ľck. F√ľr andere ist eine verschlossene T√ľr kein Hindernis.

Um dich, deine Familie und deine Vorr√§te zu sch√ľtzen, bleibt dir darum nur die M√∂glichkeit, dich zu verbarrikadieren. Sichere deine T√ľren mit stabilen Schl√∂ssern und st√ľtze sie, falls notwendig, von innen mit Balken ab oder stelle schwere M√∂belst√ľcke davor. Achte dabei aber unbedingt darauf, dass es dir dennoch m√∂glich ist, im schlimmsten Fall schnell das Haus verlassen zu k√∂nnen.

Auch deine Fenster solltest du sichern. Abschlie√übare T√ľrgriffe und besonders bruchsichere Fenster sind eine M√∂glichkeit. W√§hrend einer Krise wirst du allerdings auch mit Holzbrettern arbeiten m√ľssen, um Eindringlinge daran zu hindern, in das Haus zu kommen.

Dies gilt nicht nur f√ľr das Erdgeschoss, sondern f√ľr alle m√∂glichen Eing√§nge, die dein Haus bietet. Weiterhin kannst du mit einem blickdichten Zaun oder einer hohen Mauer dein Grundst√ľck von vornherein abschirmen, sodass es niemandem auff√§llt, dass bei dir noch etwas zu holen sein k√∂nnte. Au√üerdem wird so der Zugang zum Gel√§nde erschwert.

Auch eine √úberwachungsanlage kann dir helfen, Pl√ľnderer rechtzeitig aufzusp√ľren und zu vertreiben. Bedenke aber, dass du f√ľr derartige Anlagen meistens Strom ben√∂tigst und dass diese den Anschein erwecken, es g√§be bei dir etwas, das sich zu sch√ľtzen lohnt. Deine √úberwachung sollte darum m√∂glichst unauff√§llig sein.

Medizin und Gesundheit

Eine Krise ist an sich bereits schlimm genug. F√ľr deine Sicherheit und die Sicherheit deiner Familie ist es darum besonders wichtig, fit und gesund zu sein. Du solltest deswegen alle pers√∂nlichen Medikamente, die der Arzt verschrieben hat, in ausreichender Menge zu Hause haben.

Zusätzlich sind Schmerzmittel sowie Mittel gegen Durchfall und Erkältungen sinnvoll. Auch oder gerade während einer Krise kannst du dich verletzen oder erkranken. Dann ist es jedoch umso wichtiger, schnell wieder fit zu sein.

Weiterhin ben√∂tigst du ausreichend Material, um kleinere und gr√∂√üere Wunden zu verarzten. Ob du w√§hrend einer Krise noch Zugang zu √Ąrzten, Krankenschwestern oder dem Rettungsdienst hast, ist ungewiss.

Entsprechend solltest du selbst √ľber ausreichende Kenntnisse der Medizin verf√ľgen, um zumindest kleinere bis mittlere Verletzungen zu versorgen. Hierf√ľr ben√∂tigst du Handschuhe, um dich selbst vor einer m√∂glichen Infektion zu sch√ľtzen, ausreichend Desinfektionsmittel (sowohl f√ľr die H√§nde, als auch f√ľr Wunden), Pflaster, verschiedene Verb√§nde, Material, um Knochenbr√ľche zu schienen, eine Schere und eine Pinzette.

Sofern du √ľber gute Kenntnisse verf√ľgst, kannst du hier auch Spritzen, Skalpelle und Nadel und Faden hinzuf√ľgen, um im Notfall selbst kleinere operative Eingriffe vorzunehmen.

Hierf√ľr solltest du jedoch spezielle Kurse absolvieren. Das regelm√§√üige √úben und Auffrischen deiner Erste-Hilfe-Kenntnisse geh√∂rt nat√ľrlich in jedem Fall zu einer guten Krisenvorsorge dazu und hilft dir, auch ohne Krise medizinische Notf√§lle als Ersthelfer sicher zu meistern.

Krisenvorsorge und Trinkwasseraufbereitung f√ľr Prepper

Wasser solltest du ohnehin zu Hause in ausreichender Menge aufbewahren. Im Falle einer Krise kannst und solltest du sofort alle Badewannen und Waschbecken mit frischem Wasser volllaufen lassen und dieses konservieren. Dadurch erhältst du etliche Liter Wasser zusätzlich zu deinem Vorrat.

Regenwasser kannst du in einer Regenwassertonne, in einem Wassertank oder einer unterirdischen Zisterne auffangen und zu Trinkwasser aufbereiten. Hierf√ľr ben√∂tigst du Wasserfilter, die idealerweise f√ľr gro√üe Mengen Wasser ausgelegt sind. Bedenke, dass einige dieser Filter ohne Strom nicht funktionieren und dass das Wasser aus einem unterirdischen Tank ohne Strom nicht nach oben bef√∂rdert werden kann.

Deswegen benötigst du in einem solchen Fall unbedingt einen Plan B.
Wasser solltest du immer in ausreichender Menge bevorraten und dabei nicht nur die Menge ber√ľcksichtigen, die du trinkst, sondern zus√§tzlich auch zum Kochen und zur Hygiene ben√∂tigst.

Versuche dabei immer, das Wasser sparsam zu verwenden und m√∂glichst zu recyceln. Das Wasser, mit welchem du die Nudeln gekocht hast, kannst du beispielsweise f√ľr die Toilettensp√ľlung benutzen oder deinen Selbstversorgergarten damit bew√§ssern.

Wärme

Sofern sich eine Krise nicht im Sommer ereignet, kann Wärme eine so große Herausforderung sein, dass sie einen tödlichen Faktor darstellt. Normale Heizkörper funktionieren zwar durch das Hindurchleiten warmen Wassers, doch die meisten Heizkessel funktionieren ohne Strom nicht mehr.

Eine bis heute beliebte Alternative stellt ein offener Kamin oder ein Kachelofen dar. Mit Holz befeuert w√§rmt er in k√ľrzester Zeit selbst gr√∂√üere R√§ume. Bei einem durchdachten Heizsystem im Haus kann so tats√§chlich das gesamte Haus geheizt werden.

In einer Krise ist es jedoch ohnehin von Vorteil, wenn alle Personen gemeinsam in einem Raum schlafen, weshalb ein solches System gar nicht unbedingt notwendig ist. Viel wichtiger ist, dass du ausreichend Holz zum Befeuern des Ofens lagerst und trocken hältst.

Hast du keine M√∂glichkeit, einen Ofen in deiner Wohnung unterzubringen, so gibt es etliche mobile Heizger√§te, die jedoch in erster Linie mit Strom betrieben werden, dir also bei einem Stromausfall nichts n√ľtzen.

F√ľr solche F√§lle kannst du auf einen Petroleumofen zur√ľckgreifen, f√ľr welchen du nat√ľrlich ebenfalls ausreichend Petroleum lagern musst, um mindestens einen gesamten Winter durchzustehen. Auch eine Gasheizung, wie sie zum Beispiel beim Camping eingesetzt wird, h√§lt dich ganz ohne Strom lange warm.

Neben dem Erzeugen von W√§rme musst du jedoch ebenso daf√ľr sorgen, dass diese nicht zu schnell entweicht. In einer Krise beheizt du meist nur einen Raum, in welchem sich dann die gesamte Familie und alle Personen, die gemeinsam ausharren, aufhalten. Sorge daf√ľr, dass m√∂glichst wenig W√§rme durch Fenster und T√ľren entweichen kann.

Zusammengerollte Handt√ľcher oder Kleidungsst√ľcke k√∂nnen undichte Stellen zuverl√§ssig abdecken. Auch die zur Sicherheit angebrachte Verbarrikadierung sorgt f√ľr einen W√§rmeerhalt im Raum. Mit warmer Kleidung und Decken kannst du zus√§tzlich daf√ľr sorgen, dass dein K√∂rper nicht zu schnell ausk√ľhlt und Brennstoff eingespart werden kann.

Lebensmittel

Wie bereits oben beschrieben ist ein durchdachter Lebensmittelvorrat das A und O. Hier solltest du auf eine gesunde Ern√§hrung und pers√∂nliche Vorlieben R√ľcksicht nehmen und zur Sicherheit auch einige Lebensmittel lagern, die du im Notfall gegen etwas anderes eintauschen kannst.

Achte darauf, dass alle Lebensmittel lange haltbar sind und verbrauche sie entsprechend des Mindesthaltbarkeitsdatums. Du kannst dir auch einen eigenen Garten anlegen, in welchem du Obst und Gem√ľse anbaust, um so selbst w√§hrend einer Krise frische Lebensmittel ernten zu k√∂nnen.

Bedenke aber, dass du diese im Falle eines chemischen oder atomaren Unfalles unter Umst√§nden nicht mehr sicher verzehren kannst. Einige Gem√ľsesorten kannst und solltest du jedoch auch auf der Fensterbank anpflanzen und ernten.

Kommunikation

Gerade wenn du dich zu Hause verschanzt hast, darfst du unter keinen Umständen auf die Kommunikation mit der Außenwelt verzichten. Hierunter ist weniger der regelmäßige Besuch von und bei Freunden und Nachbarn gemeint, als vielmehr das Empfangen von aktuellen Berichten zur Lage. Ein Radio ist unverzichtbar. Andernfalls ist die Krise längst vorbei und du sitzt noch immer mit der ganzen Familie im Wohnzimmer vor dem Ofen.

Aber auch die Kommunikation mit anderen Personen via Funk kann dir helfen, während einer Krise zu erfahren, was vor sich geht. So kannst du rechtzeitig vor marodierenden Truppen gewarnt werden oder andere Prepper warnen und um Hilfe bitten, falls du welche benötigst. Außerdem bleibst du so auf dem Laufenden, was sich in anderen Familien und Gruppen abspielt und kannst ihnen beratend zur Seite stehen Рund umgekehrt.

Tarnung

Es ist m√∂glich, dass du weit und breit der Einzige bist, der sich gut auf eine Krise vorbereitet hat. Dann ist es f√ľr dich umso wichtiger, m√∂glichst nicht aufzufallen. Denn wenn Menschen erst einmal Hunger bekommen, schrecken sie vor nichts mehr zur√ľck. Sitzt du hingegen zu Hause, hast als Einziger dank deiner Vorsorge noch Strom und kochst Gerichte, deren Geruch bis auf die Stra√üe wahrnehmbar ist, wirst du unvermittelt zum Ziel aller, die diese Annehmlichkeiten selbst nicht mehr haben.

Dein Haus sollte darum im besten Fall von au√üen gar nicht einsehbar sein. Eine hohe Mauer oder Bepflanzung um dein Haus herum ist eine gute M√∂glichkeit, um dich vor Blicken zu sch√ľtzen. Zus√§tzlich sollte dein Haus aber auch unbewohnt wirken.

