Wasserkanister mit Hahn

Wasserkanister mit Hahn: Gefahren durch falsche Lagerung in 2019

Achtung: Gammelwasser in Wasserkanistern und Wassertanks entdeckt!

Bei Vorbereitungen für den Ernstfall denken viele mit Sicherheit an alle Lebensmittel, die es zu besorgen gilt. Konserven und trockene Lebensmittel wie Nudeln, Reis und Mehl sind eine Grundausrüstung für eine gute Krisenvorsorge. An Wasser in Wassertanks denken dabei die wenigsten und sind möglicherweise hier im Ernstfall nicht vorbereitet. Ist es doch zu verführerisch, ständig und überall einfach nur einen Hahn aufzudrehen und schon sprudelt das lebenswichtige Nass.

Im Grunde genommen wissen wir alle, dass Wasser noch wichtiger ist als irgend welche Nahrungsmittel. Vielleicht hast du dir sogar schon Gedanken gemacht, wie deine Trinkwasserversorgung in Wasserkanistern sichergestellt werden kann, wenn die Wasserleitungen nicht mehr funktionieren. Wer schon einmal Wasser in einem Wasserkanister abgefüllt und diesen eine Zeit lang hat stehen lassen, konnte vermutlich feststellen, dass dieses nach einer Weile nicht mehr genießbar war. Von gesund und vitalisierend ganz zu schweigen.

WICHTIGAuf was ist zu achten?

  • Qualität des abgefüllten Wassers
  • Behälter (Wasserkanister oder Wassertank)
  • Richtige Lagerung
  • Dauer der Wasserbevorratung
  • Gewicht der gelagerten Wassermenge und Tragkraft der Regale

Wofür brauchst du Wasserkanister und Wassertanks?

Auch wenn es “Trinkwasser” heißt, so brauchst du Wasser nicht bloß zum Trinken. Auch zum Kochen und Backen ist es notwendig. Daneben ist besonders in einer Krisensituation die Hygiene wichtig.

Mangelndes Händewaschen kann schnell zur Übertragung von Krankheiten führen, was die eigentliche Situation noch schlimmer macht, als sie ohnehin schon ist.

Hinzu kommen Gefahren durch verunreinigtes Geschirr, welches mangels Wasser nicht gesäubert werden konnte. Verdorbene Lebensmittel willst du nicht zu dir nehmen und den Stress, den dir dein Körper dafür macht, möchtest du dir sicher auch ersparen.

Darum gilt für eine erwachsene Person als Richtwert, dass sie pro Tag zwischen 4 und 5 l Wasser bevorraten sollte.

Damit solltest du im Ernstfall natürlich zusätzlich sparsam umgehen, sodass es möglichst lange hält, du auch dann noch genügend zu trinken hast, wenn dein Vorrat eigentlich längst erschöpft sein sollte und du trotzdem keinen Durst leiden musst.

Woher kommt unser Wasser?

Grundsätzlich kommt das Trinkwasser aus der Wasserleitung. Nun kann es aber vorkommen, dass diese Wasserleitung defekt ist oder die Wasserversorgung unterbrochen wird. Dann kommt entsprechend auch kein Trinkwasser mehr aus der Leitung.

Du brauchst dennoch Wasser, um zu überleben. Die einfachste Möglichkeit besteht dann darin, Wasser aus Flaschen zu nutzen. Auch hierbei handelt es sich um Trinkwasser.

Meist ist dies sogar in besonderem Maße aufbereitet, ihm wurde unter Umständen Kohlensäure zugesetzt oder es hat einen bestimmten Geschmack.

Trinken kannst du dies auf jeden Fall. Je nach Wasser kannst du es im Notfall auch zum Kochen und zur Zubereitung von Nahrung verwenden. Es ist ebenfalls zur Hygiene geeignet, auch wenn du aufgrund des Preises vermutlich nur im äußersten Notfall das Wasser aus der Flasche zum Waschen nutzen willst.