Du solltest dich nur kurzzeitig und idealerweise im Dunkeln draußen aufhalten und darauf achten, nicht gesehen zu werden. Aus deinem Schornstein sollte kein Rauch aufsteigen und durch die Fenster darf kein Licht nach draußen scheinen.

Auch Ger√ľche und Ger√§usche musst du auf ein Minimum reduzieren, um niemanden auf dich aufmerksam zu machen. Wenn es dein Budget zu l√§sst kannst du hief√ľr nat√ľrlich auch einen Bunker kaufen und bei dir einbauen lassen!

Verteidigung

Die größte Vorsicht kann dich zwar vielen Gefahrensituationen entziehen, ein Risiko bleibt jedoch immer, dass du dich, deine Familie und dein Hab und Gut verteidigen musst.

Hierf√ľr ist es sinnvoll, wenn du neben einigen Sicherheitsvorkehrungen wie Rauchmeldern, Feuerl√∂schern, Alarmanlagen und dergleichen auch √ľber einige Waffen verf√ľgst, mit denen du dich verteidigen kannst. Es geht hierbei nicht um den Angriff, sondern wirklich um die reine Verteidigung. Hierf√ľr stehen dir eine gro√üe Auswahl legaler Hilfsmittel zur Seite.

Zun√§chst kannst du Gegenst√§nde zweckentfremden. Ein Stuhl, ein Regenschirm oder gar ein Buch kann dir bei einer spontanen Verteidigung bereits helfen. Sinnvoll ist es jedoch, wenn du dir gezielt einige Waffen zulegst. Verlasse deine Komfortzone dabei nicht, denn du musst dir dar√ľber im Klaren sein, dass du diese Waffen im Ernstfall auch einsetzen musst, um zu √ľberleben.

Ein Messer, ganz gleich ob aus der K√ľche oder speziell f√ľr den Kampf, kann auf einen Gegner bereits bedrohend wirken, ganz ohne dass du es tats√§chlich einsetzen musst. Auch Baseballschl√§ger, Schlagst√∂cke, Pfefferspray oder eine Steinschleuder kannst du gezielt einsetzen, um den Angreifer in erster Linie zu erschrecken und in die Flucht zu jagen.

Und schlie√ülich bleibt dir nat√ľrlich noch dein eigener K√∂rper, den du in einem Selbstverteidigungskurs richtig einzusetzen lernst.

Wenn dir all dies nicht ausreicht, kannst du auch auf echte Waffen wie Pistolen oder Gewehre zur√ľckgreifen, brauchst hierf√ľr aber einen Waffenschein. Vergiss nicht, dass im Falle eines Angriffs deine Waffe auch in die H√§nde des Angreifers geraten kann. W√§hle darum weise, womit du dich verteidigen willst und lerne nicht nur, damit jemanden in die Flucht zu schlagen, sondern auch, Angriffe mit diesen Waffen abzuwehren.

Was du heute noch tun kannst

Lege dir einen Plan zurecht, wie du w√§hrend einer Krise dein Heim bestm√∂glich vor Eindringlingen sch√ľtzen kannst.Analysiere die W√§rmezufuhr deines Hauses und informiere dich √ľber Alternativen, mit denen du im Notfall dein Zuhause ganz oder teilweise w√§rmen kannst.

√úberpr√ľfe einen Medizinschrank, entsorge abgelaufene Medikamente und kaufe neue.Lege dir eine ausreichende Menge sinnvoller Medikamente zu.
M elde dich f√ľr einen Erste-Hilfe-Kurs an, um deine Kenntnisse falls n√∂tig aufzufrischen.

Lege dir einen ausreichenden Vorrat an Wasser und Lebensmitteln an.
√úberlege dir f√ľr jeden Gegenstand, welchen du im Haushalt finden kannst, wozu du ihn (au√üer f√ľr den gedachten Einsatzzweck) noch nutzen kannst.

Denke √ľber M√∂glichkeiten nach, wie du w√§hrend einer Krise mit der Au√üenwelt in Kontakt bleiben kannst. Besorge dir ein krisensicheres Radio. (batteriebetrieben, mit Solar oder per Handkurbel aufladbar)
Sie dir an, wie gut dein Haus vor Blicken von au√üen gesch√ľtzt ist und verbessere diesen Schutz falls m√∂glich in den n√§chsten Tagen.

Stelle in jeden Raum deines Zuhauses Gegenstände, die du im Ernstfall als Waffe gegen einen Eindringling einsetzen kannst. Schule deine Familienmitglieder im Umgang mit (improvisierten) Waffen.

Prepper Fluchtsituation in der Krise

Ganz gleich, wohin du gehst, wenn du dein Zuhause tatsächlich verlassen musst, der Weg dorthin wird kein Spaziergang werden. Sobald die Situation derart eskaliert ist, dass du nicht mehr in deinen eigenen vier Wänden bleiben kannst, ist es draußen umso gefährlicher.

Darauf musst du dich einstellen und entsprechend vorsorgen. Im Idealfall steht dir ein Transportmittel zu Verf√ľgung, welches dich auch vor Angriffen sch√ľtzt. Ein Auto ist bereits ein guter Anfang, auch wenn es dich nicht vor besonders aggressiven Angreifern sch√ľtzen kann.

Allein schon die Geschwindigkeit, mit welcher du dich in einem Auto fortbewegen kannst, bietet dir einen gro√üen Vorteil. Vergiss aber nicht, gen√ľgend Kraftstoff zu bevorraten und im Auto mitzuf√ľhren, denn unterwegs wirst du an der Tankstelle m√∂glicherweise gar nicht erst anhalten k√∂nnen oder solltest es aus Sicherheitsgr√ľnden unterlassen.

Das gilt selbstverst√§ndlich auch bei einer Flucht per Boot oder Schiff oder gar per Flugzeug. Jedes deiner Transportmittel, die dich im Falle einer Flucht sicher an einen anderen Ort bringen sollen, m√ľssen sofort betriebsbereit sein.

Au√üerdem solltest du sie mit einem Mindestma√ü an Notfallausr√ľstung ausstatten. Ein Transportmittel gibt dir die M√∂glichkeit, bequem schwere Lasten zu transportieren. Nutze diesen Vorteil und nimm mit, was dir deine Flucht erleichtern kann. Besser, du hast alles in mehrfacher Ausf√ľhrung, als am Ende gar nichts.

Egal wie du fliehst, du solltest einen Plan haben, wohin du fliehen willst. Das können gleich mehrere Ziele sein, wovon du in der Krise das passende auswählst. Vielleicht ist es aber auch nur ein einziges.

Erarbeite dir f√ľr jedes Ziel mehrere Fluchtrouten, lerne diese auswendig und schreite oder fahre jede von ihnen mindestens ein Mal komplett ab. So kannst du Gefahrenpunkte leichter identifizieren, Alternativrouten ausfindig machen und Orte auskundschaften, an welchen du Depots anlegen kannst.

Krisenvorsorge Notfallausr√ľstung

Bei der Krisenvorsorge gibt es verschiedene Arten von Notfallausr√ľstungen. Allen gemein ist, dass sie nur das enthalten, was du im Falle einer Flucht wirklich brauchen kannst.

Du tr√§gst keine unn√∂tigen Gegenst√§nde mit dir herum, die vor allem Platz wegnehmen und schwer sind. Du musst immer davon ausgehen, dass du kurze, vielleicht aber auch l√§ngere Strecken zu Fu√ü zur√ľcklegen musst.

Dann solltest du auch in der Lage sein, diese Ausr√ľstung zu tragen. K√∂rperliche Fitness ist also unabdingbar und ohnehin grunds√§tzlich gesund.

Im Folgenden siehst du verschiedene Notfallausr√ľstungen, die aufeinander aufbauen. Was also im kleinsten aller Vorsorgepakete ist, ist auch im gr√∂√üten enthalten und wird zus√§tzlich transportiert.

Hab-und-Gut-Päckchen (HUGP)

Um w√§hrend oder nach einer Krise Beweise zu haben, wer du bist, was dir geh√∂rt und was du kannst, ist es wichtig, dass du alle wichtigen Unterlagen sicherst und mit dir f√ľhrst oder sicher deponierst.

Dazu digitalisierst du am besten all diese Unterlagen (Geburtsurkunde, Familienstammbuch, Patientenverf√ľgung, Versicherungsnachweise, Grundbuchausz√ľge, Nachweise √ľber Berufsausbildungen, Testament, etc.) auf einem USB-Stick, einer CD-Rom oder einer SD-Karte.

Bestenfalls nutzt du mehrere Speichermedien, um ganz sicher zu gehen. Verpacke diese kleinen und leichten Datentr√§ger wasserfest und wickle sie idealerweise in mehrere Lagen Aluminiumfolie ein, um sie gegen einen EMP (siehe oben) zu sch√ľtzen.

Every Day Carry (EDC)

Beim EDC (Every Das Carry) handelt es sich um die Dinge, die du st√§ndig bei dir tr√§gst. Neben deinen Schl√ľsseln, deinem Geldbeutel und vermutlich auch deinem Handy geh√∂ren f√ľr den Fall einer Krise jedoch noch eine Menge mehr Dinge hinein.

Ein Taschen- und ein √úberlebensmesser sollen dir als Werkzeug dienen. Ein Survivalarmband oder ein entsprechender Schl√ľsselanh√§nger liefert dir eine rei√üfeste Schnur, die du in vielen Situationen gut brauchen kannst. Auch eine Taschenlampe, ein Feuerstarter, ein kleines Erste-Hilfe-Set, ein Wasserfilter und einige Energieriegel k√∂nnen dir im Notfall gute Dienste leisten.

Was genau du in dein EDC aufnimmst, hängt ganz davon ab, wie viele Gegenstände du tragen möchtest. In die Handtasche einer Frau passt in der Regel deutlich mehr als in die Hosentaschen eines Mannes. Auch ein Brustbeutel bietet weniger Platz als ein Rucksack.

Aber nicht immer m√∂chtest du einen Rucksack mitf√ľhren. Entscheide dich zun√§chst f√ľr die Gegenst√§nde, auf die du in deinem EDC auf keinen Fall verzichten m√∂chtest und w√§hle anschlie√üend die passende Tasche oder Aufbewahrung daf√ľr.

Bedenke, dass du das EDC immer mitf√ľhrst – auch dann, wenn du bereits einen vollen Fluchtrucksack tr√§gst.

Das EDC sollte darum alles beinhalten, was dir erm√∂glicht, ohne die Ausr√ľstung und Vorz√ľge deines Fluchtrucksacks zu √ľberleben – wenn auch nicht so komfortabel. Dabei musst du auf die Punkte Wasser, W√§rme, Schutz und Nahrung besonderen Wert legen.

Notfallrucksack, Fluchtrucksack, Bug out Bag

Schließlich bringst du im Notfallrucksack (Bug out Bag) alles unter, was dir eine Flucht und das Überleben in der Wildnis erleichtert.

Neben den Utensilien deines HUGP und EDC geh√∂rt hier nun eine ganze Menge mehr hinein. Wichtig ist, dass du es nicht √ľbertreibst, denn du musst diesen Rucksack je nach Situation viele Stunden und √ľber viele Tage verteilt durch das Gel√§nde tragen.

Bedenke dabei aber, dass du jederzeit Ballast und unn√∂tige Gegenst√§nde abwerfen kannst. Packe darum zu Beginn lieber zu viel und entledige dich einigen Ausr√ľstungsgegenst√§nden, wenn du erkennst, dass du diese doch nicht brauchen kannst.

Achte auch darauf, dass du von besonders wichtigen Utensilien gleich mehrere Ausf√ľhrungen mit dir f√ľhrst. Auch hier gilt, lieber zu viel als zu wenig. Streichh√∂lzer oder Feuerzeuge wiegen nicht viel und sind sehr wichtig, um schnell und unkompliziert W√§rme zu erzeugen.

Ein Wasserfilter liefert dir trinkbares Wasser, ohne welches du lediglich drei Tage √ľberlegen kannst. Eine Alternative, f√ľr den Fall, dass dein Wasserfilter kaputt gehen sollte oder du ihn verlierst, solltest du haben.

Ob du einen zweiten Filter mitnimmst oder auf die Methode des Abkochens setzt (siehe unten), liegt in deiner Hand. Da Wasserfilter jedoch sehr kompakt und leicht sein k√∂nnen, bietet es sich an, einen zweiten mitzuf√ľhren.

Ansonsten sollte sich in deinem Notfallrucksack warme Kleidung, Regenschutz, Zelt oder Tarp, Schlafsack, Isomatte, Wasser, Nahrungsmittel f√ľr mindestens eine Woche, Kocher und Brennstoff, Erste-Hilfe-Set, Hygieneartikel (Zahnb√ľrste, Zahnpasta, Seife, etc.), Taschenlampe, Messer, Geld, Handy, Solarmodul zum Aufladen des Handys und wichtige Unterlagen befinden.

Worauf genau du bei der Auswahl deiner Ausr√ľstung achten musst, erf√§hrst du anhand der folgenden Kriterien, welche f√ľr dich √ľberlebenswichtig sind.

Die 3er-Regel

Es gibt eine einfache Regel, die du dir unbedingt bewusst machen musst, um zu verstehen, wie lange du es ohne diese Dinge maximal aushalten kannst. Ein Mensch kann

  • 3 Minuten ohne Atem
  • 3 Stunden in extremem Wetter
  • 3 Tage ohne Wasser
  • 3 Wochen ohne Nahrung
  • 3 Monate ohne Kontakt zu anderen Personen

√ľberleben.

Zwar sind Einzelfälle bekannt, in denen Menschen es länger ohne diese lebensnotwendigen Dinge ausgehalten haben, in einer Krise, die dich ohnehin schon stark fordert, solltest du es jedoch keineswegs darauf ankommen lassen.

Es ist hier deutlich realistischer, dass du es erst gar nicht so lange aush√§ltst, wie angegeben. Sorge darum mit allen Mitteln daf√ľr, dass du diese 3-er-Regel nicht vergisst und rechtzeitig etwas unternimmst, wenn du eines oder mehrere dieser Kategorien im Grenzbereich erleben solltest. Andernfalls ist dein √úberleben nicht gesichert, sondern unm√∂glich.

Atemschutz, Gasmake kaufen, ABC Schutzanzug

Drei Minuten k√∂nnen sich sehr lange anf√ľhlen, aber auch sehr kurz sein. In vielen Situationen, in welchen dir das normale Atmen nicht m√∂glich ist, bleiben dir jedoch mehr als drei Minuten, um dich in Sicherheit zu bringen.

Das liegt daran, dass du oftmals beim Atmen noch Sauerstoff in deine Lungen bekommst, es aber weniger ist, als du eigentlich benötigst. Weniger ist immer besser als gar nichts. Umgekehrt kann es vorkommen, dass sich in der Atemluft kein Sauerstoff mehr befindet, sodass du erst gar nicht auf drei Minuten kommen wirst, wenn du normal atmest.

Ein Mindestma√ü an Atemschutz solltest du darum bereithalten. Eine FFP3-Gasmaske sch√ľtzt dich vor einem gro√üen Teil an gef√§hrlichen Stoffen, die andernfalls in deine Lunge gelangen k√∂nnen. Dabei ist sie klein und leicht und sollte deswegen in deinem Notfallrucksack auf keinen Fall fehlen.

Einen sicheren Schutz vor radioaktiv belasteter Luft bietet sie dir jedoch nicht. Hier bleibt dir nur eine vollst√§ndige ABC-Schutzausr√ľstung, zu welcher neben der Vollmaske auch ein entsprechender Anzug geh√∂rt.

F√ľr eine Flucht ist diese Ausr√ľstung nicht geeignet, da sie zu schwer und zu unhandlich ist. Die Maske sowie zugeh√∂rige Filter kannst du jedoch in deinen Fluchtrucksack mit aufnehmen, sofern du gen√ľgend Platz hast.

Alternativ kannst du diese auch in verschiedenen Depots unterbringen, an welchen du ohnehin vorbei läufst, oder dich bereits zu Hause damit ausstatten.

Schutz vor √§u√üeren Einfl√ľssen

Ist deine Atmung sichergestellt, musst du dich um das k√ľmmern, was dir in der Natur ebenfalls schnell zum Verh√§ngnis werden kann: die Witterung. Im Sommer musst du dir h√§ufig sogar nachts keine allzu gro√üen Sorgen machen, denn es ist meistens warm genug, um auch mit wenig Schutz unter freiem Himmel schlafen zu k√∂nnen.

Es sei denn, es regnet oder du bist aus anderen Gr√ľnden nass. Dann kann dir auch ein mitteleurop√§ischer Sommer zum Verh√§ngnis werden. Der Schutz vor N√§sse und K√§lte ist ausgesprochen wichtig.

Eine wasserdichte Unterlage, die dir Platz zum Liegen bietet und dabei auch deine Ausr√ľstung vor N√§sse sch√ľtzt, muss in deinem Fluchtrucksack vorhanden sein.

Dazu kommt eine weitere Plane, die dich von oben vor Regen und Schnee sch√ľtzt und auch seitlichen Wind abhalten kann. Du kannst auf ein Zelt setzen, bei welchem die Planen fest miteinander verbunden sind, oder du w√§hlst ein Tarp. Letzteres ist h√§ufig die leichtere Variante, erfordert daf√ľr etwas mehr √úbung in der Anwendung.

Zusätzlich benötigst du einen warmen Schlafsack, der im Winter warm genug, im Sommer aber nicht zu warm ist.

Ob du hier auf verschiedene Modelle zur√ľckgreifst oder nach dem Zwiebelprinzip arbeitest, bleibt dir √ľberlassen. Mit der richtigen Kleidung und der Hilfe eines Innenschlafsacks oder H√ľttenschlafsacks kannst du auch mit einem Schlafsack, der nicht f√ľr den Winter geeignet ist, in der k√§ltesten Jahreszeit drau√üen schlafen.

Dabei solltest du besonders auf den W√§rmeerhalt an deinem Kopf und an den F√ľ√üen achten, denn hier geht die meiste W√§rme verloren.

Eine isolierende Schicht zwischen dem Schlafsack und dem Boden sorgt daf√ľr, dass du die Bodenk√§lte nicht zu stark sp√ľrst und dadurch von unten her ausk√ľhlst. Eine gute Isomatte ist deswegen unerl√§sslich.

EVA-Matten sind hierbei besonders robust, allerdings nicht ganz so bequem und brauchen noch dazu viel Platz. Zusätzlich eine aufblasbare Matte dabei zu haben, kann den Komfort merklich erhöhen. Leider erhöht dies aber auch das Gewicht, welches du tragen musst.

Hast du alle n√∂tigen Hilfsmittel bei dir, um ein Feuer zu machen, so kannst du dich damit nat√ľrlich ebenfalls vor einer Unterk√ľhlung sch√ľtzen und deine Ausr√ľstung trocknen, falls diese nass geworden ist.

Bedenke aber auch, dass zu gro√üe Hitze f√ľr deinen K√∂rper ebenfalls gef√§hrlich werden kann. Achte darum darauf, dass du dich an besonders hei√üen Tagen ebenfalls sch√ľtzen kannst.

Dazu solltest du m√∂glichst leichte Kleidung mitf√ľhren und gro√üe Hitze meiden so gut es geht. Laufe deinem Ziel lieber in den fr√ľhen Morgen- und Abendstunden, vielleicht sogar nachts entgegen und halte dich tags√ľber im Schatten auf.

Sch√ľtze in jedem Fall deinen Kopf mit einem Tuch, einem Hut oder einem Sonnen- oder Regenschirm vor der Sonne. Feuchte Kleidung oder T√ľcher k√∂nnen ebenfalls helfen, deinen K√∂rper zu k√ľhlen.

An solchen Tagen ist es auch auf der Flucht besonders wichtig, ausreichend Fl√ľssigkeit zu trinken. Nur wenn du hydriert bist, bist du auch in der Lage, dich fortzubewegen, Gefahr zu erkennen und dich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.

Medizinische Versorgung sicher stellen

Um dich besonders auf einer Flucht medizinisch versorgen zu k√∂nnen, ben√∂tigst du ein gro√ües Erste-Hilfe-Set sowie sehr gute Kenntnisse, um es richtig anwenden zu k√∂nnen. Zun√§chst brauchst du daf√ľr pers√∂nliche Medikamente, die du einnehmen musst.

Aber auch Schmerztabletten, Mittel gegen Durchfall und Erk√§ltungen sind sinnvoll, um auf der Flucht schnell gegen Krankheiten vorgehen zu k√∂nnen. Hinzu kommen Verb√§nde aller Art, Wunddesinfektionsmittel und Einmalhandschuhe, mit denen du dich sch√ľtzen kannst.

In der Natur kommt es schnell zu kleineren Verletzungen, die du sofort behandeln solltest, denn ohne Schutz entz√ľnden sich diese sehr schnell, was dir eine sichere Flucht unter Umst√§nden unm√∂glich macht.

Vergiss nicht, dass du in solchen F√§llen keinen Zugang zu √Ąrzten, Krankenh√§usern oder dem Rettungsdienst haben wirst. Du musst dir selbst helfen und ben√∂tigst daf√ľr erweiterte Kenntnisse. In speziellen Kursen f√ľr Prepper und Survival-Fans kannst du diese F√§higkeiten erwerben und ausreichend ausprobieren.

Trinkwasseraufbereitung & Wasserfilter

In Mitteleuropa ist es einfach und schwierig zugleich Wasser zu finden. Fl√ľsse, Seen und B√§che gibt es in H√ľlle und F√ľlle, doch nicht jede Wasserquelle ist zum Trinken geeignet.