Regensammler, Wasser zu Hause gewinnen

Wasserkanister, Regensammler
Garantia Regensammler Speedy (Fallrohrfilter)

Du kannst aber auch Wasser gewinnen. Das bekannteste Beispiel dafür ist ein einfaches Regenauffangsystem, welches in der Regel aus einem schrägen Dach, einer Regenrinne und einer Regentonne besteht.

Auch Regenwasser kannst du trinken. Du solltest es allerdings zuvor filtern.

Zusätzlich kannst du in der freien Natur zahlreiche Wasserquellen finden, aus denen du ebenfalls Trinkwasser erhältst, welches du jedoch unter Umständen ebenfalls vor dem Trinken filtern solltest.

Wasser filtern aber richtig!

Wasser zu filtern ist keineswegs kompliziert. Meist nutzt du hierfür einen Wasserfilter, den du kaufen kannst.

Da das Thema jedoch komplex ist und es nicht nur verschiedene Filtertypen gibt, sondern es auch bei der Wahl der Quelle einiges zu beachten gilt, findest du alles Infos dazu in einem weiteren Artikel.

Wasserkanister und Haltbarkeit von Trinkwasser

Damit du in einer Krisensituation nun aber nicht ständig Wasser suchen und aufbereiten musst, ist es sinnvoll, wenn du einen Wasservorrat zu Hause hast. Das bedeutet aber keinesfalls, dass du dir einen privaten Getränkemarkt einrichten sollst.

Zunächst musst du dir bewusst machen, dass Wasser nicht ewig haltbar ist. Im Gegenteil. Häufig hält das Wasser, welches du kistenweise kaufen kannst, gerade mal ein Jahr. Wie so oft gilt hier, dass es sich um ein Mindesthaltbarkeitsdatum handelt.

Auf Wasser in Plastikflaschen solltest du beim Einlagern verzichten. Hier besteht eine große Gefahr, dass durch das lange Lagern das Plastik Schaden nimmt und das Wasser verunreinigt. Das Wasser selbst ist also nicht automatisch schlecht, bloß weil es abgelaufen ist.

Allerdings können sich nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums Mikroben und Krankheitserreger bilden und vermehren.

Das gilt vor allem, wenn es falsch gelagert wird. Darum gilt, dass du Wasser in jedem Fall kühl und dunkel lagern solltest und eine angebrochene Flasche oder einen bereits geöffneten Wasserkanister zügig aufbrauchst und nicht ewig stehen lässt.

Welches Wasser sollte eingelagert werden?

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6er Set Trinkflasche (Glas) mit Nylon Schutzhülle

Wichtig ist es, dass du das richtige Wasser einlagerst. Natürlich kannst du einige Flaschen Wasser mit Geschmack oder Kohlensäure in deinen Vorrat aufnehmen.

In erster Linie solltest du dich jedoch für stilles Wasser entscheiden. Das schmeckt zwar langweilig, es ist jedoch vielseitig einsetzbar. Zum Kochen und Backen ist es deutlich besser geeignet als Wasser mit Orangen- oder Limettengeschmack und auch Wasser mit Kohlensäure ist zum Waschen des Körpers nur bedingt geeignet.

Sicher spielt dies im Ernstfall eine untergeordnete Rolle, du musst es dir aber auch nicht schwerer machen, als es dann ohnehin schon ist. Hinzu kommt, dass die meisten Wasserkanister Wasser mit Kohlensäure nicht standhalten und stattdessen stilles Wasser oder Leitungswasser bevorzugen, welches dem Material des Kanisters nicht so stark zusetzt.

Wasserflaschen, Wassertank oder Wasserkanister?

Wasserflaschen gibt es in jedem Supermarkt, meist auch in Kisten sortiert oder in Plastikfolie abgepackt. Das ist wahnsinnig praktisch und die Flaschengrößen allein sorgen bereits dafür, dass der Inhalt schnell aufgebraucht werden kann.