Gro√üe Fl√ľsse wie die Donau, die Elbe oder der Rhein liefern selbst mit dem besten Wasserfilter kein trinkbares Wasser. Vielmehr sind es Quellen, Brunnen und kleine B√§che, aus denen du trinkbares Wasser gewinnen kannst.

Teilweise kannst du dies sogar direkt trinken. Sicherer ist es jedoch, wenn du das Wasser filterst. Je nachdem, wie stark es verschmutzt ist, gießt du es zunächst durch ein sauberes Tuch und verwendest anschließend einen speziellen Wasserfilter oder kochst das Wasser ab.

Solche Wasserquellen sind aber in Mitteleuropa gar nicht so leicht zu finden und liegen nahezu immer mitten in der Natur. Auf der Flucht wird dir dabei vermutlich fr√ľher oder sp√§ter auffallen, dass du diese Wasserstellen nicht immer erreichen kannst oder sie gar nicht erst findest.

Dann gilt meist, dass du um das Graben in aussichtsreichen Gebieten nicht herum kommst. Du wirst auf diese Weise auf Wasser stoßen, es kann jedoch eine Weile dauern und ist noch dazu anstrengend.

Achte darum immer darauf, gen√ľgend Wasser mitzuf√ľhren und verwende im Idealfall eine Wanderkarte, auf welcher B√§che und Quellen markiert sind.

Wichtig ist, dass du nur dort Wasser entnimmst, wo das Wasser möglichst nicht verschmutzt ist. Eine Entnahmestelle sollte niemals unterhalb einer Siedlung, eines Industriegebietes oder landwirtschaftlich genutzter Flächen liegen.

Viel zu hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass du dir durch das Wasser Keime einfängst, die deinen Körper angreifen. Erbrechen und Durchfall sind schon unter normalen Bedingungen sehr unangenehm.

Bist du auf der Flucht und musst in der Natur √ľberleben, k√∂nnen sie tats√§chlich t√∂dlich sein. Ein guter Wasserfilter (Outdoor) ist darum unverzichtbar und macht sich auch auf Wanderungen in krisenfreien Zeiten bezahlt.

Notfallnahrung in der Krisenvorsorge

Neben Wasser ist es auch das Essen, welches dir das √úberleben sichert. Zwar kommst du im Ernstfall lange ohne Essen aus, du darfst dabei aber nicht vergessen, dass du Kraft und Konzentration ben√∂tigst, um dich fortzubewegen, zu k√§mpfen und alles zu tun, um eine Krise zu √ľberleben.

Du kannst darum nicht zu lange auf Nahrung verzichten, da du vermutlich nicht verhungern wirst, sondern schon vorab anderen Gefahren zum Opfer fällst.

Richte dir neben deinem Vorrat an Lebensmitteln, die du im eigenen Haus aufbewahrst, darum unbedingt einige Depots entlang deiner Fluchtroute ein. So musst du nicht alles tragen und wirst unterwegs trotzdem satt. Du solltest dennoch immer etwas Essbares bei dir tragen.

Spezielle gefriergetrocknete Nahrung eignet sich hier besonders gut, da sie nicht nur viele Kalorien hat, sondern auch leicht und platzsparend verpackt werden kann. Du kannst aber auch eine ganze Menge Pflanzen essen.

Steckr√ľben, Disteln, Sauerampfer, Brennnessel und sogar die Rinde einiger B√§ume sind essbar. Hinzu kommt, dass du, sofern du geschickt bist, auf die Jagd gehen kannst.

Auf der Flucht ist dies jedoch meist die schlechteste Art, Nahrung zu bekommen. Jagen erfordert Geschick und Zeit. Vor allem die Zeit wird es sein, die dir fehlen wird. Lerne darum lieber, welche Pflanzen du essen kannst und wie du sie zubereitest.

Kommunikation

Der Mensch ist ein soziales Tier. Er braucht Kontakt zu anderen Personen. Damit ist nicht zwangsl√§ufig ein gem√ľtlicher Abend gemeint, sondern vielmehr der Austausch von Informationen und die gegenseitige Hilfestellung.

Wenn du es irgendwie einrichten kannst, solltest du deine Flucht darum gemeinsam mit anderen planen. Nicht nur, dass ihr euch auf diese Weise Arbeit teilen könnt, ihr könnt euch als Gruppe auch besser verteidigen und die Chancen angegriffen zu werden sind deutlich geringer.

Das reicht jedoch noch nicht, um dir das √úberleben zu sichern. Wichtig sind Informationen von au√üen. Ein Radio sollte in deinem Fluchtrucksack darum nicht fehlen. Du musst wissen, wie sich die Krise entwickelt, ob es Orte gibt, die du nicht aufsuchen solltest und nat√ľrlich auch, ob die Krise vorbei ist.

Weiterhin sind Funkger√§te eine ausgezeichnete M√∂glichkeit, um mit einzelnen Mitgliedern der eigenen oder anderer Gruppen in Verbindung zu bleiben, wenn ihr euch trennen m√ľsst. So k√∂nnt ihr auch zu Beginn einer Krise, wenn ihr zu Hause ausharrt, in Kontakt bleiben, selbst wenn der Strom ausgefallen ist. Eine geregelte und zeitgleiche Flucht ist so leichter m√∂glich.

Tarnung

Es ist sehr wichtig, in einer Krise gut getarnt zu sein. Das gilt ganz besonders, wenn du auf der Flucht bist und dich keine Mauern mehr sch√ľtzen. Hierbei triffst du jedoch auf das Problem, dass du dich auch zu gut tarnen kannst.

Du darfst nicht vergessen, dass bei einer Krise, bei welcher du fliehen musst, aller Voraussicht nach etliche Hilfsorganisationen, die Polizei und das Milit√§r zum Einsatz kommen. Wer dann zu gut getarnt ist und dennoch gesehen wird, wird sich zwangsl√§ufig erkl√§ren m√ľssen.

Tarnung bedeutet darum, dass du dich unauff√§llig tarnst. Reini Rossmann empfiehlt in seinem Krisen√ľberlebenssystem genau das. Du l√§ufst nicht im Flecktarn umher, sondern tr√§gst Kleidung, die dich zwar tarnt, die aber ohnehin die meisten Menschen tragen.

Eine dunkle Jacke – sei sie nur schwarz, grau oder gr√ľn – bietet dir im Wald und in der Stadt eine gute Tarnung ohne dass du damit im Falle einer Entdeckung besonders auff√§llst. Das gilt grunds√§tzlich f√ľr alle Kleidungsst√ľcke und nat√ľrlich auch deinen Rucksack.

Weiterhin musst du in der Natur besonders darauf achten, dass dein Lager gut gesch√ľtzt ist. Dazu kann es hilfreich sein, wenn du offenes Feuer in einer Feuersenke entfachst. So ist es aus der Distanz nicht zu sehen.

Auff√§llige rote Zelte oder Tarps sind hier nat√ľrlich genauso ungeeignet, wie grelle Kleidung. Dennoch solltest du einige Ausr√ľstungsgegenst√§nde mit dir f√ľhren, mit welchen du sehr wohl auf dich aufmerksam machen kannst. F√ľr die Kommunikation mit anderen Personen oder Gruppen ist dies ebenso hilfreich, wie in Situationen, in denen du Hilfe ben√∂tigst.

Selbstverteidigung f√ľr Frauen, M√§nner und Kinder

Unterwegs bleiben dir zur Verteidigung deiner Prepper Ausr√ľstung und dir selbst nur wenige M√∂glichkeiten, welche jedoch sehr effektiv sein k√∂nnen. Zun√§chst solltest du durch entsprechende Vorsicht nat√ľrlich gar nicht erst in eine Situation geraten, in welcher du dich verteidigen musst.

L√§sst sich dies nicht mehr vermeiden, so ist eine Flucht meist die beste Alternative. Deine wichtigsten Ausr√ľstungsgegenst√§nde tr√§gst du ohnehin am K√∂rper und auf deine restliche Ausr√ľstung wirst du bei einer Flucht vermutlich verzichten m√ľssen.

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Hast du gen√ľgend Zeit, kannst du diese verstecken, um schneller fliehen zu k√∂nnen und wendiger zu sein. Es kann aber passieren, dass du deine Ausr√ľstung nicht mehr wiederbekommst, weshalb es umso wichtiger ist, dass du unverzichtbare Gegenst√§nde am K√∂rper tr√§gst.

Krisenvorsorge-Tipp: Weiterhin stellt dein Überlebensmesser eine gute Waffe dar, um auf einen Gegner bereits gefährlich zu wirken. Wirst du angegriffen, kannst du es einsetzen, um dich bestmöglich zu verteidigen und deinen Gegner gezielt auszuschalten.

Hierf√ľr solltest du unbedingt einen Kurs belegen, in welchem du den Messerkampf unter realistischen Bedingungen (aber mit falschen Messern) √ľben kannst.

Hierbei lernst du unter anderem, wo die Stellen am Körper sind, auf welche du mit einem Messer als erstes losgehen solltest, um einen Angreifer schnell und sicher auszuschalten.

Außerdem ist es wichtig, dass du lernst, wie du einen Angriff mit einem Messer abwehrst. Immerhin kann es passieren, dass dein Gegner dir dein Messer abnimmt und dich damit bedroht.

Auch ohne Messer kannst du deinen Körper einsetzen, um Angriffe abzuwehren und den Angreifer k. o. zu schlagen. Ziele dabei mit den Fingerknöcheln deiner Faust auf dessen Stirn, Kinn oder Schläfe und schlage kräftig zu.

Das kannst du auch mit dem Ellbogen ausf√ľhren. Auf diese Weise erreichst du eine kurzzeitige Bewusstlosigkeit deines Gegners und kannst die Zeit nutzen, um zu fliehen. Auch das musst du jedoch unbedingt vorab in einem Kurs oder mit einem geschulten Trainer √ľben.

Andernfalls l√§ufst du Gefahr, dass deine Technik nicht den gew√ľnschten Effekt hat und du dich einem langen Kampf aussetzen musst, den du am Ende vielleicht sogar verlierst.

Das Mitf√ľhren weiterer Waffen ist auf der Flucht meist eher unpraktisch. Zwar kannst du eine Steinschleuder oder Pfefferspray bequem am G√ľrtel f√ľhren und auch eine Pistole l√§sst sich dort unterbringen, f√ľr eine Armbrust, Pfeil und Bogen oder gar ein Gewehr wirst du jedoch kaum Platz haben, sodass dich derartige Waffen eher behindern, als dir einen Vorteil zu verschaffen.

Auch hier gilt nat√ľrlich, dass du wissen solltest, wie du Angriffe mit deinen Waffen abwehren kannst, falls sie in die H√§nde des Gegners geraten.

Was du heute noch tun kannst

  • Lege dir ein HUGP zu!
  • Stelle dir ein EDC zusammen.
  • Packe einen Rucksack oder eine Tasche mit allen Gegenst√§nden, die du bereits jetzt besitzt und in deine Notfallausr√ľstung aufnehmen m√∂chtest.
  • Verinnerliche die 3er-Regel.
  • Besorge dir einige FFP3-Masken oder einen anderen Atemschutz.
  • Sieh nach, welche wasserdichten Kleidungsst√ľcke, Planen oder Gegenst√§nde du im Notfall als Schutz gegen die Witterung einsetzen k√∂nntest.
  • Kaufe warme Winterkleidung sofern du keine besitzt.
  • Stelle ein Erste-Hilfe-Set zusammen, in welchem sich gen√ľgend Medikamente und Verbandsmaterial befinden.
  • Suche nach einem speziellen Erste-Hilfe-Kurs f√ľr Prepper oder Outdoor-Begeisterte in deiner N√§he und melde dich an.
  • Sieh dir auf einer topografischen Karte oder auf einem Spaziergang an, wo du in freier Natur sichere Wasserquellen finden kannst.
  • Kaufe dir einen Wasserfilter und √ľbe das Filtern verunreinigten Wassers mit einfachen Hilfsmitteln.
  • Lerne, welche Pflanzen aus der Natur essbar sind und wie sie zubereitet werden.
  • Packe einige Lebensmittel, die einfach zubereitet und verzehrt werden k√∂nnen, in deine Notfallausr√ľstung.
  • Plane, wie du mit anderen Personen in Kontakt bleiben kannst.
    Besorge dir unauffällige Kleidung, die dich in der Natur und in der Stadt gut tarnt.
  • Denke dar√ľber nach, mit welchen Ausr√ľstungsgegenst√§nden du dich im Notfall verteidigen kannst.

Krisenvorsorge nach der Krise

Ist die Krise vorbei, gilt es, zur√ľck zu einem normalen Leben zu kehren. Das kann ganz einfach sein, wenn es sich bei der Krise lediglich um eine kurze handelte, bei welcher nur zwei oder drei Tage in deiner Region der Strom ausgefallen ist. Dann ist vermutlich blo√ü ein wenig Arbeit liegen geblieben, die du nachholen musst.

Bei gr√∂√üeren Krisen hast du entsprechend mehr zu tun. H√§ufig ist es sogar so, dass die Folgen einer Krise l√§nger zu sp√ľren sind, als die Krise angedauert hat. F√ľr dich bedeutet dies, dass du auch dann noch auf Schwierigkeiten sto√üen kannst, wenn eigentlich alles wieder normal sein sollte. Doch auch darauf kannst du dich vorbereiten.

Krisenwährungen und Tauschegegenstände

Tauschgeschäfte in Krisenzeiten

Es kann passieren, dass bei einem Zusammenbruch der Währung dein altes Geld nicht mehr akzeptiert wird. Nichtsdestotrotz benötigst du vielleicht einige Dinge, die du nicht umsonst bekommst.

Hier sind Tauschgegenstände, die du auch während der Krise einsetzen kannst, ausgesprochen hilfreich. Dazu gehören in erster Linie Lebensmittel und Hygieneartikel. Honig, Zucker, Kaffee und Salz sind nicht nur lange haltbar, sie sind auch sehr begehrt.

Gleiches gilt f√ľr Toilettenpapier, Taschent√ľcher, Verb√§nde und Pflanzensamen. Im extremsten Fall einer Krise musst du nach deren Beendigung selbst daf√ľr sorgen, dass du Gem√ľse und Obst anbauen kannst. Hierf√ľr sind Samen wichtig, die du ziehen oder gegen andere Dinge eintauschen kannst.

Achte darauf, dass die Auswahl an Samen vielf√§ltig ist und verwende nur samenfeste Sorten, keine Hybride, die auch F1 genannt werden. Hierbei handelt es sich um neue Kreuzungen, welche noch nicht langfristig erprobt sind und darum nicht zwangsl√§ufig f√ľr gute Ertr√§ge sorgen.

Kryptowährungen & Edelmetalle

Gerade nach einer Krise kann es passieren, dass du vergleichsweise g√ľnstig Dinge kaufen kannst, die andernfalls teuer w√§ren. Menschen brauchen in erster Linie Nahrung und verzichten gerne auf Autos, Ackerfl√§chen oder gar H√§user. Andere wiederum akzeptieren nur noch erprobte W√§hrungen wie Gold oder Silber.

Sei darauf vorbereitet und lege dir ein M√ľnzdepot an, um einen Teil deines Verm√∂gens krisensicher zu machen. Hierbei solltest du auf Flexibilit√§t achten, denn Gold und Silber l√§sst sich nur schlecht auseinander brechen, sodass es vorkommen kann, dass du am Ende viel zu viel bezahlst, blo√ü weil du nur gro√üe M√ľnzen hast und dein Gesch√§ftspartner dir nichts herausgeben kann.

Au√üerdem solltest du nicht nur in Gold investieren, da es selbst in j√ľngster Vergangenheit immer wieder zu staatlich verordneten Goldverboten kam.
Eine Investition in Silberm√ľnzen und Kryptow√§hrungen kann sich ebenfalls lohnen.

Egal ob Bitcoin, Ripple, Ethereum oder andere Kryptow√§hrungen, als digitale Zahlungsm√∂glichkeit sind sie vergleichsweise sicher. Akzeptiert niemand mehr den Euro, so bleibt die digitale W√§hrung davon unber√ľhrt.

Wissen und Fähigkeiten

Nach der Krise kommt es vor allem auf das an, was du kannst, weniger darauf, was du hast. Wer viel wei√ü und dieses Wissen auch einsetzen kann, ist gefragt. Gute medizinische Kenntnisse, Talent zum Erkl√§ren, einen gr√ľnen Daumen oder handwerkliches Geschick sind dann weitaus mehr Wert als jedes Abiturzeugnis oder BWL-Studium.

Entsprechend ist es f√ľr dich wichtig, m√∂glichst viele F√§higkeiten zu erwerben, die dir w√§hrend und nach einer Krise von Vorteil sein k√∂nnen. Dazu geh√∂rt die Praxis ebenso wie das theoretische Wissen.

Du solltest hier aus jedem Bereich ein Grundwissen und ein Mindestma√ü an Fertigkeiten mitbringen um dir selbst zu helfen. Einige Bereiche solltest du au√üerdem vertiefen, um nach einer Krise eine wichtige Anlaufstelle zu sein und bestm√∂glich dabei helfen zu k√∂nnen, wieder zur√ľck zu einem normalen Leben zu gelangen.

Ob du hierf√ľr an der Volkshochschule einige Kurse belegst, dir ein neues Hobby suchst oder gleich einen neuen Beruf lernst, bleibt dir √ľberlassen. Auf keinen Fall solltest du jedoch darauf verzichten, dir dieses Wissen und die passenden F√§higkeiten anzueignen.

Musst du dein altes Leben wieder neu aufbauen oder dir gar ein völlig neues Leben einrichten, wirst du an diesen Kenntnissen nicht vorbeikommen. Du kommst schneller an dein Ziel, wenn du dir selbst helfen kannst.

Was du heute noch tun kannst

  • Stelle einige Nahrungsmittel und Gegenst√§nde in gr√∂√üerer Menge als Tauschgegenst√§nde zusammen.
  • √úberlege dir, wie viel deines Verm√∂gens du in Gold und Silber anlegen m√∂chtest.
  • Mach dich mit der Funktionsweise von Kryptow√§hrungen vertraut.
  • Sieh dir an, welche F√§higkeiten und welches Wissen du bereits besitzt, das w√§hrend oder nach einer Krise wichtig sein k√∂nnte.
  • Erweitere deinen Kenntnisstand auf den entsprechenden Gebieten.

Der praktische Teil als Prepper

Bis hierhin hat man nun viele Tipps bekommen, wie man sich bestmöglich auf eine Krise vorbereiten kann.

  • Wie aber sieht dieser Plan konkret aus?
  • Womit legt man ein Depot an?
  • Was ben√∂tigt man um Wasser zu filtern?
  • Worauf muss man beim Packen eines Fluchtrucksacks achten?
  • Worauf muss man beim Packen eines Fluchtrucksacks achten?
  • In diesem Teil wirst du hierzu Hinweise finden, die die h√§ufigsten Fragen kl√§ren sollten.

Lebensmittelvorrat & Notfallnahrung

Als Anfänger stellst du dir möglicherweise die Frage, wie groß dein Vorrat an Lebensmitteln sein sollte. Darauf gibt es keine einfache Antwort, denn das hängt ganz davon ab, worauf du dich vorbereiten willst.

Das Bundesamt f√ľr Bev√∂lkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt jedem B√ľrger in Deutschland Wasser und Lebensmittel f√ľr zwei Wochen zu bevorraten. Die meisten Prepper gehen √ľber diese zwei Wochen weit hinaus und sprechen von Vorr√§ten, die mindestens ein halbes Jahr ausreichen sollten.

Je mehr du hast, desto l√§nger kannst du davon leben, das ist sicher. Du musst selbst entscheiden, f√ľr wie lange dein Vorrat an Lebensmitteln ausreichen soll. Du bist es auch, der wei√ü, wie viel Platz in deiner Wohnung zur Verf√ľgung steht. In einer kleinen Einzimmerwohnung kannst du logischerweise l√§ngst nicht so viele Dinge unterbringen wie im leeren Keller eines Hauses.

Daf√ľr lebst du aber auch nicht mit deiner ganzen Familie in einer so kleinen Wohnung. Bedenke beim Anlegen eines Vorrats immer, dass alle Bewohner des Hauses davon satt werden m√ľssen. Hier gilt die Empfehlung, dass jeder Erwachsene pro Tag etwa 2.200 kcal zu sich nehmen sollte. Au√üerdem sollten mindestens drei Liter Trinkwasser zur Verf√ľgung stehen und weiteres Wasser f√ľr die Zubereitung von Speisen und f√ľr die Hygiene.

Insgesamt sind so etwa zehn Liter pro Tag und Person zu veranschlagen. Wenn du das auf zwei Wochen hochrechnest, ist das vor allem eine ganze Menge Wasser. Je mehr Personen in deinem Haushalt leben, desto mehr Platz brauchst du darum, um all deine Vorr√§te sicher lagern zu k√∂nnen. Bei falscher Lagerung kann selbst Wasser verderben und eine Gefahr f√ľr die Gesundheit darstellen.

Es empfiehlt sich, wenn du Trinkwasser nicht in gewöhnlichen PET-Flaschen lagerst oder diese vor Erreichen des Haltbarkeitsdatums austauschst. Das Plastik selbst kann sich nämlich mit der Zeit verändern und das Wasser verunreinigen.

Du kannst das Wasser aber auch in gro√üe Kanister umf√ľllen. In diesem Fall musst du jedoch darauf achten, dass es f√ľr einen l√§ngeren Zeitraum haltbar gemacht wird. Hierf√ľr gibt es spezielle Pr√§parate, die mithilfe von Silberionen deinen Wasservorrat auf eine l√§ngere Lagerzeit vorbereiten.
Beachte bei der Lagerung von Lebensmitteln immer die empfohlene Art der Lagerung.