Zum Einlagern sind Wasserflaschen jedoch nicht besonders gut geeignet, da sie viel Platz wegnehmen. Für einen kleinen Vorrat von zwei Wochen und nur einer Person ist dies weniger ein Problem.

Möchtest du jedoch einen großen Wasservorrat anlegen oder hast wenig Platz, sind Wasserkanister oder Wassertanks die bessere Wahl.

Davon hast du gleich eine Menge verschiedener Typen zur Auswahl und kannst dich für einen oder mehrere dieser Typen entscheiden.

Wasserkanister aus dem Online Shop

Wasserkanister FALTBAR
Wasserkanister faltbar 10l Wasserkanister faltbar 5l

Einige Online Shops wie zum Beispiel Amazon haben bereits eine beträchtliche Auswahl an kleinen und großen Wasserkanister aus Plastik im Angebot. Dabei handelt es sich meist um 5-10 l-Kanister mit einer großen Öffnung, aus welcher du – mit ein wenig Geschick – Wasser in andere Gefäße gießen kannst.

Diese Wasserkanister stellen eine hervorragende Grundlage dar, um deinen Wasservorrat wachsen zu lassen.

Der Haken daran ist, dass du sie nicht stapeln kannst, da sie nicht sonderlich stabil sind und dass auch sie ebenfalls aus Plastik bestehen. Darum gilt für das Wasser in diesen Kanistern, dass du es trinken oder aufbrauchen solltest, bevor das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht ist. Alternativ kannst du es nach Erreichen dieses Zeitpunktes noch zur Hygiene verwenden.

Außerdem solltest du dir ein passendes Regal zulegen, auf welchem du diese Kanister platzsparend unterbringen kannst.

Achte dabei unbedingt auf die Tragkraft der einzelnen Regalböden. Ein 5 l-Kanister wiegt etwas mehr als 5 kg (1 Liter Wasser wiegt 1 Kilogramm). Stellst du davon mehrere auf ein Regalbrett geht so manches Regal in die Brüche.

Wasserkanister stapelbar

Wasserkanister 10 Liter

Es gibt aber auch Wasserkanister, die robuster und damit stapelbar sind. Hiervon gibt es eine Menge verschiedener Typen in verschiedenen Größen, manche davon haben sogar einen Henkel oder einen Tragegurt. Bevor du dich hier entscheidest, solltest du unbedingt darauf achten, dass der Wasserkanister lebensmittelecht ist.

Andernfalls kann es zu Ablagerungen des Materials im Wasser kommen, was sich negativ auf deine Gesundheit auswirken kann.

Ein weiterer Punkt ist die Größe des Wasserkanisters. Auch hier kommt es natürlich darauf an, wie viel Platz du hast. Du musst aber auch daran denken, dass du den Kanister tragen beziehungsweise bedienen kannst.

Kaufe darum keinen zu großen Wasserkanister und denke auch an die Tragkraft der Möbel, die den Wasserkanister halten sollen.

Wasserkanister mit Hahn

Wasserkanister mit Hahn 30 Liter

Der Einfachheit wegen solltest du dir idealerweise einen Wasserkanister mit Hahn zulegen. Dadurch kannst du Wasser sehr genau ausgießen und musst den vollen und damit schweren Kanister nicht kippen. Du willst in einer Notsituation sicher nicht auch noch Wasser verschwenden.

Hierbei ist es besonders wichtig, dass du dich für gute Qualität entscheidest. Meist sind es nämlich die Hähne, die bei solchen Wasserkanistern als erstes kaputt gehen. Aufgrund ihrer Position ganz unten am Kanister kann dies dafür sorgen, dass dein Wasservorrat sich in einer großen Pfütze auf dem Boden sammelt.

Achte darum darauf, dass die Wasserkanister mit Hahn robust sind und du bestenfalls Ersatzhähne oder zumindest Reparaturmaterial parat hast.