K√ľhle, trockene und dunkle Lagerung sorgt nicht nur daf√ľr, dass die Lebensmittel √ľberhaupt bis zum genannten Mindesthaltbarkeitsdatum genie√übar bleiben, sondern z√∂gert dieses sogar hinaus. W√§hrend einer Krise kannst du auf diese Weise sicherstellen, dass du Lebensmittel auch dann noch essen kannst, wenn sie andernfalls l√§ngst verdorben w√§ren.

Vorrat und Depots anlegen

Das Anlegen eines oder mehrerer Depots folgt einem einfachen Schema. Das Depot muss vor √§u√üeren Einfl√ľssen vollst√§ndig gesch√ľtzt sein und darf nicht von dritten Personen entdeckt werden.

Du hingegen musst es schnell und sicher finden k√∂nnen. Solche Orte kannst du nahezu √ľberall finden. Ob in der Garage hinter deinem Stapel Winterreifen, im Wald unter der gro√üen Eiche oder in einer Ruine unter einer losen Fliese spielt dabei keine Rolle.

Die Wahl der richtigen Verstecke sollte jedoch in jedem Fall die Erreichbarkeit während einer Krise in Betracht ziehen. Heute mag dein Versteck noch gut erreichbar sein, doch ist es das auch, wenn die Krise eingetreten ist? Ein Depot hilft dir nur dann, wenn du es erreichen kannst.

Das gilt auch, wenn du einen Raum in einem anderen Ort gemietet hast, an welchem du einen gro√üen Vorrat angelegt hast. Auch dieser muss f√ľr dich erreichbar sein und du musst ihn aus der Ferne sichern k√∂nnen. Andernfalls l√§ufst du Gefahr, w√§hrend einer Krise mit viel Anstrengung an einem leeren Depot anzukommen.

Du kannst dir Depots in allen erdenklichen Behältnissen anlegen, solange diese wasser- und im besten Fall auch staubdicht sind. Zur Sicherheit solltest du die einzelnen Inhalte jedoch zusätzlich wasserdicht verpacken. Große Tonnen, wie Regentonnen, sind gut geeignet, um vielen Gegenständen Platz zu bieten.

Sie sind daf√ľr nicht so leicht zu verstecken. Kleinere Depots kannst du in kleineren Tonnen anlegen oder dir sogenannte Rohrbomben basteln. Dabei w√§hlst du im Baumarkt Rohrst√ľcke in einer geeigneten Gr√∂√üe sowie Endst√ľcke und Verbindungselemente aus und verbindest alles zu einem Beh√§lter in der von dir gew√ľnschten Gr√∂√üe.

Du kannst ihn f√ľllen, verschlie√üen und verstecken. Die Dichtungen, welche du unbedingt einfetten solltest, halten den Inhalt sauber und trocken.
Einzelne Ausr√ľstungsgegenst√§nde kannst du mithilfe eines Vakuumierger√§tes wasser- und staubdicht verpacken.

Du kannst dir au√üerdem weitere kleine Beh√§ltnisse besorgen, in welchen du einige Ausr√ľstungsgegenst√§nde in einer angebrachten Menge unterbringst. Du brauchst nicht 100 Feuerzeuge in einem Depot und verzichtest daf√ľr in den anderen Depots darauf. Sinnvoller ist es, wenn du diese Feuerzeuge gerecht auf alle Depots verteilst.

M√∂chtest du dir einige Miniaturvorr√§te anlegen, die du beispielsweise in deinem EDC bei dir tr√§gst, so kannst du kleine verschlie√übare T√ľtchen w√§hlen, oder dicke Strohhalme verwenden. Schneide diese auf die gew√ľnschte Gr√∂√üe zu und verschwei√üe ein Ende mithilfe eines Feuerzeugs.

Anschlie√üend kannst du den Strohhalm f√ľllen und das andere Ende ebenfalls verschwei√üen.

Beschrifte den Strohhalm oder markiere ihn sicherheitshalber, um sp√§ter genau zu wissen, was sich darin befindet. Auf diese Weise kannst du Kaffee, Zucker, Gew√ľrze, Streichh√∂lzer und sogar Angelzubeh√∂r auf kleinstem Raum sicher aufbewahren.

Die Auswahl eines sicheren Ortes

Hast du die Möglichkeit, dir einen sicheren Ort anzulegen, so solltest du diesen mit größter Sorgfalt wählen. Zunächst musst du die finanziellen Mittel aufbringen, um dir das Anwesen selbst leisten zu können. Weiterhin brauchst du jedoch auch Hilfe, um dieses Anwesen zu sichern, wenn du dich dort nicht aufhältst.

Immerhin willst du bei einer Krise nicht dorthin fliehen und zun√§chst das Dach reparieren und die Heizung austauschen m√ľssen. Auch Lebensmittel kannst du nach deiner Ankunft vielleicht nicht sofort einkaufen und musst einige davon vor Ort lagern.

Entsprechend kann es schnell teuer werden, wenn du dir einen sicheren Ort anlegen willst. Stellt dies f√ľr dich kein Problem dar, gilt es, den richtigen Ort zu finden. Dabei solltest du dir zun√§chst bewusst machen, in welcher Gegend du sicher w√§rst, wenn die Krise eintritt auf welche du dich vorbereitest.

Das kann schon im nächsten Landkreis sein, es kann sich aber auch um einen Ort auf einem anderen Kontinent handeln. Ist Letzteres der Fall, solltest du viel Wert darauf legen, die Landessprache gut zu beherrschen und die dortigen Gepflogenheiten kennenzulernen.

Andernfalls l√§ufst du Gefahr, dort keineswegs sicher zu sein und vielleicht sogar schon beim Kauf deines Hauses √ľbers Ohr gehauen zu werden.

Mache dich unbedingt mit der Lage vor Ort vertraut und sieh dir an, ob es nicht auch dort ein Risiko auf eine Krise gibt, vor welcher du eigentlich fliehen willst.

Weiterhin musst du von Anfang an einen Plan haben, wie du im Falle einer Krise deinen sicheren Ort erreichen kannst. In den n√§chsten Landkreis kannst du zu Fu√ü fl√ľchten.

F√ľr einen anderen Kontinent brauchst du vermutlich ein Schiff oder ein Flugzeug und ausreichend Treibstoff daf√ľr und du musst in der Lage sein, den Hafen oder den Flugplatz zu erreichen.

W√§hrend einer Krise besteht unter Umst√§nden die Gefahr, dass zivile Flugzeuge gar nicht erst starten d√ľrfen und dass Schiffe auf offener See gr√∂√üeren Gefahren ausgesetzt sind als √ľblich.

Da eine Schiffsreise grundsätzlich länger dauert, benötigst du außerdem einen ausreichenden Lebensmittelvorrat an Bord. Flugzeuge wiederum erhalten nicht immer eine Landeerlaubnis Рbesonders nicht in Krisenzeiten, wenn sie aus Ländern kommen, welche von der Krise betroffen sind.

All diese Punkte solltest du dir verdeutlichen, um auf mögliche Komplikationen bestmöglich vorbereitet zu sein und einen Plan B zu haben, um deinen sicheren Ort zu erreichen.

Austausch mit anderen Preppern

Es ist f√ľr dich immer von Vorteil, wenn du w√§hrend einer Krise nicht alleine bist. Auch davor oder danach bist du in der Gruppe st√§rker und profitierst von vielen helfenden H√§nden und den verschiedenen F√§higkeiten, die einzelne Mitglieder einer Gruppe mit sich bringen.

Nichtsdestotrotz musst du sehr vorsichtig sein, mit wem du dein Wissen teilst und vor allem was du ihm erzählst. Auch wenn die Mentalität einzelner Prepper sich sehr ähnelt, so kann aus dem besten Freund in der Krise dein größter Feind werden.

Wenn es ums √úberleben geht, spielt nur das Hier und Jetzt eine Rolle, nicht mehr das, was war. Wer also wei√ü, dass du vorgesorgt hast, der wird im Notfall auf dich zur√ľckkommen und stellt f√ľr dich eine potenzielle Gefahr dar. Das gilt auch bei Personen, die urspr√ľnglich ebenfalls gut vorbereitet waren.

Vielleicht haben sie nicht mehr gen√ľgend Vorr√§te, wurden √ľberfallen oder waren auf eine andere Krise vorbereitet. Wissen sie von deinen Vorbereitungen, kann dich das das Leben kosten.

Sei darum vorsichtig, wenn du mit anderen √ľber deine konkreten Schritte sprichst und teile dein Wissen als grunds√§tzliche Information, nicht als das, was du pers√∂nlich tust.

Umgekehrt solltest du das Wissen anderer immer auch selbst ausprobieren. Nicht etwa, weil diese dich anl√ľgen k√∂nnten, sondern um dein neu erworbenes Wissen direkt praktisch auszuprobieren, daraus zu lernen und zu erkennen, ob sich diese F√§higkeiten f√ľr dich als hilfreich erweisen oder nicht.

Hilfreich ist der Austausch mit anderen Preppern in jedem Fall, sofern du Vorsicht walten lässt und nicht zu voreilig persönliche Informationen preisgibst.

Bist du dir bei anderen Preppern sicher, dass sie dich auch in einer Krise bestm√∂glich unterst√ľtzen werden, kannst du genauer auf deine Vorbereitungen eingehen und dich mit ihnen zu einer Gruppe zusammenschlie√üen, die sich nicht nur regelm√§√üig trifft, sondern auch w√§hrend einer Krise Kontakt h√§lt, gemeinsam flieht oder sich einen gemeinsamen sicheren Ort einrichtet.

Unauffällig in einem Haus wohnen

Sitzt du eine Krise aus, kannst du deine Sicherheit enorm erh√∂hen, wenn niemandem auff√§llt, dass du noch da bist. Gleichzeitig musst du daf√ľr sorgen, dass es im Haus trotzdem gem√ľtlich ist.

Gewohnheiten k√∂nnen hierf√ľr hilfreich sein. √úblicherweise wirst du abends das Licht einschalten. In einer Krise kannst du dies nur tun, wenn der Lichtschein nicht nach drau√üen dringt. Heruntergelassene Rolll√§den sind hierf√ľr bereits gut geeignet.

Diese musst du jedoch den ganzen Tag geschlossen halten, sodass du auch tags√ľber eine Lichtquelle ben√∂tigst. Dachfenster stellen eine gute M√∂glichkeit dar, um unbemerkt Tageslicht hineinzulassen und zu l√ľften. Vorausgesetzt nat√ľrlich, niemand kann direkt auf diese Fenster sehen. Fenster, die du nicht sch√ľtzen kannst, sollten in der Dunkelheit keinesfalls beleuchtet werden.

Gerade im Winter ist es wichtig, dass kein Rauch aus dem Schornstein steigt und auch keine Ger√ľche nach drau√üen dringen. Verfeuere darum nur trockenes Holz oder verzichte ganz darauf, mit Holz zu heizen.
Halte deinen Garten auf keinen Fall in Ordnung und bewege dich auf verschiedenen Wegen im Freien, um keinen Trampelpfad durch hohes Gras anzulegen.

Du solltest dich nicht zu oft im Freien aufhalten, um nicht gesehen zu werden. Achte dabei außerdem auf Unregelmäßigkeit, damit du geplanten Überfällen zuvorkommen kannst.

Veranstalte keinen L√§rm. Besonders bei Kindern kann dies schwierig sein, weshalb du mit ihnen unbedingt vorab √ľben solltest, ger√§uscharm zu spielen. Ist es f√ľr dich oder deine Kinder nicht m√∂glich, √ľber l√§ngere Zeit leise zu sein, solltest du einen schallgesch√ľtzten Raum einrichten, in welchem es auch mal lauter werden darf.

Wird an deinem Haus etwas besch√§digt und deine Sicherheit ist dadurch nicht gef√§hrdet, so repariere den Schaden nicht. Ein eingeworfenes Fenster in der Garage beeinflusst deine Sicherheit nicht, wirkt nach au√üen jedoch, als w√ľrde sich niemand darum k√ľmmern, weil keiner da ist.

Sollte es sich beim zerbrochenen Fenster um eines zu deinem gesch√ľtzten Bereich handeln, so kannst du dieses unter Umst√§nden ebenfalls so lassen und deinen gesch√ľtzten Bereich verlagern. Wer es dann ins Haus schafft, kommt trotzdem nicht an dich und deine Vorr√§te heran.

Alternativ kannst du das Fenster aber auch mit Holz verbarrikadieren. Bedenke aber, dass es einem potenziellen Eindringling auffallen könnte, dass das eingeworfene Fenster repariert oder verbarrikadiert wurde. Damit wäre deine Tarnung aufgeflogen.

Survival Ausr√ľstung & Werkzeuge

Es ist von gro√üer Bedeutung, dass du die richtigen Ausr√ľstungsgegenst√§nde bereit h√§ltst. Dazu geh√∂rt auch gutes Werkzeug sowie Verbrauchsmaterial wie S√§gebl√§tter, N√§gel und Schrauben.

Ein gut ausgestatteter Werkzeugkasten kann dir in vielen Situationen gute Dienste leisten und ist nicht nur während oder nach einer Krise von Vorteil, sondern hilft dir bereits jetzt im Alltag.

Hierbei solltest du darauf achten, dass du nicht nur genau wei√üt, wie die einzelnen Werkzeuge verwendet werden sollen, sondern auch Alternativen zur Verf√ľgung hast, sollte der Akkuschrauber oder die Stichs√§ge keinen Strom mehr haben. Handbohrer und B√ľgels√§gen ben√∂tigen zwar deutlich mehr Muskelkraft, erf√ľllen ihren Zweck jedoch auch ohne Strom zuverl√§ssig und noch dazu leise und unauff√§llig.

Wasser richtig filtern

Ein Wasserfilter und ein Wasserkanister mit Hahn sind eine sinnvolle Investition, auf die du nicht verzichten solltest. Dabei hast du die Wahl zwischen einem:

  • chemischen Wasserfilter, bei welchem meist durch dein Einsatz von Chlor verschmutztes Wasser gereinigt wird
  • einem mechanischen Wasserfilter, welcher das Wasser durch einen Filter presst
  • und einem UV-Filter, durch den Bakterien und Viren mithilfe von ultraviolettem Licht get√∂tet werden

Krisenvorsorge-Tipp: Am erfolgreichsten filterst du Wasser, wenn du zwei dieser Methoden kombinierst. Eine ist jedoch bereits ausreichend.

Hast du keinen Wasserfilter zur Verf√ľgung, so kannst du mit ganz einfachen Mitteln einen eigenen Filter bauen. Dieser wird nicht so mobil sein und vielleicht auch mehr Zeit zum Filtern des Wassers in Anspruch nehmen, doch er wirkt.

Auch hier hast du nun zwei Methoden, die du einzeln, besser jedoch nacheinander anwendest, sofern dir dies möglich ist.

Schneide den Boden einer Plastikflasche oder eines Kanisters weg oder w√§hle ein anderes Beh√§ltnis, welches du f√ľr einen improvisierten Filter nutzen kannst. F√ľlle die umgedrehte Flasche zun√§chst mit etwas Moos oder binde ein sauberes Tuch um den Verschluss.

Gib anschlie√üend eine Lage Holzkohle darauf. Nun f√ľgst du eine Schicht gewaschenen Sand und eine Schicht Kies hinzu und wiederholst diese beiden Schichten, sodass du zwei Schichten gewaschenen Sand und zwei Schichten Kies im Wechsel hast.

Darauf kommt erneut Moos oder ein Tuch und dein Filter ist fertig. √Ėffnest du den Verschluss der Flasche, kannst du am Boden der Flasche schmutziges Wasser einf√ľllen und nach und nach tropft sauberes Wasser am unteren Ende in ein zweites Gef√§√ü.

Auf diese Weise werden vor allem Schwebepartikel aus dem Wasser gefiltert, an welchen sich häufig Bakterien und Viren befinden.

Doch diese klammern sich nicht immer an solche Partikel, sondern treiben mitunter auch alleine im Wasser. Um wirklich alle Krankheitserreger abzutöten bleibt dir nur das Abkochen des Wassers.

Diese Methode kannst du zum Filtern von Wasser aus der Natur als eigenständige Möglichkeit nutzen, es ist jedoch sinnvoller, wenn du sie ergänzend anwendest.

In jedem Fall solltest du das zu filternde Wasser durch ein Tuch in deinen Kochtopf gießen, um größere Schwebeteilchen herauszufiltern.

Ein bisschen Dreck mag nicht schaden, zu viel davon ist aber nicht gesund. Zum Abkochen des Wassers musst du dieses tats√§chlich lediglich drei Minuten auf dem Herd oder √ľber dem Feuer kochen lassen.

Hierbei gilt jedoch, dass diese Zeit sich pro 150 Höhenmeter um eine Minute verlängert.

Wenn du dich in den Bergen aufhältst, kannst du hier schnell auf 15 Minuten kommen. Das kann bei Gas- oder Benzinkochern einiges an Brennstoff erfordern.

Wärmeerhalt

Es gibt einige einfache Tipps, um mit möglichst wenig Aufwand möglichst effektiv Wärme zu speichern.

Hierzu geh√∂rt in einem Haus, alle Schwachstellen wie T√ľrspalten und undichte Fenster abzudichten. Hast du gen√ľgend Zeit, so kannst du dies nach M√∂glichkeit mit professionellen Mitteln erreichen.

Alternativ reicht aber ein zusammengerolltes Handtuch oder einige Kleidungsst√ľcke.

Bei einfach verglasten Fenstern ist es sinnvoll, diese von innen mit Holz oder schwerem Stoff zu verdecken, um das Eindringen von Kälte und das Entweichen von Wärme zu verhindern. Hierbei geht allerdings leider auch eine Lichtquelle verloren.

Weiterhin kannst du deinen K√∂rper sehr gut unterst√ľtzen, indem du deine Blase entleerst, etwas Warmes isst oder trinkst und dich bewegst.

Bist du nicht alleine, so hilft es, eng beieinander zu sitzen oder zu liegen, um von der K√∂rperw√§rme der anderen Personen zu profitieren. Hast du ein Feuer gemacht, kannst du etwas Wasser erhitzen und in Flaschen f√ľllen, um eine improvisierte W√§rmflasche zu erhalten.

Auch Steine kannst du nahe ans Feuer legen, sodass diese dich wärmen können. Kleide dich im Zwiebelprinzip, um einen möglichst guten Feuchtigkeitstransport sowie eine ordentliche Isolierung deines Körpers zu gewährleisten.

Achte darauf, dass deine F√ľ√üe und dein Kopf gesch√ľtzt sind und warm bleiben und trage keine nasse Kleidung.

Halte immer einige Rettungsdecken bereit, welche hervorragenden Schutz gegen √§u√üere Einfl√ľsse bieten und deine eigene K√∂rperw√§rme reflektieren. In Kombination mit einer normalen Decke oder einem Schlafsack w√§rmt dich die Rettungsdecke schnell und zuverl√§ssig.

Musst du im Freien ausharren, so achte unbedingt auf eine gute Isolierung gegen die Bodenkälte. Eine dicke Schicht trockenen Laubs oder trockener Tannenzweige kann eine EVA-Matte ersetzen.

Kommunikation in der Krisenvorsorge

Mit anderen Personen in Kontakt zu bleiben, ist nicht nur aufgrund der 3er-Regel wichtig. Gerade während einer Krise kannst du so Hilfe anfordern, anderen helfen und rechtzeitig vor drohenden Gefahren gewarnt werden oder selbst warnen.

Die Schwierigkeit besteht jedoch darin, diese Kommunikation auch während einer Krise zu gewährleisten. Bei einem Stromausfall fällt das Telefon und auch das Mobilfunknetz als Kommunikationsweg aus.

Handelt es sich bei der Person, die du kontaktieren willst nicht um jemanden, aus der unmittelbaren Nachbarschaft, wirst du unter Umständen große Schwierigkeiten haben, dorthin zu gelangen, um deine Nachricht mitzuteilen.

Ein Funkgerät kann dir hier ausgezeichnete Dienste erweisen. Funkwellen existieren auch ohne vorhandenes Stromnetz. Du benötigst aber eine Möglichkeit, dein Funkgerät zu betreiben, weshalb du einen Stromgenerator oder zusätzliche Akkus brauchst.

Weiterhin kannst du dich auf offener Flur auch √ľber Handzeichen mit Personen verst√§ndigen, die sich in Sichtweite aufhalten. Smalltalk ist hierbei zwar nicht m√∂glich, Warnungen und Klarstellungen hingegen schon. Auch mit Taschenlampen und Spiegeln, welche die Sonne reflektieren, kannst du mit einfachen Mitteln kommunizieren.

Hierf√ľr ist es sinnvoll, wenn du und alle deine Kommunikationspartner auf das gute alte Morsealphabet setzen. Kurze und lange Signale im Wechsel machen eine Kommunikation m√∂glich, ohne dass eine gute Sicht oder eine deutliche Sprache n√∂tig w√§re.

Innerhalb deiner Gruppe kannst du au√üerdem selbst einige Zeichen festlegen, welche f√ľr bestimmte Handlungen und Situationen stehen k√∂nnen.

Droht Gefahr, kannst du nat√ľrlich einfach laut “Gefahr!” rufen. Dabei machst du jedoch auf deinen Standort aufmerksam. Ein unauff√§lliges Handzeichen oder die Nachahmung eines Tierlauts f√§llt hierbei unter Umst√§nden weniger auf und warnt deine Gruppe dennoch zuverl√§ssig, sofern sie gelernt hat, darauf zu achten.