Weiterhin kann ein Wasserkanister der faltbar ist dir gute Dienste erweisen. Auch hiervon kannst du dir einige besorgen und diese mit Wasser aus der Leitung füllen, sobald sich ein Problem mit der Wasserversorgung ankündigt.

Du kannst diese faltbaren Wasserkanister aber auch unterwegs nutzen, um beispielsweise Wasser aus einer Quelle zu holen. Für diese Kanister gilt ebenfalls, dass sie in vollem Zustand schlecht stapelbar sind und du dir darum im Voraus eine Lösung überlegen solltest.

Großer Wassertank 1000 Liter

Großer Wassertank 1000 Liter

Es gibt aber auch sehr große Kanister mit bis zu 1.000 l Inhalt. Diese wirst du kaum im Haus aufbewahren können und die gängigsten unter ihnen sind leider auch nicht lebensmittelecht.

Für Wasser zum Waschen sind aber auch sie geeignet. Sofern du einen geschützten Platz im Garten, der Garage oder im Keller finden kannst, kann es nicht schaden, einen wirklich großen Wasserkanister zu nutzen.

Chemische Trinkwasseraufbereitung

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Um sicher zu sein, solltest du deinen Wasservorrat konservieren. Keine Sorge, das ist nicht schwierig. Hierbei setzt du dem Wasser eine Chemikalie (Silberionen) bei, welche die Ausbreitung von Krankheitserregern und Mikroben verhindert.

Die Wirkung dieser Silberionen hält allerdings nicht ewig an, sodass du das konservierte Wasser rechtzeitig aufbrauchen und dann durch neues ersetzen solltest. Diese Chemikalien sind ebenfalls nicht unbegrenzt haltbar, du solltest dich also auch hier entsprechend ausstatten und deinen Vorrat regelmäßig erneuern.

Vor allem aber wirken die Chemikalien je nach Hersteller nur bis zu einer bestimmten Menge Wasser. Du solltest die Größe deiner Wasserkanister darum diesem maximalen Wert anpassen. Andernfalls benötigt der Kanister mehr Platz als nötig.

Trinktüten für absolute Notfälle

Faltbare Trinkbeutel

Möchtest du dir keine Wasserkanister zulegen oder willst zusätzliche Sicherheit, so kannst du dir auch bereits konserviertes Trinkwasser in Tüten zulegen.

Dabei handelt es sich um verschieden große und äußerst robuste Tüten, welche in erster Linie für die Seefahrt entwickelt wurden und dort auch genutzt werden. Dieses Wasser ist normalerweise viele Jahre haltbar und hat oftmals nur aus gesetzlichen Gründen überhaupt ein Mindesthaltbarkeitsdatum.

Diese Tüten sind jedoch etwas kostspielig. Eine Notlösung stellen sie dennoch dar, mit einem Wasserkanister bist du in der Regel jedoch besser bedient.

Verzichte auf keinen Fall auf einen Wasservorrat

Ganz gleich, für welchen Wasservorrat du dich entscheidest, darauf verzichten solltest du auf keinen Fall. Wie eingangs gesagt kannst du lange ohne Nahrung überleben, ohne Wasser hingegen nur sehr kurz. Sorge darum dafür, dass du immer genügend Trinkwasser in Flaschen und Wasserkanistern zur Verfügung hast und ersetze dieses regelmäßig, um eine Infektion zu vermeiden.

Damit bleibst du im Ernstfall nicht nur hydriert, sondern kannst auch ausreichend Nahrung zubereiten und dich waschen. Mangelnde Hygiene kann in einer Notsituation schnell zur Katastrophe führen. Vernachlässigen solltest du sie darum genauso wenig wie das Trinken selbst.

Ob du zusätzlich auch einen Wasserfilter im Haus haben möchtest, um bei Bedarf Wasser aus der Natur trinkbar zu machen, bleibt dir überlassen. Ein gut durchdachter Wasservorrat wird dir auf jeden Fall viele Situationen stark erleichtern.

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