Ganz gleich ob du dich auch mit anderen Personen verständigen möchtest, auf ein Radio solltest du in keinem Fall verzichten. Unabhängig von deiner Position kannst du so auf dem aktuellsten Stand bleiben und wirst informiert, wenn sich die Lage ändert, die Krise vorbei ist oder du ein Gebiet nicht mehr betreten darfst. In einer Krise kann dir dieses Wissen das Leben retten.

Autark Energie gewinnen

Autark leben als Selbstversorger wie vor 100 Jahren

Vor einigen Jahrzehnten war autark leben als Selbstversorger ohne Strom √ľberhaupt kein Problem. Heute ist das f√ľr viele Menschen nahezu undenkbar. Keine Frage, das √úberleben funktioniert auch ganz ohne Strom. Mit ist es aber bequemer.

Mache darum auf keinen Fall den Fehler und verlasse dich auf elektrische Ger√§te. Im Ernstfall stehen sie dir vielleicht nicht mehr zur Verf√ľgung. Dennoch kannst du einige Dinge unternehmen, um deine Elektronik auch bei einem Zusammenbruch der √∂ffentlichen Stromversorgung zu nutzen.

Wie auch Krankenhäuser, Regierungsgebäude und viele weitere Organisationen und Institutionen kannst du dir einen Notstromgenerator zulegen, welchen du im Falle eines Stromausfalls einschaltest.

Solche Generatoren ben√∂tigen meist Diesel oder Benzin, welches du selbstverst√§ndlich in ausreichender Menge lagern musst, andernfalls n√ľtzt dir der Generator nichts.

In der heutigen Zeit kannst du jedoch auch wesentlich umweltfreundlicher Strom gewinnen. Eine kleine oder gro√üe Photovoltaikanlage kann bei gutem Wetter gen√ľgend Strom f√ľr alle wichtigen Elektroger√§te generieren und diesen auch in einem oder mehreren Akkus speichern.

Selbst bei schlechtem Wetter steht dir so Strom zur Verf√ľgung. Sogar auf der Flucht kannst du dich kompakter Photovoltaikanlagen bedienen, um beispielsweise dein (Mobil-)Funkger√§t aufzuladen oder grunds√§tzlich flexibel einsetzbare Akkus mit Strom zu versorgen.

Es gibt auch die Möglichkeit, die Wasserkraft zu nutzen. Zu Hause kannst du dies nur, wenn du in unmittelbarer Nähe zu einem Fluss, Bach oder Kanal wohnst. Unterwegs hast du die Möglichkeit, mit einer tragbaren Turbine selbst in kleinen Bächen Strom zu erzeugen.

Und auch die Windkraft solltest du nicht untersch√§tzen. Besonders als station√§re Anlage kannst du so in windigen Gegenden einen Teil deines Stromverbrauchs abdecken. F√ľr den Fall einer Flucht ist diese Art der Stromgewinnung leider nicht geeignet.

Welche Art der Stromgewinnung du w√§hlst, h√§ngt von den Gegebenheiten vor Ort ab. Wo es das ganze Jahr √ľber sehr windstill ist, eignet sich eine Windturbine nicht. Scheint jedoch fast jeden Tag die Sonne, ist eine Photovoltaikanlage eine gute Investition.

Meist erreichst du die besten Ergebnisse, wenn du verschiedene Möglichkeiten kombinierst. Egal ob unterwegs oder zu Hause, du solltest auf jeden Fall einige Alternativen bereithalten, falls du wirklich ganz ohne Strom ausharren musst.

F√ľr Taschenlampen und Radios oder andere Ger√§te, auf die du nicht verzichten kannst, solltest du immer ausreichend Akkus oder Batterien bereithalten und wissen, wie du notfalls auch ohne sie zurechtkommen kannst.

Bug out Bag richtig packen

Es mag dich erstaunen, aber ein falsch gepackter Fluchtrucksack kann sich bis zu zehn Kilo schwerer anf√ľhlen. Ein –Bug out Bag wiegt in der Regel ohnehin zwischen 20 und 30 kg, da m√∂chtest du sicherlich nicht auch noch, dass er sich schwerer anf√ľhlt.

Zumal du damit vielleicht weite Strecken zur√ľcklegen und m√∂glicherweise sogar rennen musst. Es ist also wichtig, dass du deinen Rucksack richtig packst.

Hierbei gibt es einige Grundregeln zu beachten. Dein Rucksack sollte nicht mehr als ein Drittel deines eigenen Körpergewichts wiegen.

Bei Frauen und kleinen M√§nnern kann dies mitunter schwierig sein, denn auch wenn der Schlafsack und die Ersatzkleidung nat√ľrlich kleiner und damit leichter ausfallen, so wiegt Wasser, ein Gaskocher oder ein Tarp nat√ľrlich immer gleich viel.

Um dieses Gewicht bestmöglich auf einer Flucht tragen zu können, ist körperliche Fitness sowie das regelmäßige Üben mit voller Last unverzichtbar.

Die richtige Packweise erleichtert dir das Gehen zusätzlich.
Schwere Ausr√ľstungsgegenst√§nde packst du idealerweise nahe an deinen R√ľcken und auf H√∂he deines oberen R√ľckens.

Ganz oben und ganz unten im Rucksack sowie an der dem R√ľcken abgewandten Seite sollten sich leichte Gegenst√§nde wie ein Schlafsack oder eine Isomatte befinden.

In der Mitte des Rucksacks, unterhalb der schweren Last befindet sich mittelschwere Ausr√ľstung wie beispielsweise Ersatzkleidung oder das Kochgeschirr.

Die einzelnen Gegenstände packst du so, dass du auf Wasser, Nahrung, Schutz und Erste-Hilfe-Set schnellen Zugriff hast.

Deine Regenkleidung liegt also oben auf und steckt nicht ganz unten im Rucksack. Wie du dein Gep√§ck weiterhin aufteilst, liegt in deinem Ermessen. Hier bietet es sich an, auf einigen √úbungswanderungen selbst zu testen, welche Packweise sich f√ľr deine Zwecke am besten eignet.

Verzichte auch nicht auf das wasserdichte Verpacken deiner Ausr√ľstung im Rucksack. Zwar solltest du immer eine Regenh√ľlle mitf√ľhren, um deine Ausr√ľstung zu sch√ľtzen und zu verhindern, dass sich der Rucksack selbst mit Wasser vollsaugt, doch auch im Rucksack ist Vorsorge sinnvoll.

Wasserdichte Packs√§cke sind in verschiedenen Gr√∂√üen und Farben erh√§ltlich und erleichtern dir das Packen und Organisieren. Und selbstverst√§ndlich halten sie deine Ausr√ľstung trocken.

Manche Rucksäcke bieten dir die Möglichkeit, zusätzliche Taschen außen am Rucksack anzubringen. So erhältst du eine bessere Aufteilung und kannst die Taschen bei Bedarf abnehmen und einzeln tragen.

Bedenke, dass jede dieser zusätzlichen Taschen nicht nur ein Eigengewicht mit sich bringt, sondern dich auch dazu verleitet, mehr einzupacken, als eigentlich notwendig wäre.

Dadurch erh√∂ht sich das Gewicht deines Rucksackes, was die Fortbewegung erschwert. Sofern du auf solche Taschen verzichten kannst, solltest du dies tun. Bist du gut in Form und st√∂rst dich am h√∂heren Gewicht nicht, k√∂nnen sie dich jedoch bei der Organisation und Ordnung deiner Ausr√ľstung unterst√ľtzen und damit eine sinnvolle Erg√§nzung darstellen.

Was du f√ľr die Krisenvorsorge sonst noch wissen solltest

Dieses Buch hat dir nun sicherlich einen guten √úberblick √ľber die wichtigsten Bereiche beim Preppen geliefert und dient dir als ausgezeichnetes Handbuch, um dein Wissen zu erweitern. Es kann dir aber unter keinen Umst√§nden die Umsetzung und √úbung deiner F√§higkeiten abnehmen.

Hierzu solltest du in verschiedenen Kursen das erlernen, was du dringend ben√∂tigst aber noch nicht beherrschst. Die meisten Dinge, die du als Prepper k√∂nnen solltest, kannst du als einzelne Lektion lernen, ohne dich als Prepper outen zu m√ľssen. Erste-Hilfe-Kenntnisse, Survival F√§higkeiten oder Pflanzenkenntnisse wollen heutzutage viele Menschen haben.

Manche davon sind Prepper, die meisten von ihnen einfach nur neugierig und wollen etwas Neues kennen lernen. Sorge daf√ľr, dass dein Wissen frei von Fehlern und L√ľcken ist und du deine F√§higkeiten wirklich beherrschst. Ein Kurs kann dir dabei immer behilflich sein und das n√∂tige Equipment wird dir meist geliehen, sodass sich die Kosten zu Beginn in einem zumutbaren Rahmen bewegen.

Baue deinen Vorrat und deine Ausr√ľstung nach und nach aus und f√ľhre dir immer wieder dein pers√∂nliches Krisenszenario vor Augen, damit du wei√üt, was du wirklich brauchst, um es zu √ľberstehen.

√úbe das Verbarrikadieren, das Leben ohne Strom oder die Flucht regelm√§√üig, sodass dich im Ernstfall nichts √ľberraschen oder √ľberfordern kann. Ein Prepper ist nur dann gut vorbereitet, wenn er mit allem rechnet und ihn auch das nicht erschreckt, was er doch nicht erwartet hat.

Fazit: Dein Start in die Krisenvorsorge

In diesem Beitrag ist nun schon mehrfach der Name Reini Rossmann gefallen. Doch wer ist das? Reini Rossmann gehört zu den aktiven Preppern, die ihr Wissen gerne an andere weitergeben.

Er hat selbst eine fundierte Survival Ausbildung bei zahlreichen Trainern absolviert und gibt mittlerweile eigene Kurse, um anderen die F√§higkeiten beizubringen, die f√ľr das √úberleben in der Wildnis unerl√§sslich sind.

Einen seiner Kurse hat er so gestaltet, dass du online daran teilnehmen kannst. Das Krisen√ľberlebenssystem von Reini Rossmann zielt dabei darauf ab, dir vor allem die theoretischen Kenntnisse zur richtigen Krisenvorsorge zu vermitteln und dir dennoch gleichzeitig eine Menge Anreize zu geben, wie du es praktisch umsetzt.

Dabei lernst du etliche Themenbereiche kennen, die du im Anschluss an die theoretische Ausbildung auch in praktischen Kursen vertiefen kannst.

Das Krisen√ľberlebenssystem setzt sich aus Videos, Checklisten und dem Zugang zu einem gro√üen Netzwerk aus Preppern zusammen und stellt einen ausgezeichneten Schnellkurs dar, um mit der Krisenvorsorge beginnen zu k√∂nnen.


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